[Spiel] „Mino und Tauri“ von AMIGO

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Mino und Tauri, die beiden frechen Außerirdischen, besuchen endlich wieder einmal die Erde. Diesmal war das Glück jedoch nicht mit ihnen, denn nicht nur, dass sie abgestürzt sind. Zu allem Überfluss haben sie auch noch 12 wichtige Gegenstände verloren, die keinesfalls in Menschenhände kommen dürfen! Wenigstens sind sie in einem Maisfeld abgestürzt, so dass sie nicht sofort von Menschen entdeckt werden. Die Suche gestaltet sich jedoch ziemlich schwierig, denn überall stehen ihnen Maispflanzen im Weg, so dass sie doch wieder auf Hilfe angewiesen sind. Eure Hilfe!

Mino und Tauri von AMIGO

Ziel

Damit Mino und Tauri* nach Hause können, bevor sie entdeckt werden, müssen sie so schnell wie möglich alle verlorenen Gegenstände finden. Dafür bleiben ihnen pro Runde höchstens 3 Minuten. Ein Spiel umfasst 3 Runden in der kooperativen Option, im Wettbewerbsspiel dagegen spielt jeder 2x gegen jeden.

Eckdaten

  • kooperatives Gesellschaftsspiel
  • senkrechter Spielplan mit Magnetfiguren
  • 4 verschiedene Spielpläne in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
  • für 2 – 4 Spieler ab 6 Jahren (klappt aber auch mit 4jährigen und ein wenig Hilfe super!)
  • ein Spiel dauert ca. 15 Minuten

Spielinhalt von Mino und Tauri

Inhalt / Teile des Spiels

  • 2 Spielplanständer für den unteren Kartonteil des Spiels
  • 4 Spielpläne / Labyrinth-Karten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
  • Team- bzw. Spielerkarten
  • 4 Startkarten, die angeben, in welcher Ecke des Spielfeldes gestartet wird
  • 12 verschiedene Gegenstandskarten, die es zu sammeln gibt
  • 1 Sanduhr
  • die magnetischen Mino- und Tauri Figuren
  • 2 Spielanleitungen – eine in Deutsch, eine in Englisch

Vorbereitung / Spielaufbau

Zuerst werden die Spielständer auf den unteren Karton gesteckt. Auf den Karton sind Markierungen gedruckt, so dass der Plan später auch genau mittig sitzt. Als nächstes sucht man sich ein Spielfeld aus und steckt es zwischen die beiden Halterungen. Die Richtung ist dabei völlig egal, der Startpunkt wird sowieso durch Zufall bestimmt. Auch kann man nach jeder Runde die Karten wechseln, die anhand von Buchstaben nach Schwierigkeit sortiert sind.
Die Karten der zu sammelnden Gegenstände werden gemischt und als verdeckter Stapel auf den Tisch gelegt, gleiches gilt für die 4 Startkarten. Bei Bedarf legt man zusätzlich die Team- bzw. Spielerkarten dazu. Spielt man zu zweit, kann man sie weglassen. Fehlen nur noch die Sanduhr und die beiden Hauptakteure und dann kann es auch schon losgehen!

Befestigung Spielplan

Es wird gespielt!

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Varianten, die sich weniger in der Spielart, als eher in der Anzahl der Runden und der Art des Zusammenspiels unterscheiden. Hierbei ist die 2-Spieler-Variante jedoch außen vor, dann kann man „nur“ die kooperative Variante spielen.

Kooperatives Spiel für 2-4 Spieler:
Alle Spieler verteilen sich gleichmäßig auf die Seiten des Spielplans.Jede Seite entscheidet sich für eine Teamkarte mit zwei bestimmten Farben und legt fest, welcher Spieler mit welcher Farbe spielt. Dies wird nachher bei den Gegenständen wichtig, die nur vom entsprechenden Spieler gesucht werden dürfen. So hat der rote Spieler bei einer Karte mit blau/grüner Farbmarkierung Sendepause usw.
Gespielt werden hier 3 Runden, in denen die Besetzung gleich bleibt. Wenn gewünscht, kann aber nach jeder Runde der Spielplan getauscht oder auch gedreht werden. Es gewinnen alle, wenn sie genügend Gegenstände sammeln, damit Mino und Tauri wieder nach Hause fliegen können.

