Ein Brotbackautomat und der Beginn einer großen Liebe?

Egal ob herzhaft oder süß – ich liebe es zu backen. Nur eins ist mir immer viel zu umständlich – das Brot backen. Ich mag frische Brote, vor allem wenn sie eine knackige Kruste haben. Allerdings ist mir der Aufwand im Vergleich zu den Kosten eines gekauften Brotes meist einfach viel zu hoch. Allein schon das Gehen lassen und das Kneten treibt mich gern in die Verzweiflung, so dass ich mir dann doch lieber ein frisches Brot kaufe. Allerdings ärgere ich mich häufig auch drüber, dass es nach 2 Tagen schon irgendwie alt und hart und einfach nicht mehr so frisch schmeckt. Vor Jahren schon wollte ich mir einen Brotbackautomaten kaufen, kam dann aber doch wieder davon ab. Schließlich ist es es halt noch ein Küchengerät, was so rumsteht und für seine Daseinsberechtigung auch häufig genutzt werden will.
Lange habe ich nicht mehr daran gedacht, aber wie als ob die große allwissende Suchmaschine mich ärgern will, zeigte sie mir vor einigen Tagen einen „dezenten“ Hinweis zu einem Brotbackautomaten-Ratgeber. Super. Klar, dass ich natürlich sofort nur wieder eins im Kopf hatte und die nächsten Stunden damit zubrachte, mich durch die Seite und vor allem die verschiedenen Automaten zu lesen. Und dabei hatte ich doch eigentlich schon so ein Stück weit damit abgeschlossen und für mich ein anderes, auch sehr leckeres Brot gefunden!

no knead bread

Es geht auch ohne Kneten!

An Silvester habe ich das „no knead bread“ das erste Mal probiert und es seit dem doch erstaunlich oft gebacken. Das schöne daran ist die Einfachheit, denn man rührt nur alle Zutaten zusamen, so dass gerade so ein Teig entsteht und lässt das ganze zugedeckt stehen. Runde 12 Stunden muss man, länger darf man natürlich auch warten. Dann nimmt man sich einen Bräter oder eine große Pfanne mit Deckel (!), reibt den ein bisschen mit Mehl aus und kippt den Teig hinein. Dann kommt das ganze ab in den Ofen – ohne Kneten, ohne irgendwelche große Arbeit. Ich liebe es und bin eigentlich jedes Mal wieder froh über die Pfanne von Gastrolux, in die das Brot perfekt passt.
Das Brot bekommt eine sehr kräftige Kruste, der innere Kern ist dabei soooo weich und saftig, dass es ein Traum ist. Nachdem die Kruste für unseren Jüngsten allerdings zu hart war (und er sie trotzdem unbedingt essen wollte), musste das letzte Brot nach dem Kalt werden in eine Plastiktüte. Luftdicht verlor sich dort die krosse Kruste und es schmeckte wie ein herkömmliches Brot mit „weicher“ Rinde. Trotzdem aber noch lecker.

Der große Vorteil bei hausgebackenen Broten ist einfach der Geschmack. An das letzte Brot habe ich einen pikanten Kräuterbuttermix mit Curry gekippt – nur ein klein wenig, aber es gab dem Brot doch eine ganz tolle Note. Das gibt es beim Bäcker nicht, sondern halt wirklich nur in Marke Eigenback. Und damit wären wir wieder beim Brotback-Automaten. Kauf ich oder kauf ihn nicht?

Praktisch finde ich sie ja, vor allem wenn ich die Chance habe, dass er nachts allein ohne mich anfängt und ich morgens frisches und wunderbar duftendes Brot herausholen kann. Und wie ich inzwischen weiß, können die Geräte inzwischen sehr viel mehr als früher. Der Multi-Back Topclass von Beem kocht mir auch meine Marmelade und die externen Zutatenspender diverser Modelle finde ich eigentlich auch ziemlich klasse. Es scheint auf jeden Fall vorbei zu sein mit schnödem weißen Kunststoff im Billiglook und einfachster Bedienmöglichkeiten, denn selbst die wirklich gut klingenden Modelle beim Brotbackautomaten-Ratgeber kosten fast alle unter 150 bzw. 100 Euro, können viel und sehen wirklich schick aus. Zumindest hätte ich kein Problem damit, das Gerät dann auch auf der Arbeitsplatte in der Küche stehen zu haben.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es nicht gerade mal eben wieder so ein Tick ist. Die Idee, sich doch selbst Brot zu backen und es in 2-3 Monaten aus purer Faulheit wieder aufzugeben.

