[Rezept] Brombeer-Apfel-Marmelade

Heute gibt es mal ein eigentlich schnödes Marmeladenrezept, dass man mit einfachen Mitteln zu etwas extrem leckerem umbauen kann.

Bei uns auf der anderen Straßenseite wachsen Unmengen an wilden Brombeeren. Wir wohnen nun schon das 3. Jahr hier und dieses Jahr bin ich endlich den „plündernden“ Rentern zuvor gekommen. Man mag es kaum glauben, aber einige pilgern regelrecht zu den Sträuchern. Mein Mann hatte 2 von ihnen einen Tag nach meiner Sammelaktion gesehen und meinte nur, dass sie wohl nicht sehr glücklich ausahen. :P

Aber zurück zur Marmelade …. Egal ob ihr frische Brombeeren kauft oder sie pflückt – ihr braucht welche. Nur bitte nicht beim Nächsten aus dem Garten klauen…

Zutaten

  • 600g Äpfel
  • 600g Brombeeren
  • 600 Gelierzucker 1:2 – 500g reichen auch, wird dann nur etwas flüssiger
  • 1/2 TL Zimt
  • Rum

Grundsätzlich müsst ihr die Menge an Früchten und Gelierzucker anpassen. Habt ihr nur insg. 500g Obst, benötigt ihr natürlich nur 250g Gelierzucker usw. Die Menge an Äpfeln und Brombeeren sollte in etwa gleich sein.

Zubereitung

  • Äpfel und Brombeeren waschen.
  • Die Äpfel schälen und klein schneiden. Als Größenangabe stellt euch einfach Stückchen in eurer Marmelade vor. So groß, wie sie darin sein sollten, müsst ihr sie auch schneiden. Beim Kochen bleiben sie nachher ganz und zerfallen nicht.

  • Die gut abgetropften Brombeeren, die Apfelstückchen und den Gelierzucker in einen großen Topf geben. Der Topf sollte mind. doppelt so groß sein wie die Menge, die darin ist. Klingt viel, erspart euch aber (bei einem hohen Topf) Spritzer und auch lästiges Rühren. Wenn Marmelade sprudelnd kocht, dann schäumt sie auch mehr oder weniger stark. Grundsätzlich macht sich ein hoher Topf besser als ein breiter.
  • Alles im Topf gut verrühren und aufkochen.
  • Während alles schmilzt, schon mal Gläser bereit stellen. Ausspülen mache ich nicht mehr, da meine Gläser alle gut gesäubert und verschlossen aufbewahrt werden. Schlecht geworden ist noch nie was. Stellt euch lieber ein paar Gläser mehr hin, damit ihr nachher nicht rennen müsst….
  • Ist der Zucker geschmolzen und alles schön flüssig, 1/2 TL Zimt zugeben und gut umrühren. Wenn es richtig sprudelnd kocht (nicht nur so ein bisschen blubbert), den Wecker auf 4 Minuten stellen. Die 4 Minuten muss es weiter sprudelnd kochen. Dabei ab und an (wenn der Topf groß genug ist) umrühren, wenn der Topf kleiner ist, durchgehend.
  • Nach den 4 Minuten mal ein Apfelstück probieren. Je nachdem wie hart  oder weich sie sind, weiter kochen lassen. Ich musste noch ca. 2 Minuten warten, damit alles schön weich war. Durch das längere Kochen wird die Marmelade auch fester – das ist der Grund, warum auch weniger Gelierzucker reicht, wenn es nicht so fest werden soll.
  • Ist die Konsistenz der Äpfel perfekt, eine Gelierprobe machen. Passt die, den Herd ausstellen aber den Topf auf der Platte stehen lassen und die heiße Marmelade in Gläser füllen. Bei einer Gelierprobe füllt man ein klein bisschen Marmelade auf einen flachen Teller (bevorzugt nur Soße). Diesen lässt man kalt werden. Durch leichtes Kippen des Tellers sieht man, wie flüssig die Marmelade ist. Passt die Konsistenz, dann ist die Marmelade fertig. Ist es zu flüssig, dann weiterkochen und die Gelierprobe etwas später wiederholen.

  • Falls ihr euch fragt, wo der Rum geblieben ist – der kommt jetzt. Aber nur, wenn ihr wollt. Ich habe mir ein paar Gläser mit und ein paar ohne Rum gemacht. Dazu gebt ihr einfach ein kleines Schnapsglas voll in den Marmeladentopf (bei mir war dann noch ca. die Hälfte der Menge oben da, also ca. 600g Früchte+Zucker). Nicht mehr, denn sonst schmeckt es zu aufdringlich nach Rum! Auch darf die Marmelade dann nicht mehr aufgekocht werden. Den Rum nur in den Topf geben, umrühren und sofort weiter in Gläser füllen.
  • Wenn alle Gläser voll sind, die Ränder auf Sauberkeit kontrollieren, evtl. abwischen und die Deckel fest schließen. Dann die Gläser auf den Kopf stellen. Dadurch verteilen sich die Früchte im Glas und sammeln sich nicht alle am Boden. Nach ca. 20 Minuten kann man die Gläser wieder umdrehen und weiterhin kalt werden lassen.
    Übrigens – Marmeladenreste, die zu wenig für ein Glas sind, fülle ich immer in eine Schüssel. Diese Marmelade wird dann zügig verbraucht.
    Immer wieder lese ich, dass die Gläser randvoll sein müssen. Ich hatte bis jetzt noch nie Probleme, auch wenn ein Glas nicht voll war, überstand es problemlos 2 bzw. 3 Jahre im geschlossenen Zustand.

  • Ist die Marmelade komplett kalt, überprüfen, ob sich alle Deckel nach innen gesogen haben. Dafür einfach mit dem Finger auf die Deckelmitte drücken. Lässt sie sich noch eindrücken, dann das Glas wieder öffnen, alles neu erhitzen und einfüllen. Alternativ das Glas für den direkten Verbrauch nutzen ;)

 

Eine tolle Erfindung sind diese Marmeladentrichter zum Einfüllen in Gläser. Durch die verschiedenen Abstufungen passen sie immer perfekt – auch in kleine Gläser. Die Ränder bleiben sauber und alles lässt sich schnell und vor allen kleckerfrei umfüllen. Eine Anschaffung, die sich wirklich lohnt!

 

1 Kommentar

  1. Sonja

    Danke für das Rezept, das klingt sehr lecker! Ich habe heute Brombeeren geschenkt bekommen und werde das gleich ausprobieren!

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