LEGO – Ein Besuch auf der Abriss-Baustelle

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Tom verfolgt schon ein paar Wochen lang an der Hand seiner Mama das tägliche Treiben der Abriss-Experten. In den letzten Wochen haben sie ein großes Gebiet dem Erdboden gleich gemacht, nur ein einziges der alten, halb verfallenen Häuser steht noch. Ein Bauarbeiter erklärte ihm vor einigen Tagen, dass auf der Fläche neue Wohnhäuser für Familien und ein Spielplatz entstehen würden. Viel schöner soll es damit in LEGO City werden und deshalb müssten die alten Gebäude weg. Tom freut sich vor allem auf den Spielplatz, auch wenn er jetzt schon ein wenig traurig ist, dass er den Abriss-Trupp wohl heute das letzte Mal sieht. Bald sind sie fertig, aber sie haben ihm heute noch einmal das volle Programm versprochen. Zuerst wird der Sprengmeister einige Wandteile zum Einsturz bringen – für Tom ein Highlight, denn bisher wurde fast alles mit der Abrissbirne erledigt. Ob sie das vielleicht extra nur für Tom tun? Der Abrissbagger soll heute aber auch noch zum Einsatz kommen, denn nicht alle verbliebenen Hausteile eignen sich für eine Sprengung. Und schlussendlich wollte Sabine, die nette Radladerfahrerin, ihm noch zeigen, dass auch ein Radlader beim Abriss mehr tun kann, als nur Steine zu schieben. 

LEGO Bautselle - Tom an der Hand seiner Mutter

Dann endlich geht es los! Ein ihm bisher unbekannter Bauarbeiter stemmt Löcher in die Wand und bereitet die Sprengung vor, einige Zeit später beginnt auch schon der Countdown.

Das Sprengkommando der LEGO Abriss Experten

Dann, nicht mal ein Augenzwinkern und einen ohrenbetäubenden Knall später, liegen plötzlich ganze Hausteile am Boden.

fliegende Hausteile bei den LEGO City Abrißexperten

„Kuck mal Mama, ist das nicht toll?!!! Die sind einfach so weggeflogen, ich hab’s genau gesehen!“, jubelt Tom. Doch da entdeckt er schon wieder etwas.
„Da ist ja noch das Klo und da sprudelt ja sogar noch Wasser heraus! Das sieht ja lustig aus!“

LEGO Abriss Experten Klo

Sabine ist inzwischen mit ihrem Radlader angerückt und verlädt bereits einen Teil der Trümmer auf den großen Kipplaster. Wie gerne würde Tom einmal mitfahren! Doch leider sind die Bauarbeiter sehr streng und erlauben keine Kinder auf der Baustelle. Nicht einmal seine Mama darf näher ran.

LEGO Radlader belädt Kipplaster

Ein Teil des Hauses steht allerdings noch und Tom weiß genau, was jetzt passiert. Horst kommt mit seinem großen Abrissbagger! Er positioniert sich neben dem Haus, holt Schwung und kurze Zeit später kracht die Wand rund um die Haustür einfach nach hinten. 

LEGO Abrissbirne auf der Baustelle reißt Hausteile ein

Jetzt fehlt nur noch die Hausecke. Aber warum setzt Horst nicht zurück, sondern fährt weg? Tom ist verwirrt – noch viel mehr, als Sabine mit ihrem Radlader und einer langen Kette anrückt. Warum legt sie die Kette denn um die Hausecke? Und warum steigt sie jetzt wieder ein? Sie wird doch nicht etwa …. ? 

Radlader reißt Hausteile ein - LEGO Baustelle

… Doch, sie wird! Sabine hatte die Kette am vorderen Teil des Radladers befestigt und fuhr nun langsam rückwärts. Die große Hausecke mit dem Fenster rutschte dabei langsam immer weiter nach außen! Das also meinte sie damit, dass auch ein Radlader mehr als nur Steine und Schutt schieben kann!

Kurze Zeit später war alles erledigt, das Haus abgerissen und Sabine wieder bei ihrer normalen Tätigkeit – die vielen Kipplaster beladen, die den ganzen Bauschutt abtransportierten.
Was Tom allerdings nicht ahnte: Die Abriss-Experten hatten noch eine Überraschung für ihn! Und was für eine!

LEGo Baustelle - Kind fährt in Radladerschaufel

Kurze Zeit später saß Tom überglücklich in dem großen Abrissbagger und durfte sogar unter der Aufsicht von Horst alle Bedienhebel ausprobieren. Etwas später durfte er sogar noch im Radlader eine kleine Runde mit Sabine drehen.