Habt ihr einen Brotbackautomaten? Wenn ja, nutzt ihr ihn wirklich oft und macht es Sinn? Ich brauche eine Entscheidungshilfe!

32 Kommentare

  1. Harald

    Wir haben auch einen Brotbackautomaten. Der ist von Unold und hat ca. 50 Euro gekostet. Genutzt wird er jeden zweiten Tag. Ich kann das jedem nur empfehlen. Die Backmischungen holen wir immer vom Aldi, der hat die zweimal im Jahr. Man muss halt genug davon einkaufen.

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  2. sakon

    Wir haben auch einen Brotbackautomaten. Damit könnte man sogar zwei (verschiedene) Brote gleichzeitig backen. Wie gesagt, man könnte. Unser Brotbackautomat lief in den ersten Tagen recht regelmäßig, jetzt verstaubt er und wird nicht mehr genutzt.

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  3. Olga

    Selbstgebackenes Brot schmeckt soooooo gut, leider habe ich keinen Brotbackautomaten. LG Olga

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  4. Lucy

    wir hatten vor jahren mal einen, aber den benutzen wir nicht mehr. uns hat zum schluß immer der Knethaken gestört der im Brot verblieb und damit ein viertel des brotes nicht wirklich nutzbar machte.

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  5. Annelene

    Ich hab seit neustem auch einen Brotbackautomaten und kann mir jetzt meine italienischen Brote immer selber machen. Ich mache da immer Oregano, getrockene Tomaten und Knobi rein und es schmeckt fast wie vom Bäcker! Echt toll, zumal der Bäcker wo ich das Brot früher im gekauft hat, es aus dem Sortiment genommen hat :(

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    1. Sandra

      Boah, da tropft mir schon vom Lesen der Zahn. :D Ich steh im Moment sehr auf die no-Kned-Brote, bei denen man einfach abends Teig ansetzt und sie am nächsten Tag in den Ofen schiebt. Kein Kneten, kein Nichts – einfach perfekt. Die Kruste der Brote ist genial! Ich glaube, das werde ich auch mal mit Tomaten und Knofi probieren. Hab da noch ein großes Glas Knoblauch-Grundstock :)

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  6. MakeItSweet

    Wir haben einen Brotbackautomaten. Wir benutzen ihn häufig und ich probiere auch immer wieder gerne neue Brotrezepte aus. Ebenso nutze ich den Brotbackautomaten um Hefeteig aufzusetzen. Für uns hat sich die Anschaffung schon mehr als gelohnt. :-)

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  7. Simone

    Habe mir nun endlich auch ein Brotbackautomat zugelegt! So oft wie ich Brot esse, und auch nicht immer mein Bäcker auf hat, mache ich nun mein Brot oft selber. Erstaundlich schnell & einfach ist es zudem auch! :-)

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  8. Torsten

    Ich backe in meinen Brotbackautomaten immer glutenfreies Brot. Das ist lecker und gesünder als das vom Bäcker.

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  9. Lukas

    Ich habe auch einen Brotbackautomaten. Seit dem backe ich jede Woche einige Brote. Ich backe vor allem Vollkornbrote, Nussbrote , Eiweißbrote und süße Brote. Dann habe ich auch angefangen mit der Teigherstellung im Brotbackautomaten. Von Pizzateig bis zum Kuchenteig gelingt alles wunderbar.

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    1. Sandra

      Kuchenteig im Brotbackautomaten? Kann ich mir gar nicht richtig vorstellen und klappt garantiert nicht mit allen Teigen. Ich kenne viele, die vorab eine hoch aufgeschlagene Butter-Zucker-Masse brauchen, ansonsten werden sie viel zu fest.
      Für welche Art von Kuchenteigen nutzt du den Automaten?

