[Rezension] „Gut geschützt – Abwehrmechanismen bei Pflanzen und Tieren“ – Der Kinder Brockhaus

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Im Sommer fragte der große Sohn, warum Pflanzen eigentlich Stacheln haben. Im nächsten Satz beantwortete er seine Frage allerdings gleich selbst, denn er war sich sicher, dass sie nur dafür da sind, um ihm weh zu tun! Auch wenn ich mir ein Grinsen kaum verkneifen konnte, so war es doch ein Stück weit verständlich, denn er war kurz vor seiner Frage zu dicht an einer Dornenhecke längs gelaufen.
Ich weiß gar nicht mehr, wie oder ob ich ihm seine Frage damals überhaupt beantwortet hatte, denn oftmals wechselt er sofort das Thema und hat seine Frage dann schon längst wieder vergessen. Als ich jedoch unsere Neuerwerbung des Kinder Brockhaus in der Hand hielt, fiel mir die Frage wieder ein. Genau da ist sie nämlich auch beantwortet.

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Im aktuellen Buch geht es um Schutzmechanismen bei Pflanzen und Tieren. Nicht jedes Tier ist schnell genug, um einem Angreifer davonlaufen zu können, bei Pflanzen ist es ja nun gar nicht möglich. Um so wichtiger ist es, dass die Pflanzen und Tiere Angreifer in die Flucht schlagen oder überhaupt von sich fernhalten können.
Pflanzen mit Dornen zum Beispiel lassen zwar alle recht nah an sich heran, nur nicht auf sich sitzen. Der Bombardierkäfer dagegen hält alle auf Abstand und kann sein heißes und ätzendes Gift bis zu 20 Zentimeter weit verspritzen. Wieder andere stellen sich einfach tot oder plustern sich auf. Das aktuelle Buch zeigt 35 verschiedene Abwehrtechniken. Unterteilt sind sie in verschiedene Bereiche, die perfekt zeigen, wie vielfältig eine Abwehr sein kann. Und das sind sie:

  • Dornen und Stacheln
  • Achtung giftig!
  • Täuschen und Tarnen
  • Panzer, Haut & Co.
  • Angriff ist die beste Verteidigung
  • Teamwork gegen den Feind

Mit dabei sind recht ausgefallene Arten, wie zum Beispiel der Bombardierkäfer, den ich so vorher gar nicht kannte. Mit dem Kaktus, Dornenhecken oder dem Kugelfisch sind allerdings auch recht bekannte Arten vertreten.

Liest man das Inhaltsverzeichnis oder blättert durch das Buch, geht es schon hoch her. Es geht ums tot stellen, Elektroschocks, abfallende Gliedmaßen, verschiedenste Gifte, aber auch um das Beißen, Treten und Kratzen. Auf jeder Doppelseite wird ein bestimmtes Tier oder eine Pflanzenart mit ihrer Verteidigungsart aufgeführt. Ein großformatiges Bild zeigt die Tiere und Pflanzen sehr anschaulich und diverse kurze Infokästen vermitteln wissenswertes zu diesem Tier (bzw. Pflanze) aber auch zu anderen Arten, die sich im Ernstfall ähnlich verhalten.

Obwohl der große Sohn erst 4.5 Jahre alt und damit eigentlich noch zu jung für das Buch ist, so beeindruckt es ihn doch sehr. Wir blättern es gern durch und selbst der bald 2jährige Bruder findet die großen Tierbilder in Nahaufnahme sehr spannend. Für den großen Bruder ist es immer wieder faszinierend, wie Tiere sich verteidigen, denn für ihn war klar, dass Tiere einfach wegrennen, wenn ihnen etwas nicht passt. Kennt er von den Katzen der Großeltern so und war bisher sein Weltbild. Einzig bei Bienen und Wespen wusste er, dass sie auch stechen können und man sich besser von ihnen fern hält. Aber wann sieht man schon einen Skorpion oder einen Feuerfisch mit seinen großen Hartstrahlen ganz aus der Nähe? Bis jetzt reicht es ihm, die Bilder anzuschauen und sich eine (kurze) Erklärung dazu anzuhören. Ganz genau ins Detail will er es noch nicht wissen und er fragt auch noch keine Hintergründe ab. Allerdings hat das Buch eine Altersempfehlung ab 8 Jahren und von der ist er noch weit entfernt. Macht aber nichts, denn auch in Bücher kann man reinwachsen – gerade in solche, die zuerst eine Art Bilderbuch sind, später einige wenige Informationen, und am Ende dann ganz viele Informationen liefern. Dank der Infokästen bekommt man immer sehr schnell und prägnant Wissen vermittelt, was ich persönlich sehr schön finde. Immerhin bekomme ich so auch beim Vorlesen immer noch ein klein wenig mehr mitgeteilt und kann selbst noch etwas lernen. Über den Bombardierkäfer zum Beispiel oder die immense Geschwindigkeit von Nashörnern (immerhin bis zu 50km/h!). Auch für Kinder ist es super, wenn sie nicht erst 5 Seiten Text lesen müssen, nur um sich dabei ein paar Infos rauszulesen.

Es ist nicht unser erstes Kinder Brockhaus-Buch aus der Natur-Reihe und es wird ganz bestimmt nicht das letzte sein. Ich liebe es, die beiden Jungs auch – was will man mehr?

Buchinfo

  • „Gut geschützt: Abwehrmechanismen bei Pflanzen und Tieren“
  • Der Kinder Brockhaus
  • Verlag Wissenmedia
  • gebundene Ausgabe
  • 80 Seiten
  • ISBN 978-3577003315
  • Altersempfehlung: 8-10 Jahre
  • Erscheinungsdatum: 12. September 2013
  • 14,95 Euro

Das Buch wurde mir für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

2 Kommentare

  1. Henry

    Das finde ich mal eine gute Sache. Zu meiner Zeit gab es solch Literatur noch nicht. Heute haben unsere Kinder ja alle Möglichkeiten sich Wissen anzueignen. Da soll nochmal jemand sagen, dass wir die Bildung der Kinder vernachlässigen.

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  2. Alyssa

    dieses Buch war Ja der Wahnsinn

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