[Rezension] „Pip Bartlett und die magischen Tiere: Die brandgefährlichen Fussels“ – Maggie Stiefvater & Jackson Pearce

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Habt ihr euch schon einmal gewünscht, mit Tieren sprechen zu können? Zu verstehen, was sie denken oder fühlen? Die 9jährige Pip kann genau das und sie findet es großartig. Beim Schulprojekttag bringt ihr diese Fähigkeit allerdings großen Ärger ein, denn ihre Unterhaltung mit einer Gruppe von Einhörnern endet im völligen Chaos. Woher sollte sie auch wissen, das die wunderschönen Tiere keineswegs so schreckhaft sind, wie im Handbuch der magischen Tiere beschrieben? Dass sie statt dessen Angeber sind, immer im Mittelpunkt stehen wollen und noch dazu ganz schlecht zuhören? Mit ihrer Art bringen sie Pip in große Schwierigkeiten, denn nachdem niemand anders ihre Unterhaltung verstehen konnte, glaubt nun jeder, sie hätte die Tiere erschreckt, um sich selbst in den Vordergrund zu bringen. Doch wie soll sie auch die Wahrheit erklären, wo nur sie allein mit magischen Tieren sprechen oder sie verstehen kann?
Nach dem Vorfall beschließen ihre Eltern, dass sie die Sommerferien in einer kleinen Stadt bei ihrer Tante Emma verbringen soll. In ihrer Arztpraxis für magische Tiere würde Pip den ganzen Tag mit den Geschöpfen reden und sie vor allem in einer harmlosen und geschützten Umgebung kennenlernen können. Und genau das tut sie auch mit großer Begeisterung.
Und was es da für Tiere gibt! Hopp-Grackel zum Beispiel, die einen extrem stinkenden, schwarz-violetten Schweiß produzieren und einen kleinen Seidengreif, dessen Füße nach Radiergummi riechen. Und dann gibt es da noch die in Flammen aufgehenden Fussels. Viel zu viele Fussels! Im Gegensatz zu all den anderen magischen Tieren sind sie jedoch keine Haustiere, sondern tauchen plötzlich zu Hunderten in Cloverton auf. Niemand weiß wo sie herkommen oder was sie überhaupt in der Stadt wollen, doch für alle ist es selbstverständlich, dass sich eine Ärztin für magische Tiere auch um dieses Problem kümmern kann.
Und schon steckt Pip mitten in der nächsten Katastrophe, die sie zusammen mit ihrer Tante und ihrem neuen Freund Thomas zu lösen versucht. Das erweist sich allerdings als gar nicht so einfach, denn werden die Fussels erschreckt oder fürchten sich, gehen sie plötzlich in Flammen auf und können so schon einmal den einen oder anderen Großbrand verursachen.  …

Pip Bartlett und die magischen Tiere - Cover

Ihr wolltet schon immer mal ein Buch über ein cooles Mädchen, Einhörner und magische Tiere lesen? Dann geht es euch wie Jackson Pearce, die genau aus diesem Grunde zusammen mit Maggie Stiefvater die Figur Pip Bartlett und ihre teils magische Welt erfand. Während bei uns Einhörner Fabelwesen sind, gibt es sie in Pip’s Welt wirklich. Doch nicht nur die, sondern auch noch allerhand andere, uns bekannte und teils unbekannte magische Wesen. Katalogisiert werden sie alle im großen Handbuch der magischen Tiere – Pip’s absolutem Lieblingsbuch, in dem sie regelmäßig Anmerkungen zu den Tieren einträgt, die sie bereits kennenlernen durfte. Ihre Gabe sorgt allerdings auch dafür, dass nicht mehr jeder Eintrag so blümchenrosa ist wie vorher. Die Einhörner kommen hier beispielsweise gar nicht mehr so gut weg.
Natürlich braucht Pip auch einen sympathischen Freund in Cloverton, mit dem sie alle Abenteuer zusammen bestehen kann. Mit Thomas haben die Autorinnen eine großartige und lustige Wahl getroffen, denn er ist wirklich das perfekte Gegenstück zur mutigen Pip. Ausgerüstet mit so ziemlich jedem Anti-Allergikum dass es gibt und auch allergisch gegen fast so viele Dinge, wie es gibt, bewaffnet mit Pflastern, Asthmasprays und diversen anderen, mehr oder weniger nützlichen Dingen, begleitet er Pip überall hin, selbst wenn er noch so viel Angst hat.

Die beiden Autorinnen erschufen nicht nur eine großartige Welt, sondern auch lustige Tiere mit teils schrulligen und oft lustigen Angewohnheiten, die mich mehr als nur ein Mal zum Grinsen brachten. Überhaupt liest sich die Geschichte sehr sehr gut. Sie ist spannend, mal etwas ganz anderes, witzig und dabei meiner Meinung nach keineswegs nur für Kinder ab 8 – ich fand es nämlich auch ziemlich genial! ;)
Bilder gibt es recht wenige im Buch, dafür sind diese dann ganzseitig und zeigen einen Auszug aus dem Handbuch der magischen Tiere. Fand ich super, denn so manches Tier konnte ich mir hier erst so richtig vorstellen. Etwas verwirrend fand ich am Anfang nur die Texte unter den Bildern, die manchmal mittendrin aufhören. Ist halt ein Auszug, trotzdem suchte ich erst einmal verzweifelt die Fortsetzung.

„Pip Bartlett und die magischen Tiere“ ist ein superschönes Buch, mit dem ganz sicher auch interessierte Erwachsene ihren Spaß haben. Ich hab es meinen Jungs vorgelesen – selbst die fanden es toll. Es ist also auch kein reines Mädchenbuch ;)
Es ist eine spannende Story über ein taffes Mädchen, die ihren eigenen Weg geht und Dinge einfach anpackt, anstatt viel zu reden. Sie hat es zwar nicht immer leicht, mit dem ängstlichen Stubenhocker Thomas aber einen guten Freund an ihrer Seite, der ihr immer beisteht und ihr zuliebe immer wieder seine eigenen Grenzen überwindet. Und am Ende zeigt vor allem Pip uns, dass man manchmal einfach auf sein Bauchgefühl hören muss.

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Buchinfo

  • „Pip Bartlett und die magischen Tiere: Die brandgefährlichen Fussels“
  • Maggie Stiefvater & Jackson Pearce,
  • Heyne Verlag / Heyne fliegt
  • gebundene Ausgabe
  • 240 Seiten
  • ISBN: 3453270444
  • Altersempfehlung: Ab 8 Jahren
  • Erscheinungsdatum: 28. März 2016
  • 12,99€

(Die Geschichte von Pip wurde uns für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.)
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