Fieberkrampf – Wenn das Kind plötzlich zuckt und blau anläuft

Es gibt Dinge, über die wollte ich nie nachdenken. Ich hörte sie zwar, aber ich beschloss damals schon, dass meine Kinder damit (hoffentlich) nie würden zu tun haben müssen. Krupp-Husten zum Beispiel. In die gleiche Kategorie gehörte für mich immer der Fieberkrampf. Klar hatte ich schon davon gehört, aber um selbst nicht in (Vor)Panik zu verfallen, wollte ich mich gar nicht zu genau damit befassen. Und dann traf es uns doch …

Warum zuckt er denn so komisch?

Der kleine Mann war den Tag über schon ein bisschen matt und hatte am Nachmittag plötzlich 39.5 Temperatur. Nun schieße ich in der Regel nicht sofort mit Medikamenten, sondern ziehe meine Kinder erst einmal luftiger an und überwache sie. Der kleine Mann schlief eine Stunde und hatte dann nur noch 38.5 Grad. Alles gut also und für mich kein Grund zur Sorge. Er lag etwas später immer noch schlapp aber halbwegs lustig bei Papa auf dem Schoß und schaute in den Raum, als mein Mann mich plötzlich fragte, warum der Kleine denn so komisch zucken würde? Er konnte sein Gesicht mit den verdrehten Augen nicht sehen – auch nicht, dass seine Lippen ganz leicht blau anliefen. Der Kleine reagierte weder auf Zurufe, Berühren oder etwas anderes und ich schnappte ihn mir und rannte zur Terassentür. Sauerstoff, frische Luft und Seitenlage – nicht unbedingt nötig, aber in dem Moment erschien es mir genau richtig. Unterwegs rief ich dem Mann noch zu, er solle sofort den Notarzt anrufen.
Auch heute noch dreht sich mir der Magen um, wenn ich an das schlaffe Kind mit den tiefblauen Lippen in meinen Armen denke. Der einzige Gedanke war, dass er nicht mehr lebt. Nicht überlebt.
Vielleicht bringt es der Beruf als Arzthelferin oder auch die lange Praxis mit sich, dass ich in gewissen Momenten trotzdem ein Stück weit „abschalten“ und vor allem ausblenden und professionell reagieren kann. Der Mann und ich tauschten Kind und Telefon – nicht ohne dass ich ihn ständig fragte, ob da noch ein Puls ist. Und da war einer, wenn auch sehr schwach!

10 Minuten später kam endlich der Rettungswagen. Später erfuhr ich, dass sie eigentlich zu lange gebraucht hatten und vorher noch in der falschen Straße ein paar Kilometer von hier weg gestanden hatten. Sie brauchten ewig, um ihm einen Zugang zu legen und gaben dem armen kleinen Kerl die komplette mögliche Bandbreite an Beruhigungsmitteln, da er schon wieder krampfbereit war. Eine Stunde später war der RTW abfahrbereit, eine halbe Stunde später kamen wir in der Notaufnahme im Krankenhaus an. Weitere 3.5 Stunden später hatten wir endlich alle Untersuchungen hinter uns und bezogen ein Zimmer und sind seit Dienstag mittag, nach fast 3 Tagen im Krankenhaus endlich wieder zu Hause.
Auch wenn ich es nie wissen wollte, so weiß ich nun doch vieles über den Fieberkrampf. Viele Dinge, die mir Mut machen, aber vor denen ich auch Respekt habe. Dinge, die ich für euch aufschreiben möchte, um euch die Angst zu nehmen. Und um euch zu informieren, auch wenn es euch bzw. euren Kindern hoffentlich nie passieren wird.

Wichtig: Dies ist keine medizinische Beratung und ich schreibe euch die Dinge so auf, wie sie mir von diversen Ärzten im Krankenhaus und der Kinderärztin erzählt wurden. Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit! Auch ist mir bewusst, dass es natürlich schwere und leichte Verläufe gibt und auch ein normaler Verlauf plötzlich ganz andere Wendungen nehmen kann. Deshalb schreibe ich extra den Zusatz „in der Regel“ dazu.
Auch weiß ich, dass Fieber wichtig ist und man es nicht einfach so unterdrücken sollte. Genau das ist übrigens auch meine Meinung, auch wenn sie überhaupt nicht konform mit der Behandlungsanweisung der Klinikärzte geht.
Ich weiß, dass der Fieberkrampf eher von einer zu schnell ansteigenden oder absinkenden Körpertemperatur kommt und nicht unbedingt etwas mit der Höhe der Temperatur zu tun hat. Aber wie schon gesagt – Die Ärzte haben uns gesagt ….

verbundene Hand

Was ist ein Fieberkrampf?

Unser Jüngster wird im Mai 2 Jahre alt – laut unserer Kinderärztin ist er damit im Alter mit den meisten Fieberkrämpfen. Sie sagte, dass von 100 Kindern zwischen 1 und 2 Jahren immerhin 5 einen Fieberkrampf bekommen – das wären sehr sehr viele. Das Infoblatt der Uniklinik nannte übrigens den Zeitraum von 1-3 Jahren als häufigstes Auftreten. Alle mit Kindern über 6 Jahren können dagegen aufatmen, denn in der Regel enden die Fieberkrämpfe mit 5 bis 6 Jahren. Allerdings gibt es auch Ausnahmen.

Stark vereinfacht gesagt tritt ein Fieberkrampf dann auf, wenn das Fieber sehr schnell sehr hoch steigt. Das noch nicht voll entwickelte Gehirn kommt nicht hinterher, ist überlastet und reagiert mit einem Krampfanfall. Im weiteren Verlauf würde sich laut Klinikarzt das Gehirn wie ein Computer herunterfahren und neu starten, um den Anfall zu beenden – es kommt zum Anlaufen der Lippen bei kurzzeitig fehlender Atmung (so wie bei uns). In der Regel dauern solche Anfälle wohl um die 1-3 Minuten, es sind aber auch lange Anfälle möglich.

Übrigens – auch wenn man es kaum glauben mag, aber die „normalen“ Anfälle, die nur max. 10 Minuten andauern, sind in der Regel nicht lebensbedrohlich! Auch bleiben bei einem unkomplizierten Fieberkrampf keine Folgeschäden zurück und es bedeutet nicht, dass euer Kind an Epilepsie leidet!

Auch heute noch können wir nicht genau sagen, wie lange der Anfall anhielt. Ca. 2 Minuten bevor der RTW eintraf, waren die Lippen endlich wieder rosig – vorher waren sie richtig blau. Mein Mann sagte nachher, dass er den Kleinen immer wieder leicht angepustet hätte – so wie man es mit stark schreienden Babys macht, damit sie Luft holen. Das hätte ihm wohl stark geholfen und er hätte dabei tatsächlich immer wieder sichtbar Luft geholt. Ob es daran lag oder der Krampf einfach nur abklang, weiß ich nicht …

Wichtig: Ein Fieberkrampf kann auch dann auftreten, wenn man bereits fiebersenkende Mittel verabreicht hat. Von der Gabe eines Zäpfchens bis zur vollen Wirkung vergeht ca. eine halbe Stunde – genug Zeit für einen Fieberkrampf!

Woran erkenne ich einen Fieberkrampf?

  • schnell gestiegenes Fieber
  • unkontrolliertes Zucken von Armen und/oder Beinen (in der Regel beides)
  • Verdrehen der Augen (in der Regel nach oben)
  • Nicht ansprechbar, völlig apathisch
  • eine Blaufärbung der Lippen bzw. der Haut muss nicht auftreten, ist aber sehr typisch

Auch wenn es schwer ist, aber achtet im Ernstfall darauf, ob die Augen nach oben oder in eine andere Richtung verdreht sind. Auch ist es wichtig, ob beide Arme bzw. Beine zucken oder nur eine Körperhälfte. So wird später unter anderem unterschieden, ob es sich um einen einfachen oder komplizierten Verlauf handelt.

Übrigens wurde mir erklärt, dass ein Fieberkrampf nicht im Schlaf kommt! In dem Falle würde das Kind wach werden, hoch fiebern, vielleicht weinen und dann beginnen zu krampfen. Während das Kind schläft könnte ich aber unbesorgt sein, auch wenn das Fieber dann natürlich trotzdem überwacht werden sollte.
Update: Wie ich in euren Kommentaren sehe, ist ein Fieberkrampf im Schlaf sehr wohl möglich und auch schon einigen von euch passiert. Für uns persönlich ändert es nicht so viel, denn bei Fieber schlafen unsere Kinder in der Regel sowieso (sehr dünn angezogen) in unserem Bett. Allerdings werde ich jetzt wahrscheinlich in solchen Momenten sehr viel genauer aufpassen (und wahrscheinlich durchgehend Wache halten)….

