Torquato – Schaukelstuhl aus Karton

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Könnt ihr euch noch an Torquato erinnern – ein toller Shop, den ich euch schon vor einigen Monaten näher vorgestellt hatte. Es gibt dort einerseits sehr ausgefallene, aber auch sehr einfache und klare Produkte. Klingt vielleicht komisch, aber wo findet man noch historisches Spielzeug, das natürlich neu ist? Wer auf der Suche nach nicht alltäglichem ist, wird hier auf jeden Fall fündig! Ein paar der Artikel hatte ich euch schon in früheren Postings vorgestellt. Heute geht es wieder um etwas für Kinder – einen Schaukelstuhl aus Karton.

Und so wird geliefert: 4 große Kartonteile und eine Anleitung in Bildern:

Schaukelstuhl in Einzelteilen

Zuerst müssen alle Teile vom Rest befreit werden, dann kann es ans Falten gehen. Die Anleitung gibt genau vor, wo und an welchen Teilen vorher wie gefaltet werden muss. Arbeitet man halbwegs strukturiert und legt sich alle Teile breit aus, ist man schnell mit dem Zusammenbau fertig. Rund 30 Minuten habe ich gebraucht – inkl. dem Vereinzeln der ausgestanzten Teile. Übrigens ist die Stanzung sehr gut und bis auf 1 oder 2 Stellen ging alles recht problemlos.

Teil 2 ist dann schon das Zusammenstecken. Auch hier kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man sich an die Bilder in der Anleitung hält. Der Schaukelstuhl besteht aus den beiden Seitenteilen, einer Rückenlehne und diversen Querverstrebungen, die alle doppelt gefaltet und damit richtig stabil sind. So sieht er ohne Sitzfläche aus:

Schaukelstuhl ohne Sitzfläche

Danach wird nur noch die Sitzfläche eingepasst und schon ist er fertig:

Schaukelstuhl fertig

Mein Sohn war zwar beim Zusammenbau die ganze Zeit dabei und wollte helfen, aber er durfte nicht. Allerdings wollte er auch immer die Pappstücken zerreißen. Natürlich durfte er dann aber sofort Probe sitzen – was er sich auch nicht hat 2x sagen lassen. Mit einer Belastungsgrenze von max. 40kg hält der Stuhl eine Menge aus. Und durch die Größe von 78cm (Höhe) x 35cm (Breite)  ist er auf jeden Fall auch für etwas größere Kinder geeignet. Aber selbst mit seinen damals knapp 2,5 Jahren füllte er den Stuhl gut aus:

Schaukelstuhl in Benutzung

Fairerweise sollte ich vielleicht erwähnen, dass Sohnemann für sein Alter recht groß ist und jetzt schon immer für 4 gehalten wird – mit gut 2,5 Jahren. ;)

Beim ersten Praxistest musste der Schaukelstuhl ziemlich viel Kritik über sich ergehen lassen. Wir haben noch einen großen Schaukelstuhl aus Holz, in dem Sohnemann ab und an unter Aufsicht sitzen darf. Der schaukelt richtig nach vorn und hinten – wie es sich für einen Schaukelstuhl gehört. Bei der Version aus Karton ist die Standfläche gerade und man kann bestenfalls ein bisschen nach vorn schaukeln kippen. Nach hinten ist eigentlich gar nicht möglich, auch mit Hilfe nicht wirklich. Wenn ich mir allerdings überlege, wie wild Sohnemann im großen Schaukelstuhl loslegt, ist es sicher auch ganz gut so – einfach aus Sicherheits- und Rausfall-Gründen. ;)
Und so sieht das ganze in Aktion aus:

Inzwischen hat er sich aber daran gewöhnt, dass er nicht so schaukelt wie die große Version. Sitzen tut er trotzdem gern darin.
Der nächste Schritt wird nun noch das Anmalen sein. Empfehlen würde ich dafür keine Wasserfarben, sondern Plakatfarben. Wir haben ein noch ein Spielhaus aus Karton – bemalt mit Wasserfarben. Obwohl sehr stark verdünnt färbt das Haus immer noch ab. Bei einem Stuhl möchte ich das nicht auch noch haben. ;)

Der Schaukelstuhl steht nun seit einigen Monaten hier und musste schon einiges über sich ergehen lassen. An einer Stelle ist er auch schon kaputt gegangen – der nach oben gebogene Teil der Standfläche hinter der Rückenlehne ist eingerissen, weil unser Sohn sich unbedingt auf die Querstreben stellen wollte. Ausgehalten haben sie es – nur die Füße nicht. Macht aber nichts, denn sicher ist der Stuhl trotzdem noch.

Fazit
Der Schaukelstuhl aus Karton ist eine tolle Sitzmöglichkeit für Kinder, die noch dazu sehr stabil ist. Durch die Größe und auch durch die Bauart hält der Stuhl sehr lange durch (bzw. sollte es). Dank der weißen Oberfläche kann sich jeder seinen Stuhl so bemalen wie er möchte.
Bei einem Preis von 25 Euro kann man auf jeden Fall nichts falsch machen. Um Entäuschungen zu vermeiden, sollte man sich aber vorher im Klaren sein, dass er zwar wie ein Schaukelstuhl aussieht, aber nicht schaukelt!

Bei uns stehen jetzt beide Schaukelstühle nebeneinander. Es ist immer wieder ein herrliches Bild – der kleine Junge im kleinen Stuhl und der große Junge im großen Stuhl – einträchtig nebeneinander. ;) …

(Der Schaukelstuhl wurde mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

1 Kommentar

  1. Rocking Chair

    Das ist selbst mir neu! Eine wirklich interessante Bauart eines Schaukelstuhls.
    Klar, der Schaukelstuhl kann nicht schaukeln, dafür kann man diesen zusammen aufbauen und nach belieben anmalen. Das gefällt mir sehr.

    Antworten

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