[Rezension] „Kannst du mich sehen? Ein Ringelschlangen-Suchbild-Buch“

Die Geschichte
Eine Geschichte im eigentlichen Sinn gibt es gar nicht. Auf der ersten Doppelseite wird Zino, die kunterbunte Ringelschlange vorgestellt und gezeigt. Auf allen folgenden Doppelseiten gilt es, Zino zu finden. Doch das ist gar nicht so leicht, denn sie versteckt sich ziemlich gut! Egal ob sie Heißluftballon fliegt, sich in Spielsachen oder Lebensmitteln versteckt oder auf der Wäscheleine hängt – Irgendwo spitzt immer Zino raus. Oft mit dabei sind ihre Freunde Katze, Maus, Giraffe, Zebra, Affe, Schwein und Krokodil. Versteckt sich Zino irgendwo, tauchen die Freunde garantiert mit auf.
Besonders süß gemacht ist die Um- bzw. Aufklappmöglichkeit der letzten Seite. Auch wenn ich die im ersten Moment gar nicht gesehen hatte und mich nur wunderte, warum der Text nicht weitergeht ;)

Ausschnitt aus „Kannst du mich sehen?“ von Sam Usher © Loewe-Verlag
Der Pfeil gehört natürlich nicht ins Bild, der soll euch nur zeigen, wo sich hier Zino versteckt.

Meine Meinung
Vom ersten Moment an fand ich das Buch total schön, aber auch recht schwierig. Eigentlich befürchtete ich, dass unser Sohn damit noch gar nichts anfangen könnte, auch wenn er Wimmelbücher liebt. Doch hier muss man Zino die Schlange suchen und weniger schauen, was es sonst alles gibt. Wobei natürlich genau das auch viel Spaß macht – schauen, was es sonst noch so gibt. Und zu entdecken gibt es viel. So frisst das Krokodil zum Beispiel seinen Korb vom Heißluftballon auf. Die Giraffe dagegen hat keinen herkömmlichen Korb, sondern einen mit 4 langen Beinen dran. Auch wenn es im Vergleich zu Wimmelbüchern sehr übersichtlich zugeht, so gibt es doch viele Sachen, die Zino ähnlich sehen und verwechselt werden können. Einige Dinge sehen auf jeder Seite fast genauso aus, nur fehlen die Augen. Außerdem gibt es natürlich trotzdem sehr viel zu entdecken.
Die Zeichnungen sind total witzig und auch sehr farbenfroh. Zu jedem Bild gibt es einen 4-Zeiler, der sich wunderbar reimt und immer mit der Frage endet, ob sich Zino vielleicht auf dem Bild versteckt hat.
Übrigens musste selbst ich am Anfang schon richtig suchen um Zino zu finden. Richtig einfach ist es nicht, aber genau das macht ja auch den Reiz aus.

Das meint unser 2-jähriger Sohn
Ganz anders als befürchtet, liebt er es, Zino zu suchen und fand sie auf einigen Bildern sogar schneller als ich. Beim ersten Anschauen erklärte ich ihm, dass er Zino suchen muss und konnte ihm auch anhand der ersten Seite zeigen, wie sie aussieht. Er suchte auch wirklich so lange, bis er Zino fand. So viel Geduld kannte ich bis jetzt gar nicht von meinem Sohn ;) Ein Mal ließ er sich helfen, aber ansonsten musste es allein gehen.
Faszinierend fand ich, dass er Zino wirklich immer gefunden hat. Beim 2. Mal anschauen ein paar Tage später fand er Zino recht schnell, teilweise wusste er sogar noch, wo sie sich versteckt.
Auch heute, nach einigen Wochen, schaut er Zino immer noch sehr gern und fast jeden Tag. Auch wenn er nun schon lange weiß, wo Zino ist, wird das Buch nie langweilig. Immer wieder findet er andere Details, die er uns zeigt und erklärt.

 

„Kannst du mich sehen“ hat eine Altersempfehlung ab 3 Jahren. Ich bin allerdings der Meinung, dass man es mit Mama oder Papa auch schon sehr viel früher schauen kann. Die Bilder sind absolut kindgerecht und witzig gestaltet, auf der letzten Seite gibt es sogar noch einen witzigen Effekt zum Mitmachen. Ein tolles Buch, dass einfach nur Spaß macht.

5/5 Sternen!



Hier findet ihr noch mal alle Infos zum Buch selbst.

 

2 Kommentare

  1. Alexandra Dreyer-Schäfer

    Klingt toll, daa wäre dann wahrscheinlich auch was für meine Tochter. Tolle Buchbeschreibung und Empfehlung. Danke!

    Antworten
    1. Sandra

      Bitte :) Es ist wirklich ein tolles Buch :)

      Antworten

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