Szenen einer Nacht

Kennt ihr das von euren Kindern? Wenn sie gesund sind, wollen sie immer und ständig zu Papa, kaum sind sie aber krank, ist nur noch Mama angesagt. So läuft es schon seit ein paar Tagen bei uns, in denen hier mehr oder weniger Ausnahmezustand angesagt ist.
Der Mann hatte das Wochenende über knapp 40 Fieber und der 5jährige erbricht seit Samstag 0 Uhr fast am laufenden Band, sobald er etwas trinkt. Nur der 2jährige ist fit und sieht überhaupt nicht ein, das weder Papa noch sein Bruder mit ihm spielen können.
Die vergangene Nacht toppte allerdings die letzten Tage noch um einiges.

Gestern – 19 Uhr
Das Kind schläft endlich ein, nachdem es wieder einiges an Tee erbrochen hat und sich den ganzen Tag über mit „ich kann nicht schlafen“ weigerte, überhaupt ein Auge zuzumachen. Ich sitze die ganze Zeit neben ihm und versuche an dem Artikel zu schreiben, den ich schon seit 3 Wochen veröffentlichen will. Bringt nicht viel und so schlafe auch ich gegen 23 Uhr ein.

Heute – 2 Uhr
„Mama, ich bin wahach und ich hab ausgeschlafen! Mamaaaaa! Und mein Bauch tut gar nicht mehr weh, mir gehts viel besser.“ Ich wundere mich kurz, das mein Wecker noch nicht geklingelt hat und sehe dabei im Augenwinkel, dass der Sohn einen großen Schluck aus dem Teebecher nimmt. Ich bin sofort hellwach, schließlich darf er nur teelöffelweise trinken und erbrach in den letzten Tagen oft sogar das.
15 Minuten später hat er Bauchschmerzen.

2.30 Uhr
Zu den Bauchschmerzen sind jetzt noch starke einseitige Ohrenschmerzen gekommen.

2.45 Uhr
Ich gebe auf, hole eine aufgeschnittene Zwiebel für sein Ohr und koche nebenbei gleich neuen Tee.

3.00 Uhr
„Mein Bauch! Und mein Ohr! Und die Zwiebel – nimm die weg, die ist so bäh!“

3.45 Uhr
Das Kind spuckt den ganzen Tee wieder aus.

4.30 Uhr
Ich habe die letzte halbe Stunde sitzend und am Tablet spielend verbracht um ihn zu überwachen. Als ich mich hinlege, kommt nur „Mama nicht hinlegen! Du musst doch wach bleiben und auf mich aufpassen!“

Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen, bis er um halb 7 wieder spuckte und es sowieso Zeit zum Aufstehen war. Und während das kleine Kind bei Oma und der Mann beim Arzt ist, wird es hier Zeit für den alltäglichen Wahnsinn.

Und wie war eure Nacht so?

1 Kommentar

  1. Limalisoy

    Hallo Sandra,
    nun bin ich auf deinem Blog gelandet und lese deinen Beitrag zur letzten Nacht. Oje, das kommt mir alles so seltsam bekannt vor…
    Bei mir liegt dieser Art der Horrornacht jedoch schon ein Weilchen zurück… Alles fing mit mir an: Übelkeit, Kopfschmerzen (Migräne im Anmarsch ?) ich leg mich wohl besser hin -> irgendwann eingeschlafen, die Kinder im Bett. Das Elend nimmt seinen Lauf und durch Bewegung wird es schlimmer. Es kommt wie es kommen musste: keine Migräne, sondern Magen-Darm. Ok, ich ruhe mich aus. Fehlanzeige! Gegen 23 Uhr heult es im Nachbarzimmer. Die Große übergibt sich aus dem Hochbett auf den plüschigen Vorleger. Ich krieche mehr in ihr Zimmer als ich laufen kann. Der Geruch macht uns beiden zu schaffen. Mit letzter Kraft (woher ich die auch immer genommen habe) versorge ich meine Große, bereite ihr eine Matratze vor meinem eigenen Bett, säubere das Zimmer, lüfte, hole nen Eimer für folgende Einsätze und schleppe mich selbst zurück ins Bett. Die ganze Nacht geht es mir schlecht. Zudem bin ich unruhig, weil ich bei jedem Seufzer meiner Großen hochkant sitze, mich zu ihr runterbeuge und ihr die Haare halte, damit sie sich erleichtern kann. So geht es mit uns abwechselnd fast die ganze Nacht. Gegen 4 Uhr schlafe ich entkräftet ein. Um 5 Uhr ein Wimmern aus dem anderen Zimmer. Auch der Kleinen geht es schlecht. irgendwoher nehme ich unmenschliche Kräfte auf und versorge auch noch die Lütte mit nem Eimer etc. Die Nacht geht irgendwann zu Ende. Der Tag ist lang. Nach zwei Tagen ist fast alles ausgestanden….
    Ich fühle mit dir und deinem Kleinen. Eigentlich bräuchtest du auch ne Erholung. ich hoffe für dich, dass du sie in dieser Nacht erhält und dich der Virus nicht auch noch anspringt. Alles Gute für dich und deinen Sohn!
    Lima

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