Kindergarten. Endlich!

Am Montag geht er endlich wieder los, der Kindergarten! Ich hätte nie gedacht, dass ich mich darauf freuen würde, aber tatsächlich fiebern sowohl der Große, als auch ich dem Tag entgegen, wo es endlich wieder losgeht. 3 Wochen war er nun zu Hause. 3 Wochen, die zwar schön, aber auch ganz schön anstrengend waren.
Eigentlich ist es Jammern auf höchstem Niveau, aber teilweise frage ich mich wirklich, wie das noch vor der Kindergartenzeit war, als der Große den ganzen Tag zu Hause war. Wirklich anders waren unsere Tage da auch nicht, aber sie waren viel entspannter – bilde ich mir zumindest ein. Wir spielten viel draußen, fuhren Laufrad/Kinderwagen, bastelten und besuchten Freunde. Genau das haben wir jetzt auch in den 3 Wochen Ferien gemacht, nur dass der Große nie wirklich ausgelastet war. Selbst die Luft- und Windexperimente konnten ihn nur kurzfristig begeistern. Viel wilder ist er geworden, seit er in den Kindergarten geht. Doch neben den 100% mehr Bewegung, die er inzwischen braucht, spielt er auch wunderbar mit sich allein – für uns ein kleines Wunder, denn das konnte er lange Zeit überhaupt nicht.

Doch so entspannt es auch wieder sein wird, wenn der Kindergarten beginnt – nicht alles ist positiv. …

Spielzeug-Radlader

Mein Garten. Mein Hund. Mein Spieltrecker.

Bei Erwachsenen würde man es vielleicht Profilierungssucht nennen, bei Kindern heißt es noch Fantasie. Zumindest bezeichnete eine der beiden Erzieherinnen unseres Sohnes so die doch recht unglaublich klingenden Worte eines anderen Kindes. Dummerweise ist es einer der besten Freunde unseres Kindes, so dass man nicht einmal auf den Faktor Zeit spielen kann.
Spätestens seit er immer wieder Sätze wie „Ich habe einen eigenen Bagger! Einen echten!“ oder „Ich habe schon Bier beim Trekker fahren getrunken!“ hört, will er natürlich auch GENAU SO werden wie sein Kumpel. Klar, oder? An sich würde ich das nur mit einem Staunen oder ein paar lustigen Worten abtun, schließlich weiß ich, dass die Familie keinen Bagger zu Hause hat und auf Nachfrage versicherte mir die Mutter, dass ihr Sohn mit 4 Jahren natürlich keinen Alkohol trinken dürfe. Hört man diese Dinge allerdings  immer wieder und im Schnitt eine neue zu bestaunende Tatsache alle 10 Minuten, dann beginnt es, nervig zu werden. Bis heute führten wir endlose Gespräche über Dinge, die man gern hätte, über Angebereien, Prahlereien und all solche Dinge. Kindgerecht versteht sich. (wer es auch braucht – hier gibt es einen schönen Artikel zum Thema.) Geholfen hat es tatsächlich ein kleines bisschen, aber ich befürchte, dass nach den Ferien alles aufs Neue beginnt. Schließlich hat man sich 3 Wochen lang nicht gesehen – Platz für eine Menge Dinge, die man (angeblich) getan hat.

Faszinierend finde ich dabei eigentlich das Staunen unseres Sohnes und die Tatsache, dass er nicht zum Gegenschlag ausholt. Jedem anderen erzählt er immer wieder, mit welchen Fahrzeugen er schon gefahren ist – seinem Kumpel aber nicht. Dabei bräuchte er sich nicht mal zu verstecken, denn seine Liste liest sich für einen gerade 4jährigen schon ziemlich gut. Da wären zum Beispiel mehrere Bagger, Radlader, Gabelstapler, LKW, eine Walze und ein Rasenmähertrekker. Zu Gute kommt ihm da sicherlich sein Onkel, der bei einem Baumaschinenverleih arbeitet, aber auch diverse befreundete Bauunternehmer, die den Kleinen natürlich gerne mitfahren lassen. Nur beim Bagger sind inzwischen alle vorsichtig, denn keiner hätte wirklich damit gerechnet, dass unser Sohn sehr beherzt zu den Steuerknüppeln greifen und wirklich würde baggern wollen. ;)

„Mama, ich will einen Bagger!“

Der Geburtstagswunsch unseres Sohnes war übrigens erst ein Trekker. Ein echter. Mit Türen und in ganz groß. Ein paar Tage später wünschte er sich dann einen Bagger. Auch der müsse natürlich echt sein. Und ganz groß!
Schuld am Sinneswandel war, wie sollte es auch anders sein, sein Kumpel. Der hatte ihm gesagt, dass man Bagger auch im Internet kaufen könne und nicht nur im Geschäft vor Ort. Unser Großer fand das total toll, denn er weiß, dass ich dank Internet immer wieder Preise vergleiche und so schon das eine oder andere Schnäppchen gemacht habe. Clever wie er ist, kombinierte er einfach und dachte sich, dass wir so bestimmt einen guten Preis finden und dann gar nicht anders können, als ihm den Bagger zu kaufen.

Leider hat er noch so gar keine Vorstellung von Geld, aber süß war es irgendwie trotzdem :) Einen Bagger gab es natürlich nicht zum Geburtstag, dafür aber durch Zufall zwei verschiedene Trecker und einen Sandbohrer. Der kann den Bagger zwar nicht ersetzen, macht dafür aber mehr Spaß. Und vielleicht mieten wir uns zu einem Kindergeburtstag ja einfach mal einen Minibagger. Das wäre auf jeden Fall mal originell!

1 Kommentar

  1. Nils

    “Papa ich will einen Bagger!”, habe ich auch schon ein paar Mal gehört dieses Jahr. Aber ich bin guter Hoffnung, dass das Christkind den Wunsch unseres Sohnes schon sehr bald in Erfüllung gehen lassen wird ;)

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