[Rezension] „Der fabelhafte Regenschirm“ – die neue Kinderbuchreihe von Sarah Storm

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Regenschirme halten nur den Regen ab? Von wegen! In der neuen Kinderbuch-Serie „Der fabelhafte Regenschirm“ reisen die Geschwister Ella und Paul damit durch die Welt und erleben immer neue Abenteuer. Die ersten beiden Bücher stehen seit Ende Juli in den Läden, Band 1 gibt es dabei sogar zum Einführungspreis von nur 3.99€.

Wir haben die ersten beiden Bände inzwischen gelesen und sind wirklich sehr positiv überrascht. Vor allem Band 1 hinterließ hier mit der lustigen Verwechslungsgeschichte einen sehr bleibenden Eindruck bei den Jungs. Ich finde neben den Geschichten aber auch die Einbände toll. Vor allem die Buchrücken haben es mir mit dem dunkelblau mit Sternen und gelb-Kontrast angetan und wenn ich ehrlich bin – ich wäre schon versucht, mir allein deshalb noch ein paar davon ins Regal zu stellen. Einzig die Bilder auf dem Cover fanden der 7jährige und ich unabhängig voneinander eher Mädchen-lastig, dabei könnte ich nicht einmal genau sagen, warum. Vielleicht sind es Ellas auffallende Haare? Keine Ahnung. Die Bücher sind natürlich auf jeden Fall auch was für Jungs!
Die Optik selbst ist für mich aber natürlich nicht wirklich ein Kaufgrund, sondern die Geschichte muss passen. Und genau deshalb gibt es jetzt hier für euch die Inhalte der ersten beiden Bände.

der fabelhafte REgenschirm

Der fabelhafte Regenschirm – Band 1 – Die verrückte Stadt

Die neunjährige Ella und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Paul verbringen die Sommerferien bei ihrem Großvater, einem passionierten Meteorologen, der Regenschirme sammelt. Als sie mit einem seiner alten Schirme im Regen spazieren gehen, landen sie plötzlich zusammen mit Opa’s Hund Cirrus in einer völlig fremden Stadt. Dort regnet es zwar nicht, aber alles andere ist irgendwie komisch. Die Menschen sind trotz Hitze angezogen, als wäre es tiefster Winter und anstatt Eis gibt der Verkäufer Gemüse in der Waffel aus. Das komischste aber sind die Tiere, denn immer wieder treffen sie auf Kühe oder Schafe, die angeleint Gassi geführt werden. Der Bauer hält sich sogar eine Kuh im Haus!
Es gibt noch viele weitere Merkwürdigkeiten und als ein kleiner Junge sie um Hilfe bittet, beschließen die beiden Geschwister, alles zu tun, damit das Leben in Rivertown wieder normal läuft.

Es ist ein furioser Auftakt, der bei uns zu viel Gelächter führte und so schon fast automatisch dafür sorgt, dass man unbedingt auch Band 2 lesen möchte. Gut, dass die beiden zeitgleich veröffentlicht wurden! Neben dem Abenteuer an sich und dem Spaß bei den ganzen komischen Dingen steht hier klar die uneigennützige Hilfe von Ella und Paul im Vordergrund. Sie überlegen gar nicht erst, wie sie möglichst schnell wegkommen könnten, sondern für sie ist klar, dass sie helfen müssen. Doch dafür müssen sie erst einmal die Ursache für die ganzen Verwechslungen finden. …

Der fabelhafte Regenschirm – Band 2 – Rettung für das Zebra

Am nächsten Morgen können Ella und Paul kaum noch glauben, dass das wirklich passiert ist und probieren direkt erneut, mit dem Schirm zu verreisen. Allerdings funktioniert der magische Regenschirm wohl nur bei Regen – klingt ja auch irgendwie logisch. Wie gut, dass das Barometer schon fällt und damit auf kommenden Regen hinweist. Schon wenige Stunden später ist es so weit und sie machen sich auf die Reise in ein neues Abenteuer. Ella und Paul haben spontan die Nachbarskinder eingeladen und so landen sie diesmal zu viert mitten in Afrika. Sie treffen auf Antilopen und Elefanten, liefern sich eine Pflaumenschlacht mit Meerkatzen, treffen auf Zebras und lernen sogar ein afrikanisches Mädchen kennen. Malazo zeigt ihnen nicht nur, wie sie und die Dorfbewohner leben, sondern auch, wie man in Afrika feiert. Die vier Freunde fühlen sich pudelwohl und haben auch allen Grund zum Feiern, schließlich haben sie vor dem Fest erst ein Zebrababy vor einer Löwin gerettet, auch wenn sie sich selbst damit in große Gefahr gebracht haben.

