[Rezension] Der TING Stift (inkl. diverse TING-Bücher)

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„Mamaaaaa – lies vor!!!“  Bei uns ein alltäglicher Spruch, der für ihn kaum einen Aufschub duldet. Unserem Großen ist es leider oft völlig egal, ob ich gerade seinen kleinen Bruder wickle oder füttere oder sonstwie beschäftigt bin. Manchmal kann das ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn man erst lange erklären muss, warum es gerade jetzt in dieser Minute nicht geht. Eine Freundin empfahl mir daraufhin den TipToi-Stift, den sie für ihre Tochter kaufte und die ihn wohl heiß und innig liebt, auch wenn sie noch keine 4 Jahre alt ist. Ist unser Großer auch nicht, aber immerhin 3.5.
Morgen wird bei uns der TING-Stift unter dem Weihnachtsbaum liegen. Und für alle, die immer noch kein Weihnachtsgeschenk haben – morgen haben die Geschäfte ja noch mal geöffnet, also schnell ab in die Buchhandlung und den TING-Stift gekauft! Es lohnt sich auf jeden Fall!

TING

Warum der TING-Stift?

Grundsätzlich können alle Stifte dieser Art das Gleiche. Der Tip Toi von Ravensburger scheint der beliebteste zu sein, denn man sieht ihn am häufigsten. Der TING scheint dagegen etwas unbekannter. Schade eigentlich, denn das Angebot an Büchern gefällt mir eigentlich sogar besser. Über 130 Bücher und Spiele gibt es inzwischen von rund 18 verschiedenen Verlagen. Das schöne daran: jeder Verlag, der möchte, kann sich am TING-System beteiligen – man muss sich hier also nicht nur auf einen Verlag und sein Programm begrenzen. Alle Verlage und Partner kann man auf der Homepage www.ting.eu sehen – im Moment sind das zum Beispiel Ars Edition, Haba, Cornelsen, Langescheidt, Duden, Tessloff, Brockhaus, Bertelsmann Junior und viele mehr.

Was ist der TING-Stift überhaupt und wie funktioniert er?

Zuerst einmal funktioniert er nur zusammen mit speziellen Büchern, die extra dafür ausgelegt sind. Erkennen kann man sie am runden TING-Logo auf der Vorderseite des Buches.
Der TING-Stift selbst ist ein spezieller Stift, der einen Code auf den Buchseiten ausliest und den jeweiligen Text der Seite, Musik oder andere Dinge über den kleinen Lautsprecher wiedergibt. Auf jedem Buch ist ein spezielles Aktivierungszeichen, durch das man den Stift auf das jeweilige Buch „einstellt“. Bevor man also ein neues Buch liest, muss man immer ein Mal auf das Aktivierungslogo tippen, bis eine kleine Bestätigungsmelodie ertönt. Ist das Buch ganz neu, sagt der Stift, dass er gern an den PC angeschlossen werden möchte. Dann lädt er sich die passende Hördatei aus dem Internet und schon kann das Buch dauerhaft und ohne Internetanschluss vom Stift gelesen werden. Alle Bücher, zu denen es Startersets gibt, sind übrigens schon auf dem Stift vorhanden und müssen nicht erst geladen werden. Es macht aber gerade bei Büchern, die man verschenken will, schon Sinn, sie schon vor dem Verschenken auf den Stift zu holen, denn so kann Kind direkt loslegen.
Der neue TING-smart, der inzwischen mit fast allen Sets ausgeliefert wird, hat ein Speichervolumen von 1,7 GB. Bis jetzt sind auf unserem 5 Starterset-Bücher und 2 weitere Bücher drauf – und es sind immer noch 1.13 GB frei. Es passen also wirklich eine ganze Menge Bücher drauf, zumal man jederzeit die Möglichkeit hat, vorhandene Bücher vom Stift zu löschen oder auch später kostenfrei wieder zu laden.
Aufgeladen wird er per UBS-Kabel. Die Bedienung ist denkbar einfach und intuitiv. Bei jedem Wechsel des Buches vorher das Aktivierungslogo mit dem eingeschalteten Stift antippen, dann nur noch auf Bilder, Texte oder spezielle Symbole halten und schon liest der TING-Stift vor, gibt Aufgaben oder ist sogar ein Spielpartner bei einigen Spielen (von HABA, glaub ich). Neben dem An-/Ausschalter, der gleichzeitig auch als Pause-Taste fungiert, gibt es noch einen Knopf für die Lautstärke, mehr nicht. Dazu einen USB-Anschluss und einen Kopfhöreranschluss.

TING-Starterset

Meine Meinung

Grundsätzlich gleich vorweg: der TING-Stift wird bei uns keinesfalls das Vorlesen ersetzen, auch wird der Sohn nicht ständig vor dem Stift sitzen (dürfen). Er ist allenfalls als sinnvolle Ergänzung gedacht.

Ich liebe ihn. Am ersten Tag war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob ich den jetzt wirklich für meinen Sohn oder nicht doch lieber für mich selbst möchte. Es macht einfach Spaß, sich die ganzen Geräusche und auch die Lieder anzuhören. Die Bedienung ist total simpel, der Klang sehr gut. Alle Texte, die ich bis jetzt gehört habe, werden sehr deutlich vorgelesen oder auch vorgesungen. Gekauft hatte ich eigentlich nur das Starterset und das Piratenbuch – inzwischen ist auch noch das Fahrzeugbuch bei uns eingezogen. Ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten, dass der große Sohn endlich die Weihnachtsgeschenke bekommt. Ich will endlich wieder den TING-Stift einschalten!

