I’m Toy Stapelburg

Heute gibt es mal keinen Bericht für ein Testportal. Vielmehr möchte ich Euch ein ganz tolles Spielzeug vorstellen, über das ich im Internet viel zu wenig gefunden habe.

 

Die Vorgeschichte: Mein Sohn wurde im Juni 1 Jahr alt. Seine Großeltern wollten ihm gern etwas schenken und fragten mich um Rat bzw. baten mich, etwas zu besorgen. Also ging ich ihn die Stadt in die einschlägigen, aber auch unbekannteren Spielzeugläden. Genaue Vorstellungen hatte ich – wenn auch nicht viele. Es sollte etwas lehrreiches sein, aus Holz, nicht hupen, quitschen oder ähnliches. Und es sollte am besten mehr als nur 1 was können. Ich mag halt nichts, was aus Plastik ist und hupt oder blinkt, wenn man eine Taste drückt … ;)

Das Sortiment in den Geschäften war immer gleich. Plastik, bunt, batteriebetrieben. Oder Holz für größere Kinder – Kaufmannsladen und Co. Und eine Holzeisenbahn zum stapeln haben wir schon.

Durch einen Tipp bin ich im Internet bei Produkten der Firma I’m Toy gelandet. Die Produkte sind aus Holz, teilweise mit Stoff. Was mich am meisten begeistert hat: Alle Sachen haben immer mehr als eine Funktion. Die Stapelburg hat offiziell 12. Eigentlich sogar mehr. Zugegeben, der Preis hat mich erst etwas abgeschreckt. Kostet die Stapelburg doch zwischen 40 und 47  Euro. Das ist deutlich mehr, als etwas batteriebetriebenes kostet. Aber es lohnt sich!

 

Die Firma und das Konzept:

Die Firma I’m Toy sitzt in Thailand. Dort werden auch die Spielzeuge hergestellt. Vertrieben werden sie weltweit.

Ich habe leider keine homepage von I’m toy gefunden. Gibt zwar eine mit diesem Namen, aber dahinter steckt „nur“ ein Online-shop. Hat auch nichts mit dem Direktimporteuer zu tun. Das ist für Deutschland übrigens allein die Firma Bartl GmbH in Garching. Wem es zu müßig ist, alle Produkte von I’m Toy einzeln rauszusuchen – schaut mal hier: www.spielzeughausen.de . Der Shop hat das komplette Angebot und wurde mir von der Bartl GmbH empfohlen….

Jedes verwendete Holz für ihr Spielzeug ist Kautschukholz (Gummibaum) oder ein anderes Austauschholz. Wichtig ist, dass es kein Tropenholz ist und von Plantagen stammt. Hölzer aus tropischen Regenwäldern werden nicht verwendet. Alle Produkte von I´m Toy entsprechen internationalen und europäischen Sicherheitsstandards nach EN71. Die Oberflächenbehandlung wird mit wasserlöslicher Beize oder lösungsmittelfreiem Lack durchgeführt. Wenn an einem Spielzeug Textilien vorhanden sind, dann sind diese aus Baumwolle hergestellt, abnehmbar und können bei bis zu 40 Grad gewaschen werden.

 

Das ist die Burg:

 

Sie besteht aus verschiedenen Burgetagen: Der untersten – eine Art Ring, in den die anderen reingestellt werden. Einer großen Box. Einer kleineren Box, einem Würfel, Glockenturm und einer Turmspitze. Alles kann  übereinander gestapelt werden, die Boxen und der Würfel passen aber auch prima ineinander.

Dazu gibt es verschiedene Kleinteile: 4 blaue Turmspitzen zum Aufstecken und 4 gelbe Abdeckungen bzw. Turmenden. Beides passt sowohl für die große, als auch die kleinere Box. Dazu gibt es noch 4 verschiedene Formsteine, die für den kleinen Würfel zum durchstecken gedacht sind.

Generell ist alles aus Holz, zusammengehalten mit Leim und Schrauben. An einigen Stellen gibt es aber auch ein umwebtes Gummiband zum Halten.

Die Burgmauer ist der unterste Teil der Stapelburg. Es gibt 4 Seiten mit 4 verschiedenen Funktionen:

  • Ein Fädelspiel. Dazu mitgeliefert wird ein Schnürsenkel. Auf dem Bild ist er noch original festgemacht.

 

  • Kugeln auf der Stange. 4 Kugeln, die man auf einer Metallstange hin- und herschieben kann.

 

  • Das Eingangstor. Prima um Bauklötze und anderes durchzuschieben.