Was kann ich bei einem Fieberkrampf tun?

  • Ruhe bewahren!
  • Dem Kind eine geschützte Umgebung bieten, in dem es sich nicht verletzen kann.
  • Das Kind möglichst auf der Seite lagern oder seitlich auf dem Arm halten. So kann Speichel usw. ungehindert abfließen!
  • Wenn im Haus, dann das Notfallmedikament geben.
  • Bei Bedarf Arzt oder Notarzt anrufen! Beim ersten Fieberkrampf sollte man das auf jeden Fall tun. Der Notarzt riet bei einer Blaufärbung generell zum Rufen des Rettungsdienstes (auch wenn es typisch für den Fieberkrampf ist).

Wir standen die ganze Zeit an der geöffneten Terassentür. Es war nicht nötig, erschien uns aber genau richtig und bat neben der Abkühlung des Kleinen einen weiteren Vorteil. Die kalte Luft sorgte nämlich auch bei uns für eine gewisse Abkühlung des Gemütes und „Frischluft im Hirn“.

Wichtig: Anwesende Geschwisterkinder nicht vergessen! Unser bald 5jähriger fragte mich voller Panik, ob sein Bruder denn jetzt sterben würde. Während mein Mann an der Tür stand, nahm ich ihn fest in den Arm und erklärte ihm, dass wir genauso viel Angst um seinen Bruder hätten, wie er und versuchte ihn zu beruhigen. Am besten klappte das tatsächlich mit Ablenkung. Er bekam die unheimlich wichtige Aufgabe, auf das Martinshorn zu hören, das den RTW ankündigen würde. Ich kippte das Fenster dafür extra an und sagte ihm, dass er ganz genau hinhören sollte. Tatsächlich bewegte er sich keinen Zentimeter vom Fenster weg. Etwas später führte er die Männer vom Rettungsdienst ins Zimmer und auch heute noch sagt er, dass sie ohne ihn seinen Bruder gar nicht erst gefunden hätten. Klingt doof, ist aber für ihn total wichtig, denn so hatte er das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden und vor allem auch helfen zu können. Und natürlich bekräftigten wir ihn auch in dieser Meinung.

Und wenn der Rettungswagen da ist?

Wenn ihr ihn gerufen habt, dann kommt meist erst der Rettungswagen mit 3-4 Mann, kurz danach der Notarzt mit auch mind. 2 Leuten. Erklärt ihnen die Situation, überlasst ihnen das Feld und geht (je nach vorhandenem Platz) aus dem Weg. Wir hatten unsere große Matratze auf dem Fußboden, so dass mein Mann beruhigend auf den Kleinen einreden und Kopf kraulen konnte. Der große Sohn saß ein Stück weg und erklärte den Männern unterdessen, wie toll er die Feuerwehr finden würde und dass er später genau so wie Feuerwehrmann Sam werden möchte. Ich stand so ein bisschen planlos rum, beruhigte das große Kind und gab Auskunft über die Daten des kleinen Patienten.
Übrigens braucht ihr das Geplapper der Kinder in der Regel nicht unterdrücken, denn einer der Mannschaft hat fast immer ein paar Sekunden Zeit für ein Grinsen, Zwinkern oder ein paar nette Worte zwischendurch.

Irgendwann schoss mir aber dann doch ein, dass ich Sachen packen musste und genau das solltet ihr auch tun, wenn möglich – Sachen für die Klinik packen! Klar kann das auch der Partner tun, aber aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich jetzt, dass man es nicht den Männern überlassen sollte. ;) Denkt bei den Sachen nicht nur an Jacke, Hose, Pullover und Socken, sondern plant auch für euch selbst. Auch ihr braucht Kleidung, Nachtwäsche, Handtücher und Hygieneartikel, genauso wie Hausschuhe. Euer Kind wird sich im Krankenhaus in der Regel frei bewegen dürfen oder auch rausgehen können. Nicht unwichtig außerdem ein Handy (ein Smartphone mit InternetFlat ist hier Gold wert!) und vor allem das Ladegerät dazu, Bücher zum Ablenken, Geld und wenn ihr habt Rescue Tropfen oder ähnliches für euch selbst. Ihr werdet sie brauchen, glaubt mir ….

Ab ins Krankenhaus!

Unser Sohn wurde nur im Body zusammen mit seinem Schnullerhasen auf die Trage und in den RTW verfrachtet. Ich durfte hinten mitfahren und Händchen halten, das ist wohl aber nicht immer möglich.
Im Krankenhaus ging es dann ins Untersuchungszimmer und dann hieß es Warten. Immer wieder kam eine Schwester oder aber auch die Ärztin, untersuchte oder fragte etwas und sagte dann, dass sie gleich wiederkommen würde. Das war dann in der Regel so eine halbe Stunde später.
Es wurde Blut abgenommen, ein Urinbeutel geklebt, ein Abstrich genommen und der Zugang ordentlich verbunden. Fertig versorgt und gewogen ging es dann auf’s Zimmer.

Wir verbrachten 3.5 Stunden im Untersuchungsraum – ich fand es lange. Später erfuhr ich aber, dass wohl durchaus 5-6 Stunden normal sind und das noch recht kurz gewesen wäre. In dem Moment war ich das erste Mal froh, dass der kleine Mann dem Stillen immer noch nicht entsagen wollte und ich so immerhin „Essen“ für ihn dabei hatte …

Wichtig: Auch wenn es um euer Kind geht, so dürft ihr auch als Begleitperson problemlos etwas zu Essen oder zu Trinken erbitten! Wasser oder auch Saft stand bei uns schon standardmäßig im Untersuchungsraum, aber jede Station hat auch zumindest Kekse.

Was passiert im Krankenhaus?

Zuerst einmal natürlich die Untersuchung, dann geht es aufs Zimmer. Hier wurde über Nacht permanent die Sauerstoffsättigung und der Puls überwacht. Wie ich inzwischen gelernt habe, kann man am Puls sehr gut ablesen, ob das Kind Fieber hat. Tagsüber wird der Sensor bei beweglichen Kindern wieder entfernt, dann muss aber regelmäßig durch die Eltern rektal Fieber gemessen werden.
Es erfolgen ggf. weitere Untersuchungen, ansonsten wartet man einfach darauf, dass das Kind fieberfrei ist und hofft, das kein weiterer Anfall auftritt. Vor der Entlassung wird man komplett aufgeklärt und bekommt für den Notfall ein Medikament und Anweisungen mit nach Hause.

Im Zimmer bekommt das Kind im Normalfall ein typisches Klinik-Gitterbett, ihr bekommt entweder ein normales Krankenhaus- oder ein sehr viel niedrigeres Beistellbett in das gleiche Zimmer gestellt. Wenn euer Kind immer bei euch im Bett schläft, dann sagt das auch! Bei uns war es kein Problem, zu tauschen. Das Gitter- und Beistellbett wurden entfernt, dafür kam ein normales Bett. Das wurde mit der langen statt der kurzen Seite an die Wand geschoben, so dass der kleine Mann an der Wand liegen und nicht rausfallen konnte. Selbst nach einem Stationswechsel konnte diese Art beibehalten werden. Krankenschwestern machen vieles möglich, wenn man nur lieb und nett fragt (und es die Belegung der Station zulässt)!

Ist euer Kind noch klein, kann nicht laufen oder krabbeln und hat einen unkomplizierten Fieberverlauf, könnte es eine halbwegs „entspannte“ Zeit werden. Mit einem sowieso schon trotzigen bald-2jährigen, der eher rennt als läuft, ist es Stress pur. Spätestens als er entdeckte, dass er gerade so die Türklinke des Zimmers drücken konnte, versuchte er immer wieder, durch die Gänge zu rennen. Er trotzte am laufenden Band und schrie immer wieder wie am Spieß die halbe Station zusammen.
Auch wenn es schwer ist, aber denkt daran, wie es eurem Kind gehen muss. Immer wieder wurde unser Kleiner gegen seinen Willen untersucht, nie konnte er NEIN! sagen. Klar, dass er dann bei Mama um so mehr trotzt. Ich muss auch heute noch, 2 Tage nach Entlassung, alles nachfragen. So ist es allerdings wesentlich entspannter mit ihm, denn er kann bestimmen!

