[Rezension] „Cocktail für einen Vampir“ – Charlaine Harris

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Sie leben mitten unter uns – Vampire, Elfen, Werwölfe und viele andere zweigestaltige Wesen. Sookie Stackhouse ist zum Großteil ein Mensch, hat aber doch einen Schuss Elfenblut in sich, der sie zu etwas ganz besonderem macht. Noch dazu hat sie telepathische Fähigkeiten – eine Gabe, die zwar sehr nützlich ist, da Leben aber nicht gerade einfacher macht.
Sookies Leben könnte so einfach sein, schließlich hat sie einen Freund, einen tollen Job in einer Bar, in der sie auch noch Geschäftspartnerin ist und sie hat tolle Freunde. Doch ihr Chef und guter Freund Sam hat eine Freundin, die sie hasst, ein normales Leben hat sie praktisch nicht und und die Beziehung zu ihrem Vampirfreund Eric läuft alles andere als gut. Als sie dann eines Abends zu seiner Party erscheint und ihn Blut von einer Fremden trinken sieht, ist das Maß voll. Die Tatsache, dass die junge Frau nur kurze Zeit später tot auf dem Rasen vor Eric’s Haus gefunden wird, lässt die Beziehungsstreitigkeiten aber vorerst in den Hintergrund treten. Andere Dinge sind nun wichtiger, denn Sookie glaubt nicht wirklich, dass es Eric war. Aber wer hat die Frau ins Haus gelassen? Wer gab ihr Elfenblut zu trinken, dass sie für Eric unwiderstehlich machte? Und vor allem warum das Ganze? Was hat Mustafa, Erics Mann für Tagsüber damit zu tun?

Immer tiefer gerät Sookie zwischen die Fronten in einem Fall, der nicht nur die Vampire, sondern auch das Reißzahn-Rudel der Wehrwölfe beschäftigt.

cocktail fuer einen Vampir

Fans wird der Name Sookie Stackhouse wahrscheinlich sofort ein Begriff sein, ich dagegen stolperte mitten in eine Serie, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Ok, der Name der Serie True Blood begegnete mir sicher schon mal irgendwann, aber wirklich interessiert hat es mich nie. Auch finde ich Vampir“geschichten“ in der Regel zwar oft ganz nett, aber muss sie nicht unbedingt haben.
Nun stolperte ich also völlig unwissend in eine Serie, die wohl (wenn ich den Amazon-Rezensionen glauben darf) mit dem nächsten, noch folgenden Buch rund um Sookie zu Ende sein wird. 11 Bücher gab es schon – für mich wäre das eigentlich ein Grund, das Buch nicht zu lesen, denn oft fällt der Einstieg nach so vielen vorangegangenen Büchern recht schwer. Die Autorin macht es allen Quereinsteigern allerdings extrem leicht, denn auch wenn man am Anfang als Leser etwas verwirrt ist, schafft man schon nach verhältnismäßig wenigen Seiten einen problemlosen Einstieg. Da kleine Dinge zu den Personen immer wiederholt bzw. aufgefrischt werden, hatte ich nie das Gefühl, völlig unwissend dazustehen, sondern kam immer sehr gut mit. Und schon nach einem Drittel des Buches war ich auch gefangen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen und wollte mehr. Von Sookie, der Geschichte ihrer Familie, ihrem Liebesleben, der Art, wie sie mit ihrer Gabe, den Verlusten und auch den ständigen Kämpfen umgeht   – allem irgendwie. Selbst jetzt, wo ich das Buch ausgelesen habe, steht für mich fest, dass ich mir die anderen, vorangegangenen Bände auch kaufen werde. Auch wenn ich immer noch kein Fan von Vampirbüchern bin – Sookie und ihre verrückte Welt mag ich.

Man muss sich auf ihre Welt einlassen und hineinversetzen können, ansonsten wird man wohl vieles für Spinnerei abtun und nur halb so viel Spaß haben. Und auch wenn es manchmal ganz schön viele Protagonisten auf einmal waren – irgendwie wirkten sie alle fast immer genau richtig. Wobei es ab und an und vor allem am Ende dann manchmal doch ein bisschen zu viel des Guten war und alles ein klein wenig aufgesetzt wirkte. Aber ansonsten hatte ich meinen Spaß. Die Geschichte liest sich leicht, der Schreibstil ist super und C. Harris hat es tatsächlich geschafft, dass ich mich auch für die restlichen Bücher interessiere und sie unbedingt lesen muss. Den nächsten (und letzten) Band, der im Mai auf Englisch erscheinen soll, natürlich auch.

Sookies Welt ist mal etwas völlig anderes und es tut gut und ist spannend zu sehen, wie sie damit umgeht. Anders als der Klappentext vermuten lässt, bleibt der Mordfall jedoch ein Stück weit hinter den Geschehnissen in Sookies Privatleben und den anderen Vorgängen zurück. Immer wieder tritt Sookie selbst mit ihren Problemen, Sorgen und Ängsten in den Vordergrund.

Von mir gibt es 5/5 Sternen und eine absolute Strandkorb-/Liegestuhlempfehlung. Auch für Nicht-Kenner der Sookie Stackhouse-Serie ist der Band zu empfehlen!

Buchinfo

  • „Cocktail für einen Vampir“
  • Charlaine Harris
  • dtv
  • Taschenbuch
  • 432 Seiten
  • ISBN: 3423214287
  • Erscheinungsdatum: 1. März 2013
  • 9.95 Euro

2 Kommentare

  1. Drapegon

    Bin auch Fan der Serie und warte fieberhaft auf die nächste Staffel. Das 1. Buch habe ich mir nun auch besorgt. Muss ich nur mal anfangen zu lesen.

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    1. Sandra

      Ich glaube, die Serie werde ich mir irgendwann auch mal ankucken, so unser Kleiner mich denn irgendwann mal wieder lässt. Immerhin soll sie ja ein ganzes Stück anders als das Buch sein.

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