Vertikutieren – ein Rückblick auf’s Jahr

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Erinnert ihr euch an mein Vertikutier-Posting aus dem Frühjahr? Damals hatte ich den festen Vorsatz, unseren Rasen zeitnah zu vertikutieren und das ganze im Herbst zu wiederholen. Wie sich kurze Zeit nach meinem Posting zeigte, war mein damaliges Abfallproblem nicht das Größte, sondern eher das Wetter. Schon kurze Zeit später setzte hier das typisch norddeutsche Wetter ein – Regen. Mit Vertikutieren hatte es sich damit erst einmal erledigt, so dass es bei meinen zwei großen bearbeiteten Stücken bleiben musste. Vor allem als es nach dem vielen Regen relativ schnell sehr warm wurde, war die Zeit des Vertikutierens eindeutig vorbei. Ich beschränkte mich also darauf zu beobachten, wie sich diese beiden Stücke im Vergleich zum restlichen Rasen verhalten würden und vergaß dabei leider völlig die Düngung unseres Rasens.

ein Stück vertiutierter Rasen

Auch wenn der Rasen am Anfang noch ziemlich gerupft aussah – er wuchs erstaunlich schnell zu. Das Unkraut blieb vor allem am Anfang weg, auch wenn es sich inzwischen wieder ein Stück weit eingeschlichen hat. Vor allem der Klee blieb den ganzen Sommer über weg, wächst allerdings jetzt auch bei diesen Temperaturen noch munter weiter und wuchert schon wieder viel zu sehr. Die vertikutierten Stücke wirkten grüner und frischer und insgesamt sahen diese Rasenteile einfach ein wenig gesünder aus. Auch wurden sie bei Hitze und Trockenheit nicht so schnell gelb, sondern sahen länger frisch aus.

Rasen im Herbst mit Feldmaus-Löchern

Nebelverhangen und Feldmaus-geschädigt, aber unkrautfreier als noch im Frühjahr …

Meinen Plan, im Herbst erneut die „alten“ Stellen und vor allem auch den Rest zu vertikutieren, habe ich inzwischen gestrichen. Warum? Das Wetter! Ich finde es gar nicht so einfach, einen perfekten Zeitpunkt zum Vertikutieren zu finden. Erst war es noch viel zu früh im Jahr und der Rasen wuchs noch, dann regnete es. Dann war es (mal abgesehen von 6-7 Stunden am Tag, an denen man normalerweise im Büro sitzt) dauerneblig, dann kam der erste Frost und jetzt hängen nicht nur die Abende, Nächte und Vormittage, sondern die ganzen Tage voller Nebel, auch wenn es immer noch ausreichend warm ist. Bei einem Rasen, der den Winter über lieber lang bleiben soll, zum Vertikutieren aber kurz und vor allem auch trocken sein muss, alles gar nicht so einfach.
Ich schmiss meine Pläne also mal wieder über den Haufen und warte jetzt auf den Frühling in der Hoffnung, dass das Wetter dann besser mitspielt. Trotzdem weiß ich nun aber, wie viel Vertikutieren eigentlich bringt und das sich die Mühe und vor allem auch die riesigen Abfallberge auf jeden Fall lohnen. …

4 Kommentare

  1. Holger

    Ich hab anfang diesen Jahres auch den kompletten Garten Vertikutiert. Nächstes Jahr will ich es wiederholen und dann auch nochmal neu einsäen. Hab dann doch einige kahle Stellen vom Hund

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    1. Sandra

      Wenn es bei uns so weitergeht, ist nach dem Winter auch der halbe Rasen kahl. Die eine Hälfte dank des sehr sesshaften Maulwurfs, die andere wegen den Horden von Feldmäusen in unserem Garten. -_-

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  2. Sarah Maria

    Das Wetter hier oben im Norden ist echt praktisch – man hat immer wen, auf den man es schieben kann. ;) ;)

    Ich hätte für so etwas wohl keine Geduld – ich würde mir immer denken: Ach lass den Rasen einfach so wachsen, wie er mag. Wird schon wissen, was er tut. ;)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Sandra

      Haha, das stimmt :D Allerdings wäre es mir manchmal lieber, nicht immer so viel Nebel, Wind oder Regen zu haben oder einfach mal das tun zu können, was ich mir vorgenommen habe. Vertikutieren zum Beispiel :D

      Ich übe mich bei solchen langwierigen Sachen einfach in Geduld, hat auch was meditatives ;)

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