[Rezept] Holunderblütensirup mit Orangen

Hier bei uns im Norden steht der Holunder in voller Blüte, im Süden könnte sie schon fast wieder vorbei sein. Jetzt wäre auf jeden Fall noch die Chance, schnell Sirup anzusetzen! Er schmeckt lecker mit Wasser oder Sekt, aber auch in Vanilleis oder in Vanillemousse gerührt.
Mein Rezept dafür stammt von einer Patientin, die mir kurz nach meinem Umzug in den Norden eine kleine Flasche mitbrachte und nach einigem Betteln ihr altes Hausrezept rausrückte. Im Laufe der Jahre habe ich auch Rezepte ohne Orangen ausprobiert, allerdings schmeckt es mir MIT einfach besser. Fruchtiger irgendwie. Und vielleicht überzeugt euch diese Variante genauso wie mich?

Holunderblüten

Die Vorbereitung geht schnell und ist einfach, die Zutaten kann man in jedem halbwegs gut sortierten Laden kaufen. Zählt vor dem Beginn die Anzahl der Blütendolden und rechnet bei Bedarf das Rezept einfach runter oder hoch. Im letzten Jahr hatte ich 2 Liter Wasser und erhielt ca. 3.5-4 Liter Sirup, heute habe ich 3 Liter Wasser angesetzt.

Zutaten

  • 40 komplett geöffnete Holunderblütendolden (30 große reichen oft auch, mehr ist besser)
  • 1 Liter Wasser
  • 2kg Zucker
  • 1 5er Pack Zitronensäure (=25g) (Die kleinen Tüten liegen beim Backbedarf)
  • 2 mittlere Bio-Zitronen, alternativ 1 große
  • 4 mittlere Bio-Orangen, alternativ 3 große
  • 1 großer Topf mit Deckel (für 1.5 Liter Wasser als Ansatz einen 6-Liter -Topf!)
  • Glasflaschen zum Abfüllen

Ansetzen

  • Das Wasser in einem großen Topf aufkochen, den Zucker zugeben und unter Rühren auflösen lassen.
  • Währenddessen die Holunderblüten gut abschütteln, um eventuelle Käfer und Spinnen zu entfernen.
  • Die Orangen und Zitronen heiß waschen und gut abschrubben.
  • Wenn der Zucker aufgelöst ist, einen Teil der Blüten ins Wasser geben.
  • Die Orangen und Zitronen klein schneiden. Dabei am besten halbieren, auf die Schnittseite legen und dann in dünne Scheiben schneiden, damit es nicht so spritzt.
  • Die Zitrusfrüchte und die Zitronensäure in den Topf geben, umrühren.
  • Die restlichen Blüten dazugeben, gut durchmischen.
  • Deckel drauf und ziehen lassen.

Holunderblütensirup Ansat mit Orangen und Zitronen

Ziehen lassen

Es gibt völlig verschiedene Wege oder Meinungen zum Behandeln des Sirupansatzes. Hier kommt der Weg, der bei mir bisher am besten geklappt hat:

  • Sirupansatz 4-5 Mal pro Tag gründlich durchrühren. Bei mehreren Töpfen pro Topf einen neuen Löffel nehmen, falls ein Ansatz doch mal schlecht wird!
  • Ziehzeit: 4-5 Tage. Wenn es sehr heiß draußen ist, lasse ich ihn meist nicht so lange ziehen, damit er nicht doch noch schlecht wird. Ich habe ihn aber auch schon 7 Tage stehen lassen. Am besten zwischendrin einfach mal kosten. Schmeckt er zu lasch, eventuell einfach noch mal ein paar Holunderblüten nachschmeißen und die restlichen Tage mitziehen lassen.

Fertig!

  • Wenn er fertig durchzogen ist, durch ein Tuch in Flaschen abfüllen.
  • Hält sich problemlos 2 Jahre – so lange hält mein Ansatz mit 3 Litern Wasser in der Regel.
  • Angebrochene Flaschen im Kühlschrank lagern.

2 Kommentare

  1. Jenny

    Hallo Sandra,

    wir haben schon als Kinder mitbekommen, wie unsere Großeltern Holundersaft selbst gemacht haben. Das war toll, dein Holunderblütensirup erinnert mich daran. Das Einzige, was mich am Holunder immer etwas stört, ist der für mich etwas saure Geschmack, den ich immer stark mit Zucker justieren muss, bis ich geschmacklich zufrieden bin.

    Nur den Holundersaft trinke ich gerne ohne Zucker. Einfach ganz natürlich mit Mineralwasser verdünt. Kennst du das auch?

    Gruß nach Lübeck

    Jenny

    Antworten
    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich kenn den auch so ohne Zucker, hier heißt er dann Fliederbeersaft. Den gibt es hier ganz typisch bei Erkältungen, weil man damit alles so schön ausschwitzt. ;)

      Hier kocht man auch nur die Beeren aus, den Saft stark ein und füllt ihn in Flaschen ab. Ich verdünne ihn mir immer 50/50 mit Wasser und gebe einen TL Honig dazu, das reicht mir völlig. Mag ihn aber auch nur warm und nicht so wirklich gerne. Dann doch lieber den Sirup :D

      Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.