[Rezension] „Mörderische Verstrickungen

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Die beiden Schwestern Patricia Anne und Mary Alice könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie eine gemeinsame Leidenschaft – das Detektiv spielen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die beiden sofort ihrem Cousin Luke helfen, als plötzlich dessen Frau verschwindet. Genau genommen ist sie nach 40 Jahren Ehe abgehauen – zusammen mit einem Maler und Sektenprediger. Keiner weiß warum und besonders Luke ist sich keiner Schuld bewußt.
Zusammen machen sich die drei auf die Suche nach Virginia und stoßen dabei direkt auf eine Leiche, diverse Gerüchte über Strychnin und die Kirche des Schlangenpredigers. Und wie es in ländlichen Gegenden so ist – man hält zusammen. Das tun sowohl Patricia Anne und Mary Alice, als auch die Bewohner in und um Steele. Gut das Mary Alice ein Auge auf den dortigen Sheriff geworfen hat und sie so an zusätzliche Informationen kommen. …

Das erste, das ich bei einem Buch immer lese, ist die Rückseite. Die versprach hier Lesegenuss und Humor pur. Schließlich urteilte auch die Norwest-Zeitung (Zitat:) „Diese Schwestern sind einfach herrlich komisch“. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, auch wenn ich bis dahin noch nichts von den Schwestern gehört oder gelesen hatte.
Man steigt direkt mitten in die Familiengeschichte der beiden Schwestern ein. Als „Nicht-Eingeweihte“ fand ich das relativ schwierig, denn oft war einfach nur von „Neffe“ oder irgendwelchen Namen die Rede, die mir so gar nichts sagten. Auch machen es die ganzen Doppelnamen nicht unbedingt einfacher.
Trotzdem hatte ich mich natürlich irgendwann eingelesen und fand mich in einer mäßig spannenden, aber recht unterhaltsamen Geschichte. Die beiden Schwestern stolpern von einer kleinen Katastrophe in die nächste und bringen sich auch durchaus in Gefahr – teils bewusst, teils unbewusst. Wirklich lustige Stellen konnte ich persönlich nur wenige finden. Klar, das ist immer Ansichtssache. Aber bis auf ein paar Sticheleien zwischen den Schwestern fand ich eher eine nette Geschichte vor. Ein paar Verwicklungen und Verwirrungen sorgen zwar dafür, dass man nicht so schnell das Ende ahnt. Aber trotz dem ich kaum Krimis lese, war mir recht schnell klar, wer der Mörder war. Die privaten Familiengeschichten sorgen für eine nette und interessante Abwechslung und sind sicher für Fans der beiden Schwestern interessant zu verfolgen.

Alles in allem ein Buch, dass man recht schnell durchgelesen hat und das sicher für einen angenehmen Abend sorgt. Große Spannung sollte man allerdings nicht erwarten. Vielleicht habe ich auch einfach den Fehler gemacht, Miss Marple-Bücher im Hinterkopf zu haben. Und da können die beiden Schwestern aus Alabama einfach nicht mithalten. Leider.
Vielleicht bekommt man einen besseren Bezug zu Mary Alice und Patricia Anne, wenn man auch die anderen Bücher kennt. Von mir gibt es aber hier nur 3/5 Sternen.

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