Wettbewerbsspiel für 3 oder 4 Spieler:
Auch hier gibt es Farbkarten, nur spielen alle Spieler für sich – auch wenn man sich trotzdem noch mit seinem Gegenüber absprechen muss. Jeder Spieler bekommt eine einzelne Farbe und spielt je 2x gegen alle anderen auf zwei unterschiedlichen, vorher zu bestimmenden Spielplänen. Bei 3 Spielern wären das dann insgesamt 6 Runden, die man spielt.
Am Ende gewinnt der Spieler, der die meisten Gegenstände sammeln konnte.

spielende Kinder

Die oberste der vier Startkarten bestimmt die Ecke, in der gestartet wird. 1, 2, 3 oder 4? Die restlichen Karten bleiben liegen, denn fallen die kleinen Außerirdischen mal vom Plan, bestimmt die nächste Karte, wo sie wieder eingesetzt werden. Die Füße der beiden Außerirdischen sind magnetisch, so dann sich der eine problemlos mitbewegt, wenn der andere losläuft.
Gleichzeitig werden nun die erste Gegenstandskarte aufgedeckt und die Sanduhr umgedreht. Als erstes gilt es natürlich, das Gesuchte überhaupt zu finden – alles gibt es schließlich nur auf einer Seite, nicht auf beiden. Dann zieht man ganz schnell los, denn der Sand bzw. die Zeit läuft gnadenlos weiter! Steht man vor einer Hecke, muss zwingend der Spieler gegenüber weiterziehen, denn von selbst darf man da nicht durch. Wohl aber, wenn man mitgeschleift wird. So ist alles ein wildes und hektisches Handeln und Schreien von „Rechts, Links, Nein! Nicht da!“ und mehr oder weniger netten oder nicht sehr netten Worten. Ich gebe zu – bei unseren Jungs artet das ganz gern mal aus, aber schlussendlich vertragen sich dann doch wieder alle. Spätestens, wenn man beim gesuchten Gegenstand angekommen ist, denn dann wird ganz schnell die zweite Karte umgedreht und schickt alle mit Chance auf die ganz andere Ecke des Spielplans.

unterschiedliche Spielplände für Mino und Tauri

Links der einfachste, rechts der anspruchsvollste Spielplan.

Ende einer Runde / Ende des Spiels

  • Die Sanduhr ist abgelaufen, die 3 Minuten sind damit um     oder
  • Mino und Tauri sind bereits 3x im Spiel vom Plan gefallen und keine weiteren Startkarten mehr umdrehbar      oder
  • alle Gegenstände wurden gefunden.

In diesen Fällen ist die aktuelle Runde um. Jeder Gegenstand zählt einen Punkt, diese werden notiert. Hat man noch nicht die erforderliche Anzahl an Runden gespielt, wechselt oder dreht man nach Belieben den Spielplan (oder belässt ihn einfach so) und spielt die nächste Runde. Falls dies schon die letzte war, zählt man alle Punkte zusammen und kürt je nach Variante einen Sieger oder freut sich über den Gemeinschaftssieg.

Gegenstandskarten bei Mino und Tauri

Einige der zu sammelnden Sachen …

Unsere Meinung

Noch bevor wir das erste Mal Mino und Tauri spielten, war ich nicht wirklich überzeugt. Wie das wohl mit dem kleinen, vierjährigen Bruder werden würde? Sagen lassen will er sich nichts, schon gar nicht, dass er etwas ganz bestimmtes tun soll. Genau darum geht es hier aber. Um Zusammenarbeit und Absprache. Man muss teamfähig sein, aber auch klare Ansagen machen können und vor allem damit umgehen, wenn das Gegenüber nicht sofort versteht, was es machen soll. Ich befürchtete also das Schlimmste und traute wenig später kaum meinen Augen und Ohren. Er spielte ruhig, gelassen, friedlich und war mit riesiger Begeisterung bei der Sache. Mein kleiner Wutzwerg! Unglaublich! Selbst heute noch, nachdem wir das Spiel schon oft gespielt haben, ist er häufig ruhiger als der große Bruder. Allein dafür verdient das Spiel schon volle Punktzahl.

