[Rezension] „Tafiti und die Reise ans Ende der Welt“ – Julia Boehme

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Tafiti würde so gern Abenteuer erleben, genau so wie sein Ur-ur-ur-ur-ur-uropapa, der damals eine lange Reise unternahm bis er an Tafitis heutigem Zuhause ankam. Doch statt dessen lauscht er mit seinem Bruder Tutu den alten Geschichten, die Opapa erzählt und träumt davon, einmal auf den großen Berg in der Ferne zu steigen und zu schauen, was eigentlich dahinter ist. Beginnt dort wirklich das Nichts? Tafiti kann es sich nicht vorstellen, denn immer wieder sieht er Vögel und auch Tiere hinter dem großen Hügel hervorkommen, aber Opapa bleibt dabei – hinter dem Hügel ist die Welt zu Ende.
Eines Tages hält Tafiti es nicht mehr aus. Er plündert die Vorratskammer und macht sich auf die Reise zum großen Hügel – immer auf der Hut vor Schlangen, dem Adler Mr. Gogo und King Kofi, dem lispelnden Löwen. Genau mit diesem erlebt er das erste richtig große Abenteuer, denn er tauscht den besten Kuchen der Welt (von Omama natürlich) gegen den armen Pinsel ein, den King Kofi gerade erst gefangen hat.
Fortan ziehen die beiden zusammen weiter, immer dem großen Hügel entgegen. Zusammen erleben sie noch so manches Abentuer, helfen und beschützen sich aber immer gegenseitig.

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Tafiti – so heißt ein kleines abenteuerlustiges Erdmännchen, das mit seiner Familie irgendwo mitten in der Savanne lebt. Man kennt sich und auch seine Feinde, die allesamt als Höhlenmalerei verewigt ihren Platz auf der Innenseite des Buchdeckels finden. Die wunderschönen und auch witzigen Zeichnungen machen sofort Lust auf mehr und auch bei der Geschichte selbst wird schon nach nur 2 Seiten klar, dass man Tafiti und all die anderen liebenswerten Charaktäre einfach gern haben muss.

In recht einfachen Sätzen geschrieben sollte es perfekt für Erstleser sein, aber auch unser bald 4-jähriger hat eine Menge Spaß mit Tafiti, so dass wir mehr oder weniger in Dauerschleife vorlesen. Er liebt die Geschichte, die einzelnen Abenteuer und die Spannung dahinter. Uns geht es da nicht anders, nur finde ich toll, dass sich die Spannung immer nur kurz aufbaut und man so Tafiti auch problemlos vor dem Schlafengehen vorlesen kann.

Tafiti ist ein von Julia Ginsbach wunderschön illustriertes Kinderbuch, dass Mut zum Träumen macht. Es zeigt, dass wir alles schaffen können, was wir wollen – wenn wir es nur einfach anpacken. Wenn wir dann noch gute Freunde haben, um so besser. Denn oftmals geht es ohne die einfach nicht.
Es ist endlich mal ein neues Buchthema. Etwas unbekanntes, in dem es eben mal nicht um Prinzessinnen, Ritter oder Piraten geht, sondern um ein Erdmännchen. Ein sehr mutiges Erdmännchen! Wer also ein superschönes Kinderbuch sucht, das zum Träumen, Lachen und Mitfiebern einlädt, dem kann ich Tafiti unbedingt empfehlen.
Von mir gibt es 5/5 Sternen!

Buchinfo

  • „Tafiti und die Reise ans Ende der Welt“
  • Julia Boehme, Illustrationen von Julia Ginsbach
  • Loewe-Verlag
  • gebundene Ausgabe
  • Altersempfehlung: 5-7 Jahre
  • ISBN 378557486X
  • Erscheinungsdatum: Januar 2013
  • 7.95 Euro

1 Kommentar

  1. Pingback: [Rezension] “Tafiti und das fliegende Pinselohrschwein” – Julia Boehme › Sandra's Testblog

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