Was für ein Tag in LEGO City!

diverse Teile aus dem LEGO Abriss Experten Bauset

Als wir vor einiger Zeit gefragt wurden, ob wir Lust hätten, die Baustelle der LEGO Abriss Experten (60076)* vorzustellen, war die Freude bei meinen Jungs riesengroß. Der 6jährige kannte alles schon von seinem besten Kumpel, der zu Ostern direkt das ganz große 3er-Paket geschenkt bekommen hatte und mindestens eben so lange stand es bei ihm auch schon auf seinem Geburtstagswunschzettel. Das Hallo war groß, als das Set hier ankam und da der Kindergarten-Streik-Koller ziemlich groß war, rückte ich einen Teil des Sets schon etwas vor dem Geburtstag heraus. Der 6jährige durfte den Bagger aufbauen, der 3jährige unter Aufsicht und Anleitung den Radlader. Beide arbeiteten hoch konzentriert, auch wenn der Große beim Kranarm ein wenig Hilfe brauchte, weil es halt doch recht fummelig ist. Keine Stunde später standen beide Fahrzeuge und wurden fortan wild bespielt.

Haus uns Abrissbagger der Abriss Experten von LEGO

Ein paar Tage später war dann endlich der Geburtstag da und die komplette Baustelle durfte aufgebaut werden. Endlich konnte der Abrissbagger die Arbeit erledigen, für die er gebaut wurde. Endlich „putt machen!“, wie der Kleine seit dem ständig rief. Und tatsächlich ist das kaputt machen seit dem ein riesengroßes Highlight. Wohl kein anderes unserer LEGO-Sets hat bisher so viel Jubel bei den Kids und so viel Frust bei uns hervorgerufen. Ständig müssen die Hauswände aufgebaut werden (übrigens der einzige Grund, warum Mama oder Papa mitspielen sollen …), ständig werden sie per Tastendruck gesprengt.
Erinnert ihr euch noch an das Holzklötzchen-tüme bauen mit euren Kleinen? Daran, dass sie am liebsten schon nach zwei aufeinandergestapelten Klötzen den ganzen „Turm“ umgeschmissen haben? So in etwa könnt ihr euch das auch bei der Baustelle vorstellen. Die Wandteile stehen oft noch nicht mal ansatzweise, schon drückt eins meiner beiden Milchzahnmonster unter großem Gejohle auf den Sprengknopf. Richtig aufbauen kann man selten.

LEGO Baustelle - im inneren des Gebäudes

Das Geheimnis der Sprengung: Ein Seilzug quer durch das Gebäude. Die roten Teile (Pfeil) kippen nach dem Auslösen nach oben und schießen so die Hauswände weg.

Auch wenn der elterliche Nervfaktor beim Aufbau mitunter recht hoch ist – auch ich liebe das Set. Zum einen ist es sehr vielseitig und die Baufahrzeuge können wirklich überall eingesetzt werden. Zum anderen aber sind vor allem Radlader und auch Kipplaster sehr robust gebaut, selbst der Bagger ist schwer klein zu bekommen. Ich spreche da aus Erfahrung, denn normale Autos / LKWs mit ihren „Hohlräumen“ bekommt der 3jährige beim Spielen durchaus sehr schnell klein, die drei Fahrzeuge hier bisher nicht.

LEGO Abriss-Experten - Radlader

Das Set kommt mit allen Dingen, die für einen richtigen Abriss nötig sind. Zum einen ist da natürlich das alte, nur noch halb vorhandene Haus. Ein paar Dinge stehen noch – zum Beispiel das Klo und selbst die Mülltonne ist noch vorhanden. Eine Ratte hat es sich im Haus gemütlich gemacht und lugt gelegentlich aus einem der nur noch halb vorhandenen Fenster. Der Abriss-Trupp ist 4-Mann-und-eine-Frau-stark und beinhaltet sowohl normale Bauarbeiter, als auch einen Sprengmeister. Alle kommen natürlich mit ihrer passenden Ausrüstung und so finden sich eine Flex, eine Schaufel, Spitzhacke, ein Bohrhammer, Sprengstoff, ein Warnschild und diverse andere Werkzeuge und nützliche Dinge im Karton. An Fahrzeugen enthält das Set den großen, rund 30cm hohen Bagger mit schwerer Abrissbirne, den Radlader und den Kipplaster. Der Aufbau ist für einen gerade 6 Jahre alt gewordenen LEGO-Fan sehr gut zu schaffen, selbst der 3jährige hatte mit ein bisschen Unterstützung von mir keine Probleme.

