Meine Landküche

Werbung

„meine Landküche“ ist eine neue Zeitschrift aus der Burda Senator Verlags GmbH und mein erstes Projekt beim genuss-experten freundeskreis. Ich finde es super, dass ich testen darf. Zwar ist unser Garten noch nicht fertig, aber ich will später auf jeden Fall einen kleinen Gemüsegarten. Schon deshalb verschlinge ich alle Zeitschriften, die in diese Richtung gehen und freue mich um so mehr, dass ich eine Ausgabe kosten- und bedingungslos testen durfte! :)

 

Hier ersteinmal die Zeitschrift in Zahlen und das wichtigste in Kürze:

  • erscheint alle 2 Monate
  • kostet 3,80 Euro pro Ausgabe
  • Ausgabe 4/2010 = 114 Seiten
  • Ausgabe 4/2010 = 4 Seiten mit Werbung (beide Innen-Umschlagseiten, die Rückseite des Heftes außen, 1 Seite mittendrin)
  • Ausgabe 4/2010 = 50 Rezepte
  • alle Rezepte können Ausgabe für Ausgabe hier als pdf runtergeladen und ausgedruckt werden (sind allerdings schon die Rezepte der  Ausgabe 5/2010)

Inhalt:

  • Aufgegabelt
    • Altes und Neues rund um den Genuss in Deutschland
    • Kräutersalz selber machen
    • saisonale Spezialitäten auf dem Wochenmarkt
    • Neuerfindung des Kornschnaps
    • Kochen mit Heu
  • Kulinarisches
    • Erbsen und Bohnen
    • Konfitüre
    • Tomaten
  • Warenkunde
    • Erbsen und Bohnen
    • Honig
    • Konfitüre
  • Menschen in unserem Land
    • Honig
    • Schätze meiner Heimat
    • Dessertbar Prinsessan
    • Leinenweberei
    • Willkommen auf der Arche
    • Dinkelbäckerei
  • Regionale Küche
    • Sommerfrüchte
  • Sommerfrische
    • Hinaus ins Grüne
  • Shopping-Tipps
  • Selbstgemacht
    • Monogramme
  • Rezepte und ihre Geschichte
    • Der Bismarckhering
  • Kulinarische Reise
    • Mecklenburg-Vorpommern
  • Das Familienrezept
  • Standards
    • Anleitungen
    • Service
    • Impressum
    • Vorschau

Das erste Durchblättern:

Ahhh Tomatensorten…. cool – Rezepte… Tomatenketchup selbstgemacht – super …. Konfitüre mit ganz vielen Rezepten … suuuuuuuuper …. und Bohnen …. Dieses Heft wurde bestimmt nur für mich geschrieben :D

Aus Zeitmangel hatte ich erstmal nur von hinten nach vorn zwischen Daumen und Zeigefinger durchlaufen lassen. Was ich sah, war zwar nicht neu. Aber gut gemacht und traf bzw. trifft genau meinen Geschmack :)

Das richtige Lesen:

Beim „richtigen Lesen“ hatte ich natürlich mehr Zeit. „Die Landküche“ ist übrigens ein Heft in DIN A4-Größe, zumindest von der Höhe her. Ansonsten ist es etwas breiter. Das Papier ist sehr angenehm – dickes und glattes Papier für den Umschlag, die Seiten „rauh“ und dünner – aber nicht zu dünn. Die Mischung ist insgesamt gut gelungen und wesentlich angenehmer als bei manch anderen Zeitschriften.

Vorwort und Inhaltsangabe sind inzwischen ja eigentlich schon Standard. Was mir allerdings sehr positiv auffällt, sind die vielen sehr farbenfrohen Bilder. Gerade die Rezeptbilder machen Lust auf mehr.

Der Anfang erinnert mich ein bisschen an die Essen und Trinken. Auch da gibt es am Anfang Tipps, Tricks und immer n kleines „Rezept“. Wobei ich das nicht negativ finde. Eher im Gegenteil. Es ist ein schöner Einstieg in die Zeitschrift, zumal alles nur sehr kurze Berichte bzw. Artikel sind.

Eine witzige Idee finde ich „Das Erbstück“. Hier kann jeder, der ein Erbstück rund um Tisch oder Küche hat, ein Foto von sich und dem guten Stück einsenden und seine Geschichte dazu erzählen. Wird das ganze veröffentlicht, bekommt man 50 Euro.

Danach kommt auch schon der erste „richtige“ Rezeptartikel. Es geht um Erbsen und Bohnen. Positiv wieder die vielen schönen Fotos. Bekomme direkt Hunger ;) Der Text ist nicht lang, aber dafür sehr informativ. Kein überflüssiges bla-bla, dafür umfassend berichtet. Auf den Seiten immer wieder kleine Tipps und wissenswertes. Die Rezepte sind kurz gefasst, aber trotzdem sehr aussagekräftig. Für jemanden der schon mal gekocht hat, sollten sie eigentlich kein Problem sein. Auch sehr positiv, dass es keine abgehobenen Rezepte sind. Hier gibt es zum Beispiel Zucker-Erbsen mit Pilzen, Grüne Bohnen mit Pinienkernen, Grüne Bohnen mit Zitrone und Sardellen, Erbsensuppe, Gemüsetopf, Dicke-Bohnen-Salat. Eine schöne Idee finde ich den Teller mit verschiedenen Bohnen-Arten. Es gibt soooo viele schön gemaserte Bohnen ;) Wobei da bei weitem nicht alle dabei sind.

