Ein (fast) ganz normaler Tag

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Heute habe ich 3x Bettwäsche gewechselt, mich 5x und den kleinen Sohn 8x zumindest zum Teil umgezogen, (bis ich ihn einfach nur noch in Windel spielen ließ). Der Mann musste sich immerhin 2x umziehen. Warum? Uns hat eine der undankbarsten Erkrankungen im Griff – ein Magen-Darm-Virus wohnt bei uns und legt nun schon das 2. Mal fast alle zusammen mehr oder weniger flach. Gleichzeitig versteht sich. Dabei hat unser Wäscheproblem allerdings nur der kleine Sohn „verschuldet“, wobei er ja nun wirklich nichts dafür kann und noch dazu gerade er am meisten zu leiden hatte. 2 Stunden brauchte das Vomex Zäpfchen, bis es endlich half. 2 Stunden, in denen wir schon planten, wer denn mit ihm ins Krankenhaus fährt und wer mit dem Bruder zu Hause bleibt. Gar nicht so einfach, wenn die Klinik am anderen Ende der Stadt und man selbst krank ist. Glücklicherweise hat sich das Thema jetzt hoffentlich erledigt, denn ich kann mir wirklich schöneres vorstellen, als ein paar Stunden oder sogar ganze Tage auf der Kinderstation zu verbringen.

Waesche

Wirklich faszinierend fand ich am heutigen Tag, wie Kinder es jedes Mal schaffen, beim Spucken alles im Umkreis von 2 Metern mit zu treffen. Die Bettdecke kann glatt auf der Matratze liegen – irgendwie wird das Laken garantiert mit getroffen. Genauso werden prinzipiell immer Hose, Oberteil, Socken und mindestens das Oberteil von einem Elternteil dreckig.
Ich für meinen Teil musste heute mittag dann tatsächlich sagen, dass ich nichts anzuziehen habe und mich am Kleiderschrank vom Mann bedienen. Dabei hatte ich erst vor 2 Tagen Wäsche gewaschen, weil auch da das Thema schon aktuell war.

Aber das war so lecker!

Alles begann ganz harmlos mit dem wöchentlichen Besuch des Großen bei seinen Großeltern. Stolz kam er am Samstag mittag nach Hause und erzählte, dass er ganz viel Fleisch und zum Nachtisch ganz viele Erdbeeren mit Sahne gegessen hätte. Er war happy und völlig aufgedreht, schließlich sollte es nur kurze Zeit später ins Puppentheater gehen. Ganz „allein“ nur mit dem besten Kumpel und seiner Mama mit dem Bus in die Stadt, ins Theater und nachher noch ein Eis essen.
3 Stunden später war er wieder zu Hause – ohne Eis und von oben bis unten vollgespuckt. Diagnose: Überfressen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nun muss da zwar jedes kleine Kind irgendwann mal durch, aber er tat mir schon sehr leid, zumal es ihm wirklich elend ging. Noch mehr tat mir allerdings meine Nachbarin leid, denn sie konnte nun überhaupt nichts dafür. Weder sie noch ich wussten zu dem Zeitpunkt, wie viele Erdbeeren der kleine Mann wirklich bei Oma und Opa gegessen hatte. Inzwischen weiß ich – es waren sehr viele. Fast eine ganze Schale hat er an 2x einem halben Tag allein gefuttert! Kein Wunder also, dass sein kleiner Magen irgendwann rebellierte.

2 Tage später geht es ihm zwar wieder richtig gut (die Magen-Darm-Geschichte durchlief er nur ganz am Rande), aber sie klingt immer noch nach. Unser Sohn hat auf jeden Fall etwas gelernt und die Großeltern auch. In Zukunft werden sie wohl besser auf solche Dinge achten.
Ich für meinen Teil habe auch etwas gelernt. Zum einen sollte der Berg an Schmutzwäsche nie zu groß werden, schließlich weiß man nie, wann die nächste Katastrophe kommt und man täglich 20 Spucktücher und 10 Oberteile braucht. Zum anderen sollte ich wohl in der nächsten Zeit einfach mal wieder ein bisschen shoppen, denn wie ich heute leider feststellen musste, passe ich in meine Sommeroberteile von vor der Schwangerschaft noch nicht wieder rein. Ein bisschen größer muss es also schon sein und da es für den Sommer auch gern etwas luftiger sein darf, brauche ich wohl eher etwas in Richtung große Größen für Damen. Übrigens sind die Worte „große Größen“ oft irreführend und man denkt oft automatisch an eine Zeltplane, anstatt ein Kleid. Das ist aber gar nicht so, schließlich beginnt es oft schon mit Größe 42. Der Vorteil ist hier allerdings, dass man eben keine streichholzdürren Oberarme haben muss, wie bei den meisten heutigen normalen Schnitten.

Ich für meinen Teil hoffe jetzt einfach nur, dass das Thema Spucken für’s erste abgeschlossen ist. Nach einem ganzen Tag reicht es auch und wir brauchen alle ein bisschen Erholung. Und morgen, wenn hoffentlich die Sonne wieder scheint, kommt dann auch die restliche Wäsche auf die Leine.

3 Kommentare

  1. Manu

    Oh ja, das kommt mir sehr bekannt vor. Michelle war knapp acht Monate alt als sie mit der Spuckerei (ist untertrieben) anfing. Jeden Tag, selbst beim Arzt, der da noch meinte es wäre Magen Darm, spuckte sie. Und mich jedesmal von oben bis unten voll, Hose, Pulli, Schuhe, selbst Teppiche usw blieben nicht verschont. Das mehrere Male am Tag. Was rein ging kam postwendend wieder hoch. Und nein es auch nicht normal aus, sodass man es hätte vernünftig reinigen können. Es war grün und orange was da raus kam. Die Windeln blieb aber plötzlich komplett trocken. Es war auch kein Magen Darm sondern etwas das bis dato noch niemand kannte. Zumindest machte die MHH einen Studie daraus. Ohne noch weiter ins Detail zu gehen: Du tust mir wirklich leid, ich habe damals so viel Wäsche gewaschen, mag das nicht mehr ^^ Und wenn ich das hier lesen kommen sofort die Erinnerungen hoch.

    Gute Besserung für euch:)

    LG
    Manu

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  2. Kerstin Pfenninger

    Der Große hatten den Magen-Darm-Virus auch. Glücklicherweise hat er beim spucken immer in den Eimer getroffen so dass sich keine Wäscheberge angesammelt haben.
    Ich hatte allerdings total Angst, dass es der Kleine auch bekommt und wir in die Klinik müssen. Da war ich nämlich erst mit ihm ne Woche als er den RS-Virus hatte und da will ich so schnell definitiv nicht wieder hin.

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    1. Sandra

      Heute morgen hat unser auch weiter gespuckt – die Ärztin meinte, dass es wohl sicher der Noro-Virus wäre, der hier überall grad grasiert. Immerhin ist er noch ziemlich fit und gut gelaunt, mal kucken, ob die diversen Mittelchen anschlagen ….

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