Vermeidet Besucher (je nach Alter des Kindes)! Am ersten richtigen Tag im Krankenhaus kamen Papa und der große Bruder. Als sie weg waren, verkroch sich der Kleine völlig verzweifelt in eine Ecke und schrie aus Leibeskräften. Er verstand einfach nicht, das er mit mir da bleiben musste, während sein Papa wieder ging. 30 Minuten ging das so, in denen weder ich, noch die Schwestern an ihn rankamen. Erst dann entspannte er sich ein klein wenig.
Am nächsten Tag verbot ich meinem Mann, uns zu besuchen – es war entspannter so für alle. Der Kleine tobte durch das Spielzimmer und über die Spielgeräte im Krankenhausflur und war halbwegs glücklich, so weit man das im Krankenhaus sein kann.
Ist der Besuch unbedingt nötig, weil ihr bestimmte Sachen von zu Hause braucht, können die für euch auch im Schwesternzimmer abgegeben werden!

diazepam rektiole

Nach dem Krampf ist vor dem nächsten (drohenden) Krampf

Ist das Fieber für mind. 24 Stunden weg, dürft ihr wieder nach Hause. Wir hatten Glück und waren nach 3 Tagen durch damit. Es kann aber auch durchaus länger dauern. Auch wenn man verständlicherweise keine Lust hat, so ist es im Krankenhaus einfach sicherer – vor allem durch die permanente nächtliche Überwachung.

Wie schon gesagt, bekommt ihr vom Krankenhaus ein Notfallmedikament mit, dazu gibt es zum einen ein Merkblatt, aber auch genaue Erklärungen mit nach Hause. Schon vorher sollte sich ein Arzt ausreichend Zeit genommen haben, um alle eure Fragen zu beantworten.
Das Medikament (bei uns zwei Diazepam-Rektiolen) sollte an einem zentralen Ort kühl gelagert werden – am besten ist hier tatsächlich die Kühlschranktür. Wichtig ist natürlich, dass jeder weiß, wo es liegt und vor allem, wie man es verabreichen muss. Mein Handzettel der Klinik sagt für den nächsten Krampf folgendes:

  • Das Kind auf die Seite legen.
  • Keine Panik bekommen, denn es besteht keine Lebensgefahr!
  • Eine Diazepam-Rektiole verabreichen
  • Den Anfall beobachten und dabei die Zuckungen und das Verdrehen der Augen beobachten, zu welcher Seite es erfolgt.
  • Die Dauer des Anfalls überwachen.
  • Krampft das Kind nach 5 Minuten immer noch, erneut eine Diazepam-Rektiole verabreichen.
  • Endet der Fieberkrampf nicht, dann den Notarzt verständigen
  • Nach dem Krampf sollte ein Arzt aufgesucht werden. In die Klinik sollte man gehen, wenn das Kind nach dem Krampf schläfrig bleibt, unklares Fieber hat oder aber ungleiche bzw. einseitige Zuckungen oder Augenverdrehen aufwies.

Zurück in die Normalität

Ich muss mich auch heute immer noch beherrschen, dass ich nicht ständig die Stirn des Sohnes nachfühle oder mich beim Fiebermessen ertappe. Wahrscheinlich wird es noch ein paar Tage dauern und sich dann irgendwie auf ein Normalmaß zurückschrauben. Die ersten Tage schliefen der Kleine und ich Nachts nur mit Licht – falls denn doch mal etwas sein sollte. Das Fieberthermometer liegt immer irgendwo griffbereit, obwohl er immer noch und durchgehend fieberfrei ist.
Ich bin mir im Klaren, dass etwa 1/3 der Fieberkrampf-Patienten noch weitere Anfälle bekommen und allein schon deshalb eine erhöhte Vorsicht geboten ist. Spätestens ab 38.5° sollen wir laut Arzt konsequent das Fieber senken und schon jetzt wird mir ein klein wenig mulmig, wenn ich an die 2 noch fehlenden Backenzähne denke.  ….

Kleines Update bzw. Anmerkung: Ich freue mich sehr über Kommentare oder eure Geschichte, auch wenn sie vielleicht völlig anders war als unsere oder ihr andere Anweisungen bekommen habt. Ich bin euch kein Stück böse wenn ihr andere Anweisungen kennt – im Gegenteil! Ich werde eure Anmerkungen gern im Text ergänzen oder Dinge ändern. Die Aussage zum Thema Schlaf von unserem Krankenhausarzt hat sich ja leider schon als falsch erwiesen. …

43 Kommentare

  1. Sascha

    Oh je dann wünsch ich euch und dem kleinen mal gute Besserung. Und in dem Alter schon solche Probleme. Naja so ist es im Leben es bleibt einem aber auch nichts erspart. Gott sei dank ist alles gut verlaufen.

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  2. Tante Trulla

    Oh je, da habt ihr ja schreckliches erlebt…

    Wir mussten auch einmal beim Kruppanfall den Rtw rufen – diese Hilflosigkeit in dem Moment – einfach nur unvorstellbar furchtbar!

    Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute und das ihr davon verschont bleibt!

    Viele Grüße,

    Nicole

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  3. MestraYllana

    Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, ich glaube, ich wäre wohl durchgedreht. Wenn ich alleine schon so schockiert von deinen Schilderungen bin!
    Zum Glück geht es dem Kleinen wieder gut!!! Hoffentlich müsst ihr das allesn nicht noch einmal erleben!!

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  4. Eli

    Oh ihr armen! Ich weiß, wie du dich fühlst. Wir hatten vor 1,5 Jahren einen fieberkrampf, bzw. Nicht wir, sondern meine Tochter. Damals war sie ein gutes Jahr alt. Allerdings eher untypisch, sie hatte keine Kontrolle über arme und beine, konnte nicht laufen oder sich kontrolliert bewegen, war aber die ganze Zeit ansprechbar. Sie hat geschrien wie am Spieß, wahrscheinlich hatte sie selbst wahnsinnige Angst…
    Ich wollte kurz eine Ergänzung machen. Ich habe meine Tochter auch mit ins Bett genommen. Die Schwestern fanden das nicht gut, da wir „uns gegenseitig“ aufheizen, aber die kleine lag nur im Body im Schlafsack, nicht unter meiner Decke, und wir haben die nähe beide gebraucht. Ebenso musste meine Tochter an den Tropf und wir wollten, dass er über Nacht abgemacht wird. Sie hatte zu dem Zeitpunkt viel getrunken und schon viel Flüssigkeit aufgenommen. Man kann auf seine Wünsche bestehen im KH, muss es aber unter umständen schriftlich bestätigen, da sich das Risiko wieder erhöhen kann. Wir haben auf unseren Bauch und unser Herz gehört und sind der Meinung alles richtig gemacht zu haben!
    Als Aufmunterung für dich, die Nervosität lässt irgendwann nach, du wirst nicht mehr ständig kontrollieren und der Alltag wird euch wieder haben. Wir hatten nur den einen fieberkrampf, sind aber sehr konsequent mit fiebersenkenden Mitteln ab 38,5. wenn ein weiterer fieberkrampf kommt, bist du dennoch drauf vorbereitet.
    Gute Besserung weiterhin und alles liebe für euch!

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  5. Jasmin

    Hallo meine Liebe!

    Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, da unser Sohn erst am letzten Sonntag einen Fieberkrampf bekam. Ich hatte da auch schon viel drüber gelesen, aber man rechnet ja dann doch nicht damit, dass sowas wirklich passiert. Der Anblick war grausam! Anders kann man es ja gar nicht beschreiben und der Moment in dem man denkt, dass sein Kind stirbt… ich bin so unendlich froh, wieder zuhause zu sein. Die Zeit im Krankenhaus war sehr anstrengend und mein Sohn war auch ziemlich lange bewusstlos. Er war auch den ganzen Sonntag Nachmittag über wie weggetreten und erst Abends wurde er so langsam wieder klarer! Ich hoffe von ganzem Herzen, dass weder dein, noch mein Sohn, jemals wieder einen Fieberkrampf bekommen! Ich wünsche euch alles alles Liebe ♥

    Jasmin

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  6. Nina

    Super beschrieben, so spielt es sich leider ab. Auch wir mussten leider schon 2x diese schreckliche Erfahrung machen….Lange haben wir ein Fiebertagebuch geführt und da es Sommer war stellten wir fest, dass er gerne über 38°C ging, wenn er draußen war. Dann haben wir ihn wieder reingeholt für ne Stunde und die Temperatur ging wieder runter. So wie es aussah, konnte er allgemein seine Körpertemperatur noch nicht so regeln…..Nach dem 1. Fieberkrampf dauerte es 2 Monate und dann kam der 2. Nun sind es schon über 1,5 Jahre her und wir hoffen, er ist durch damit. Er hatte gerade erst vor Weihnachten 40°C Fieber und dies ohne Krampfen, aber auch mit schnellem Anstieg….Sobald wir merken, er hat Fieber, wird stündlich kontrolliert, ist es schon höher als 38,5°C schauen wir nach den Umständen, hat er gerade gespielt, soll er sich hinlegen/-setzen und es wird dann so nach 20-30 Minuten nochmals kontrolliert, ob es stabil bleibt oder weiter steigt….
    Es ist schwer zu verstehen, dass diese Situation NICHT lebensbedrohlich ist, hat man doch wirklich das Gefühl und die Angst, dass das eigene Kind stirbt. Und die Angst bleibt bei jedem weiteren Fieber oder Zucken, sie wird zwar weniger, aber selbst bei meinem Mann, der da etwas härter im Nehmen ist als ich, bleibt sie….
    Wünsche allen Mamas und Papas viel Kraft für diese anstrengende Zeit und vor allem, dass es alles „normale“ Krämpfe sind!
    Nina

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  7. Katja

    Mein Arzt sagte mir auch immer das ein Fieberkrampf eigentlich nicht Nachts kommt. Ich könnte beruhigt schlafen bzw. Würde es wenn es so wäre hören. Wie ich am eigenen Leib erfahren musste stimmt das nicht so ganz. Meine Tochter weinte zwar bitterlich nachts ca. 24:00 und da bemerkte ich das sie Fieber hat. Ich holte sie zu mir ins Bett wo sie auch wieder einschlief. Jede halbe Stunde wurde von mir das Fieber kontrolliert uns regelmäßig gesenkt. Morgens zwischen vier und halb fünf bekam sie einen Krampf, und das im Schlaf. Sie wurde vorher nicht wach und weinte auch nicht.
    Bei uns war auch ein Krampf bei 38,1.

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  8. manuela

    hallo! es ist wahnsinnig schlimm fur mich das zu lesen…wenn man es selbst erlebt hat bekommt man bei jedem fieberkrampfbericht gaensehaut.
    mein sohn ist zweieinhalb, hatte den ersten mit knapp neun monaten und den mittlerweile vierten im november letzten jahres mit zwei.
    ich muss dir leider mitteilen, dass diese kraempfe sehr wohl auch nachts auftreten koennen.
    ist uns zwar noch nicht passiert, aber einer freundin von mir und auch unser arzt hat mich darauf hingewiesen.
    wenns ganz bloed laeuft bekommt mans nicht mal mit.
    trotz allem alles gute fuer euch, ihr seid nicht allein!

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    1. Sandra

      Oha, damit nimmst Du mir grad jede Hoffnung :( Genau das war schon im Krankenhaus meine größte Sorge, deshalb fragte ich den Stationsarzt. Er gab mir die Auskunft von oben, dass man im Schlaf definitiv keinen bekommen würde (Nachts natürlich sehr wohl). Ich ergänze das oben im Posting gleich noch. Danke!

      Ich drücke Dir die Daumen, dass sich das Thema bei euch bald erledigt hat, auch wenn ihr noch eine ganze Weile nicht aus dem typischen Alter raus seid …

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  9. ann

    puh, du hast mein mitgefühl, fieberkrämpfe sind die pest! aber als mutter eines „fieberkrampf-kindes“ muss ich ein paar anmerkungen machen:

    fieberkrämpfe können sehr wohl auch im schlaf/aus dem schlaf heraus geschehen. meine tochter krampfte in ihrem zweiten zweiten lebensjahr leider sehr oft, darunter einmal beim mittagsschlaf und einmal in den frühen morgenstunden. aus diesem grund schläft meine tochter immer bei uns im bett, wenn sie fieber hat, damit wir es mitbekommen, wenn sie krampft.

    die sofortige diazepam-gabe mag für die eltern beruhigend sein, weil sie das gefühl haben, etwas tun zu können. tatsächlich ist es allerdings sinnvoller, erst mal abzuwarten, denn nur ohne diazepam-gabe sehe ich, ob der krampf nach wenigen minuten von selbst aufhört oder nicht und nur dann weiß ich, ob es ein fieberkrampf war, oder irgendwas „schlimmeres“. es ist natürlich schwer zu ertragen, seinem kind untätig beim krampfen zuzusehen, wir haben es aber glücklicherweise bisher immer „geschafft“ und sind deshalb abgesehen vom ersten krampf bisher ohne weitere krankenhausaufenthalte ausgekommen. ein besuch beim kinderarzt, um die fieberursache abklären zu lassen, hat in diesen fällen immer ausgereicht.

    ich wünsche euch alles gute und dass ihr von weiteren anfällen verschont bleibt!

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  10. Sylvia

    Hallo,

    genau so erging es uns vor ein paar Wochen. Unser Kleiner 2 Jahre alt, war extrem hoch am fiebern und fiebersenkende Mittel haben nicht angesprochen.
    Mitten in der Nacht, wachte er weinend auf und ich nahm ihn auf den Arm und in dem Moment zuckten Beine und Arme willkürlich und seine Augen waren verdreht. Er war nicht mehr ansprechbar. Ich rief sofort nach meinem Mann und mein Herz raste wie wild. ich hatte Panik total, blieb aber äußerlich ruhig. Schon nach 3 Minuten war der Spuk vorbei und keine 10 Minuten später saßen wir zu dritt auf der Couch und unser kleiner Mann aß ein Eis und war putzmunter, wenn auch fiebrig.
    Er hatte Spitzenwerte über 41 Grad und das innerhalb von 4 Wochen zum zweiten Mal.
    Wir sind dann am nächsten Tag zur Notaufnahme und ein wirklich sehr lieber, netter Kinderarzt hat uns beruhigt und Aufgeklärt. Unser Kleiner musste nicht stationär bleiben und wir sollen nur im Frühjahr ein EEG machen lassen.
    Wir bekamen ein Notfallmedikament und uns wurde erklärte, ab wann wir doch besser einen Rettungswagen rufen sollen.

    Nun messe ich natürlich beim kleinsten Verdacht sofort Fieber und die Angst sitzt schon im Nacken. Hoffentlich passiert sowas nie wieder.
    :)

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    1. Sandra

      Ich mag es gar nicht sagen, aber „Juchu, endlich eine Geschichte, die Hoffnung macht. “ ;) Ich finde es toll, dass es bei euch so glimpflich abgelaufen ist – so einen Verlauf würde ich mir auch wünschen, wenn es denn noch mal so weit kommen sollte. Leider steckt man da ja immer nicht drin. :/

      Spannend finde ich aber auch bei Dir das EEG. Bei uns sagte der Arzt ja, dass ein EEG beim ersten Krampf nicht nötig wäre. So langsam befürchte ich allerdings, dass die Uni einfach ein bisschen mehr als andere sparen muss. :/

      Antworten
  11. Britta

    Kann das vollkommen nachvollziehen. Haben das ganze mit unserer kleinen (18 Monate) schon 2 mal gehabt. War zum Glück beide male harmlos. Trotzdem jedesmal ein riesiger schock. Der Bericht ist super zur Aufklärung. Genau so haben wir es auch gesagt bekommen. Lg

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  12. melly

    Also mein sohn 2 jahre hatte auch einen und hatte 40.8 Fieber . Ich bin in Panik zum arzt um die ecke gerannt. War in 3 min. Ca da, es wurde dort alles stehen und liegen gelassen. Die Ärztin gab ihm noch ein fieber mittel obwohl er ca 2 Stunden vorher welches bekommen hat. ( mann darf parazetamol und ibo profhen abwechselnd geben. sonst muss mann ja 6 Stunden dazwischen lassen.) Nach dem er das bekommen hat wurde er in eine decke eingewickelt! Es ist wichtig wurde gesagt weil wenn das Fieber so hoch ist und das kind leicht angezogen ist kann es ( wieder) einen fieber krampf bekommen!!! also kind warm halten obwohl ich auch dachte es wäre besser das Gegenteil zu tun!
    Danach haben wir ne Krankenhaus Einweisung bekommen.