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  10. Torben

    Es ist möglich Kuchenteig im Brotbackautomaten herzustellen. Ich habe selber schon ein paar hergestellt. Am besten gelingt ein Rühr und Hefeteig. Bei meinem Backautomat ist sogar die Zubereitung von einem Sauerteig möglich.

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  11. Markus

    Mich würde mal interessieren, wie die Brote nach ein bis zwei Tagen sind? Sind die dann immer noch so lecker „saftig-weich“ oder beginnen Sie nach 2 Tagen der Lagerung bereits mit dem Austrocknen?

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    1. Sandra

      Das würde mich auch interessieren :)

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  12. Michael

    Ich liebe selbst gebackenes Brot vom Brot Automaten,es ist so Frisch und man weiß was da drinnen ist.
    Gruß:
    Michael

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  13. Thomas

    Bisher habe ich mein Brot immer noch vom Bäcker geholt, aber ich werde in Zukunft auch einmal versuchen mein Brot selber zu backen. Dann schmeckt es doch gleich viel besser, oder? :)

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  14. Peter

    Ich bin auch von meinem Brotbackautomat überzeugt.
    Denn frisches Brot schmeckt am Besten!

    Gruß

    Peter

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  15. Katha

    Mein Freund und ich benutzen nun schon seit Jahren Brotbackautomaten und haben bereits die ein oder andere Erfahrung sammeln dürfen. Nichtsdestotrotz ist das ein super Küchengerät. Gerade für Menschen mit diversen Unverträglichkeiten ist ein Brotbackautomat hervorragend geeignet, weil man sich das eigene Brot individuell backen kann.

    Ich kann mir ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen :)

    LG
    Kathi

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    1. Sandra

      Absolut! Gerade bei Unverträglichkeiten ist es natürlich super und sicher auch günstiger, sein eigenes Brot zu backen. :)

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  16. Phil

    Hey,

    ich bin mittlerweile auch leidenschaftlicher Nutzer einer Brotbackmaschine. Auch bei mir war der Hauptanreiz für den Kauf der Kampf gegen Unverträglichkeiten. Am Anfang hat mich es sehr gestört, dass man das Brot direkt nach dem Abschluss des Backprogramms aus dem Gerät nehmen muss, da das Ergebnis sonst verschlechtert werden kann. Mit der Zeit habe ich das zeitlich aber auch ganz gut organisieren können, sodass ich kaum noch auf gekaufte Brote angewiesen bin :)

    LG Phil

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    1. Sandra

      Muss man das? Oha, das wusste ich gar nicht. Ich habe damals noch ein paar Monate darauf rumgedacht und bin dann von abgekommen. Der Brotbackautomat hätte also sicher nach ein paar Wochen im Keller sein Dasein gefristet ;)

      Ich wusste aber tatsächlich nicht, dass man das Brot direkt rausnehmen sollte. Macht aber bei genauem darüber Nachdenken absolut Sinn, auch wenn ich das gerade etwas unpraktikabel finde.

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  17. Tina L.

    Hallo,

    ich nutze selbst seit Jahren einen Brotbackautomaten und möchte solch ein Geräte in der Küche nicht mehr vermissen!

    Ich stelle die Maschine nachts ein und gehe schlafen und am frühen Morgen habe ich dann immer mein frisches Brot… Einfach Klasse und viel leckerer als das Brot vom Bäcker…

    VG Tina

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  18. Alexia R

    Hallo!
    Bin gerade auf der Suche nach Rezepten für meinen Brotbackautomaten und durch Google bin ich auf deine Seite gestossen. Also ich habe erst einen seit kurzem, möchte ihn aber nicht mehr missen. Habe schon immer gerne Brot gebacken, aber das ist zeitlich oft eine langwierige Angelegenheit. Beim Automaten muss ich einfach nur die Zutaten einfüllen und kann sogar die Zeit einstellen, wann das Brot fertig sein soll, das erspart mir schon einiges an Zeit und selbstgebackenes Brot ist sowieso das Allerbeste, egal ob aus dem Automaten oder aus dem Backofen :)
    LG Alexia

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  19. Thomas

    Sehr schöner Beitrag. Mir geht es ähnlich, ich liebe Brot einfach. Egal ob süß oder herzhaft ist es doch immer wieder lecker; ist wahrscheinlich das deutsche Gen. Danke auch für den Tipp mit der Curry Kräuterbutter, muss ich definitiv mal ausprobieren.

