Ich müsste schlank sein!

Mein Mann liest morgens gern die Bild-Zeitung. Er steht fast jeden Tag vor uns auf und löffelt sein Müsli allein am PC, schaut seine Mails durch und „liest“ dann online die Bild-Zeitung quer, bis wir anderen aufstehen. Ab und an bekomme ich deshalb morgens gleich ein paar Bild-Weisheiten mit, wie zum Beispiel „Weniger Hausarbeit macht dick“. (Glaubt ihr nicht? Dann lest mal hier bei der Bild-Zeitung nach!) Solche Sprüche sind nicht unbedingt das, was Frau hören will – schon gar nicht, wenn Mann sie morgens direkt nach dem Aufstehen und gleich als ersten Satz des Tages sagt. Hat der Mann aber trotzdem und danach war der Tag für mich dann auch irgendwie gelaufen, was zum großen Teil aber auch am Scharlach-kranken Kind lag.
Inzwischen habe ich mir die Studie auch durchgelesen und muss ihr insgeheim sogar Recht geben. Immer weniger Hausarbeit = weniger Bewegung. Weniger Bewegung = weniger Kalorienverbrauch. Nur leider schraubt man in der Regel seine Nahrungszufuhr nicht herunter, man wird also dick.

Ich für meinen Teil kann mich über mangelnde Arbeit nicht beklagen, auch wenn ich zum Bloggen natürlich viel am Notebook sitze. Ich gehe spazieren, tobe mit den Kindern durch die Gegend, halte den Haushalt in Schuss. Schon öfter habe ich mich insgeheim gefragt, warum ich eigentlich nicht schon 20kg weniger wiege. Ich müsste Muskelmassen ohne Ende haben, schließlich trage ich den kleinen Mann im Moment fast ständig auf den Arm, da er mit Fieber einfach nicht in die Trage möchte – was ich auch durchaus verstehen kann. Ich komme kaum zum Essen, weil irgend ein Kind immer quengelt oder weil ich es einfach vergesse. Ich habe mir 1 Stunde Zumba in der Woche hart erkämpfen müssen bzw. muss es jede Woche wieder tun, denn dank Murphy ist hier gerade an diesen Tagen immer wieder auf’s neue Land unter. Aber ich tue was! Und trotzdem halten sich die überzähligen Kilos der Schwangerschaft hartnäckig.

Die Zeit rennt!
Ich habe ganze 4 Wochen gebraucht, bevor ich es endlich zum Frisör geschafft habe. Ich nehme mir seit 3 Wochen vor, mir im Laden endlich ordentliche Sportschuhe für’s Zumbatraining zu kaufen und glaube irgendwie nicht, dass ich es bis zum Montag hinbekomme. Ich habe das Gefühl, die Zeit und das ganze Leben rast an mir vorbei, während sich hier im Mikrokosmos Familie alles nur noch um kranke Kinder dreht. Ich habe nicht mal mehr die Zeit und die Ruhe ein Buch zu lesen, denn immer ist irgend etwas anderes.
Sagt man nicht, dass auch bei Stress die Pfunde purzeln? Bei mir anscheinend nicht

staubsaugroboter

Mein neuer bester Freund nimmt mir viel Arbeit ab, raubt mir dabei aber pro Einsatz rund 120 kcal

Gestern habe ich nun beschlossen, dass ich mich ab sofort nicht mehr stressen lasse. Der Haushalt kann auch durchaus mal einen Tag warten. Das große Kind wird beim nächsten Schneefall lernen müssen, dass Mama bei 20cm nicht plattgetretenem Neuschnee eben nicht mit Schlitten und Kinderwagen kommen kann, sondern dass die eigenen Beine auch zum Laufen da sind. Und ich werde mir nachher die Turnschuhe endlich online bestellen, damit ich sie noch am Montag anziehen kann. Viel passieren kann ja nicht, denn bei Zalando kann ich die Schuhe 100 Tage lang kostenlos zurückschicken wenn ich sie nicht mag – ich muss mich also auch hier nicht stressen. Außerdem ist gerade Sale, bei dem es ein paar tolle Sportschuhe zu richtig guten Preisen gibt und noch dazu läuft gerade eine Aktion, bei der es zusätzliche 10% auf reduzierte Pumps gibt (habe ich hier gefunden), ich könnte also schon wieder Zeit sparen und da auch gleich zuschlagen, denn der Frühling kommt bestimmt.
In Zukunft wird sich der Mann mehr um die Kinder kümmern dürfen, denn zum Sport machen muss er gar nicht wegfahren, das kann er auch hier haben. Und dann kann ich endlich mal wieder ein Buch lesen oder einfach mal in Ruhe shoppen gehen.

Und vielleicht, wenn ich mich dann nicht mehr stressen lasse, purzeln ja doch noch die Pfunde.

2 Kommentare

  1. Ines M.

    Ja, ich könnte auch mehr Bewegung gebrauchen, aber ich sehe das eher sportlich und ebn nicht verbunden mit der Hausarbeit. Was mich immer beim Staubsaugen nervte war der Lärm. Ich konnte mich nie daran gewöhnen! Hatte dann eine ganze Zeit lang eine Putzhilfe angestellt, damit ich den Sauglärm eben nicht ertragen musste. Das ging ganz gehörig ins Geld – bis ich mir einen Tipp einholte und einen Saugroboter Test fand … ich war gleich Feuer und Flamme, habe mir ein solches Modell angeschafft und bin nun stolzer und absolut zufriedener Besitzer. Endlich habe ich ein sauberes Heim und die Arbeit wird erledigt, wenn ich zur Arbeit bin. Kein Lärmstress mehr und das einmal investierte Geld kommt mich deutlich billiger – rechnet sich bereits im ersten Jahr.

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  2. Luise

    Hey, den hatten wir früher auch mal :)
    Haben uns jetzt grade einen neuen iRobot besorgt und ich muss schon sagen, die heutigen Modelle sind nochmal deutlich besser als die von „damals“.
    Tatsächlich nur blöd, das man sich deutlich weniger bewegt bei der Hausarbeit ;)

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