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  13. Kerstin

    Also unser Kleiner hat jetzt seit Weihnachten den 3. Fieberkrampf hinter sich. Schön ist das nicht,wenn man das mit ansehen muss und man muss jedes Mal wieder gegen die Angst ankämpfen, dass er nicht wieder aufwacht. Ich finde es gut, dass hier alles so gut beschrieben wurde, wobei es sicher bei jedem anders verläuft, sich jeder anders verhält und fühlt. Einige Dine wurden uns beispielsweise anders gesagt, aber ich denke, jeder tut in dem Moment das für ihn richtige. Wir müssen jetzt in den nächsten Wochen erneut zum EEG (Nach dem 2. Krampf wurde schon eins gemacht) damit wird sicher davon ausgehen können, dass es sich „nur“ um einen Fieberkrampf und nicht um Epilepsie handelt. Allen, die einen solchen Krampf miterleben müssen, wünsche ich viel Kraft und Stärke

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  14. ines

    Ich kenne das…erster fieberkrampf mit 16monaten, den letzten mit fast 5jahren. Dazwischen lagen zehn weitere…mitlerweile ist die einhornbändugerin fast sechs. Beim ersten dachte ich sie stirbt, habe sie angeschrien dass sie mich nicht allein lassen kann, beim zweiten war es ähnlich, ab dem 6.war es fast routiniert. .. wir sind mit dieser Häufung gott sei dank die ausnagme. Ich drück euch alle daumen! In den meisten Fällen kommt nach dem ersten krampf kein zweiter!

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  15. Jessi

    Hallo ich weiß wie schlimm das alles ist. Unser großer leidet auch an Fieber Krämpfen aber die komplizierte Version. Wir waren auch lange damit beschäftigt ständig Fieber zu messen und Zäpfchen verabreicht. Bis uns irgendwann ein Arzt beim Notdienst (der irgendeine Studie zu Fieberkämpfen mit betreut hat) gesagt hat das es überhaupt nichts bringt sofort zu senken, denn wenn das Kind einen Fieberķrampf bekommen soll dann bekommt es den auch egal wie und was man dagegen versucht hat zu tun. Und seid dem Moment an hat sich unser Leben auch verändert die Lebensqualität ist gestiegen, weil man nicht ständig sorge hat nicht rechtzeitig zu senken. Wir geben nur noch was wenn es ihm beim fiebern wirklich schlecht geht, denn Fieber ist ja nicht nur schlecht!!! Ich hoffe für alle betroffenen das es euren Kindern gut geht und sich keine neuen Krämpfe ankündigen. Lg

    Antworten
    1. Sandra

      oh wow, das klingt zum einen zwar erschreckend, aber eigentlich recht gut. Ich gebe im Normalfall eigentlich auch recht spät ein Fiebermittel und lasse meine Kinder durchaus auch mal auf 39° oder ein bisschen mehr hochfiebern, so lange es ihnen gut geht. Dann ziehe ich zuerst Kleidungsstücke aus und kann dann immer noch etwas geben. Als solches stört mich die Anweisung aus dem Krankenhaus auch ein Stück weit, dass ich jetzt konsequent Fieber vermeiden bzw. gering halten soll. Vielleicht wird sich ja im Laufe der Monate ein Weg finden, wobei ich hoffe, dass wir nicht so bald wieder Fieber messen müssen.
      Außerdem meldet sich da immer wieder die Stimme im Hinterkopf, die sagt, dass es ja sowieso nicht an der Temperatur sondern an der Geschwindigkeit der Temperaturänderung liegt …. :/

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  16. Tatjana

    Vielen Dank für deine detaillierte Schilderung dieses schlimmen Ereignisses! Das nimmt mir ein wenig die Angst!
    Alles Gute für euch!

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  17. Daniela

    Also ich für mein Teil kann nach 20 Krämpfen bei meinem Sohn zwischen dem 9. lebensmonat und dem 8. Lebensjahr nicht abschalten wenn ein meiner Kinder Fieber hat. Ich bin „geschädigt“ fürs Leben. Die Krämpfe kamen fast alle zu Hause wenn ich allein war! Einmal waren wir auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Stuttgart unterwegs und landeten somit in der Heidelberger Klinik. Einmal Kindergarten zum Glück direkt vor der abholzeit sodass ich eh grad um die Ecke war. Mein Sohn hat fast immer gebrochen während des Krampfes. Einmal war er halbseitig gelähmt. Und egal welche Klinik, egal welcher Arzt, keiner hatte wirklich 100% beruhigende Erklärungen. Einmal hatte er n krampf bei 37,5 grad! Also es gibt keinen regelablauf dafür. Euch allen noch viele nerven und Glück das es nicht mehr auftritt. Meine Tochter hatte zum Glück nur 2 Krämpfe bis sie 3 war, jetzt ist sie schon 7. und jetzt geht das zitter, hoffen und bangen wieder los bei meinen 7 Monate jungen Sohn, ich hoffe soooo sehr das er keine Krämpfe bekommt.

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    1. Micka

      Hallo Daniela, Hallo Sandra, hallo alle anderen,

      auch ich weiß, was ein Fieberkrampf ist und bedeutet!! :-(
      Mein Kind, das damals im Fieber gekrampft hat ist mittlerweile 21 Jahre alt.
      Leider muss ich euch sagen, dass es nicht immer beim einmaligen Fieberkrampf bleibt. Mein Sohn hatte mit 8 Monaten den ersten, dann 2 Wochen später den nächsten Fieberkrampf. Im Laufe eines Jahre krampfte er noch 8 mal mit zumTeil 20 Minuten Dauer, auch mit Diazepam und ohne Fieber! Wir waren die ganze Zeit in ärztlicher/neurologischer Kontrolle. Allerdings fiel das Wort Epilepsie erst kurz vor seinem 2. Lebensjahr. Er wurde auf die ersten Antiepileptika eingestellt. Mit 4 Jahren kam dann die Diagnose Pseudo-Lennox-Syndrom, die bis heute steht. Bis er anfallsfrei wurde, bekam er verschiedene Antiepileptika.

      Liebe Daniela, ich hoffe, auch du bist mit deinem Sohn in neurologischer Behandlung. Natürlich kann ein Fieberkrampf wiederkommen, aber bei deinem Sohn ist das ja extrem und er krampft ja auch ohne Fieber. Wenn du noch nicht bei einem Kinderneurologen warst, z. B. in einer Kinderklinik, dann hole das bitte nach! Es sollten dringensd mal EEG`s geschrieben werden, auch mal Schlafentzug-EEG`s, die haben bei meinem Sohn erst die richtige Diagnose gebracht!!

      Alles gute euch allen, wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch gerne per Email melden.

      LG, Micka

      Antworten
    2. Sandra

      Oh mein Gott, das klingt ja furchtbar. :( Ich selbst bin heilfroh, dass mein Mann zu Hause war. Im Regelfall ist man ja doch meist allein mit den Kids zu Hause. Ich glaube, ich würde mich gar nicht mehr aus dem Haus trauen. :/ Vielleicht steckt ja doch noch mehr dahinter, vor allem weil es ja auch bei erhöhter Temperatur auftrat?

      Ich drücke euch ganz ganz fest die Daumen, dass euer Jüngster verschont bleibt, auch wenn die familiäre Häufung vielleicht doch eine andere Sprache spricht. Aber manchmal muss man einfach Glück haben und ich glaube, nach so vielen Anfällen hat man das auch mal verdient …

      Wenn Du übrigens Kontakt zu Micka haben magst, dann meld Dich gern – ich vermittle gern. :)

      Antworten
  18. Geza

    Hallo,

    erstmal ein großes Lob an diesen informativen Bericht den du hier geschrieben hast. Auch wir mussten leidet die Erfahrung eines Fieberkrampfes w ie auch der der eines Kruppanfalls mitmachrn. Allzugut kann ich nachemfpinden wie man sich in solchen Situationen fühlt. Für die Zukunft wünsche ich Euch nur das Beste.

    Alles Liebe

    Antworten
  19. wiebke

    Meine Tochter hatte vor zwei wochen einen fieberkrampf auf dem weg zum kinferarzt. Sofort den rtw gerufen und ab ins krankenhaus.
    Was mich ein bischen wundert ist, dass bei uns nach dem ersten fieberkrampf,- dauer max.3 min, als der rtw da war, war es schon vorbei- direkt als sie 24 std. Fieberfrei war ein eeg geschrieben wurde und das war leider auffällig. Wir müssen jetzt im juni zu kontroll eeg und das macht mich fast noch mehr fertig, als der gedanke an einen weiteren fieberkrampf. Hoffe aber auch, dass sich die fieberkrampfsituation nicht wiederholt. Danke für deinen bericht.

