Der Razor RipRider 360 – driften statt nur fahren!

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Als mich vor einiger Zeit eine Anfrage von Razor erreichte, musste ich schon sehr grinsen. Nur ein oder zwei Tage zuvor hatte mir der 6jährige nämlich ausführlichst erklärt, wie uncool Laufräder, Roller und Dreiräder sind. Sie wären bestimmt nichts mehr für ein Schulkind, viel eher für ein „Baby“! Nun wurde uns also ein Dreirad angeboten – aber nicht irgendeins! Ich zeigte ihm das Video und fragte ihn, ob er Lust darauf hätte.
Wollt ihr das Video sehen?:

Was meint ihr, was er geantwortet hat? So viel verrate ich euch: sein Grinsen wurde immer breiter, er zappelte aufgeregt und meinte sofort, dass der ja sooooo cool wäre. Und gar nicht so langweilig wie ein Dreirad. :D
Inzwischen wird der RipRider 360 hier regelmäßig von meinem Sohn und diversen Freunden aus der Nachbarschaft ausgefahren und es wird Zeit, ihn euch vorzustellen. Wie immer gibt es jedoch erst ein bisschen Hintergrundwissen.

Razor?

Razor ist ein amerikanischer Hersteller, der sich ganz den fahrbaren Untersätzen für Kinder und Jugendliche verschrieben hat. Im Jahre 2000 führte man den Original Razor Scooter ein und verkaufte direkt 5 Mio. Exemplare innerhalb eines halben Jahres. Zwei Jahre später brachte man mit der Scream Machine ein sehr cooles Dreirad auf den Markt, dass dem RipRider doch recht ähnlich sieht, nur die Hinterräder waren damals noch fest. Wenig später erweiterte Razor seine Produktpalette um die Sparte der Elektrofahrzeuge und brachte seit dem immer wieder Innovationen mit und ohne Elektromotor auf den Markt. Mit den meisten von ihnen kann man irgendwelche coolen Tricks machen – durchstöbert mal die Homepage von Razor!

Unseren RipRider 360 gibt es schon ein wenig länger, was der Beliebtheit aber sicher keinen Abbruch tut. Bei uns hier in der Gegend scheint gerade so ein kleiner Hype loszugehen und schon mehrere Kinder erklärten ihren Eltern, dass sie jetzt auch einen wollen. Im Jahre 2009 sahen das diverse Eltern und Jurys wohl ähnlich, denn in diesem Jahr heimste der RipRider diverse anerkannte Spielzeugauszeichnungen ein.

RipRider 360 von Razor

Der RipRider 360 – die Eckdaten

  • laut Razor ist der RipRider ein Nachfolger des Dreirads der 70er
  • geeignet zum Fahren, Driften und Drehen
  • vorn großes Kunststoffrad, hinten zwei doppelt geneigte Casterrollen („Inlineskates-Rollen“)
  • geschweißter Stahlrahmen
  • Doppelbrückengabel
  • Lenker mit Gummigriffen
  • tiefliegender Chopper-Sitz
  • geeignet für Kinder ab 5 Jahren
  • Zulassung bis max. 73kg Körpergewicht – auch kleine Erwachsene können damit fahren
  • nicht für den Straßenverkehr zugelassen!
  • hat keine Bremsen!
  • zum Fahren benötigt man zwingend eine ruhige Straße/Park/Platz, … ohne Autos oder Hindernisse – Fußwege reichen nicht aus!

Zum Fahren empfiehlt Razor, eine komplette Schutzausrüstung zu tragen. Hat unser Sohn die ersten Male auch, inzwischen ist es ihm allerdings zu umständlich. Da er sowieso noch nicht so extrem schnell fährt und ein Umkippen eher unwahrscheinlich ist, lassen wir das auch zu.

Einzelteile Razor RipRider

Der Zusammenbau

Der RipRider kommt in diversen Einzelteilen und ist überraschend schwer. Die Anleitung ist sehr gut und vor allem ausführlich, teilweise wird ein Schritt gleich in mehreren Bildern gezeigt. Auch für Werkzeug muss man nicht sorgen – es liegt alles schon bei. Grundsätzlich scheint Sicherheit bei Razor wichtig zu sein, denn alles macht wirklich einen wertigen Eindruck, außerdem verwendet man selbstsichernde Schrauben, die mittels blauem Flüssigkleber (Loctite) besonders gut halten sollen. Leider schoss man beim Verpacken ein wenig über’s Ziel hinaus, den die benötigten Schrauben lagen nicht in einer Tüte bei, sondern waren bereits lose im Gestänge verschraubt. Durch das Verschrauben wird aber die Loctite-Sicherung bereits genutzt, so dass der Klebe-Effekt beim richtigen Zusammenbau dann nicht mehr funktioniert.
Für den Zusammenbau ist eine zweite Person ganz hilfreich, es geht aber auch durchaus ohne. Man sollte sich rund eine halbe Stunde Zeit nehmen, am besten wenn die Kinder schon schlafen. Dann geht es doch um einiges entspannter. ;)

Falls ihr euch fragt, warum man statt des Kunststoff- nicht ein luftbereiftes Rad eingebaut hat: Das muss so! Beim Driften rutscht das Rad bzw. eigentlich das ganze Dreirad ja immer ein Stück weit mit. Wäre es ein Luftrad, könnte man damit zwar besser fahren, jedoch könnte man lange nicht so gut driften. Trotzdem erfüllt das Rad seinen Zweck und man kommt damit trotzdem prima einen Berg hoch.

Rip Rider mit Kind

Hilfe, das dreht sich ja!

