Torquato – Hucke-Peter

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Es ist schon ein bisschen her, aber nun möchte ich Euch endlich das Spiel Hucke-Peter genauer vorstellen. Ich hatte es vor einiger Zeit als Testmuster von Torquato zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Spiel Hucke-Peter stammt aus dem Hause Kosmos. Es erschien in einer limitierten Edition verschiedener Nostalgiespiele im Jahr 2006.

Hucke Peter

Das verrät die Rückseite des Spielekartons

Diese Ausgabe von „Hucke-Peter“ wurde um 1930 veröffentlicht. Im Rahmen eines Reprints fanden die Original-Grafiken Verwendung und die dem Original nachgestalteten Spielfiguren sind handbemalt.

Hucke Peter Spielkarton Rückseite

„Hucke-Peter“ ist ein Würfel-Laufspiel mit einem durchaus „modernen“ Ansatz. Man kann es am ehesten mit dem Klassiker „Fang den Hut“ vergleichen.

Jede Spielfigur bekommt zu Beginn Lasten aufgebürdet und im Verlauf des Spiels gilt es, diese Lasten so schnell wie möglich wieder los zu werden. Die Spieler würfeln und ziehen ihren „Peter“ mit seiner „Hucke“. Auf bestimmten Feldern darf eine Last abgelegt werden; landet eine Spielfigur dort, so muss sie die Last natürlich aufnehmen. Wer auf andere Spielfiguren trifft, darf denen eine Last mitgeben und so geht das Umverteilen der Lasten eifrig hin und her.

  • 2 – 4 Spieler
  • ab 6 Jahren
  • Spieldauer ca. 30 Minuten

Hucke peter Spielfigur

Der Inhalt

  • 1 Holzwürfel
  • 24 Holzscheiben
  • 4 verschiedenfarbige Spielfiguren aus Holz
  • 1 Anleitung alt (Faksimile des Originals)
  • 1 Anleitung neu
  • und natürlich das Spielbrett

Inhalt Hucke Peter

Die Spielfiguren finde ich total schön. Sicher – sie sind nicht unbedingt zeitgemäß. Aber muss es denn immer unbedingt irgendeine stylische Metall- oder Plastikfigur sein? Ich finde so handbemalte Figuren aus Holz auch mal schön. Sie sind sehr leicht und wirklich gut gearbeitet. Jede einzelne Figur hat im Kasten ein eigenes Fach. Ausgeliefert werden sie in einer kleinen Luftpolstertüte.

Auf der Rückseite jeder Figur ist eine braune Hucke zum Ablegen der Spielsteine. Die Steine sind kleine flache Holzscheiben, die einfach in die Hucke gelegt werden. Der Boden der Hucke ist leider ein bisschen nach außen abfallend – gerade wäre schöner gewesen. Allerdings stört das auch nicht sehr und die Steine bleiben trotzdem von selbst darin liegen.

 Hucke Peter Spiel

Ablauf des Spiels

Jeder Spieler beginnt mit 6 Scheiben in seiner Hucke. Gestartet wird in einem beliebigen Eckfeld auf dem Spielplan. Es wird gewürfelt und man zieht entsprechend. Entweder landet man auf einem bestimmten Feld, dass eine Konsequenz mit sich bringt oder es passiert nichts und der nächste ist dran.

Es gibt 2 verschiedene Eckfelder – also je 2 einer Sorte. Bei Nr. 1 nimmt man eine seiner Scheiben und legt sie einem anderen Spieler auf. Bei Nr. 2 nimmt man eine Scheibe von seiner Figur und legt sie aus dem Spiel zurück in die Schachtel.

Außerdem gibt es rote Felder. Steht man auf so einem Feld, darf man eine Scheibe von seiner Figur nehmen und in die Mitte auf ein beliebiges rundes Feld legen. Landet man auf einem Feld, auf dem bereits ein anderer Spieler steht, legt man ihm eine seiner Scheiben auf.