Weiter geht es mit Honig. Auch hier wieder schön große Rezeptbilder, ein schön geschriebener Text. Die verschiedenen Honigsorten im Anschluss runden das ganze ab.

Umgeblättert und schon landet man bei den nächsten Rezepten. Die besten Rezepte mit Sommerfrüchten :) Lecker. Vielleicht gibt es ja demnächst ein Rezept hier zu lesen :) Auch hier wieder eine witzige Idee: eine gezeichnete Deutschlandkarte. Bei jeder Himmelsrichtung ist immer der entsprechende Teil hervorgehoben. Hier hätte ich gut und gerne mehr Rezepte haben können ;) Ich komme ja nun aus dem Osten, allerdings kenne ich die abgedruckten Rezepte gar nicht – auch nicht vom Namen her. Ist nicht schlimm, hatte mir da aber ein bisschen mehr von versprochen. So Klassiker eben.

Danach „Schätze meiner Heimat“. 4 verschiedene Vorstellungen auf je 1 Doppelseite. Diesmal ohne Rezepte. Die kommen aber im nächsten Artikel….

Grundsätzlich wechseln sich Artikel mit und ohne Rezepten immer wieder ab. Alle Artikel sind sehr flüssig geschrieben. Sie sind nicht künstlich verlängert, sondern immer wieder vollgestopft mit Wissen, ohne dabei zu vollgepfropft zu wirken. Die Rezepte sind immer einfach und verständlich geschrieben, die Mengenangaben genau, so dass jeder, egal ob Profi oder nicht, es hinbekommen sollte. Auch ist nichts wirklich abgehobenes dabei. Die Rezepte reichen schon von bodenständig bis hin zum besonderen. Aber man hat trotzdem Lust, es auch mal zu Hause nachzukochen. Und das nicht für ein 4-Gänge-Menü.

Die Themenauswahl finde ich sehr gelungen. Es ist abwechslungsreich, aber trotzdem alles irgendwie stimmig. Zwischendurch findet man immer mal wieder Restaurant-Tipps oder ähnliches – oft mit Telefonnummer oder Adresse. Gerade bei den großen Artikeln (wie dem Honig) hätte ich mir jedoch auch eine Kontaktadresse im Text gewünscht. Ich finde es etwas umständlich, das am Ende des Heftes nachzuschlagen. Wobei das ja leider bei vielen Zeitschriften inzwischen so ist.

Eine schöne Idee und endlich auch mal eine Abwechslung zu den ewigen Tischdeko’s in Kochzeitschriften ist der Artikel über die Monogramme und Stoffe, sowie die Leinenherstellung. Klasse, dass ein paar Seiten weiter sogar noch mal der Kreuzstich erklärt und in Bildern gezeigt wird :) Auch sind hier noch mal die Anleitungen für die Ideen ein paar Seiten davor zu finden.

Eine tolle Idee finde ich die Rezeptübersicht auf der vorletzten Seite. Alphabetisch sortiert, wie üblich.

Auf der letzten Seite vor der Vorschau gibt es noch mal ein Rezept. Das Familienrezept. Auch hier gilt wieder das gleiche wie beim Erbstück. Rezept einsenden und mit ein bisschen Glück 50 Euro erhalten. Eine schöne Idee ist es, das Rezept abgesetzt und mit Schreibschrift zu drucken. Wobei ich mir am Anfang nicht sicher war, ob das nicht vielleicht Werbung ist. …

Die letzte Seite bleibt natürlich für die Vorschau reserviert. Und ich muss (leider für mein Konto) sagen, dass ich mir das Heft wohl kaufen muss :D Geht es doch um Quitten und Oma’s Eintöpfe :) Und wenn das Geld denn doch fehlt, hab ich ja immer noch die Rezepte auf der homepage, die ich mir runterladen kann :)

Fazit:

Ein wunderschönes Heft mit gaaaaanz viel bunten Bildern. Solche Bilder, wo ich mich immer ärgere, weil mein nachgekochtes nie so farbenfroh wird ;) Die Zusammenstellung der Artikel ist gut gewählt und absolut passend zum Thema Landküche. Sehr angenehm finde ich, dass die „Landküche“ fast ohne Werbung auskommt. Insgesamt ist das Heft sicher eine von vielen Kochzeitschriften. Aber es ist sehr gut gemacht und übertrifft damit viele der Zeitschriften, die ich kenne, um Längen. Die 3,80 Euro ist es auf jeden Fall wert, wobei ich den Preis nach dem Lesen und den vielen Rezepten sogar eher günstig finde.

Kaufempfehlung: Ja!

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.