Band 2 ist bei weitem nicht mehr so lustig, dafür aber viel spannender als der Besuch in der verrückten Stadt. Und so ganz nebenbei lernen die Leser einige Tiere mit ihren Eigenheiten und Schutzmechanismen, aber auch die Sitten afrikanischer Völker kennen. Zusätzlich gibt es gleich noch ein wenig Nachhilfe in Sachen Meteorologie und Hilfsbereitschaft, denn auch in Afrika freut man sich über die Hilfe der vier!

*

Als ich damals von der neuen Buchreihe hörte, ging mein erster Gedanke direkt zum magischen Baumhaus, das übrigens auch bei Loewe erscheint. Ein Vergleich liegt nahe, denn in beiden Serien reisen jeweils ein Junge und ein Mädchen an fremde Orte und erleben dort Verschiedenes. Doch eigentlich war es das dann aber auch schon.
Beim Lesen zeigten sich recht schnell Unterschiede und auch die Grundstimmung finde ich beim fabelhaften Regenschirm sehr viel entspannter als bei Anne und Philip, die auf ihren Touren fast immer Aufgaben erledigen „müssen“. Bisher kenne ich nur Bücher, in denen sie nach Hause fliehen bzw. sich gerade so retten können, während Ella und ihre Freunde freiwillig den Regenschirm aufspannen und gehen. Bis jetzt ist zwar nicht klar, wohin die Serie führen wird, doch scheint hier das Abenteuer und das „dem Regen entkommen“ im Vordergrund zu stehen. Dafür spricht auch, dass die beiden Geschwister direkt die Nachbarskinder auf die nächste Tour (nach Afrika) mitgenommen haben, anstatt das Geheimnis um den fabelhaften Regenschirm für sich zu behalten.
Übrigens würde ich nicht sagen, dass ich die eine oder die andere Serie besser finde, denn ich mag sie beide sehr. Auch mein 7jähriger, der bedeutend mehr magische Baumhaus-Bücher kennt als ich, vergleicht nicht. Für ihn sind beides völlig andere Geschichten. Wenn ihr also schon diverse Baumhaus-Bücher kennt, könnt ihr mit diesen hier zusätzlich auch sehr glücklich werden. ;)

Aber zurück zum Regenschirm! Die Charaktäre von Paul und Ella stehen bei den Geschichten eher im Hintergrund und außer, dass sie sich gern ärgern, erfährt man nicht viel. Dafür gibt es umso mehr über das Land und seine Bewohner zu erfahren. Das geschieht ganz nebenbei und ohne erhobenen Zeigefinger, wobei vieles sogar noch dank der tollen schwarz-weiß Bilder von Naeko Ishida unterstützt wird. Die Meerkatzen mit ihren schwarzen Augenmasken zum Beispiel oder die Erklärungen des Barometers.
Die Schrift selbst ist groß und sehr gut für Erstleser geeignet, die vielen Bilder lockern zusätzlich auf und entlocken durchaus mal den einen oder anderen Lacher, wie in Band 1 zum Beispiel.

Auch wenn die Idee nur so halb neu ist, so hat Sarah Storm doch eine wunderbare neue Kinderbuch-Serie geschaffen. Die in sich geschlossenen, kurzweiligen Geschichten nehmen ihre Leser für ein paar Stunden mit auf eine wunderbare Reise, auf der sie sowohl ein Abenteuer (mit)erleben, als auch etwas lernen können. Und wer weiß – vielleicht hofft ja der eine oder andere Leser, dass das gleiche auch mal mit dem eigenen Regenschirm passiert? ;)
Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt auf Band 3 und 4, die im Frühjahr 2017 erscheinen sollen und haben sie schon ganz fest auf unserem Wunschzettel gespeichert.

Hättet ihr auch gern einen fabelhaften Regenschirm zu Hause? Und wo würdet ihr gern mit ihm hinreisen?

(Band 2 wurde uns für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.)
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3 Kommentare

  1. Andrej

    habe die Lektüre zusammen mit meiner 5-jährigen Sohn gelesen, und wir fanden es traumhaft humorvoll, verrückt und stellenweise auch mitreißend

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  2. Linda

    Band 1 gab es bei uns zur Schuleinführung und meine Tochter liebt es! Ich musste es ihr vorlesen und wir beide hatten sehr viel Spaß dabei. Teil 2 ist schon gekauft!

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  3. Sandy

    Meiner Meinung nach einer der besten Kinderbücher überhaupt.
    Mein kleiner Neffe ist zwar erst 4, aber er kann gar nicht genug von dem Buch kriegen.
    Zu Weihnachten gibts auf alle Fälle Teil 2!

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