Männer und ihre Hobbies

Männer sind manchmal schwierig – meiner ganz besonders. Ich bin ja froh, dass er ein „Hobby“ hat und habe ihn auch so kennengelernt, aber so langsam nervt es einfach nur noch und geht extrem ins Geld. Mitten im Hausbau und mit 2 Kindern etwas, dass einfach immer viel zu knapp ist.
Eigentlich kann ich ja froh sein, dass er etwas sinnvolles macht, denn immerhin ist Karate ja eigentlich kein Hobby, sondern eher eine Lebenseinstellung. (Das bedenken übrigens die wenigsten, wenn sie mit Karate beginnen.) Da der Mann aber auch noch Trainer ist, verbringt er einen großen Teil unter der Woche eher in der Sporthalle als zu Hause. Der große Sohn quittiert das regelmäßig mit einem extrem quengeligen „will zu Papa Training“, was er inzwischen Sonntags auch darf. Die restlichen Tage weigert er sich einfach zu schlafen, bevor Papa zu Hause ist. Nur Sonntags ist seine Welt in Ordnung, wenn er in der Halle in seiner Ecke spielt oder nach dem Training mit Papa Mattenrutschen darf.
Sonntags? Ja, bei uns im Verein wird auch Sonntags trainiert. Und Mittwochs, Donnerstags und Freitags auch. Ab und an auch noch Samstags. Immerhin 2 Tage in der Woche kommt der Mann mal vor 17 Uhr nach Hause, wenn er nicht gerade Überstunden im Büro machen muss. Aber wie gesagt – so habe ich ihn ja kennengelernt. Auch mit den ganzen Auslandsreisen.

Sporttasche

Ohne Kinder waren die ganzen Auslandsseminare toll. Ich habe es zwar nicht immer einrichten können, aber oftmals konnte ich mit nach Spanien oder England. Gerade Malaga ist herrlich – ich liebe diese Stadt! Damals fand ich es auch noch ganz entspannend, den Abend am PC zu verbringen, um Flüge zu suchen, denn schließlich tat ich es ja auch für mich. Gerade Malaga ist kein sehr teures Ziel, man muss nur Glück haben oder früh buchen. Ansonsten hilft nur ganz viel Preise zu vergleichen. Vor Jahren war das noch extrem müßig, denn man musste jede Seite einzeln durchsuchen. Heute gibt es dafür die Flugpreisvergleiche. Doch auch hier war lange Zeit nicht alles Gold, was glänzt oder ganz viel Werbung gemacht hat. Inzwischen hat es sich ein bisschen angenähert, aber trotzdem gibt es noch Unterschiede bei den Preisen. So musste ich erst im letzten Jahr feststellen, dass die Flüge eines Portals mit ganz viel Fernsehwerbung immer rund 50 Euro teurer blieben, als die unserer normalerweise genutzten Seite. Grund genug für mich, dieses Mal wieder zu vergleichen. Das geht übrigens ganz einfach. Alle möglichen Suchmaschinen aufrufen, überall die gleichen Flugdaten abfragen und dann die preiswertesten miteinander vergleichen.

Heute war es dann wieder so weit – das übliche „Du Schahatz – du kannst das doch immer so toll mit Flug buchen und so. Ich hab hier auch schon alles, was du brauchst ….“ Dazu grinst er dann immer ganz breit und weiß genau, dass ich mich immer wieder breitschlagen lasse. Da die kluge Frau ja vorbaut, hatte ich schon vor einiger Zeit die Flugpreise verglichen und mich dabei zum ersten Mal für die Flugsuchmaschine Skyscanner entschieden. Die Preise gehörten mit zu den günstigsten und vor allem das Design sprach mich an. Die Flüge diesmal leider nicht so, denn irgendwie gibt es im Moment nur blödsinnige Flüge. 23 Stunden oder noch länger unterwegs für einen Flug, der mit einem Stopp drin normalerweise bei ca. 5 Stunden liegt! Alternativen gibt es natürlich, aber die sind alle teurer. Hier zeigte sich sogar noch ein weiterer Vorteil von Skyscanner – es gibt nämlich eine Möglichkeit, die ganzen Zeiten zu vergleichen. Bei so komischen Flugdaten eine sehr gute Möglichkeit.
Ich mag es gar nicht sagen, aber ich habe schlussendlich 1 Stunde dran gesessen, um einen passenden Flug zu finden. Ich habe zwar ganz viele gefunden, hatte aber verschiedene An- und Abreisetage als Möglichkeit, habe noch auf der Seite einiger Fluglinien direkt geschaut, …. Aber Skyscanner behielt die Preisnase vorn.

Inzwischen habe ich gebucht. 5 Tage ist der Mann nun weg – war klar, dass natürlich die Kombination, bei der er am längsten weg ist, auch am preiswertesten ist. :( Es sei ihm gegönnt, auch wenn ich schon neidisch bin. Ich will auch weg! Allerdings wäre das mit 2 Kindern Wahnsinn. Und statt in Spanien kann ich mit den Kindern auch am Ostseestrand sitzen – das wird wesentlich günstiger, denn es kostet nur die Kurtaxe für den einen Tag und nicht gleich 300 Euro.

Malaga

Der Mann fliegt nun also Ende Oktober wieder mal für einige Tage nach Malaga. Kein schlechter Schnitt, wenn ich daran denke, dass er im Februar erst in L.A. war und in diesem Monat noch für ein paar Tage nach Mitteldeutschland zum Seminar „muss“. Da wirkt es doch fast so, als hätten wir unseren Nachwuchs im Mai mit „zwischengeschoben“. Ich bin mal gespannt, wo er nächstes Jahr alles hin muss möchte. Bis jetzt habe ich da was von England, Polen und Österreich gehört. Vielleicht sollte ich ja doch mitkommen und schon mal anfangen, die passenden Flüge zu suchen. Vielleicht besorge ich mir dafür sogar die neue App von Scyscanner, dank der man auch auf dem Handy suchen kann. Bequemer wäre es sicherlich, als die ganze Zeit am PC zu sitzen ….

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.