Der Zusammenbau der einzelnen Hausteile geht einfach und schnell, auch wenn man ein ruhiges Händchen dafür braucht. Alle Teile haben an jedem Ende einen Verbindungspunkt mit dem Unterteil – das macht sie zum einen sehr wackelig, damit sie schnell einstürzen, auf der anderen Seite ist es aber bis zum Einsturz auch ausreichend stabil. Wackelt allerdings jemand am Tisch/Untergrund oder wird man angestoßen, fängt man ganz schnell wieder bei Null an.

Sowohl Radlader, als auch Kipplaster verfügen über Knickgelenke und lassen sich deshalb besonders gut fahren. Sie sind extrem wendig und machen viel mehr mit, als die herkömmliche Bauweise es sonst zulässt. Das kompakte und auch robuste Design macht sie perfekt für kleine Kinderhände, auch kann der Kipplaster problemlos mal gegen eine Wand fahren, ohne gleich in seine Einzelteile zu zerfallen. Allein dafür liebe ich das Set!

LEGO Bastelle - Arbeiten am Abrisshaus

Inzwischen wird das Set seit rund 2 Monaten mehr oder weniger täglich dem Erdboden gleich gemacht, vor allem der Kleine hat einen Narren daran gefressen. Im Laufe eines so intensiven Spielzeitraums zeigen sich häufig kleinere Schwachstellen, so auch hier. Allerdings sind sie so gering, dass sie eigentlich nicht wirklich stören.
Die Seilrolle am Abrissbagger löst sich sehr gerne, wenn man sie nicht immer wieder zwischendurch festdrückt und auch der Faden das Seil fasert so langsam durch die ständigen Drehungen ein wenig auf. Dem Spielspaß tut es allerdings keinen Abbruch und immerhin wird alles durch das ständige Herumschleudern der Abrissbirne auch ziemlich beansprucht. Und sollte das „Seil“ irgendwann doch mal durch sein, kann man ja problemlos einen anderen Faden nehmen.

LEGO Abriss Experten bei der Arbeit

Ein echter Kritikpunkt ist allerdings die Kette, mit der der Radlader die Hausecke wegziehen kann, denn die ist einfach viel zu kurz. Gedacht ist es so, dass man mit einem Zahn der Radladerschaufel in ein Kettenglied oder hinter die Kette einhakt und dann zieht. Das ist aber nicht nur in der Realität fast unmöglich und total unpraktisch, sondern auch im Spiel. Viel zu klein sind die einzelnen Kettenglieder, viel zu leicht rutscht alles wieder ab, viel zu fummelig wäre das ganze und viel zu hoch war bei jedem Versuch der Frust unseres Großen. Einfacher ist es da, die Kette um das Gestänge des Radladers zu legen. Ich habe die Kette einfach um eine von uns ergänzt, so dass sie nun doppelt so lang und wirklich gut bespielbar ist.

LEGO Baustelle - Baggerfahrer

Gehört zur LEGO Grundausstattung und ist nicht nur für Jungs!

Meine Jungs (und wir natürlich auch) finden die Abriss Experten großartig. Für aktuell bei Amazon* nur 55 Euro (UVP 70€) bekommt man ein ein wirklich großes Set mit vielen Minifiguren, einem Haus mit Spaßgarantie und absolut universell einsetzbaren Fahrzeugen. Sowohl Radlader, als auch Kipplaster sind hier eigentlich ständig im Einsatz, mit dem Abrissbagger wurde letztens sogar eine (ziemlich windig gebaute) duplo-Mauer abgerissen. Die Sprengfunktion des Hauses ist ein tolles Highlight, das ich so noch nicht gesehen hatte oder kannte. Eigentlich ist es sogar DAS Ding, denn ohne die Sprengfunktion wäre es nur halb so schön.
Mein 6jähriger sagte es irgendwann, noch bevor er das Set in den Händen hielt, ganz treffend: „Mama, ich muss das Set unbedingt haben! Jeder Junge ist doch ein Bauarbeiter und da braucht man eben auch Sachen zum Einreißen und Sprengen!“ Klar, oder? ;)

alles platt in LEGO City

Passend dazu gibt es übrigens auch noch andere Sets: den Bagger und Transportwagen (60075)*, das mit einem funktionierenden Förderband und einem Bagger mit Greifarm kommt und den Baustellentruck (60073)*, der ganz stilecht ein Dixie-Klo liefert. Wer eher seinen Fuhrpark aufstocken will, sollte sich auch noch den Bulldozer (60074)* anschauen.
Den Bagger und Transportwagen wird es bei uns für den Kleinen im diesjährigen Adventskalender und als Weihnachtsgeschenk geben, aber das ist dann wieder eine andere Geschichte. ….

