Vom Kranksein

Krankheiten sind nervig – für uns Eltern oft sehr viel mehr als für unsere Kinder. In den letzten Tagen habe ich zugegeben meinen großen Sohn sehr bewundert, denn obwohl er fast die ganze Nacht über mit einem Magen-Darm-Infekt kämpfte, war er am nächsten Morgen nicht nur hellwach, sondern auch topfit. Ganz anders sah das dagegen bei uns aus, denn auch als er nachts schon längst wieder schlief, war einer von uns immer noch wach und beseitigte Spuren oder versuchte, der wachsenden Wäscheberge Herr zu werden. Richtig schlimm wurde es aber eigentlich erst, als nicht nur er, sondern auch wir inkl. kleinem Bruder gleichzeitig krank wurden und er der einzige war, der wirklich richtig fit umhersprang. In solchen Momenten bin ich dann einfach nur froh, dass die Großeltern nicht weit entfernt wohnen und immer eine Anlaufstelle sind.
Diese Magen-Darm-Geschichte war für mich eigentlich nur die Krönung der letzten Wochen und Monate. Schon eine ganze Weile dreht sich hier alles immer wieder um Antibiotikum, Hustensaft, Zäpfchen, Zahnungsgel und Kügelchen und ist der eine nicht krank, zahnt oder schubt der andere. Freiraum für uns Eltern gab es in den letzten Wochen praktisch nicht mehr, denn kaum sind beide Kinder im Bett und man hat ein klein bisschen Hausarbeit erledigt, weint auch schon wieder das erste Kind. Der Große und der Kleine sind zwar total unterschiedlich, allerdings ergänzen sie sich abends perfekt. Keine 5 Minuten nachdem der eine wieder ruhig schläft, fängt in der Regel das andere Kind an. …

kinder

Die wohl größte Herausforderung ist die Beschäftigung der Kinder, wenn sie krank sind. Rausgehen ist zwar kein Problem, bei -5° und einem eisigen Wind mag ich den kleinen Sohn aber auch nicht stundenlang im Buggy lassen. In den letzten Wochen wurden hier deshalb ganz viele Autos, Lkws und sonstige Figuren aus Bügelperlen gelegt, Mandalas ausgemalt und vor allem Lego gespielt. Gerade die ganzen Duplo-Figuren erweisen sich für mich immer wieder als Retter in der Not, denn egal wie sehr die Kauleisten des Jüngsten gerade jucken – die bunten Figuren lenken ihn immer wieder ab und er greift nach allem, was er bekommen kann. Und selbst wenn das nicht klappt, ist der in den letzten Tagen entstandene Zug immer noch bunt genug, um ihn völlig zu begeistern.

„Es ist alles nur eine Phase“ ist nun schon seit Wochen mein Mantra, dass ich mir täglich mehrfach aufsage. So wirklich dran glauben kann ich allerdings selbst nicht mehr, auch wenn ich nun tatsächlich und das erste Mal seit Wochen schon seit 30 Minuten hier sitze und der kleine Mann friedlich neben mir schläft. Vielleicht ist ja doch alles nur eine Phase, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, das der noch ganz viele weitere folgen werden.
Ich werde meinen ungewohnten Freiraum jetzt auf jeden Fall nutzen, um Vorräte aufzufüllen. Schließlich brauchen wir ganz bestimmt bald wieder Zäpfchen und Zahnungsgel   für den Kleinen und das kann man prima und günstig online bestellen und so Zeit sparen, um dann wieder mit dem Lego des großen Bruders zu spielen. ;)

1 Kommentar

  1. Jens

    Ai ai ai, aktuell haben wir das „Glück“, dass unser Jüngster (3) krank ist. Er ist sehr wehleidig und möcthe natürlich unbedingt bis zum Weihnachtsfest wieder gesund sein. ich denke, dass ist Ansporn genug :D

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