Bleibt man auf einem Außenfeld stehen, dass direkt neben einem runden Feld mit einer Scheibe darauf liegt, muss man diese (eigentlich schon abgelegte) Scheibe selbst mitnehmen.

Bei allem darf der Spieler jedoch immer nur insgesamt 8 Scheiben in seiner Hucke haben.

Der Spieler, der zuerst alle Scheiben losgeworden ist, hat gewonnen.

 „moderne“ Varianten

Variante 1

Gespielt wird wie im Grundspiel. Jedoch darf jeder Spieler mit jedem Zug seine Richtung immer wieder neu bestimmen.

Variante 2

Ist im Prinzip das gleiche wie im Grundspiel, nur anders herum. Man beginnt mit 16 Scheiben, die im Spielplan ausgelegt werden. Es geht nicht darum, alle Scheiben loszuwerden. Hier gewinnt, wer seiner Figur zuerst 5 Scheiben aufgeladen hat.

Meine Meinung

Ausprobiert haben wir zu zweit und erst einmal die normale Variante. Zum Testen und aus guter alter Gewohnheit fingen wir beide in der gleichen Ecke an. Das Spiel dauerte ganze 5 Minuten. Allerdings half es auch, dass mein Mann immer die gleichen Zahlen wie ich würfelte oder auf Ablagefeldern landete. Trotzdem fand ich es schön abwechslungsreich und auch sehr schnell.

Das 2. Spiel nach gleichem Schema dauerte 10 Minuten. Dieses Mal starteten wir auf entgegengesetzten Eckfeldern. Plötzlich war es gar nicht mehr so abwechslungsreich, da wir einfach zu weit auseinander waren, um noch irgendwelche Berühungspunkte zu haben. Es dauert dann aber ein paar Runden, bis das ganze in Schwung kommt.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die eine Variante mit den unterschiedlichen Zugrichtungen interessant sein könnte. Bei 2 Leuten müsste man allerdings etwas variieren, damit es nicht zu langweilig wird.

Generell sollte man nach unseren Erfahrungen schon mindestens 3 Spieler haben. Zum nächsten Spieleabend wird es sicherlich wieder rausgeholt. Und irgendwann ist ja unser Sohn auch alt genug … :)

Fazit

Ich spiele sehr gern Gesellschaftsspiele. Für mich muss es nicht immer irgendetwas hoch kompliziertes sein, ich mag auch „Mensch ärger Dich nicht“ und co. Eigentlich bin ich sowieso der Meinung, dass die alten Spiele zu Unrecht ganz hinten in den Untiefen der Schränke verschwinden.

Das Spiel hat eine sehr schöne Aufmachung. Es ist vor allem mal etwas ganz anderes. Die Anleitung ist verständlich geschrieben, das ganze Spiel an sich sehr einfach. Vor allem für Kinder ist es sicher auch ein schönes Spiel. Es kann zu zweit schnell ein bisschen langweilig werden, wenn lange nichts passiert. Oder es ist viel zu schnell vorbei. Mit mehreren (am besten 4) Spielern macht es aber sicher viel Spaß und wir werden es garantiert ausprobieren.

„Hucke-Peter“ kostet bei Torquato 19,90 Euro. Den Preis finde ich wirklich absolut angemessen. Bei der Gelegenheit fiel mir aber noch etwas anderes auf: Der Leitspruch von Torquato ist „ausgesucht gut“. Das klingt so, als würde es bei Torquato nur sehr teure Sachen geben. Dem ist aber gar nicht so. Das Spiel kostet hier wie gesagt knapp 20 Euro. Bei Ama… habe ich das gleiche Spiel gefunden – für 30 Euro.

Falls ich Euch jetzt neugierig gemacht habe: Hier geht es direkt zum Spiel bei Torquato.

 Kaufempfehlung: Ja!

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