[Rezension] „Das Wunder von Treviso“

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Treviso ist eine kleine verschlafene Ortschaft mitten im italienischen Nirgendwo. Die meisten jungen Leute ziehen weg, denn es gibt einfach keine Perspektiven für sie. Die Älteren bleiben und leben oftmals in Armut. Es gibt einen kleinen Gemischtwarenladen, den Friseur und eine Trattoria. Der Blumenladen musste schon vor einiger Zeit schließen. Alle anderen wichtigen Dinge kauft man sich auf dem Markt oder im verhassten Nachbardorf Castello della Libertà.
Don Antonio, Pfarrer der hiesigen Kirche ist es leid, dass Treviso ein Schattendasein fristet. Nie verirren sich Besucher in das Dorf, nie passiert irgend etwas spannendes. Doch dann kommt ihm die Idee mit der alten Madonnenstatue, die er kürzlich erst in der Kryta wiederentdeckt hatte.  Als er einige Tage später den Holzkünstler Salvatore Tarlo kennenlernt, scheint auch klar, was zu tun ist. Ein künstliches Wunder muss her!
Zusammen hecken die beiden einen Plan aus, der am Anfang recht genial ist. Doch einige Monate später schickt der Vatikan einen Abgesandten, der die Echtheit des Wunders prüfen soll. Alles schein in Gefahr. Doch so leicht gibt Treviso nicht auf. …

Schon von Anfang an ist ein Einstieg in das Buch sehr leicht, auch wenn man nicht so genau weiß, was da auf einen zu kommt. Die Geschichte liest sich flüssig und einfach so weg, allerdings muss man bei der Menge an Personen vor allem am Anfang recht genau aufpassen.
Ein bisschen schade fand ich, dass alles einfach so hinplätschert. Es gibt keine Spannungsbögen, keine großen Geschichten. Ab und an mal ein paar witzige Szenen reißen es meiner Meinung nach auch nicht mehr raus. Die Tatsache, das Don Antonio den schon vor langer Zeit verstorbenen Don Ignazio sehen kann, mag am Anfang vielleicht ganz witzig erscheinen. Spätestens als aber der Abgesandte des Vatikans ihn auch sehen kann, fand ich es  irgendwie unglaubwürdig. Trotzdem wirken alle Personen sehr realistisch und werden liebevoll beschrieben. Personen, die zwar auch ihr eigenes Glück und den Gewinn sehen, aber auch den der anderen.

Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, dass auch durch sein kleines Format besticht und sich deshalb gleich noch schneller liest. Für den Preis von 16,95 Euro würde ich es eigentlich nicht weiterempfehlen. Als Taschenbuch zum halben Preis wäre es durchaus vertretbar.

Und da ich mich nicht entscheiden konnte, gibt es 2.5 von 5 Sternen.

 

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