Vom bösen Wurm und schrecklichen Nächten

Bei uns ist der Wurm drin, aber so richtig. Schon seit Wochen komme ich kaum noch dazu, mails zu beantworten, geschweige denn irgend etwas für mich privat zu tun. Der Kleine zahnt nun schon in der 2. Woche relativ extrem, kaut am auf allem rum, was er kriegen kann (am liebsten auf meiner Nase!) und ist auch sonst recht weinerlich. Noch dazu hat er seit 2 Tagen Fieber, was die Sache nicht gerade besser macht.
Mit unserem „Großen“ hatten wir dagegen ein Erfolgserlebnis, denn er schläft endlich wieder abends ein. Freiwillig und zur normalen Uhrzeit! Doch dafür muss jetzt beim Zubettgehen immer eine Hörspiel-CD laufen und er muss in unserem Bett schlafen – beides Dinge, die ich eigentlich nie einführen wollte. Allerdings geht er damit freiwillig ins Bett und schläft oft sogar recht zügig ein. Immerhin ein Fortschritt, von dem wir ganze 2 Tage bzw. eher Abende etwas hatten.
Dann wachte er nachts plötzlich weinend auf und hatte Fieber. Kein Drama, geht auch ganz sicher wieder weg. Zwei schlaflose Nächte später, sprich vorgestern, diagnostizierte die Kinderärztin eine Mandelentzündung, verschrieb Antibiotikum und Schmerzsaft und erteilte ein Kindergartenverbot bis einschließlich Freitag.

Das wohl schlimmste, dass man unserem Sohn im Moment antun kann, ist ein Kindergartenverbot. So sehr er ihn am Anfang gehasst hat, Angst hatte und nicht hin wollte – so sehr liebt er ihn inzwischen und erklärt täglich, dass er nun endlich wieder in den Kindergarten will. „Leider“ ist er immer noch ziemlich fit – von den Nächten mal abgesehen -was mich ganz schön in Erklärungsnot bringt. Wie bitte erklärt man einem 3.5-jährigen, dass er leider nicht in den Kindergarten darf, weil er noch ansteckend ist? Getan habe ich es zwar, aber so recht verstehen will er es nicht.

kinderbetten

Mal abgesehen vom Kleinen könnten unsere Nächte also wieder relativ entspannt sein, wäre da nicht der Nachtschreck. In den ganzen 3,5 Jahren mussten wir ihn ein Mal erleben und waren glücklich, dass der Spuk recht schnell vorbei war. Doch nun hatten wir ihn schon 2 Nächte hintereinander und das gleich mehrmals. Das erste Mal dachten wir noch, dass er Schmerzen hätte, aber er war nicht richtig ansprechbar, schlief eigentlich noch, weinte und schrie dabei ganz fürchterlich und fuchtelte wild mit Armen und Beinen. Irgendwann gab es sich von selbst und er schlief weiter. Vorletzte Nacht wieder genau das gleiche, dann jedoch gleich 5x verteilt über die ganze Nacht. Wer schon mal einen Nachtschreck neben seinem Kind erlebt hat, weiß, wie schlimm das für uns Eltern ist (die Kinder erinnern sich morgens ja nicht mehr daran, unser auch nicht). Getoppt wird das allerdings, wenn man von einem neben sich liegenden und um sich schlagenden und schreienden Kind im Elternbett geweckt wird und dieses dann rund 20 Minuten schreit. Da ist ein Mal schon zu viel, ganz zu schweigen von den anderen 2x, die wir in der Nacht mit ihm im gleichen Bett erleben mussten. Ich brauche sicher nicht zu erwähnen, dass der kleine Bruder im Beistellbett kurze Zeit später auch mit einstimmte und seinerseits schrie?
In solchen Momenten nehme ich mir dann immer ganz fest vor, am nächsten Tag mindestens 3 Stunden an den Kinderzimmern bzw. den anderen Räumen zu arbeiten, damit jedes Kind endlich ein eigenes Kinderzimmer hat, nur um es dann am nächsten Tag wegen irgendwelcher neuer Wehwehchen der Kinder wieder verwerfen zu müssen. Dabei eilt es so langsam wirklich, denn der Große will ein  neues Bett haben und erklärte neulich, dass wir für seinen Bruder ja auch bald ein neues Kinderbett kaufen müssen, denn das Beistellbett wäre langsam zu klein. Ist es noch nicht – 2 Monate passt das bestimmt noch, aber es wäre schon schön, wenn wir irgendwann fertig wären. Ob wir dann wirklich neue Kinderbetten brauchen, wird sich zeigen, ich glaube aber eher nicht. Der Große bekommt ein „Erwachsenenbett“ und der Kleine das Kinderbett seines großen Bruders. So lange das nicht ist, werde ich wohl jede Nacht eingequetscht zwischen 2 Kindern liegen. Der eine will kuscheln und sich um mich wickeln, der andere meine Nase ansabbern und reinbeißen. Aber immerhin hat der Mann jetzt wieder über die Hälfte des Bettes für sich und ganz viel Platz. Und wenn der Nachtschreck hoffentlich bald wieder auszieht, könnte der Schlaf sogar erholsam sein ….

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