[Rezension] „Tafiti und die Affenbande“ – Julia Boehme

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Als Tafiti eines Nachts durch Lärm in der Küche geweckt wird, traut er seinen Augen nicht. Da schwebt doch Omamas Backform durch die Küche! Dabei können Backformen doch gar nicht fliegen? Ähnliches sagt auch Opapa, aber trotzdem ist die Backform weg und vom Dieb weit und breit nichts zu sehen oder für Pinsel’s gute Nase zu erschnüffeln. Für Omama bricht eine Welt zusammen, doch stur wie sie ist, besteht sie darauf, nur mit dieser einen Form von Urgroßtante Amelie zu backen oder eben gar nicht. Für Tafiti, Pinsel und Opapa ist schnell klar, dass sie die Form unbedingt wiederfinden müssen, schließlich hat Tafiti doch bald Geburtstag! Aber wo sollen sie suchen?
Für Omama und Opapa ist die Sache schnell klar. Vor einiger Zeit hörten sie, dass Affen in der Gegend sein sollen und wie man sich erzählt, spielen sie anderen gern Streiche, sind frech und fressen alles auf, was sie finden können. Auch wenn sie die Affen noch nie kennengelernt oder gesehen haben – wer sollte es denn sonst gewesen sein?

Tafiti und Pinsel machen sich also auf zur Affenbande, doch sie stellen schnell fest, dass Omama und Opapa in ihrer Annahme völlig falsch liegen und die Backform nicht bei den Affen ist. Im Gegenteil – die Affen bieten ihnen sogar ihre Hilfe an, denn auch sie haben bisher nur Gutes über Omamas Kuchen gehört.
Wenig später machen sich die beiden Freunde wieder auf den Weg nach Hause, um sich mit ihrer Familie zu beraten. Doch als sie dort ankommen, ist Omama verschwunden! Der einzige Hinweis sind ein paar Pfotenabdrücke und eine Spur, die Omama gelegt hat.  …

Tafiti und die Affenbande - Buchcover

In der nun schon 6. Geschichte von Tafiti dreht es sich um Vorurteile und Gerüchte. Omama und Opapa haben da halt mal was gehört und sofort ist für sie klar, dass die Backform nur von der bösen Affenbande gestohlen worden sein kann. Natürlich kommt es am Ende ganz anders, aber die verrückte Affenbande spielt einen durchaus nicht unwichtigen Part im ganzen Buch.

Während es sich in den vergangenen Büchern hauptsächlich um die Hilfe für bisher Unbekannte handelte, steht diesmal die resolute Omama im Vordergrund. Sie führt nicht nur den Haushalt der Familie Erdmann und backt den besten Kuchen der Savanne, sondern zeigt mit ihrer Art auch anderen Tieren ganz klar, wie es hier läuft. Nämlich so wie sie es will! Es ist herrlich sie in der Geschichte zu erleben und mehr als nur ein Mal musste ich laut lachen. So wie sie sind nur kleine, trotzige Kinder oder ältere sture Leute. Großartig!
Doch auch Tafiti und Pinsel sind wie gewohnt auf Zack, beweisen viel Mut und zeigen gerade bei der Affenbande, wie einfach es sein kann, unvoreingenommen auf jemanden zuzugehen.

Wie immer wurde das Buch von Julia Ginsbach illustriert. Nachdem wir ein paar Bücher ausgesetzt hatten, ist es schön, die vielen liebevollen Zeichnungen wieder neu zu sehen. Im Gegensatz zu den früheren Büchern bis Band 3 sind nun auch Tafitis Geschwister Baba und Tutu häufiger zu sehen und vor allem Baba scheint so langsam aus dem Babyalter herauszuwachsen.

Mit „Tafiti und die Affenbande“ schrieb Julia Boehme wieder eine wunderschöne und spannende Geschichte rund um Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut. Sie zeigt spielerisch und so ganz nebenbei, wie blödsinnig Vorurteile sind und das die Wahrheit oft ganz anders liegt – man muss sie nur sehen wollen.
Meine Jungs (und ich natürlich auch) waren mal wieder sehr begeistert und vor allem der 3jährige liebt Tafiti inzwischen sehr. Und so warten wir gespannt auf Band 7, der hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt.

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Buchinfo

  • „Tafiti und die Affenbande“
  • Julia Boehme, Illustrationen von Julia Ginsbach
  • Loewe – Verlag
  • gebundene Ausgabe
  • 80 Seiten
  • ISBN: 3785581181
  • Altersempfehlung: 5-7 Jahre
  • Erscheinungsdatum: 27. Juli 2015
  • 7,95 €

(Das Buch wurde uns für diese Rezension kosten- und bedingungslos überlassen. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.)
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