* Affiliate-Link
Tom und seine Mama entstammen aus anderen Sets/dem LEGO City Adventskalender und gehören nicht zum Baustellen-Set.

Das Set wurde uns für diesen Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.

6 Kommentare

  1. Melanie

    So wie sich das liest hat die Mama doch mindestens genauso viel Spaß an den Sachen^^ sehr schön geschrieben!!!!!!!! Aber muss jetzt selbst Lego schon weibliche „Männchen“ mit in die Packung tun um nicht in Kritik zu geraten?

    Antworten
    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich und Spaß? Nieeeee :D Du müsstest mal den Mann sehen, sobald er hier die beiden Ninjago-Figuren mit ihren Waffen in die Finger bekommt. Ständig machen sie plötzlich neuen Blödsinn und andere Figuren. Der ist da viel schlimmer als ich! :D

      Ich habe meinem Mann übrigens von deinem Kommentar erzählt. Er so: „Na ja, irgendwer muss halt Kaffee kochen!“ :D
      Aber mal im Ernst – ich finde es eigentlich sehr cool, dass auch eine Frau dabei ist. Die Haare sind hier sogar inklusive Bauhelm, also schon sehr gut gemacht, das ganze. LEGO bediente gefühlt vor allem mit duplo ja schon immer eine bestimmte „Quote“, da war es halt der Farbige. Wobei es mich wundert, dass es den gar nicht bei LEGO City gibt, sondern wirklich nur hellhäutige Minifiguren ….
      Ich mag die Frau und vielleicht fühlen sich so auch ein paar Mädchen mehr angesprochen, wenn es halt nicht nur ne Männerdomäne ist. Meine Jungs finden die Frau sehr cool, sie ist da auch voll akzeptiert – was ich auch total wichtig finde. Letztens hatte ich die Frau für die Fotos mal an die Schubkarre gestellt, sofort gab es laute Proteste. Schließlich gehört sie in den Radlader. :D

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  2. Tante Trulla

    Genau so ein Set fehlt uns auch noch in der Lego-Stadt, zum Glück haben die Jungs bald Geburtstag und Weihnachten steht quasi schon vor der Tür ;-)

    Viele Grüße,
    Tante Trulla

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Da war es wieder – Weihnachten. Noch 130 Tage! :D

      Bei dem Set ist es tatsächlich so, dass man so ein „genau das brauch ich noch“-Gefühl bekommt. :) Zumal die Baufahrzeuge halt sehr viel mehr zum Spielen und Interagieren einladen, als nur ein normales Auto oder LKW.
      Ich bin jetzt mal sehr gespannt auf den Transporter und Bagger mit dem Förderband, denn das bekommt der Kleine im Adentskalender und zu Weihnachten. Eigentlich wollte ich ihm LEGO Juniors reinpacken, aber ein Förderband ist schon irgendwie cooler als ein kleiner Hubschrauber :D

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  3. Petra

    oh das Set darf ich meinem Sohn gar nicht zeigen, denn sonst weiß er bestimmt was er nächsten Monat uuuuuunbedingt zum Geburtstag haben will:) Wir haben hier mittlerweile aber schon soviel Lego das ich bald gar nemmer weiß wohin damit. Trotzdem ist lego eines der Spielzeuge die ich immer wieder gerne kaufe, da ich es zum einen schon selbst als Kind echt gerne mochte und es immer wieder dazu anregt neue Dinge auszuprobieren und zu bauen.
    Lieben Gruß
    Petra

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Haha, das ist hier original genauso! :D
      Der Knaller war das Airjitzu, dass er zum Geburtsag bekam. Da es vom Preis genau in den typischen Kindergarten-Geburtstagspreis passte, legte ich es in seinen Geburtstagswunschkorb und trat damit ne Welle los. Das Kind, dass das Teil schenkte, wollte an dem Tag plötzlich doch nicht mehr zum Geburtstag. Nachdem seine Mutter ihm aber erklärte, dass er den Flieger trotzdem verschenken würde und nicht behalten könnte, wollte er wieder. Inzwischen hat er auch einen.
      Ein anderer Kindergartenkumpel war auch so begeistert, dass er nach ein paar Tagen den gleichen hatte. Sein Bruder wünscht sich einen, wenn er windelfrei ist und arbeitet hart dran … :D

      Wir haben auch reichlich LEGO, aber der Große baut auch sehr viel eigenes damit. Zwischenzeitlich haben wir jetzt beschlossen, bald mal die ganzen Anleitungen durchzuschauen und zu kucken, ob er wirklich noch alle Sets braucht und bespielt. Wenn nicht, will er sie verkaufen, sagt er. Und mit dem Geld will er sich dann neues LEGO kaufen…. -_- :D

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