Im Shoppingwahn

Kauft man sich ein Haus, stehen immer viele Ausgaben an – vor allem, wenn man alles noch in Eigenleistung saniert. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass der große Liefer-LKW vom Baustoffhändler kommt und komplett beladen ist mit Sachen, die nur für das eigene Haus gedacht sind. Kommt dann irgendwann ein Kind, kauft man wieder ein. Erstausstattung, Beistellbett, Kinderwagen und vieles mehr. Eine Zeit lang ist Ruhe, doch dann geht es wieder los. Das Kind braucht ein Bobbycar, Laufrad, später ein Fahrrad. Ok, „brauchen“ ist immer so eine Sache. Aber wir finden es aus diversen Gründen wichtig. Und wenn ich sehe, wie der Große damit durch die Gegend rast und sein Laufrad liebt, war es genau die richtige Entscheidung. Aber wenn, dann kommt irgendwie immer alles auf ein Mal. Bei uns zumindest.

Baumaterialien

Inzwischen passt ihm das Laufrad zwar noch, aber er will unbedingt Dreirad fahren. Nur ist ihm das viel zu klein geworden – Zeit also, ein Kinderfahrrad zu besorgen. Kein Problem, denn Fahrradläden gibt es hier reichlich. Nur bei den Preisen bekam ich einen Schock. 160 Euro für ein 12″ Kinderfahrrad von Puky? Das dann vielleicht ein halbes Jahr hält? Wow.
Bis vor einigen Monaten führte mich der nächste Weg dann immer zu einem großen Internet-Auktionshaus, denn dort bekommt bekam man vieles immer noch günstig, wenn auch gebraucht. Doch seit einigen Wochen nutze ich vermehrt Kleinanzeigen zur Suche. Unseren „neuen“ Kinderwagen habe ich vor nicht mal einem Monat gebraucht per Kleinanzeige gekauft und bin total zufrieden. Gesucht habe ich beim Zubehör sogar deutschlandweit und nicht nur regional. Einige Verkäufer schicken auf eine nette Anfrage hin die Sachen auch oft zu. Ich habe beide Male ein bisschen mehr für die Paypal-Gebühren obendrauf gelegt und hatte sogar noch eine Absicherung. Besser geht’s nicht.

Inzwischen stehen neben dem 12″-Rad schon wieder ganz viele neue Sachen auf meinem Kleinanzeigen-Wunsch-Suchzettel, unter anderem ein ganz bestimmtes Hochbett und so ein Sitz-Spiel-Ei mit Verdeck. Alles Dinge, die wir nicht dringend brauchen aber gern hätten. Und Dinge, die neu einfach zu teuer sind – gerade das Sitz-Ei. Denn auch wenn die Auswahl bei den Anzeigen oft riesig ist, braucht es doch einige Zeit, bis man das Gesuchte zu einem guten Preis findet. Ab und an kann man sogar richtig Glück haben, so wie ich mit meinem Kinderwagen. Ein paar Tage nach dem Kauf bekam ich eine mail, dass man noch ein bisschen was im Keller gefunden hätte. Nun bin ich noch stolze Besitzerin eines richtig schönen Fußsacks und einer richtig teuren Regenplane. Geschenkt. Einfach so.

Ich find Kleinanzeigen toll und bin schon seit einiger Zeit im Shopping-Rausch, auch wenn es auf Dauer trotzdem ganz schön teuer werden kann. Man kauft einfach viel mehr. ;)

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