Für unseren Sohn war es Liebe auf den ersten Blick. Der tiefliegende Sitz sorgt für ein cooles Chopper-Gefühl und hat so gar nichts mit einem herkömmlichen Dreirad zu tun. Auch das Fahrgefühl scheint ein ganz anderes zu sein, denn anstatt wie sonst wie ein Wilder los zu heizen, fuhr er erstmal ganz lässig eine Runde. Beim Lenkereinschlag dann der Schreck – warum bewegt sich das so komisch? Und warum dreh ich mich? In seinem ganzen Gesicht sah man die Panik gleich umzukippen, obwohl ich ihn im Vorfeld noch daran erinnerte, dass man sich damit drehen kann bzw. der RipRider fast ausschließlich für Drehungen und ähnliches ausgelegt ist. Tatsächlich dauerte es eine Weile, bis er sich traute, mehr Gas zu geben, die Füße nicht auf den Boden zu setzen und die Drehungen auch zu genießen. Und das tut er inzwischen! Er liebt es und steht morgens vor 8 Uhr schon mit Helm in der Hand und fragt, ob er jetzt gleich üben gehen darf. Geht nur leider nicht so ohne weiteres, denn wir haben zwar einen sehr breiten Weg zum Üben, allerdings wird der tagsüber von LKWs befahren.

So lange man den Lenker gerade hält, fährt man auch wirklich geradeaus. Dreht man jedoch den Lenker und fährt eine Kurve, bricht der hintere Teil dank der rundum beweglichen Hinterräder aus und man dreht sich. Je nachdem, wie stark man den Lenker einschlägt, kann das leicht oder auch stark sein. Außerdem spielt es natürlich eine Rolle, ob man währenddessen weitertritt oder nicht.

Ganz spannend war über die Zeit jetzt zu sehen, wie Fremde auf den RipRider reagierten bzw. damit fuhren. Bei wirklich allen zeigte sich die gleiche Panik im Gesicht, auch nahmen alle sofort die Füße auf den Boden, als der RipRider begann, sich zu drehen. Es ist anscheinend wirklich ein Reflex und gerade bei Kindern dauert es eine Weile, bis sie die Füße oben lassen. Als Elternteil sollte man hier auf jeden Fall aufpassen, denn auch wenn die Füße eigentlich nicht unter die Räder gelangen können, weiß man ja nie.

Versteht man die Funktionsweise, erklärt sich eigentlich auch von selbst, dass man zum Fahren Platz braucht. Im Vorteil sind hier alle, die in ruhigen Neben- oder Spielstraßen oder in der Nähe von großen und am Wochenende geschlossenen Parkplätzen wohnen. Auch unser Betriebshof der Nachbarn inklusive unseres Weges wird am Abend liebend gern genutzt.
Streng genommen braucht der RipRider selbst gar nicht so viel Platz beim Drehen, denn er ist wirklich sehr wendig. Er verfügt allerdings nicht über Bremsen und man dreht sich schon ein Stück weit unkontrolliert – mit Autos, Pollern oder sonstigen Hindernissen viel zu gefährlich!


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Fahrspaß pur und der „Haben wollen“-Effekt

„Mama, das ist cool! Jetzt hab ich mein eigenes Karussell!“ erklärte mir der Große neulich. Irgendwie hat er ja Recht, denn durch die vielen Drehungen hat es wirklich etwas davon. Wenn er mag, cruist er einfach nur so rum und dreht sich ab und zu, ein anderes Mal wieder dreht er sich ständig. Es ist total entspannend – Stress gibt es nur, wenn er Freunde zu Besuch hat und am liebsten alle damit fahren wollen. Aber auch da einigen sie sich irgendwie.
Der RipRider 360 ist ein absolut geniales Fahrzeug, das hier bisher überall auf eine sehr positive Resonanz stieß. Unser bald 50jähriger Nachbar wollte genauso damit fahren, wie der der 13jährige Besuch und der 6jährige Kumpel. Ausprobiert haben sie es alle und mal abgesehen von einer etwas unbequemen Fahrweise, weil der Rider eben nicht für 1.80m Körpergröße ausgelegt ist, waren sie alle begeistert. Nur der 3jährige Bruder findet ihn doof, weil er noch nicht damit fahren darf.

Unsere Empfehlung bekommt der RipRider 360 auf jeden Fall. Es ist ein geniales Spielzeug, das ich persönlich sehr viel besser als die Scooter und co finde. Man sitzt, kann praktisch eigentlich nicht umkippen und kann dabei unheimlich cool durch die Gegend fahren. Für unseren 6jährigen im Moment das Größte!

Die Verkaufsstellen für den RipRider 360 sind leider recht rar gesät, bei Amazon* bekommt man ihn allerdings. Die UVP von knapp 100€ ist er auf jeden Fall mehr als wert!

(Der RipRider 360 wurde uns für diesen Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)
* Affiliate-Link

5 Kommentare

  1. Pingback: [Gewinnspiel] Zombie Kix – der etwas andere Roller für Kinder › Sandras Testblog

  2. steffi

    Das „Dreirad“ sieht echt super aus. Macht bestimmt viel Spaß, damit zu fahren und sich im Kreis zu drehen.

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    1. Sandra

      Ohhhhh ja, das macht es :D

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  3. Alex

    Es gibt sogar contests. Da fahren professionelle Trikefahrer einen steilen Berg herunter und machen einige Tricks, wie z.B sich um die eigne Achse drehen. Ansonsten super Beitrag, kann deinen Erfahrungen nur zustimmen.

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  4. Tony

    Sieht echt cool aus das Teil. Drift Trikes sehe ich zz immer häufiger, glaub da bahnt sich ein echter Trend an ;)

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