    Eine Welle, die man mit dem kleinen darinhängenden Bauklotz längsrollen kann.

Dazu sind auf jeder Ecke kleine Nubsel, auf die sowohl die Turmspitzen, als auch die gelben runden Turmabschlüsse passen.

Die große Box hat genauso 4 verschiedene Funktionen:

  • Eine Art Waschbrett zum fühlen.

  • Noch ein Teil zum längsrollen, diesmal aber von oben nach unten – und zurück.

  • Eine Drehscheibe zum kurbeln mit kleinem Holzgriff. Die Scheibe dreht gegen einen Widerstand und geht leider relativ schwer. Zumindest für ein kleines Kind ;)

  • Noch eine Drehscheibe. Diesmal hängt sie aber an einem senkrechten umwebten Gummiband. Sie lässt sich so um ihre eigene Achse drehen, aber man kann sie auch leicht nach innen drücken.

Auch hier wieder die Nubsel zum Sachen draufstecken.

Die kleine Box enthält „nur“ die verschiedenen Formen zum durchstecken:

  • Quadrat
  • Dreieck

  • Fünfeck
  • rund

Die Turmabdeckungen sind bei dieser Box schon drauf. Allerdings sind sie nur mit umwebtem Gummiband festgemacht und man kann sie leicht anheben und problemlos zur Seite klappen. Wenn man losläßt, schnappen sie wieder zurück.

Darüber liegt ein gelber Würfel. Am Anfang fand ich ihn relativ schwer, aber so schlimm ist es gar nicht. Der Würfel hat 4 verschiedene Motive. Er sieht hier schon recht abgekrabbelt aus. Wird aber von meinem Sohn für alles gebraucht und fliegt auch recht oft durch die Gegend ;) Ist in Wirklichkein gar nicht so schlimm, wie es hier aussieht.

Darüber gehört der Glockenturm. In der Mitte ist ein Loch, in das ein kleines Glöckchen eingearbeitet ist. Der Klang ist wirklich schön, nicht so aufdringlich, wie bei manch anderen ;) Darüber – zu guter Letzt – wieder eine Turmspitze. Diesmal eine rote. Sie hat auch kein Loch, passt also nicht auf einen der Nubsel an den Boxen.

 

Der Praxistest:

Offiziell ist die Stapelburg für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Kann ich voll und ganz nachvollziehen. Die kleinen runden Turmabschlüsse sind schon recht klein. So habe ich die auch noch nicht zum Spielen rausgegeben. Genauso wie die Formsteine zum stecken. Das Risiko, etwas zu verschlucken, ist mir doch zu groß.

Ansonsten ist die Burg jeden Tag im Einsatz. Die erste und liebste Beschäftigung ist natürlich das Einreißen des Glockenturmes. Der Würfel mitsamt Glockenturm und -Spitze muss weg ;) Danach sind die blauen Turmspitzen dran. Inzwischen beschränkt sich das Spielen aber nicht mehr nur auf’s Einreißen. So werden die Boxen ineinandergestellt. Die Turmspitzen wieder aufgebaut. Die Boxen werden ständig mit allen möglichen Bauklötzen befüllt. Selbst durch die Drehscheibe werden Sachen gesteckt :) Und mein Sohn übt sich im kreativen Burgen bauen. Jedes Teil irgendwie hinstapeln das es hält. Egal ob stehend, liegend oder sonstwie. Die Burgteile werden aber auch für andere Sachen verwendet. So landen die Turmspitzen auch öfter mal auf unserem Stapel-Holzzug usw.

Der gelbe Würfel ist schon oft durch die Gegend geflogen. Wir haben Laminat und so sah er schon nach einigen Stunden ein bisschen angeschlagen aus. An 2 Ecken ist ein bisschen Farbe abgeplatzt, was aber nicht weiter schlimm ist und auch nicht sehr auffällt. Seitdem ist der Würfel viele weitere Male durch die Gegend geschmissen worden. Aber es platzt nichts weiter ab.

Die Turmspitzen wurden schon von Anfang an angekaut und angesabbert. Aber sie sehen noch sehr gut aus. Die Farbe hält :) Auch nach diversen Spielstunden gibt es noch keine nennenswerten Schäden an der gesamten Burg.

Fazit: Die Burg wird sicher sehr lange bei uns stehen und immer genutzt werden. Sie bietet sehr sehr viele Spielmöglichkeiten – weit mehr als die von I’m Toy genannten. Auch wenn vieles durch die speziellen Spielmöglichkeiten vorgegeben ist, kommt die eigene Kreativität trotzdem nicht zu kurz.

Kaufempfehlung: unbedingt!

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