Übrigens habe ich heute eher durch Zufall im Internet gelesen, dass es wohl auch schon (oder bald) ein oder mehrere Bücher für Erwachsene gibt bzw. geben wird. Vielleicht kann ich meinen Spieltrieb ja dann doch bald noch ausleben. ;)

Und damit ihr grob wisst, was euch bei den Büchern erwartet, stelle ich euch hier gleich noch 3 verschiedene vor:

TING-kinderlieder

„Die schönsten Kinderlieder zum Mitsingen“ (Bertelsmann Junior)

Das Starterset hatte ich mir mit dem Liederbuch ausgesucht und ich bin wirklich begeistert – auch wenn die riesige Verpackung nach viel mehr aussieht, als wirklich drin ist. Wirklich genervt hat mich nur, dass es nicht mal eine Bedienungsanleitung gab. Die kann man sich zwar auf der Homepage runterladen, aber so etwas erwarte ich eigentlich als Beilage zum Produkt. Nicht das man sie brauchen würde, aber manchmal ist es halt nett, wenn man sie benutzen könnte.

Rund 120 Lieder sortiert nach den 4 Jahreszeiten, diversen Anlässen und ausländischen Liedern lassen in diesem Buch sicher immer das richtige Lied finden. So spontan habe ich eigentlich alle gängigen Volkslieder (die mir so einfielen) und auch internationale Lieder zusammen mit schönen Illustrationen gefunden. Gerade die internationalen Lieder finde ich super, denn den Refrain von Jingle bells oder dem Drunken sailor kenne ich zwar, aber mit den Strophen hapert es dann doch ein bisschen.

Zu Beginn jeden Liedes finden sich 2 Button – einer, mit dem die erste Strophe (und nur die) vorgesungen wird und ein zweiter, mit dem nur die Musik zum Lied gespielt wird und man einfach mitsingen kann. Auch hier ist die Melodie nur eine Strophe lang. Anders als bei den anderen Büchern reagiert der Stift auch nur auf die beiden Button.
Dazu gibt es noch die Notensätze und Gitarrenakkorde. Zusätzlich finden sich zu einigen Liedern Vorschläge für Bewegungsspiele.

Ich kann es auf jeden Fall empfehlen und hoffe, dass der Große so einiges findet, was er gern hört und singen wird. Und nachdem er schon seit Wochen fast durchgehend irgendwelche Fantasielieder trällert, wird das Buch bestimmt gut ankommen.

TING-piratenbuch

Ahoi Piraten! Wir wollen den Schatz! (Bertelsmann Junior)

Janno spielt am liebsten Seeräuber. Eines Tages malt er eine große Schatzkarte, als ein Windstoß ihn auf ein echtes Segelboot trägt! Aber was ist das? Überall hängen Verbotsschilder und die Lieblingsbeschäftigungen des Kapitäns sind stricken und backen? Janno kann es kaum glauben. Er übernimmt das Kommando und zusammen segeln sie auf in ein großes Abenteuer und suchen die Schatzinsel.

Viele Bilder machen das Buch zu einem tollen Kinderbuch.Über 150 Geräusche, Lieder, Rätsel und Texte gibt es, wobei ich mir davon bisher kaum welche angehört habe. Sehr positiv ist auf jeden Fall, dass die Stimme des Vorlesers auch die Stimme eines Jungen ist. Die Schrift ist recht groß, das Buch eignet sich also auch perfekt für Leseanfänger. Die Erzählweise ist kindgerecht und richtig witzig. Ich glaube, dass das Buch sehr gut angekommen wird.

TING-fahrzeugbuch

Hör-Brockhaus „Fahrzeuge“

Ja, eigentlich reichen 2 Bücher – eins zum Singen und eine Geschichte, so war der Grundgedanke. Aber dann lief mir der Hör-Brockhaus über den Weg und ich konnte einfach nicht Nein sagen. Unser Großer liebt alles, was fährt und kennt sämtliche Baumaschinen besser, als so mancher Kinderbuchautor- und Zeichner. Gerade bei Ravensburger entdeckten wir ab und an mal Fehler, vielleicht ist es also ganz gut, dass ich keinen TipToi gekauft habe. ;)

Auf jeweils einer Doppelseite wird ein Fahrzeug vorgestellt, eingeteilt in die Kategorien Land, Luft und Wasser. Mit dabei sind Fahrzeuge wie ein Müllfahrzeug, Bagger, Polizei und Feuerwehr, Heißluftballon, Raumfähre, U-Boot und diverse andere. Eine Seite wird bei der Vorstellung jeweils von einem großen Bild eingenommen. Auf der anderen Seite findet man wichtige Infos bzw. allgemeine Erklärungen und immer wieder 6 gleiche Zeichen. Hier erfährt man zu jedem Fahrzeug die individuellen Maße, die Geschwindigkeit, hört das Fahrzeug (auch wenn ich das recht leise finde) und findet andere spannende Infos.
Auch wenn die Texte sehr kindgerecht geschrieben sind – die Maße und Gewichtsangaben sagen Kleinkindern noch nicht unbedingt etwas, aber das macht nichts. Schließlich sollen die Kleinen ja auch nicht allein davor geparkt werden.

Der Hör-Brockhaus ist eigentlich die ideale Ergänzung zu unserem 2er-Set und wohl das perfekte Buch für alle Fahrzeug-interessierten Jungs. Und ich habe jetzt schon so die leise Vermutung, dass es bestimmt das beliebteste Buch vom Großen werden wird. Mal schauen, ob ich Recht behalte.

Übrigens ist der TING-Stift inkl. aller Bücher, die es so gibt, auch ein perfektes Geschenk zu Ostern. Schließlich werden ja doch die meisten ihre Weihnachtsgeschenke schon zusammen haben. …

Der Ting-Stift mit Lieder- und Piratenbuch wurden mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

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