Familienfreundliche Bettwäsche

Gestern abend erklärte mir der große Sohn, wo genau denn jeder in der Familie zu schlafen hätte. Papa hätte demnach seine eigene komplette Betthälfte und der Große und ich würden uns meine Betthälfte teilen. Aber nur dann, wenn der kleine Bruder im Beistellbett nicht wieder nachts weint – denn dann müsste ich mit ihm raus auf unsere Spielmatratze gehen und dort auch die restliche Nacht mit dem Kleinen bleiben, damit er die beiden anderen Männer nicht aufweckt.
Ihr merkt, bei uns sind die Rollen ganz klar verteilt – glaubt zumindest der Große. Das er eigentlich ein eigenes Bett hat, verdrängt er dabei nur immer wieder. Überhaupt fühlt er sich in unserem Bett sehr wohl und schläft im Moment jede Nacht dort. Einerseits ist es natürlich total toll und süß, schließlich haben weder der Mann noch ich Probleme mit dem Familienbett. Zeitweise ist es allerdings ganz schön anstrengend, denn wenn so ein 110cm großes Kind fast quer im Bett liegt, bleibt nicht mehr so viel Platz. In den letzten Tagen blieb mir das allerdings immer wieder erspart, denn der Kleine weinte jede Nacht, so dass ich tatsächlich freiwillig auszog. Aber das ist wieder eine andere Geschichte ….

ausgebreitet

 Für mich hat der nächtliche Besucher im Bett auch noch einen anderen Vorteil, denn ich konnte meinen Mann nun endlich davon überzeugen, dass Satin-Bettwäsche nicht so das wahre ist. Ich mochte sie sowieso noch nie – vor allem bei den Temperaturen draußen ist sie mir Frostbeule viel zu kalt. So bezog ich meist 2 unterschiedliche Sets: Biber für mich und Satin für ihn. Doch jeder, der Satin-Bettwäsche kennt, ahnt vielleicht das Problem. Seine Bettdecke machte sich fast jede Nacht selbständig und lag spätestens Mitte der Nacht auf dem Fußboden. Statt auf „meiner“ Seite, aber unter Papa-Decke zu liegen, kroch der Große dann auch noch zu mir unter die Decke, machte sich gleich noch breiter und strampelte mir zusätzlich oft noch die Decke weg. Irgendwann war ich so genervt, dass ich eine Alternative wollte, bei der Internetsuche über das Wort „Mako-Satin“ stolperte und mal wieder feststellen musste, dass man auch als Erwachsene nie auslernt. Lust auf ein paar Infos?

Mako-Satin hat nichts mit Satin zu tun!

Zuerst dachte ich, Mako-Satin wäre einfach nur eine andere Art von Satin, doch das ist es nicht. Es gibt sehr gravierende Unterschiede.
Zum einen wäre da die Art der verwendeten Fasern. Während Satin sehr häufig aus Polyester oder anderen Kunstfasern besteht, wird für Mako-Satin nur hochwertige Baumwolle mit einer Stapellänge von mindestens 30mm verarbeitet. Übersetzt bedeutet das nichts anderes, als das die Länge der verwendeten Fasern mind. 3cm beträgt. Klingt nicht viel, aber ist trotzdem die hochwertigste Art! Laut Wikipedia gibt es 3 unterschiedliche Gruppen von Faserlängen. Kurze und grobe Fasern liegen demnach bei unter 25mm Länge,  sehr hochwertige Baumwolle bei über 30 bzw. 32mm. Mit rund 90% der Baumwolle am Weltmarkt liegt der höchste Anteil jedoch zwischen 25 und 30mm Faserlänge.
Zum anderen glänzt Mako-Satin zwar, aber es soll bei weitem nicht so rutschig wie normales Satin sein, sagt zumindest eine Freundin von mir. Noch dazu ist Mako-Satin sehr viel saugfähiger, zumindest dann, wenn man eine Kunstfaser-Satin-Bettwäsche benutzt, denn Baumwolle kann bis zu 65% ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen.

Ich finde die Hintergründe eigentlich recht spannend, denn mal ehrlich – wann macht man sich schon Gedanken, was für Fasern verarbeitet werden? Viele achten heutzutage eher auf ein Label, dass die Bio-Herkunft der verwendeten Baumwolle bezeugt. Aber wer achtet schon auf Faserlängen oder die Webart?

Ich habe zwar noch keine neue Bettwäsche gekauft, aber ich glaube, sobald der Frühling kommt, werde ich zuschlagen und erst einmal 2 Sets neue Bettwäsche in Mako-Qualität kaufen und hoffen, dass auch der Mann sie mag. Richtig schöne pflegeleichte Mako Satin Bettwäsche habe ich schon gefunden und so teuer, wie ich befürchtet hatte, ist sie gar nicht. Im Gegenteil, denn rund 30 Euro für ein Bettwäscheset finde ich durchaus fair und normal.

4 Kommentare

  1. Sabine v. Liebstöckelschuh

    Also 30 Euro für eine Garnitur Bettwäsche aus Mako-BW-Satin finde ich auch nicht zu teuer. Habe gerade unter dem Link geschaut und mir würde in meiner derzeitigen Farbphase die rote Bettwäsche gut gefallen… roter Schlafsack, roter Kühlschrank, rote Schuhe, rote Taschenlampe… danke, mir geht’s soweit noch gut ;-)
    LG
    Sabine v. Liebstöckelschuh

    Antworten
    1. Sandra

      Rot ist ne tolle Farbe :D Unser Nachbar steht total auf lila und kriegt sich gar nicht mehr ein, wenn er etwas in „seiner“ Farbe sieht. Allerdings ist er knapp 4 Jahre alt :D

      Aber ich bin auch immer noch begeistert von der Bettwäsche bzw. dem Preis. Ich hatte nach dem Lesen mit sehr viel höheren Kosten gerechnet….

      Antworten
  2. junglejane

    Huhu,
    bin über dich gestolpert und hoffe es ist ok wenn ich mich einklinke :)
    30 Euro habe ich für meine auch bezahlt, allerdings im Schlussverkauf und ich lieeebe das Material.
    Ich habe erst zuhause gelesen, dass sie aus Mako-Satin ist und dachte erst: „Was hast du denn jetzt wieder gekauft?“, denn ich kenne deine Probleme mit Satin aus erster Hand. Aber nun möchte ich keine andere mehr benutzen, sie fühlt sich auch nach vielen Wäschen noch sooo weich an *-*
    Hahaha, ich glaube ich wäre schon früher augezogen als du, ich bin selbst ein Querlieger und Herumwälzer :))))
    Zum Glück passt die kleine Motte noch ins Beistellbett ;)
    LG
    junglejane

    Antworten
  3. Drapegon

    Familienbett wäre jetzt für uns nichts, da mein Mann einen leichten Schlaf hat. Am Wochenende darf junior falls er schon früher klar zu uns in Bett kommen. Allerdings denkt er leider nicht mehr ans schlafen und will dann ständig spielen, obwohl wir eigentlich noch etwas mehr Schlaf bräuchten.

    LG Petra

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.