    Antworten
    1. Sandra

      Streng genommen war es bei uns auch vorbei, als der RTW endlich kam. Trotzdem haben sie ihn noch als krampfbereit eingestuft, weil er wohl noch recht verkrampft war oder sonstige Anzeichen zeigte. :(

      Damals bei der Aufnahme sagte mir eine der Krankenschwestern, dass auch ein EEG geschrieben werden wird. Wurde nicht und wird bei uns im Krankenhaus beim ersten Fieberkrampf wohl nie gemacht. Dafür wäre es zu häufig, erklärte mir der Arzt.
      Ich glaube wenn es bei uns auffällig gewesen wäre, ich würde auch die Wände hochgehen. So lebt man immerhin mit dem Wissen und dem Gedanken daran, dass es eben nichts im Gehirn verändert. :/

      Ich drück euch ganz fest die Daumen, dass das EEG im Juni gut bzw. normal ausfällt und ihr krampffrei bleibt!

      Antworten
  20. Peter

    Das liest sich wie eine Horrogeschichte. Ich glaube, dass ihr in diesem Moment ziemlich schlechte Gefühle hattet. Es ist wirklich gut gleich den Rettungswagen zu rufen. Da müssen Profis ran.

    Antworten
  21. Kaddy

    Durch eine Freundin bin ich auf diesen Text aufmerksam geworden und habe mir deinen Bericht durchgelesen Sandra und eure Kommentare. Es ist gut andere Eltern aufzuklären und darüber zu berichten, denn ich wusste vorher nicht was ein Fieberkrampf ist.
    Auch mein Sohn hatte mit 2 1/2 Jahren einen Fieberkrampf. Es fing damit an das er früh morgens Fieber bekam, da er bei mir im Bett schlief konnte ich immer wieder die Temperatur kontrollieren, um 7uhr hatte er eine Temperatur von 37. (Was Auffällig war, die Temperatur ist in kurzen Abständen zu schnell gesunken und wieder zu schnell gestiegen.)
    Also haben wir den Tag ganz normal gestartet nur das er auf dem Sofa lag als ich das Frühstück in der Küche machte. Als ich wieder kam lag er mit dem Kopf im KIssen und zuckte immer wieder. Ich weiß nicht wie lange er so da lag, als ich ihn umdrehte war er blau angelaufen, in diesem Moment hat er nicht geatmet. Es ist das schlimmste Gefühl darüber nachdenken zu müssen muss ich mein Kind jetzt beatmen und reanimieren?! Ich habe ihn einmal geschüttelt und dann in den Mund gepustet wie man es vor der reanimation als erstes macht. Da ich alleinerziehend bin hatte ich natürlich niemanden der in der Zeit den Notarzt rufen konnte. Das habe ich gemacht als mein Sohn das erste mal Luft geholt hat, dafür möchte ich mich bedanken das sie so schnell da waren mit Notarzt RTW und Rettungshubschrauber. Es war das schlimmste neben seinem Kind zu sitzen das einfach nichts mehr macht. Da mein Sohn nicht stabil genug war für den Transport wurden die wichtigsten medizinischen Maßnahmen bei uns zu Hause getroffen! Danach ging es mit dem RTW 500m weiter zum Standort vom Rettungshubschrauber, mein Sohn war immer noch bewusstlos. Dann ging es ganz schnell, in 10min waren wir in der Kinder klinik ich durfte die ganze Zeit bei meinem Sohn bleiben, mir wurde alles erklärt was mit ihm gemacht wird. Das empfand ich als sehr beruhigend. Als wir in der KInderklinik ankamen war mein Sohn wieder bei bewusstsein, er war wohl noch schläfrig, aber er hatte die Augen auf.(Erleichterung) In der ganzen Zeit hatte ich das Gefühl ich laufe in einem Automatismus ab, ich habe nur funktioniert.
    9 Tage mussten wir bleiben, da er einen ziemlich üblen Infekt hatte und nicht Fieberfrei wurde, er wurde in den ersten Tagen überwacht, als keine Auffälligkeiten waren hat er nur noch Infusionen bekommen (Antibiotoka und Flüssigkeit), Fiebersaft hat er in den ersten Tagen 3mal täglich bekommen und nach bedarf.
    Als Mutter durfte ich die ganze Zeit bei ihm bleiben und auch ich habe durch nettes fragen ein gemeinsames Bett mit ihm gehabt, weil mein Sohn auch sehr geklammert hat in der Zeit.
    Wir hatten das Glück das er nicht wieder gekrampft hat, es ist bei einem mal geblieben, ich habe aber auch schon direkt bei 38 Temp Wadenwickel gemacht und Fiebersaft gegeben.
    Auch wenn mein Sohn so einen Verlauf des Fieberkrampfes hatte, kann ich heute sagen er hat sich ganz normal entwickelt, es hat keine Folgeschäden hinterlassen, worum ich sehr froh bin. Ich war danach noch jedes halbe Jahr im Sozial pädiatrischen Zentrum um seine Entwicklung kontrollieren zu lassen, denn in der hinsicht wollte ich auf nummer sicher gehen. Da ich ja auch nicht wußte wie lange er ohne Atmung war und sein Gehirn ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr.
    Doch seit diesem Tag hat sich einiges geändert, ich bin ängstlicher geworden und das wirkte sich auch auf seine Erziehung aus. Da es mir so leid tat was er erlebt hat, war ich nicht konsequent genug und habe einige Dinge durchgehen lassen, auch habe ich ihm viel abgenommen. Wenn er krank wurde habe ich mich gleich vom KInderarzt mit krank schreiben lassen und ihn sogar in der Nacht überwacht. Was natürlich irgendwann auf die eigene Substanz geht. Deswegen kann ich alle Mütter verstehen die Nachts nicht schlafen können nach so einem Erlebnis mit ihrem KInd.
    Irgendwann habe ich mit dem Kinderarzt über meine Ängste gesprochen und auch über die Ängste meines Sohnes, bezüglich des Krankenhauses, (und wg der Trennung von seinem Vater).
    Er hat uns eine Kinderpsychologin geraten und das habe ich auch in Anspruch genommen, was uns beiden sehr geholfen hat. Mir war garnicht so klar das dieses Ereignis solche Auswirkungen haben kann, ich hatte nämlich nicht nur Angst sondern fühlte mich auch schuldig, weil ich in der Küche war als es passierte. Heute weiß ich das alles gut ist und solche sachen passieren halt.
    Wir waren danach noch in einer Mutter-Kind-Kur was uns sehr gut getan hat.
    Heute ist mein Sohn in der Schule, er ist ein ganz normal entwickelter, intelligenter Junge und Fieberkrämpfe, in solchem Ausmaß müssen sich nicht auf die Entwicklung auswirken.
    Bei ihm wurde auch kein EEG geschrieben, da man wirklich erst beim zweiten eines schreibt!
    Liebe Sandra ich drücke euch die Daumen das ihr sowas auch nicht wieder erleben müsst und allen anderen Eltern natürlich auch.

    LG Kaddy

    Antworten
  22. Yvonne

    Ich wünsche Euch alles Gute, wir haben das gleiche letztes Jahr im Juli mit unserer Tochter erlebt. Sie war zu dem Zeitpunkt 3 Jahre alt und es war der reinste Horror für uns, dazu kam noch dass es genau 1 Tag vor der Beerdigung meiner Oma passierte. Als Mutter/Eltern ist es wirklich fürchterlich sein Kind so zu sehn, vor allem wenn man keine Vorstellung hat was in diesem Moment gerade passiert.

    Antworten
  23. Melinda

    Oje, ich weiss garnicht wie ich reagiert hätte…Es war auf jedem Fall die richtige Entscheidung direkt den Rettungswaagen zu rufen! Ich glaub ich wäre in Schockstarre gefallen…Wünsche euch alles Gute für die Zukunft!

