[Rezension] Brockhaus Literaturcomics – Das Dschungelbuch

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Bei einem Überfall des Tigers Shere Khan wird ein kleiner Junge von seinen Eltern getrennt. Er flüchtet in den Dschungel und wird von einer Wolfsfamilie versteckt und aufgezogen. Er lebt wie sie und lernt  dank des Bären Baloo alles, was er zum Überleben im Dschungel braucht. Doch eines Tages verstoßen seine „Brüder“ Mowgli und er kehrt zu den Menschen zurück. Mit einigen Schwierigkeiten gewöhnt er sich an das menschliche Leben und arbeitet schlussendlich als Hirte. Doch eines Tages erfährt er, dass Shere Khan einen Überfall auf ihn plant, um ihn zu töten. Er kommt ihm zuvor, tötet ihn und beendet damit endlich den schon seit Jahren offenen Kampf der beiden. Aus dem Dorf wird er daraufhin vertrieben, denn alle halten ihn für einen Zauberer und Dämon. Mowgli stört das nicht, denn er nimmt Shere Khans Fell und hängt es als Zeichen für alle anderen Wölfe über den Ratsfelsen. Und obwohl sie ihn bitten ihr Anführer zu werden, lehnt er ab und gründet eine Familie.

dschungelbuch Cover

Böse Zungen behaupten ja gern, dass Männer immer nur Comics lesen wollen, weil es dank der Bilder nicht so viel Text gibt. Ob es wirklich so ist, weiß ich zwar nicht, allerdings ist mein Mann ein ziemlich großer Fan von ihnen und liest sie tatsächlich sehr viel lieber als einen herkömmlichen Roman. Ein sehr großer Vorteil ist natürlich die relativ kurze Länge im Vergleich zu richtigen Büchern, auch dieses Buch hier macht da mit „nur“ 46 Comic-Seiten keine Ausnahme. Vieles wurde gestrafft und kann natürlich in der speziellen Form nicht so ausformuliert werden, wie es ein richtiger Roman kann. Und trotzdem überzeugt der Literaturcomic auf der ganzen Linie.

Die Zeichnungen sind unglaublich detailgetreu und keineswegs kindlich, die Sprechblasen und kurzen Texte sind gut lesbar und eigentlich wie in jedem anderen Comic auch. Obwohl die Geschichte stark gekürzt und vereinfacht wurde, ist sie absolut stimmig und ich hatte nie das Gefühl, dass etwas fehlt.
Zur Ergänzung der Geschichte finden sich am Ende noch 8 Seiten rund um Rudyard Kipling, das Dschungelbuch selbst und die Hintergründe der Entstehungszeit. Der Leser wird also nicht nur per Comic relativ einfach und leicht an das Dschungelbuch herangeführt, sondern erfährt am Ende des Buches noch alles über die Originalausgabe (bzw. Ausgaben, denn eigentlich sind es ja mehrere Bücher, die Gesellschaft und vieles mehr). Zumindest für mich war vieles neu, denn so ausführlich habe ich mich nie mit dem Dschungelbuch beschäftigt. Immerhin kannte ich aber schon mehr als nur den Kinofilm von Walt Disney. ;)

Die Literaturcomics sind eine grandiose Idee, um sich selbst oder aber auch seine Kinder und Jugendlichen an die Welt der großen Romane und Geschichten heranzuführen. Gerade Lesemuffel werden hier ganz sicher ihren Spaß haben und je nach Vorliebe ist in der großen Auswahl der bereits erschienenen Literaturcomics bestimmt für jeden das Richtige dabei. Wie wäre es zum Beispiel mit „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Don Quijote“? Ich werde ganz bestimmt einige davon kaufen. Und euch empfehle ich das auch!

Von mir gibt es 5/5 Sternen!

 Buchinfo

  • Brockhaus Literaturcomics „Das Dschungelbuch“
  • im Original von Rudyard Kipling, illustriert von TieKo und Catherine Moreau
  • Brockhaus
  • gebundene Ausgabe
  • 58 Seiten
  • Altersempfehlung: 10-12 Jahre, aber auch für Erwachsene super!
  • ISBN: 3577074493
  • Erscheinungsdatum: 10. September 2012
  • 12,95 Euro

1 Kommentar

  1. Pingback: [Rezension] “Brockhaus Literaturcomics – Eine Weihnachtsgeschichte” – Charles Dickens › Sandra's Testblog

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