Doch auch sonst überzeugt es fast auf ganzer Linie. Auch wenn ich die Anleitung ein wenig kompliziert geschrieben fand – eigentlich ist das Spiel total simpel. Man sammelt so schnell wie möglich alle Gegenstände ein, was mitunter schon einiges an Absprache und Taktik erfordert, denn man muss ja auch den schnellsten Weg finden. Der Fakt, dass man nur die Hälfte des Spielfeldes sieht, macht es wiederum total spannend und gerade für uns Erwachsene auch sehr viel reizvoller. Und die Magnetfiguren und das senkrechte Spielfeld finden meine Jungs sowieso total cool.
Am Anfang sollte man gerade mit jungen Kindern als alleinige Spieler die Erwartungen klein halten, denn es braucht etwas, bis man sich „eingearbeitet“ hat. Meine beiden haben am Anfang trotz erwachsener Hilfe pro Runde nur 2-3 Sachen sammeln können, erst mit ein bisschen Übung stieg diese Zahl langsam an. Das klingt zwar wenig, bietet aber noch ganz viel Anreiz und Platz nach oben, was ja auch gut so ist. Es soll ja lange Zeit Spaß machen.

Das Spiel ist sehr liebevoll designt und kommt sogar in der Anleitung mit Beschreibungen der zu suchenden Teile. Schließlich sollen die Kids ja auch wissen, wonach sie sich auf die Suche begeben und warum die Sachen für Mino und Tauri so wichtig sind. Die Idee der Spielfeld-Befestigung ist super und sehr praktisch, aber auch ein wenig wackelig. Tatsächlich musste ich die eine Kartonseite erst ein Stück nach innen biegen, weil die Halterung viel zu weit nach außen ragte und so das Spielfeld nur mit einer winzig kleinen Ecke aufnahm. Auch jetzt passt es je nach Steckrichtung des Pappfeldes nicht immer. Hier wäre eine stabilere Befestigung wünschenswert – auch wenn ich aktuell selbst keine Idee dafür hätte.

Wir lieben Mino und Tauri für seine andere Spielweise, die Spannung, den Witz und die vielen Diskussionen, aber auch für die Dramatik, die es mit sich bringt. Es ist ein großartiges Spiel, an dem wir bestimmt noch ganz viel Spaß haben werden!
Kaufen könnt ihr es übrigens im Spielwarenhandel und natürlich auch online, zum Beispiel bei Amazon*.

* Affiliate Link
(Das Spiel wurde uns für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.)

4 Kommentare

  1. Bruno

    Hallo,
    das Spielt scheint ja wirklich gut zu sein. Ich bin ja ein großer Fan von Brettspielen und ich habe schon lange kein neues mehr gekauft. Dieses werde ich mir aber wohl kaufen.
    Danke für den Hinweis!

    Grüße
    Bruno

    Antworten
  2. Rieke

    Das Spiel ist so toll! Wir haben es auch und spielen es beinahe täglich!

    Antworten
  3. Marco

    Hi,

    ich bin gerade auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für meine beiden Neffen (6 und 8) und durch Zufall auf dieser Seite gelandet.
    Ich persönlich tue mich immer ein bisschen schwer passende Geschenke zu finden, die auch den Jungs Spaß machen.
    Vielen Dank für die tolle Übersicht, da weiß man, was auf einen zu kommt. Scheint viel Spaß zu machen :-)

    LG
    Marco

    Antworten
  4. Simone

    Wir haben Mino und Tauri mit unseren Jungs auf der Spielemesse in Essen gespielt. Das kooperative Teamspiel hat mir sehr gut gefallen, besonders, weil sich die Spieler gut absprechen und abstimmen müssen. Das fiel unseren Söhnen anfangs ganz schön schwer, doch nach ein paar Minuten kamen sie dann doch gut rein in das Spiel. Ganz schön schwierig ist auch, daß zu jedem Zeitpunkt immer nur einer der beiden Spieler die Figuren ziehen kann. Versuchen es beide, fallen Mino und Tauri runter (sie sind ja über den Magneten unzertennbar verbunden) und die Spieler müssen neu mit der Aufgabe beginnen. Besonders gut gefällt mir auch, dass man die Schwierigkeitstufen mit den verschiedenen Plänen an das Spielkönnen der Spieler anpassen kann. Gerade jüngere Kinder können so gut in dieses Spiel „hineinwachsen“. Du hast völlig recht, dass dieses Spiel zusammen mit einem Erwachsenen schon ab 4 Jahren gespielt werden kann. Spielen nur Kinder, sollten diese aber mindestens 6 Jahre alt sein.

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