Yoga mit Kind

Auch wenn mein Sohn auf Fremde wie das liebste Kind der Welt wirkt – wenn sie weg sind oder er die Leute dann irgendwann gut kennt, dreht er richtig auf. Er könnte den ganzen Tag rennen, springen und im Kreis laufen. Mit seinem Bobbycar macht er das sogar ab und an. Ewig lang im Kreis fahren und dabei begeistert johlen. Er Es ist zwar anstrengend, aber wenn man ihn zu nehmen weiß, dann ist das alles gar nicht so schlimm. Er braucht halt einfach viel Bewegung und zwischendurch Entspannung. Eher durch Zufall habe ich nun etwas Neues für ihn gefunden, bei dem er endlich nicht wie angestochen durch die Gegend rennt. Meine Rückbildungsübungen!
Meine Hebamme hielt noch nie viel von den ganz normalen Übungen, sondern macht schon seit jeher immer ein Komplettprogramm – Bauch, Schultern, Rücken, Hintern – alles dabei. Dafür nutzt sie hauptsächlich Yogaübungen, die ich (mal abgesehen von Kerze und co) auch zu Hause übe. Bis vor einigen Tagen habe ich das eher nur sporadisch gemacht, doch seit Sohnemann einen Tag mitgemacht hat, muss ich täglich ran. Mehrmals sogar.

Fuß an die Stirn

Er liebte es schon immer, in seinem „Maus-Spiel“ den großen Zeh zur Nase zu nehmen und macht das fast jeden Tag einfach nur so aus Spaß. Das macht er zwar immer noch, aber statt der Purzelbäume macht er nun den Hund. Der Vierfüßlerstand, eigentlich seit dem Krabbelalter längst vergessen, wurde wieder eingeführt und dann geht der Po hoch. Ok, die Beine sind nicht durchgestreckt, aber das ist auch egal. Er hat Spaß dabei – sehr viel sogar. Oft läuft er dann so durch die Gegend, versuchte aber ab und an auch, dann in die Bretthaltung zu gehen und plumst dann mit lautem Lachen auf die Matratze.

Ich find’s super, dass er so viel Spaß hat. Wenn er mag, darf er mitmachen und dann helfe ich ihm auch. Er muss aber nicht und kann auch durchaus mittendrin aufhören. Allerdings ist er, was das angeht, recht hartnäckig. Auch beim Mann will er immer mit zum Training und schreit dort teilweise lauter als die Trainierenden selbst. Doch seit er letzte Woche mit zur Rückbildung musste, ist er nun völlig Feuer und Flamme. Da er nicht im Raum der Babys bleiben konnte, durfte er halt mit in den Kursraum. Meine Hebamme gab ihm ein Meditationskissen zum drauf sitzen, damit er uns alle auch beobachten konnte, trotzdem bekam er natürlich auch eine eigene Yogamatte. Nur für den Fall. …
Schlussendlich saß er fast die Hälfte der Zeit breit grinsend auf diesem Kissen, von dem ich bis zu dem Tag nicht mal wusste, dass es so etwas überhaupt gibt. Allerdings fand ich es so praktisch, dass ich mal das Internet befragt habe und erstaunt war, dass die Kissen gar nicht so teuer sind. Gerade als Bodenkissen sind sie toll, auch wenn ich befürchte, dass der große Sohn damit wohl sicher „Boot fahren“ würde. Auf Laminat geht das ja recht gut, weil es so schön rutscht. ;)

Bis jetzt glaube ich übrigens nicht, dass er Yoga lange durchhält. Aber wir werden sehen. …

2 Kommentare

  1. MestraYllana

    Aaaah, das Bild ist ja niedlich! Wenigstens weiß er sich zu beschäftigen und ist auch mit ein bisschen Yoga total glücklich! Wer weiß, wie lang das anhält! ;-)

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  2. Lana

    Hi,

    bei uns wird das im Kindergarten gemacht. Mein kleiner Schatz ist restlos begeistert.

    Es ist aber nichts für jedes Kind. Die Erzieherin macht das nur mit den Kindern, die es auch wollen.

    Ich habe den Eindruck, daß es eher etwas für die ruhigeren Kinder ist, kann mich aber täuschen. Es gibt ja so viele Formen von Yoga.

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