Hautpflege bei Babys

Das erste Kind ist da und man benötigt Creme. Vielleicht für den Po, hauptsächlich für den Körper. Und während die Zahl derer, die bei Babys zu Chemie greifen (endlich) kleiner wird, schauen sich immer mehr im Bereich der Naturkosmetik um. Und tatsächlich kann man mit den richtigen Produkten fast genauso viel erreichen, wie mit Chemischen.
Doch was sollte man überhaupt für Babys Haut tun?

Windelbereich
Zuerst einmal: Babys brauchen nicht immer und ständig Feuchttücher! Ich finde es grausig, wenn es sehe, dass jede Feuchtigkeit in der Windel auch  noch feucht abgewischt wird. Wir haben zu dem Zweck immer 2 Blätter Klopapier genommen – die beseitigen gerade bei Babys auch größere Geschäfte perfekt.  Ist der Hintern dreckig, tut es natürlich auch ein Feuchttuch. ;)
Ein nahezu genialer Tipp meiner Hebamme war damals, dass ich den Hintern vor dem Verschließen der Windel föhnen sollte.  Aus reichlich Abstand und mit „Piesch-Schutz“ versteht sich. Auch wenn ich es schon komisch fand – gemacht hab ich es trotzdem und ich war begeistert vom Ergebnis. Unser Sohn hatte bis zum Beginn der Breikost fast nie einen roten oder wunden Hintern. Auch danach kaum.
Wenn doch, kam ein bisschen Calendula Babycreme von Weleda rauf. Oft schon über Nacht  waren sämtliche rote Stellen weg! Während Freunde von uns mindestens ein Mal im Monat Kortison auf den Hintern deren Babys schmierten, brauchten wir so etwas bis heute nicht. Warum auch, denn Naturkosmetik ist oftmals genauso gut.

Wichtig ist dabei natürlich auch die regelmäßige Reinigung (täglich), vor allem auch in den Hautfalten. Auch sollten Windeln regelmäßig gewechselt werden – sie müssen nicht übervoll sein!
Viele cremen auch gern mit einer Zinkcreme. Ich halte davon aus eigener Erfahrung nichts, denn Zink trocknet die Haut aus. Auch Babypuder kam bei uns nie zum Einsatz.

Baden
Ein Baby muss täglich baden, denn schließlich duschen wir ja oftmals auch täglich? Falsch! 1x/Woche reicht völlig aus, denn Babys Haut trocknet schnell aus. Ein paar Tropfen Öl (Olivenöl zum Beispiel)  ins Badewasser reichen als Zusatz völlig aus. Auch sollte man nur etwa 10 Minuten Badezeit nehmen.

Nach dem Baden Babys Haut am besten einölen oder -cremen. Wir haben immer ein Baby-Pflegeöl genommen, es gibt aber auch diverse Lotions. Hier gilt: Nur nehmen, was Mama auch gefällt und Baby riechen kann. Manche Produkte riechen so stark, dass mein Sohn sie überhaupt nicht mochte. Bei anderen wiederum fand ich selbst schon die Konsistenz unangenehm.

Wind, Wetter und die Sonne
Das Regen bei kaltem Wetter unangenehm auf der Haut sein kann, wissen wir alle. Und genau deshalb gibt es Wind- und Wettercremes. Oft sind sie mit Bienenwachs und schützen Baby- und Kinderhaut vor dem Austrocken und auch vor großer Kälte. Hier sollte man nicht nur das Gesicht eincremen, sondern ruhig alles, was aus der Kleidung schaut. In der Regel oft (nur) noch die Hände.

Manche glauben, dass man Sonnencreme nur in der Sonne benötigt. Doch auch im  Schatten kann man braun werden oder sogar einen Sonnenbrand bekommen! Deshalb am besten vor jedem Rausgehen – auch wenn es nur im Kinderwagen ist – eincremen.
Ich hatte mir eine 2. Flasche im Kinderwagen deponiert, so dass ich auch für den „Notfall“ immer etwas dabei hatte.

 

Es gibt unheimlich viele Seiten, die immer wieder sagen, dass man Babys Haut täglich eincremen soll. Ich selbst habe Neurodermitis und wurde früher täglich (oft sogar mehrmals täglich) eingecremt. Ergebnis: Meine Haut war ständig ausgetrocknet und hatte fast gar keinen eigenen Schutzmechanismus mehr. Irgendwann begann ich, mich nur noch bei Bedarf einzucremen und es ging mir damit viel besser.
Genau so halte ich es auch bei unserem Sohn. Als Baby wurde er täglich vor dem Schlafengehen eingeölt und massiert, inzwischen nach 2 Jahren nur noch 1x/Woche, im Winter auch öfter. Trockene Hautstellen werden natürlich öfter eingecremt.
Übrigens sollte man bei Babys, die gerade kleine Pickel im Gesicht haben (Babyakne) auf fette Cremes verzichten.  Hier ist es oft das beste nichts, auch nicht für die Austrocknung der Pickel, zu tun!

Wie am Anfang schon erwähnt – Naturkosmetik kann bei der Babypflege einen sehr großen Beitrag leisten. Und nicht nur da! Produkte mit Calendula (Ringelblume) wirken entzündungshemmend und fördern die Wundheilung. Und gerade auch im Bereich der Gesichtskosmetik sind natürliche Wirkstoffe sehr gern genommen.
Die richtigen Produkte für sich und sein Kind zu finden, dauert manchmal ein bisschen, doch es lohnt sich. Helfen kann hierbei das Naturkosmetikforum.com, denn aufgeteilt in die verschiedenen Anbieter findet man viele Nutzer von Naturkosmetik, die alle ihre speziellen Erfahrungen gemacht haben. Oft ist so schon ein erster Eindruck möglich.

1 Kommentar

  1. Anke

    Danke für die tolle Zusammenstellung. Mein kleiner Jakob hatte ständig diese Pickelchen, bis ich eure Tipps ausprobiert habe. Jetzt weint er vor allem nachts weniger. Das war wohl schmerzhaft… DANKE!

    Antworten

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