Ich will ein Wasserbett!

Der Vorteil eines Hausbaus ist oft auch der, dass man sich in einem gewissen finanziellen Rahmen neu einrichtet. Das kann nur für ein Zimmer gelten oder aber vielleicht auch nur für ein Möbelstück. Ein Wasserbett zum Beispiel.

Ich liebe Wasserbetten und wollte schon immer eins haben. In unserer alten Wohnung kam es irgendwie nie in Frage, weil es da einfach vom „Drumherum“ nicht passte und wir sowieso nicht wussten, wie lange wir überhaupt da bleiben. Aber jetzt, hier im Haus, hätte ich doch gern ein Wasserbett. Ein großes selbstverständlich. Ich möchte abends in das immer schön warme Bett steigen, sanft in den Schlaf „schaukeln“ und morgens völlig erholt aufwachen. Mir ist natürlich völlig klar, dass das viel mit guter Schlafungebung und nur zum Teil mit einem Wasserbett zu tun hat, aber träumen darf man ja noch. ;)
Als ich letztens meinem Mann davon erzählte, schaute er mich nur mit seinem Bauingenieur-Blick an und fragte mich, ob ich mir eigentlich vorstellen könnte, wie viel so ein Bett eigentlich wiegen würde? Immerhin konnte ich ihn besänftigen, indem mein gewählter Standort passte. Da ist nämlich eine Wand drunter. ;)

Im Verlauf meiner Suche nach dem richtigen Bett sind so einige große Fragezeichen und Vorurteile in unserem Kopf entstanden, die ich euch (und mir!) einfach aufschreiben möchte. Immerhin sind vielleicht einige Dinge dabei, die euch auch durch den Kopf geistern und wenn nicht, dann weiß ich sie zumindest auch später wieder, falls wir uns vorerst doch gegen ein Wasserbett entscheiden.

bevorzugte Schlafposition - nicht nur im Elternbett

bevorzugte Schlafposition – nicht nur im Elternbett

Trägt die Decke das Gewicht?

Gerade bei alten Häusern sollte man vorsichtig sein und sich unbedingt beraten lassen bzw. auch eine Auskunft beim Vermieter einholen. Bei einem Wasserbett kommt je nach Matratzenart und auch Bettausführung eine ganze Menge Gewicht auf kleinem Raum zusammen, das kann für alte Häuser schnell zu einer gefährlichen Belastungsprobe werden. Keine Probleme geben sollte es mit Häusern, die ab den 50er Jahren gebaut wurden, denn die müssen wohl schon von vornherein eine höhere Grundlast tragen können.

Grundsätzlich ist es aber so, dass alle Wasserbetten eine sehr gute und breite Gewichtsverteilung haben, so dass es keine Probleme geben sollte.

Da tropft was!

In ein großes Wasserbett passen ohne Probleme 600-700 Liter Wasser rein – nicht auszudenken was passiert, wenn die Matratze mal undicht ist. Allerdings gehört zu jedem Wasserbett auch eine Sicherheitswanne, die im schlimmsten aller Fälle das Wasser auffangen würde. Glaubt man Informationen im Internet, dann sind die Betten in der Regel auch so konstruiert, dass bei einem Leck nur wenige Liter in die Sicherheitswanne laufen können. Ist die Wanne allerdings kaputt, läuft sehr viel mehr Wasser aus – was wohl aber nur extrem selten vorkommen soll.
So oder so sollte das Wasserbett auf jeden Fall der Versicherung gemeldet werden.

Teuer!

Ein Bett kostet Geld, auch wenn man es so nicht merkt. Bei einem normalen Bett sollte man alle 5-6 Jahre die Matratzen austauschen, nach ein paar Jahren mehr auch die Lattenroste. Ein Wasserbett dagegen wird zwar in der Regel nur ein Mal mit Wasser befüllt, allerdings muss man in gewissen Abständen spezielle Mittel in das Wasser geben. Außerdem wird ein Wasserbett beheizt, so dass jährliche Stromkosten entstehen (bei Freunden mit einem 180cm Wasser-Doppelbett gute 100 Euro / Jahr).
Rechnet man diesen Vergleich auf ein paar Jahre hoch, ist ein Wasserbett gar nicht mehr so teuer, wie man eigentlich im ersten Moment denkt. Zumindest dann nicht, wenn man ansonsten Wert auf ordentliche und qualitativ hochwertige Matratzen legt, die ja nun mal auch nicht ganz günstig sind.

