Sonnenschutz – aber richtig!

Sommer heißt Wasser, Zeit der Badeklamotte und des ständig draußen seins. Und der Sonnencreme. Doch gerade die wird oftmals einfach vergessen oder schlichtweg falsch verwendet. Und genau deshalb gibt es heute mal einen kleinen Auffrischungskurs.

Das wohl wichtigste Unterscheidungsmerkmal von Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor. Er reicht von 6 bis hin zu 50+ und bietet so für jeden Hauttyp den richtigen Schutz. Die wenigsten wissen allerdings, wofür er steht.
Grundlegend muss man dafür wissen, dass jeder Hauttyp einen unterschiedlich hohen, natürlichen Hautschutz hat. Dunkelhäutige Menschen können so schon von Haus aus viel länger in der Sonne bleiben, bevor sie einen Sonnenbrand bekommen. Um eine Berechnungsgrundlage für alles zu haben, wurde eine fiktive und immer gleiche Menge an Sonnenstrahlen bestimmt, die jeder Mensch aushält, bevor sich seine ungebräunte Haut rötet. Diese Zeit variiert übrigens von 5 Minuten bei sehr hellhäutigen Menschen bis hin zu 40 Minuten für eher dunkelhäutige Menschen (Mittelmeerraum). Berechnen kann man das in ganz vielen kostenlosen Tools im Internet.
Der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme bestimmt dann „nur“ noch, um wie viele Minuten man diese persönliche Zeit verlängern kann. Dazu rechnet man einfach seine persönliche Eigenschutzzeit x den Lichtschutzfaktor der Sonnencreme. Hat man also eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten und benutzt LSF 20, verlängert sich die Zeit bis zur Hautrötung auf  400 Minuten. Allerdings sollte man diese Zeiten nie komplett ausnutzen. Befindet man sich an Orten mit starker Sonneneinstrahlung und Reflektion, wie zum Beispiel am Strand oder im Schnee, verkürzt sich diese Zeit sowieso sehr stark.
ABER:
Diese Zeiten gelten nur, wenn man die Sonnencreme richtig anwendet. Dazu gehört zum Beispiel auch die richtige Menge an Creme. Für einen erwachsenen Menschen muss man mind. 30g Creme rechnen – eher mehr, damit die Haut sehr gut eingecremt ist. Hat man einen zu dünnen Schutzfilm auf der Haut, verringert sich auch die Sonnenschutzzeit – selbst wenn man LSF 50 verwendet.
Auch muss ab und an nachgecremt werden. Einiges bleibt am Badelaken, den Schuhen oder an der Kleidung hängen oder verliert sich im Wasser. Und auch wenn die meisten Cremes als wasserfest bezeichnet werden, so halten sie doch nicht so fest, als das der komplette Schutz nach dem Baden noch da ist. Hier ist nachcremen genauso wichtig!

Sonnencreme

Bei der Höhe des Lichtschutzfaktors sollte man auch an seine Haut und die Folgeschäden denken und nicht die Urlaubsbräune im Kopf haben. Ein niedriger LSF führt nicht zu einer tollen Bräune, sondern schädigt die Haut eher durch den geringeren Schutz. Generell gilt – ungebräunt lieber einen höheren Schutz wählen, vorgebräunt darf es dann auch ein bisschen weniger sein. Kinder sollten durchgehend einen hohen Schutz von mindestens LSF30 bekommen.
Auch achten sollte man auf die Wirksamkeit von UVB- und UVA-Strahlung. Alle Produkte wirken bei UVB-, aber nicht zwingend alle gegen UVA-Strahlung. Letztere sorgt für die unliebsame Hautalterung und wahrscheinlich auch für ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.

Viele gehen von der Annahme aus, dass der Schutz sich mit jedem Eincremen am Tag wieder komplett erneuert und man nun noch einmal genauso lange in der Sonne bleiben kann. Das stimmt nicht! Die berechnete Zeit, die man in der Sonne bleiben kann, ist einmalig pro Tag und nicht veränderbar. Zumindest nicht nach oben.
Oft und gern wird vergessen, dass die meisten Sonnencremes und -Lotions ihre volle Wirkung erst einige Zeit nach dem Auftragen entfalten können – außer, es steht „Sofortschutz“ auf der Packung. Man sollte also darauf achten, dass man sich schon rund eine halbe Stunde vor dem geplanten Sonnenbad ausreichend eincremt. Trotzdem muss natürlich regelmäßig nachgecremt werden.

Wenn man das alles beachtet, steht dem Sonnenbaden eigentlich nichts mehr im Weg. Höchstens noch die Entscheidung über die richtige Sonnencreme. Ich bin ehrlich – ich gehe oft nach dem Geruch und auch dem Preis. Spätestens, seit ich in einer Reportage sah, dass die teuren Produkte auch nicht besser sind als die preisgünstigen. ….

3 Kommentare

  1. Elli Spirelli

    Wirklich sehr informativ – ich kenne die meisten Irrglauben über Sonnencreme ja auch – und bin immer wieder erstaunt wie viele gar nicht wirklich Bescheid wissen

    Antworten
  2. Pingback: Sonnencreme – preiswert und gut? › Sandra's Testblog

  3. Pingback: Sommer, Sonne, UV-Schutz! (inkl. Gewinnspieltipp) › Sandras Testblog

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