[Rezension] „Kinder Weltatlas“ – Bertelsmann junior

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Wie erklärt man Kindern die Welt? Mit der Größe wird es schon schwierig, denn das ist für ein (kleines) Kind kaum zu begreifen. Einfacher wird es da schon mit den verschiedenen Kulturen oder Lebensweisen oder auch den verschiedenen Tieren. Den Elefanten in Afrika zum Beispiel oder den Kängurus in Australien. Genau aus dem Grund lag bei uns zu Weihnachten der Weltatlas von Bertelsmann Junior unterm Baum – um dem nun bald 5-jährigen die Größe und vor allem Vielfältigkeit der Welt ein kleines bisschen näher zu bringen.

Wie in jedem anderen Atlas auch finden sich hier alle Länder dieser Welt in einem Buch. Unterteilt sind sie allerdings nicht nach dem Alphabet, sondern nach den Kontinenten Europa, Asien, Australien + Ozeanien, Amerika und Afrika. Außerdem dürfen natürlich auch die Ozeane der Welt, die Arktis und die Antarktis nicht fehlen. Zur Einleitung eines jeden Kapitels bzw. Kontinentes findet sich eine anfangs recht versteckte Übersichtskarte zum Ausklappen. In der Mitte des Buches findet man dann die komplette Weltkarte.
Die einzelnen Länder wurden zu Gebieten zusammengefasst, die für sich näher beschrieben werden. Als Gebiet zählt zum Beispiel Irland + Großbritannien + Island oder Nordeuropa bzw. Mitteleuropa. Natürlich finden sich auf jeder Gebietsseite genauere Informationen über die dazugehörigen Länder inklusive ihrer Flaggen und den wichtigsten Daten. Dazu gehören zum Beispiel der Name der jeweiligen Hauptstadt, die Fläche, Einwohnerzahl und die Sprache. Zusätzlich gibt es ein großes Kartenbild der Region und kleine Fotos von Sehenswürdigkeiten oder interessanten Dingen. Auch ein Kind kommt jeweils zu Wort und erzählt ein klein wenig über seinen Alltag, der oftmals gar nicht so anders wie der eigene ist.

kinder weltatlas bertelsmann

Gleich zu Beginn: Der Weltatlas ist kein typischer Schulatlas und als solcher auch nicht zu verwenden. Er bietet dafür ganz viele Informationen, die mit Fotos und Zeichnungen kindgerecht aufbereitet wurden. Der Atlas vermittelt Wissen in Kurzform und macht neugierig auf mehr. Dabei decken die Informationen sehr viele Bereiche ab, so dass von der Wirtschaft über Sport bis hin zu Geschichte und traditionellen Nationalgerichten alles dabei ist.

Gleich zu Beginn des Buches gibt es eine kleine Einführung, wie man den Atlas am besten lesen sollte bzw. kann und dann geht es auch schon los mit der Reise. Zusammen mit der kleinen Giraffe Papiti reist das Kind durch die Welt und entdeckt sie so per Bild und Text. Alle Karten sind geographische Karten, zeigen also das Meer, die Berge und so weiter. Die Ländergrenzen sind zwar eingezeichnet, durch die Bilder bzw. Gegebenheiten der Landschaft allerdings teilweise schwer auszumachen. Hier hätte ich eine reine Übersichtsweltkarte mit den Ländergrenzen als Zusatz schön gefunden, denn die Fülle der Länder geht in dieser Darstellungsform völlig verloren. Unseren großen Sohn stört das allerdings überhaupt nicht, denn er zeigt mir immer wieder voller Begeisterung, wo Berge sind oder dass in bestimmten Meeren böse Haie schwimmen. Überhaupt findet er den Atlas total toll und blättert ihn auch sehr gern allein durch. Die vielen kleinen Symbolbilder auf der Karte sorgen dafür, dass es immer ganz viel zu entdecken gibt und die Eltern einiges zu Grinsen haben. Zum Beispiel wenn das Kind fragt, warum der Eisbär denn über die Inseln fliegt oder warum die Brücke da mitten ins Meer führt.

Es bleibt jedem selbst überlassen, wie schnell oder langsam er den Atlas „liest“. Für den Anfang war es bei uns toll, einfach nur alles vorzulesen und Bilder zu kucken. Immer wieder nahm der Große sich den Atlas in die Hand und blätterte selbst. Inzwischen erzählen wir dann beim Lesen immer ein kleines bisschen mehr über die Länder – oftmals reicht von uns schon der Hinweis, dass wir da schon einmal waren und die Neugier ist geweckt.

Für uns ist der Atlas perfekt, denn er schafft einen recht guten Spagat zwischen „kindgerecht“ und „informativ und spannend“. Auch wenn mich ein paar kleine Dinge stören, wie zum Beispiel die sehr schnell kaputtknickenden Aufklappkarten, so findet unser Sohn den Atlas total toll. Die Größe der Welt kann er deshalb zwar trotzdem noch nicht erfassen, aber das ist auch nicht wichtig. Er merkt beim Studieren immer wieder, dass es viele verschiedene Kulturen gibt, die teilweise unseren recht ähnlich sind, auch wenn die Bilder eine völlig andere Landschaft zeigen. Inzwischen bereist er die verschiedenen Länder und Kontinente sogar mit seinem kleinen Bruder. Letztens flogen sie mit einem kleinen Puppenkoffer nach Afrika. Als ich nach einiger Zeit fragte, wie es denn gewesen sei, erklärte er mir nur gut gelaunt: „Das weiß ich nicht, wir konnten ja nicht rein. Als wir ankamen, war es schon dunkel und Afrika war abgeschlossen!“
Ich glaube daran müssen wir noch mal arbeiten. ….

Buchinfo

  • „Kinder Weltatlas“
  • Bertelsmann junior / Wissenmedia
  • gebundene Ausgabe
  • 70 Seiten
  • Altersempfehlung: 6-8 Jahre
  • Erscheinungsdatum: Oktober 2013
  • ISBN: 978-3577003322
  • 14,99 Euro

Das Buch wurde mir für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

1 Kommentar

  1. Kirstin Müller

    halli hallo,

    ich bin beim Surfen nach „Schulmaterial“ auf deinem Bericht gelandet. Du hast den Atlast wirklich schön beschrieben. Dadurch dass mein Sohn einige Zeit in der Schule gefehlt hat und auch noch immer nicht vollzeit los geht, muß ich zu Hause ein bischen die Lehrer ersetzen, aber es soll auch mir Spaß machen und nicht nur ein stupides Lernen sein.
    Deine Beschreibung von diesem Atlas gefällt mir gut und ich schau dann gleich mal bei Amazon weiter ;-) hab vielen Dank.
    Liebe Grüße sendet Dir
    Kirstin

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