Flecken – Erkennungszeichen einer Mutter

Eine Mutter mit Still- oder Flaschenkind erkennt man recht zuverlässig an den Flecken auf ihren Oberteilen. Noch vor dem ersten Kind dachte ich, dass es ein absolutes Vorurteil und Klischee wäre, stellte dann aber recht schnell fest, dass es wirklich so ist.  Unser Großer behielt zwar beim Trinken alles bei sich, schleuderte dafür aber ständig seinen Brei durch die Gegend und fand es total lustig, während des Essens zu pusten.
Der kleine Sohn ist dagegen das genaue Gegenteil. In den ersten Wochen und Monaten war er fast ständig am Spucken. Trotz sorgsam hindrapiertem Spucktuch schaffte er es fast immer, genau dort hin zu „treffen“, wo garantiert kein Tuch war.  4-5 neue Oberteile am Tag waren Pflicht. Beim Brei essen dagegen kann er immer nicht genug bekommen, allerdings wedelt er dabei so hektisch mit den Armen, weil er Angst hat, dass er nichts mehr bekommt, dass er mich dann doch immer wieder trifft. Natürlich genau dann, wenn ich ein neues Shirt angezogen habe und es auch ein „draußen-anzieh“-Oberteil ist. Die schlumpigen, die ich nur zu Hause oder zum Putzen anziehe, verschont er jedes Mal. Sich selbst beschmiert er dabei auch kaum – vom Gesicht mal ganz abgesehen.
Auch heute noch spukt er ab und an, aber eher aus Aufregung. Sei es, weil es schnell gehen muss, er sich total freut oder weil es ins Tragetuch geht. Letzteres ist besonders „toll“. Man hat endlich mal wieder gute Sachen an, das Tragetuch umgebunden und zusätzlich eine Laufspur auf dem Shirt. So lange man das Tragetuch um hat, gar kein Problem. Nur leider überlegt sich mein Sohn nach spätestens 2 Stunden, dass er doch ganz gerne wieder raus möchte. Das Tuch abnehmen geht dann nicht, denn dann würde jeder sofort die Flecken sehen. Ist ja auch irgendwie peinlich.

Inzwischen ist mein „Allheilmittel“ für vieles eine Strickjacke. Gerade wenn man sowieso auf dem Sprung ist und keine Zeit zum Umziehen bleibt, wirkt sie oft Wunder. Sie deckt im Notfall Flecken ab, wärmt und kaschiert bei Bedarf auch noch kleine unliebsame Speckrollen. Es gibt sie in dick, dünn, lang- und kurzärmlig, für jeden Geldbeutel und jede Figur. Eine große Auswahl habe ich zum Beispiel bei Otto gefunden – noch dazu teilweise sehr günstig. Ich brauche nämlich unbedingt noch eine zweite, denn Frau will ja nicht immer das Gleiche tragen – auch wenn es nur zu Hause ist.

Spuren einer Mahlzeit

Spuren einer Brei-Mahlzeit …

Nicht nur Mütter haben Flecken!
Flecken an sich sind ja eigentlich nicht schlimm, denn man kann ja alles waschen. Wenn die Flecken denn rausgehen. Der Große hat einen wunderschönen Pullover, der zwar damals reduziert war, als Originalpreis aber immerhin 40 Euro hatte. Er ist toll, nur Flecken bekommt man da einfach nicht raus. Egal welcher Fleckenlöser, sie halten sich hartnäckig. Und gerade jetzt, wo man fast jeden Tag nach dem Kindergarten sehen kann, was es zum Mittagessen gab, ist das mehr als ärgerlich. Inzwischen beginne ich tatsächlich das erste Mal zu verstehen, warum sich einige befreundete Eltern einen Trockner zugelegt haben. Gerade im Winter kann man gar nicht so schnell waschen, wie die Sachen wieder dreckig werden.
Vor allem im Kindergarten sind Flecken grad ein ganz heiß diskutiertes Thema. Unsere „lieben kleinen“ haben dort im noch nicht fertigen Garten vorübergehend einen großen Hügel zum Spielen inkl. Matschkuhle und ein bisschen Kies bekommen. Ein Sandkasten und Dreckspielplatz in einem  – für Kinder genial. Für uns Eltern wäre es das auch, wenn man unseren Kindern denn auch die (gefütterten) Regen- und Matschsachen anziehen würde, die jedes Kind mitbringen musste. Leider bekommen sie nur die Regenhosen und ihre ganz normalen Jacken an. Klar, dass die nach dem Spielen dementsprechend aussehen, vor allem, wenn die Kinder auf den Po fallen oder den Hügel runterrutschen. Wenn das mal einen Tag ist – ok. Kommt es dann aber 2 oder 3 Tage hintereinander vor, dass die Jacke praktisch nicht mehr angezogen werden kann, wird es dann doch schwierig. Ich hatte bisher sehr viel Glück, denn Sohnemanns Jacke blieb immer halbwegs sauber. Die anderer Kinder dagegen konnten vor Dreck schon fast von selbst stehen. Da kann man dann auch nicht mehr bis zum Wochenende mit dem Waschen warten und hat ein „kleines“ Problem, wenn man keine Wechseljacke hat.
Aber von Kindern erwartet man ja fast, dass sie irgendwie und irgendwo schmutzig sind. Bei uns Erwachsenen dagegen sieht es leider anders aus. …

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