[Rezension] „Tafiti und das Riesenbaby“ – Julia Boehme

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Das Leben in der Savanne ist einfach toll, auch wenn immer noch diverse Gefahren lauern. Das Verhältnis zu Mister Gogo hat sich normalisiert, auch wenn der trotzdem noch gern so tut, als würde er Tafiti fressen wollen. Pinsel ist nach der Rettung Tafiti’s im letzten Band inzwischen Ehren-Erdmännchen und Omama backt immer noch den besten Kuchen der Welt.
Alles könnte so schön sein – wäre da nicht die riesige Elefantenherde, die sich ausgerechnet durch den Garten von Tutu und seiner Familie wälzt. Mitten durch das Gemüsebeet um genau zu sein. Dass sie dabei im Vorbeigehen alle Kürbisse aufgefressen haben, macht es nicht besser.

Tafiti und Pinsel machen sich also auf den Weg zum großen Affenbrotbaum, um leckere Früchte zu holen – schließlich wollte Omama doch gerade einen Kuchen backen! Am Baum angekommen hören sie es leise Tuten und schnell finden sie den Verursacher. Ein kleines Elefantenbaby! Na ja, klein ist wohl eher relativ, denn für Tafiti und Pinsel ist das Baby riesengroß. Aber trotzdem ist es ein Baby. Es weint ganz fürchterlich, denn es hat den Rest seiner Herde verloren. Tafiti und Pinsel beschließen spontan, das Baby mit nach Hause zu nehmen und dann nach seiner Familie zu suchen. Aber zuerst braucht es etwas zu essen und wo gibt es das sonst, wenn nicht bei Omama?

Einige Zeit später machen sich Tafiti und Pinsel auf den Weg, um die Elefantenherde vielleicht doch noch einzuholen, doch die ist schon viel zu weit weg. Aber vielleicht kann ihnen die stark kurzsichtige Giraffe Gina helfen?

tafiti Riesenbaby

Im aktuellen Band steht das Elefantenbaby völlig im Mittelpunkt, aber auch die kurzsichtige Gina und das Erdferkel Kukukifuku kommen dabei nicht zu kurz. So ganz dürfen natürlich auch die Könige der Savanne nicht fehlen und so haben auch Mister Gogo und der lispelnde Löwe King Kofi ihre kleineren Auftritte.

Wie gewohnt witzig präsentiert Julia Boehme die neuste Geschichte von Tafiti. Ich bin sehr froh, dass es im neuen Abenteuer nicht um Ka die Schlange oder aber um King Kofi geht, sondern ein paar völlig neue Tiere in Tafiti’s Leben treten – das hält die Geschichte frisch.
Illustriert wurde Tafiti erneut von Julia Ginsbach, die wieder wunderschöne Bilder schuf. Als kleines Highlight gibt es auf der allerletzten Innenseite des Buches in diesem Band einen Spielplan für ein lustiges Würfelspiel. So aus dem Buch heraus sicher ein klein wenig umständlich, wenn man allerdings einen Farbkopierer hat, ist es kein Problem. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das erste Spiel.

Unser bald 5jähriger freut sich nach jedem neuen Band schon immer wie ein Schneekönig auf den nächsten. Für ihn ist es immer ein kleines Highlight, den Geschichten rund um das kleine Erdmännchen zu lauschen. Und nach diesem Band hat er ihn noch viel mehr ins Herz geschlossen, denn schließlich kann das kleine Erdmännchen Karate. Sagt es zumindest und das macht es doch gleich viel sympathischer, oder? ;)
Wie immer ist die Geschichte in halbwegs kurze Kapitel unterteilt, so dass man auch zwischendurch immer wieder ein Stück lesen kann. Mit der großen Schrift und den kurzen Sätzen bleibt Frau Boehme den Erstlesern übrigens auch diesmal erhalten.

Die Geschichte rund um das Elefantenbaby ist zwar nicht so spannend wie der zweite Band, aber dafür mindestens genauso witzig und süß. Hier sind es eher die kleinen Dinge, die im Vordergrund stehen und für die Geschichte sprechen. Trotzdem vermitteln Tafiti und Pinsel wieder ihren Lesern, wie schön es ist, wenn man anderen helfen kann und das echte Freunde einfach immer zu einem stehen.

Wir sind auf jeden Fall sehr begeistert und vergeben dicke 5/5 Sternen!

Buchinfo

  • „Tafiti und das Riesenbaby“
  • Julia Boehme, Illustrationen von Julia Ginsbach
  • Loewe-Verlag
  • gebundene Ausgabe
  • 80 Seiten
  • ISBN 978-3785575512
  • Altersempfehlung 5-7 Jahre
  • Erscheinungstermin: 17. Februar 2014
  • 7,95 Euro

Das Buch wurde mir für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

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