Ein Wasserbett als Familienbett?

Unser 4jähriger liebt es, morgens zu uns ins Bett zu krabbeln und der 1.5jährige will gar nicht ohne uns. Aber geht das auch im Wasserbett?

Um es gleich zu sagen – ich weiß es nicht, denn so weit haben wir uns noch nicht erkundigt. Allerdings stehe ich dem sehr skeptisch gegenüber. Im Internet habe ich bisher gefunden, dass es zwar spezielle Baby-Wasserbetten gibt, sie aber nicht auf denen für Erwachsenen liegen sollten. Die Gefahr des Erstickens und der Überhitzung sind bei den normalen Wasserbetten immer gegeben, sobald sie nicht allein im Bett liegen, denn sie können sich darauf recht leicht auf die Seite oder den Bauch drehen und dann eventuell den Kopf nicht genug heben und bekommen keine Luft mehr.
Liegt ein wacher Erwachsener mit im gleichen Bett, ist es natürlich wieder etwas anderes, so dass Kuschelstunden am Morgen nichts im Wege steht.

Für uns gab es am Anfang unheimlich viele Fragen, viele Antworten dafür findet man im Internet. Wenn man sich gut umschaut, findet man einige wirklich gut und informativ aufgebaute Shops, denen auch die Information des Kunden wichtig ist und nicht nur die zentrale Aussage, keine Billigware zu kaufen. Für mich positiv hervorgestochen ist hier der Wasserbetten Store. Dort gibt es eine Liste mit den 10 häufigsten Fehlern beim Wasserbettenkauf – perfekt für alle, die ein Wasserbett um jeden (noch so billigen) Preis wollen, denn hier steht alles, worauf man als Käufer achten sollte. Selbst Tipps  wie man besser schlafen kann habe ich gefunden.
Wirklich durch mit dem Thema sind wir trotzdem noch nicht, denn gerade wenn man schon ein „normales“ Bett zu Hause stehen hat, ist es im ersten Moment eine sehr große Ausgabe. Wir haben das Thema also vorerst vertagt – aus dem Kopf gestrichen ist es deshalb noch lange nicht. Gerade wenn die kalten Tage wieder kommen, werde ich ganz bestimmt meinen Mann wieder nerven.

Habt ihr ein Wasserbett und vielleicht schlagkräftige Argumente für mich? Muss meinen Mann ja irgendwie überzeugen können. ;)

15 Kommentare

  1. Papa T.

    Hi, wir haben ein Wasserbett und es ist wirklich nett, wenn man abends in ein warmes, kuscheliges Bettchen steigt. Aber!!!
    Meine Frau klagt seit längeren über Rückenschmerzen und das sie morgens „gerädert“ aufwacht. Ich selber schlafe sehr gerne auf dem Bauch habe aber im Wasserbett anschließend Probleme mit meinem Nacken.
    Ich möchte Wasserbetten hier nicht schlecht reden, aber wenn man sich eines anschafft sollte man versuchen, ob man irgendwo mal Probeschlafen kann.
    Ich habe schon die Wasserstände in alle Richtungen geändert, voll, randvoll, fast leer, mittel usw… 100% war es aber nie. Wahrscheinlich werde ich es bald in ein „normales“ Bett umbauen, mit einer hochwertigen Matratze.
    Gruß
    Papa T.

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  2. Sabienes

    Auch ich will hier die Wasserbetten nicht schlecht reden. Aber 50% aller Wasserbettenbesitzer, die ich kenne (mich und meinen Mann eingeschlossen) waren irgendwann froh, als sie es wieder losgeworden sind.
    Obwohl es viele Vorteile hat.
    LG
    Sabienes

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  3. Sandra (Beitrag Autor)

    Na ihr beiden macht mir ja richtig Mut. Wir hatten auf jeden Fall vor, vor Ort noch mal Probe zu liegen, um eine grobe Ahnung zu bekommen. Vielleicht war es dann wirklich ganz gut, nichts zu überstürzen.

    Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es so viele gibt, die trotzdem irgendwie unzufrieden sind. Hier gibt es immer nur die unglaublich positiven Reaktionen …. Aber gut, mal eine andere Seite zu hören. Danke!

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  4. Sandy

    Zu einem Wasserbett würde ich auch nicht nein sagen wollen, wobei mein Mann sich da etwas anstellt ;) – Vielleicht überrede ich ihn ja früher oder später mal, wenn die Betten nicht nur so teuer wären.

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  5. Sabine

    Hallo Sandra!

    Nie wieder Rückenschmerzen! & Nie wieder Geld für Matratzen etc. ausgeben => Das sollte ihn doch überzeugen können :-) Bei uns schlafen selbst die Hunde mit im Wasserbett, kein Problem! Ihr solltet nur darauf achten, dass das Wasserbett mit zwei Kammern ausgestattet ist, vor allem bei einem Gewichtsunterschied ;-)

    Ich drücke dir die Daumen!

    Liebe Grüße
    Dekovibe

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  6. Melanie

    Hey Hey ich habe mein wasserbett schon über 7jahre u bin immer Super zufrieden. So sehr das unser Hund zu Weihnachten sein eigendes wasserbett bekommen hat er liebt das. Du solltest darauf achten das es eine Verstärkung im Länden Bereich hat kostet etwas mehr aber Super für deinen Körper u du schläfst worauf Wolken. Wunder dich nicht die ersten Wochen tut dir vielleicht was weh weil der Körper sich dran gewöhnen muss so eine gesunde Haltung beim schlafen zu haben. Lg

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  7. Sina

    Wasserbetten sind eine tolle Sache. Es gibt sogar beheizte Wasserbetten. Gerade im Winter ist das sehr angenehm.

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    1. Thomas

      Der Post ist zwar schon etwas älter, aber ein wichtiger Punkt: vollvolumige Wasserbetten bieten die meisten Vorteile (und sind am gängigsten), diese benötigen eine Heizung.

      Beste Grüße

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  8. Marina

    Das ist ja lustig mir Euren Kleinen… naja ist bei uns ja auch so ;-))) Wir wollen uns ebenfalls ein Wasserbett kaufen. Ihr habt sicherlich schon ein Wasserbett, denn der Beitrag ist ja schon ein bisschen älter, wie sind Eure Erfahrungen im Ehebett zusammen im Wasserbett?

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Nein, wir haben immer noch keins und bisher habe ich es tatsächlich auch nicht vermisst :D Im Laufe der Jahre verschieben sich ja häufig die Prioritäten etwas und so ist ein Wasserbett auch aus Kostengründen relativ weit nach hinten gerückt. Wahrscheinlich werde ich es mir aber im Winter wieder sehnlichst wünschen ;)

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  9. Moritz

    Am besten ist doch gerade jetzt, wenn es draußen kalt wird, ins Bett zu schlüpfen und es ist schon vorgewärmt! Einfach herrlich :)

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  10. Regina

    Wir haben auch ein Wasserbett und ich muss sagen am Anfang waren wir auch sehr unsicher aber jetzt wir mehr als Glücklich über unsere Entscheidung :)

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  11. Christian

    Wasserbetten sind generell erst mal eine sehr gute Wahl. Die unzufriedenen Besitzer von Wasserbetten haben meiner Meinung nach nicht genug auf die Einzelheiten geachtet. Man sollte sich vorher überlegen, ob man ein Dualsystem braucht, welche Beruhigungsstufe man wünscht und ob es vielleicht eine Gelmatratze sein soll, die wiederum noch mal ganz andere Vorteile bietet.

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  12. Christian

    Man auch sehr auf den Preis achten, da in diesem Bereich sehr große Unterschiede in den Angebote zu finden sind.

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  13. Sophie G

    Hallo Sandra und danke für diesen Beitrag! Ich habe einmal im Urlaub in einem Wasserbett geschlafen und seitdem möchte ich auch eins haben! Jetzt habe ich mich endlich entschlossen, mir ein schönes Wasserbett selber zu Weihnachten zu schenken! Ich habe keine Kinder (und auch keinen Mann), was die Entscheidung vielleicht leichter macht.
    LG Sophie

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