    LG

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  24. Jasmin M

    Hallo zusammen!
    Ja, leider darf ich mich auch zu den „Fieberkrampf-Mamas“ dazu reihen.
    Wir haben inzwischen 3Stück hinter uns gebracht…. Den ersten mit 1,5 Jahren.
    Horror…. Ich war allein zuhause mit ihr, und kam mir so hilflos vor. Ich kannte FK bis dahin nicht…. Als erstes hab ich meinen Mann angerufen, der sagte mir dann ich sollte den Notarzt verständigen. Ich war total neben mir und konnte nicht handeln…. Ich habe sie hin und her getragen, ihr Lied gesungen, aber sie stimmte nicht mit ein. war kurz bewusstlos. und hatte bis dahin kein (hohes) Fieber. Ich hab es zumindest nicht mit bekommen. Im RTW hatte sie nämlich auch noch kein richtiges Fieber. Stieg aber innerhalb kürzester Zeit an.
    Was bei uns hinzukommt, unsere Kinderkliniken sind relativ weit weg, und da Fieberkrämpe eine Hirnhautentzündung ähnlich sind, kam bei uns jedesmal der Hubschrauber und wir wurden in die Klinik geflogen.
    Beim 2. Krampf war sie bei Oma zu besuch, und ich fuhr sofort hin, hab sie gerade noch erwischt bevor sie in den Heli sind. Sie war da auch schon wieder „gut drauf“. Oma dachte leider nicht an das Medikament, weil wir eigentlich nicht mehr damit gerechnet haben, und es für sie ja das erste mal war.
    Beim 3. war ich glücklicherweise nicht alleine. Wir waren bei meinen Eltern und mein Papa war zuhause, ich wusste gar nicht wie ich was mache, WO ist HIER das Medikament, wie komm ich ran, mit krampfenden Kind auf dem arm?! Mein papa half mir, und strahlte die nötige ruhe aus…. ich hätte alleine auch richtig gehandelt, auf die seite legen usw. aber so fragte ich immer: sollen wir sie besser auf die seite legen?? ich war auch froh das jemand ihr gesicht/atmung überprüfte, während ich das Medi. verabreichte. auf beides konnte ich mich nicht konzentrieren. ich versuchte ruhig zu bleiben, aber ein leichter anflug von panik überkommt mich einfach immer…. wir sind anschließend zum doc und alles war ok. Der Kinderarzt legt immer seine hand auf meine schulter, grinst und sagt: Frau M. an einem Fieberkrampf stirbt das Kind nicht. er sagt das süßer als es sich liest, und ich bin auch immer froh diesen satz zu hören ;)

    Ach, ja die ständige Kontrolle lässt nach, aber bei mir bleibt die „panik“ wenn sie fieber hat.ich kontrolliere sehr oft/viel. es kam auch schon vor das ich dachte sie ist warm und dann waren es 36,9…… naja :D Oder, wenn sie bei oma übernachtet und oma mich anruft, ich bin jedesmal aufgeregt bevor ich ran gehe…. und dann erzählt sie nur, was mein zwerg so alles von sich gibt ;)
    1. april 12,
    2. August12,
    3.November13

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    1. Sandra

      Wow, da liegen ja doch so einige Monate dazwischen. Ich dachte neulich auch schon daran, dass später das Medikament auch mit in den Kindergarten gegeben werden muss. Davor graut es mir irgendwie auch schon, zumal die sich gerade bei Medikamenten immer extrem anstellen.

      Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ich woanders immer noch so ruhig wäre. Ich glaube, ich würde auch völlig panisch durch die Gegend laufen.
      Mein Kontrollwahn hat sich inzwischen sehr gelegt, allerdings kontrolliere ich jetzt viel früher als sonst zumindest mit der Hand die Temperatur. Heute morgen wurde mir schon leicht flau um Magen, weil das kleine Kind so matschig war. War aber anscheinend wirklich nur müde. :)

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  27. Gina

    Guten Abend,
    durch eine Freundin bin ich auf diesen Beitrag gestoßen.
    Meine Tochter wird in wenigen Tagen 5 Jahre alt und hatte mir 9 Monaten ihren ersten Anfall, wo wir auch 10 Tage im Krankenhaus waren und direkt im Krankenhaus hat sie gleich noch einen bekommen .
    Bei ihr wurden viele Tests gemacht, da sie 2 Anfälle innerhalb von 24 bekommen hat (EEG, MRT, Röntgen , Hirnwasser abgenommen) .
    Meine Tochter hatte in den ganzen Jahren 22 Anfälle gehabt, der Letzt war kurz vor Weihnachten 2013. Seit dem sie 3 Jahre ist hat sie im Kindergarten einen i Status und bei ihr wird täglich Fiebergemessen und bei 37,8 ° wird bei uns angerufen. Da sie im Kindergarten auch ein Anfall bekommen hat.

    Im Kindergarten haben sie immer ein Notfall Medikament da .
    Wie zu Hause auch und immer in der Handtasche.
    Nachts haben wir eine Art Atem Matte ( von der Krankenkasse) die unter dem Bettlaken kommt und sofort Alarm macht wenn sie Krampfen tut, da sie bei uns auch schon nachts gekrampft hat.

    Der Behandelte Arzt hat uns ein Dauermedikament vorgeschlagen was täglich gegeben werden muss, aber was zu 70 % der Fälle , Herz und Nieren versagen Aufträten tut. Und dies haben wir abgelehnt .

    Die Hoffnungen von uns und dem Arzt ist, dass es im neuen Lebensjahr weg ist.

    Der Behandelte Arzt sagt das Fieberkrämpfe in vielen Fällen im 3.Lebendsjahr weg gehen .. Aber es auch erst im 5-6 Lebensjahr sein kann. Und in 10% der Fälle erst in der Pubertät .

    Meine Tochter muss nach jeden Krampf ins Krankenhaus zur Kontrolle, da es auch zu Hirnblutungen kommen kann und es wird immer Kontrolliert ob alles Gelenken noch gehen, da meine Tochter nach einen Krampf ihr Arm nicht mehr bewegt hat und dies ging 3 Tage so, der Arzt sagt das so etwas immer passieren kann und auch die Augen sich verschlechtern können oder wie bei ihr auch die Haare ausfallen können und dies gibt sich langsam durch den Hautarzt.

    Ich wünsche euch und euren Kids alles liebes. Und viel Kraft

    Antworten
    1. Sandra

      Hallo Gina,

      eure Leidensgeschichte ist genau das, vor dem ich wirklich Angst habe. Auch wenn unser Sohn „nur“ einen Anfall hatte, so sitzt uns doch immer so ein bisschen die Angst vor dem (hoffentlich nie kommenden) nächsten Anfall im Nacken. Neulich machten wir einen Tagesausflug und so ganz kurz schoss mir durch den Kopf, dass ich gar kein Notfallmedikament dabei habe – dabei bestand gar kein Anlass zur Sorge. Allerdings werde ich unserem Sohn wohl sehr wahrscheinlich auch ein Medikament mit in den Kindergarten geben, auch wenn es noch ein Jahr bis dahin ist …

      Ich wünsche Dir von Herzen, dass die Anfälle bei euch endlich überstanden sind und ihr irgendwann wieder aufatmen und ruhig schlafen könnt!

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  29. Grit

    Hallo Sandra,

    genauso und noch ein bisschen schlimmer, habe ich es auch vor vielen Jahren (2003/2004) erlebt. Fieber heilt, auch meine damalige Meinung und ich habe nicht schnell zu fiebersenkenden Mitteln gegriffen. Und dann … das ganze Ausmaß – Kind blau, zuckend, nicht ansprechbar, erbrechend – – – bei uns dauerte der Zustand allerdings mehrere Stunden, der Rettungswagen hat immer wieder angehalten und andere Mittel nachgespritzt. Am nächsten Tag konnte mein Kind nichts mehr, weil alle Muskeln schlaff gespritzt wurden. Der Arzt sprach von einem komplizierten Fieberkrampf …

    9 Monate später sind wir spazieren gegangen und mein Sohn fuhr mit dem Rad nebenher – absolut fit, ohne Fieber. Dann wurde er urplötzlich müde, wir setzten ihn in den Buggy meiner Tochter und er schlief sofort ein. Nach 5 min begann er zu krampfen, ich hab ihm sofort das Notfallmittel gegeben, er war bewusstlos und erbrach. Beim Eintreffen des Arztes nach ca. 15 min krampfte er trotz Mittel noch immer bei einer Temperatur von 38.1. Es dauerte wieder über eine Stunde bis er nicht mehr krampfte.

    Das waren unsere zwei komplizierten Krämpfe. Seine Geschwister blieben verschont. Was blieb ist die Angst und die Panik, besonders bei mir. Alle drei Kinder hatten übrigens heftige Kruppanfälle – mein Jüngster war am schlimmsten betroffen. Auch das ist für eine Mutter nicht lustig, und nachvollziehen kann es jeder, der es selbst erlebt hat. Wenn meine Kinder krank sind, bin ich die größte Glucke, die es auf Erden gibt und ich kann erst durchatmen, wenn alle wieder fit sind.

