Mit Winterstiefeln zur Hochzeit

Ende des Jahres zu heiraten ist toll! Man spart Steuern, bekommt überall satte Rabatte, weil um die Zeit niemand sonst heiratet, hat keine Not, die passenden Orte zu buchen und man hat (je nachdem, wo man wohnt) auch Schnee. Ist doch total romantisch, oder? Alle können wärmere Kleidung anziehen, die teilweise sogar den Winterspeck verdeckt, Frau hat endlich den passenden Grund für ein Kleid in knalligen Farben (wie will man sonst bei all dem Schnee auffallen?) und die Getränke für die Party danach kühlt man einfach im Schnee. Spart schließlich Strom und so ein bisschen Umweltbewusstsein tut uns allen ja gut.

Falls ihr euch jetzt fragt, warum ich plötzlich über Hochzeiten rede – vor ein paar Tagen flatterte uns eine Hochzeitseinladung ins Haus. Geheiratet werden soll am 12.12.2013. Zusatz auf der Einladung: „Nach der Trauung wird im Garten gefeiert.“ Im Garten! Im Dezember! Allein schon wenn ich daran denke, bekomme ich Frostbeulen! Bis jetzt haben wir weder zu- noch abgesagt und ich weiß im Moment noch gar nicht, was ich will und ob ich da überhaupt hin will. Noch dazu findet das Event im tiefsten Bayern mit rund 100 geladenen Gästen statt. Und so, wie unsere Freundin erzählte, ist es wohl relativ sicher, dass es Schnee gibt. Weil es da halt fast immer Schnee gibt.

winterlandschaft

Immerhin habe ich schon mit der zukünftigen Braut gesprochen und sie hat mir ein paar Dinge verraten. Schließlich ist unser Weg doch ein „bisschen“ weiter und ich möchte wissen, ob sich das lohnt. Gefeiert wird wohl tatsächlich in ihrem recht großen Garten. Sie wollen sich ein Partyzelt mieten, passend dazu auf jeden Fall auch noch eine Heizung. Bis dato wusste ich gar nicht, dass es für die großen Zelte auch extra Gebläse und Heizungen gibt, aber man lernt ja nie aus. Außerdem wird es den ganzen Abend über zusätzlich auch leckeren Glühwein (aus „richtigem“ Wein und nicht diesen Weihnachtsmarktverschnitt) geben. Allein dafür würde es sich schon lohnen, zuzusagen. Schließlich stille ich nächstes Jahr um die Zeit ganz bestimmt nicht mehr und hätte sogar was davon. ;)
Viel mehr wollte sie mir gar nicht verraten. Kinder sollen wohl reichlich da sein, aber wenn tatsächlich Schnee liegen sollte, brauche ich mir um die Bespaßung unseres Großen sowieso keine Gedanken zu machen. Die Übernachtungen und das Hotel wären für uns natürlich kostenlos, nur hinkommen müssten wir. Wenn ich ehrlich bin – ich hätte schon Spaß dran. Auch wenn ich mir noch gar nicht so sicher bin, was ich überhaupt anziehen könnte. Kann man Winterstiefel auch zu einer Hochzeit anziehen? Oder gibt es gefütterte High Heels?

Wenn ich so über alles nachdenke, weiß ich schon, warum wir im Sommer geheiratet haben :D Allerdings haben wir halt auch nur die 08/15-Hochzeitsbilder mit schönem Wetter. Hochzeitsbilder im Schnee sind dagegen ja schon etwas besonderes. Und da man ja eigentlich nur ein Mal im Leben heiratet …

Sommer- oder Winterhochzeit? Wie habt ihr gefeiert? Lohnt sich eine Winterhochzeit oder verdirbt die Kälte vielleicht den Gästen die Freude am Feiern?

4 Kommentare

  1. Kerstin

    Ich habe immer von einer Winterhochzeit geträumt. Nicht wegen der Steuer, sondern wegen des Schnees und der Atmosphäre. Dabei hatte ich allerdings nie Zelte im Kopf – draußen ist mir das zu kalt zum Feiern, gefeiert werden muss drinnen, die Fotos dürfen aber gerne in Eis und Schnee geschossen werden (und mit Fackeln!)
    Ich glaube, ich muss dringend noch einmal heiraten! :)

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Wahhhhh ne danke, das wäre mir viel zu kalt :D

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  2. Jan

    Im Winter Heiraten klingt romantisch und stark nach Räuchern, Duft, Backen, Kerzen… Dasist einfach eine heimelgige Zeit, auch für´s Räuchern.

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  3. Horst

    Zu einer perfekten Hochzeit gehört auch ein Hochzeitsvideo, die passende Location und ein geeigneter Hochzeits-DJ, das sollte im Winter einfacher zu machen sein als im Sommer, wo schon alle Loactions in Wien ausgebucht sind!

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