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  20. Quenna

    Hallo :)

    Zuerst einmal: sehr interessanter und informativer Blogbeitrag! :)

    Ich persönlich bin ein absoluter Fan von Brotbackautomaten! Seit mehreren Jahren verwende ich mein UNOLD 68415- Gerät und kann mir kein Frühstück mehr ohne ihm vorstellen. :D Zum einen schmeckt das Brot einfach fantastisch, zum anderen spart man sich wirklich viel Geld, das man sonst für Brot beim Bäcker ausgeben würde!
    Natürlich nimmt das Brot Backen etwas Zeit in Anspruch, aber mittlerweile ist das für mich schon zu einer Art Hobby geworden! :)

    Liebe Grüße und frohes Backen,
    Quenna

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  21. Maria

    Ist schon sehr praktisch so ein Brotbackautomat… Hatte auch mal einen – allerdings nicht der beste, hat schnell den geist aufgegeben. Seitdem backe ich mein Brot wieder ganz herkömmlich von Hand im Backofen. Spiele aber mit dem Gedanken mir mal wieder so ein schickes Teil zuzulegen… dann aber nen Guten =)

    Liebe Grüße
    Maria

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  22. Sabrina

    Ich backe mein Brot schon seit einigen Jahren mit einem Brotbackautomaten. Vor kurzem haben wir uns einen neuen von Panasonic zugelegt. Ich bin sehr zufrieden damit, alles funktioniert wunderbar!
    Die Backmischungen kaufen mir meist bei einem Reformhaus oder ich bin selbst kreativ ;)
    Liebe Grüße aus München,
    Sabrina

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  23. Dizzy

    Gekauftes Brot kommt bei mir nicht mehr in die Tüte bzw. ins Haus :-D Es gibt nichts besseres als den Duft von frisch gebackenem Brot. Nebenbei ist es noch gesund und keiner weiß besser als ich, was für Zutaten im Brot sind.

    Natürlich sind eigene Rezepte ein wenig aufwendiger als fertige Brotbackmischungen, aber es lohnt sich meistens immer :-D

    lg max

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  24. Tomsch

    wir haben den Panasonic SD-ZB2512 und was soll ich sagen, er kostet mehr aber er ist das Geld auch einfach wert. Die Backergebnisse sind toll und ich möcht ihn nicht mehr in unserer Küche missen :)

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  25. Sandra

    Hallo,
    seit dem ich einen Brotbackautomaten besitze gibt es bei uns regelmäßig frisches Brot. Es schmeckt so lecker (vorallem wenn es noch warm ist!). Ich war mir am Anfang unsicher, ob sich eine Anschaffung lohnt und für welchen Brotbackautomaten ich mich entscheiden sollte (es gibt ja eine rießige Auswahl).

    Hat mir persönlich sehr geholfen!

    LG und viel Spaß beim Backen!

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  26. Jessica

    Hey,
    Wir haben uns vor circa einem Monat auch endlich dazu entschlossen, uns einen Brotbackautomaten zu kaufen. Früher habe ich auch ab und zu das „no knead bread“ gemacht, welches uns zwar auch immer sehr gut geschmeckt hat, aber auf Dauer dann doch zu aufwändig war. Nun sind wir mit unserem Panasonic Backautomaten mehr als zufrieden, das Brot schmeckt wirklich lecker.
    Liebe Grüße

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  27. Niko

    Ich finde Brotbackautomaten sind einfach eine klasse Sache! Seit ich mir vor 2 Jahren zum ersten Mal einen von Unold gekauft habe, kann ich ihn gar nicht mehr wegdenken. Vor allem die Timing-Funktion finde ich unglaublich wertvoll, da man selbst morgens unter der Woche frisches Brot bekommt!

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