    Ich habe sehr viel gelesen und nach Erklärungen gesucht. Neben der Schulmedizinischen Erklärung schrieb jemand, sollte man im Alltag des Kindes schauen. Es können Dinge Auslöser sein, die das Gehirn des Kindes nicht verarbeiten kann. Beim ersten Krampf war mein Kind seit einem Monat in dem Kindergarten – es viel ihm nicht leicht, beim zweiten Krampf, war ein Monat zuvor seine Oma gestorben. Vielleicht ….

    Nun möchte ich Mut machen, mein Sohn ist inzwischen zwölf Jahre und hat keine erkennbaren Schäden durch die komplizierten über Stunden andauernden Krämpfe zurück behalten. Auch der Verdacht auf Epilepsie hat sich nicht bestätigt. Er hat ein Zeugnis von 1,0 und ist auch ansonsten fit.

    Mein Tipp, nicht verzweifeln, sondern tapfer durchhalten. Die Ängste bleiben leider oder kommen wieder, auch wenn das Kind mit 10 Jahren plötzlich über 40° fiebert … Leider!

    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Sandra

      Oha, deine Geschichte klingt furchtbar (auch wenn man genau das nie hören will ;) ).
      Ich habe auch immer wieder überlegt, ob es Auslöser gegeben haben könnte oder begünstigende Faktoren. Aber schlussendlich kommt man nicht wirklich auf eine Idee, denn bei uns war nicht wirklich viel. Bis auf das er ein paar Stunden vorher im Buggy fuhr und 10 fremde Leute beim Boßeln beobachtet hat, war eig. nichts. Ich überlegte noch, ob es vielleicht auch an der Trinkmenge gelegen haben konnte. Er wollte vormittags wenig trinken und ich es nicht in ihn reinzwingen – dann kam das Fieber.

      Ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlst. Mir würde es wohl nicht anders gehen. Der kleine war jetzt schon mehrfach wieder krank und so halbwegs stündlich hab ich seine Temperatur gefühlt. Nachts ging er schon mehrfach knapp über 37.5, wo ich jedes Mal überlegte, ob ich nun ein Zäpfchen gebe oder nicht. Ist ja nur 37.5 und im Normalfall hätte ich da nie was gegeben. Allerdings habe ich auch im Krankenhaus erlebt, wie das Fieber plötzlich innerhalb einer Stunde auf über 39 stieg (glücklicherweise ohne Krampf). Das Zittern wird wohl noch ne ganze Weile anhalten, auch wenn Dein Posting wirklich Mut macht, so schrecklich es klingt.

      Antworten
      1. Ufuk

        Ich danke euch für euer Engagement und die Unterstützung über eure private und sensible Situation… Ich sitze gerade bei meiner Tochter 3jahren und hatte vor vier Stunden ihren Fieberkrampf sonst nie etwas gehabt!!! Wir dachten sie lebt nicht mehr… aber Gottseidank, sie ist bei uns ! Möchte mich mit vollem Herzen bei euch und deinem Kind bedanken, in solchen Momenten tut es uns gut DANKE …

        Antworten
        1. Sandra

          Es tut mir leid, dass ihr so etwas schreckliches miterleben musstet. Ich erinnere mich noch gut, wie furchtbar es damals für uns war. Auf der anderen Seite hat es mir damals aber auch viel Hoffnung gemacht, als ich von anderen, einmaligen, Krämpfen las.

          Inzwischen wird der Kleine bald 5 und hatte nie wieder einen Fieberkrampf. Ich hoffe sehr, dass er auch nie wieder einen bekommt.

          Alles Gute für euch :)

          Antworten
  30. Cäcilie Günther

    meine Tochter hatte einen sogenannten Fieberkrampf ich hab gar nicht erst auf RTW gewaret ich schrieh so das mein nachtschicht schlafender mann in blitztempo da stand anziehen auto raus bis der notarzt kam waren wir im KKH ich habe höllenqualen durch gestanden weil sie nach einer stunde immer wieder rampffte halbseiten gelähmt war …. gott sei dank war diese episode wiedeer abgeflaut unf sie iss gesund aber ab sofort das war 1975 kein Fieber über 38.0

    Jahre später der jüngste war gesund auf ersten blick mit 2 im frühling gespielt und plötzlich peng er war ne stunde fott.zum arzt gedüst diezeit bis aufgeschrieben wird wo hin wo her wie alt war ich beim doc. Eppeeptischer anfall
    da kam dann immer wiedeer vor in sehr aussergewöhnlicher form von über einer stunde und mehr . er lernte noch in Bethel Beikoch sie bestätigten mir immer alles richtig gemacht Lehre fertig Pubertät nun besuche ich ihn schwer herzkrank so das ich morgen eure reaktion nicht mehr lesen könnte er hat durch falschbehandlung schlaganfall mit 28 bekommen mit 29 schlaganfall + Epi und man hat m r gesagt Fieberkrämfe sind auch Epi eben eine form also bitte nicht wird schon aber ihr kennt das den k ich selbst Nun besuche ich ihn immer mal auf d em Gottesacker…

    Antworten
  31. Bea

    Mein Sohn (17 Monate) hatte seid Samstag abend erbrechen und durchfall also sind wir sonntag in die Kinderklinik weil er absolut nix drin behalten hat und nix wollte auser seine Milch… aber die kam ja nach dem trinken gleich wieder raus. In der Klinik wurde gesagt magendarminfekt dürften wieder heim. Montag sage ich zu mein mann ich ruf Kinderarzt an weil die in der Klinik gesagt habe keine Milch aber mein Kind wollt nur Milch und hatte ganze morgen noch kein pipie gemacht und seine Temperatur War immer so zwischen 37,6 und 38,6 also ich angerufen durften gleich kommen aber mit langer wartezeit. Wir warten im Wartezimmer mein Sohn spielt total schön wir Sitzen an so einem motoriktisch ( Stäbe mit Steine ) auf einmal legt mein Sohn sich in meinen Arm ich erst Kur gedacht er will kuscheln weil er es manchmal so macht also wollt ich mit ihm aufstehen und mich mit auf stuhl setzen aber er hat den Stab nicht los gelassen ich schon erschrocken als ich ihn da anschaute sah ich Wie die Augen nach oben waren bin so erschrocken mit aufgestanden und gleich zur schwester ich War nervlich am ende als ich ihn im zimmer auf die liege legen sollte und ich ihn gesehen habe wie blau die lippen waren War es vorbei für mich ich dachte mein Kind würde nicht mehr leben :-( ich mußte raus mein mann ist drin geblieben aber es musste kurz danach auch raus weil die Kinderärztin und Schwestern sich um mein Sohn gekümmert haben eine Schwester War draußen hat den rtw gerufen und uns versucht zu beruhigen es kam mir alles sehr lange vor als der rtw dann da War und sie ins zimmer sind und ich mein Sohn weinen hörte War es eine Erleichterung dann ist die kinderärztin mit uns in ein esrxtra Zimmer und hat uns alles erklärt in der zeit haBen die ausm rtw sich um mein Sohn gekümmert dann durften wir wieder zu ihm durfte ihn dann auf arm nehmen und bin mit ihm im rtw gelaufen und hab ihn auf die tdage gelegt da wurde er angeschnallt und ich durfte ganze zeit neben ihm sitzen und ihn streicheln da hat er noch ein rotenkreuz Teddy bekommen ( fand ich sehr toll) im Krankenhaus wurde er dann untersucht dann durften wir auf station wurde ganze zeit mit dem Monitor überwacht und zusätzlich noch Infusion wegen der magendarminfekt und durften nicht aus dem Zimmer gestern ( dienstag) nachmittag ging es ihm schon besser und heute (mittwoch) War er wieder der alte :-) und durften dann heute heim. Zuhause hab ich ganze zeit die Panik das es wieder pasiert und kontrollier sehr oft seine Temperatur :-( aber ihm geht ja wieder gut hat nur noch schnupfen und husten

    Antworten
    1. Sandra

      :( Ich hoffe, es geht ihm inzwischen wieder besser? Ich kenne das aber auch noch, dass man gerade in der ersten Zeit immer wieder die Temperatur kontrolliert und fast ein bisschen panisch ist. Das geht aber vorbei. :)

      Mich wundert allerdings, dass die Klinik ihm gar keine Flüssigkeit gegeben, sondern ihn nach Hause geschickt hat?

      Antworten

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