Das perfekte Ferienhaus

Ein paar Tage sind wir nun schon wieder zurück aus dem Urlaub und endlich wieder zu Hause.
Endlich? Irgendwie trifft es das schon, denn so ein wirklich entspannter Urlaub war es nicht. Das Ferienhaus und die Umgebung waren zwar toll, aber das Wetter mies, der Große fast täglich im Stinkstiefel-Modus und der kleine Mann schob gleich 2 Backenzähne auf ein Mal und machte so die Nacht zum Tag. Entspannung geht auf jeden Fall anders und wenn ich gekonnt hätte, dann wäre ich am liebsten nach der ersten (und gleichzeitig fast durchwachten) Nacht wieder nach Hause gefahren. Schlussendlich hatten wir nach fast 5 Tagen Dauerregen tatsächlich einen wolkig-sonnigen Tag, der mich doch wieder ein bisschen versöhnlich stimmte. Wir konnten endlich Schiffe kucken, spazieren gehen und die Männer nach dem U-Boot in Bremerhaven auch noch das Feuerschiff „Elbe 1“ in Cuxhaven besichtigen. Leider reisten wir am nächsten Tag schon wieder ab – wie es sich gehörte, natürlich bei Regen.

Inzwischen sind wir eine Woche wieder zu Hause und so langsam pendelt sich alles wieder ein. Der kleine Mann zahnt immer noch sehr stark und die Nächte sind fast immer noch schlaflos, aber die Kinder haben tagsüber auch bei Regenwetter drinnen wieder ganz viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch kann man sich zu Hause ganz anders aus dem Weg gehen, als nur in einem kleinen Ferienhaus mit 68m².
Trotzdem denke ich häufiger an den Urlaub zurück, aber eher aus einem anderen Grund, als man vielleicht vermuten würde. Überall im Ferienpark sah man nämlich Schilder mit dem Hinweis auf freie Baugrundstücke und dem Traum vom eigenen Haus. Und warum eigentlich nicht ein eigenes kleines Ferienhaus besitzen?

blick auf dorumer hafen

Blick auf den Strand inkl. Hafeneinfahrt von Dorum bei Ebbe

Ein eigenes Ferienhaus?

Die Cuxland Ferienparks machen es dem geneigten Ferienhäuslebauer recht einfach, denn man bekommt ein Komplettpaket angeboten und muss eigentlich nur zahlen. Der Park kümmert sich um alles vom Bau bis hin zur Reinigung und Vermietung. Man könnte also auch problemlos irgendwo in Süddeutschland wohnen und im hohen Norden sein Ferienhaus haben.

Mich würde es schon in den Fingern jucken, denn irgendwie hat der Gedanke was. Sein eigenes Ferienhaus, in dem man Urlaub machen kann, wann man will – so man denn vorher genug plant und dann keine Gäste hat. Es wäre nicht nur ein eigenes Stück Zuhause, sondern man könnte auch Gästen selbst ein Zuhause bieten, etwas ganz besonderes. Spannend würde ich zum Beispiel ein kleinkindgerechtes Haus finden, denn mal ehrlich – kindersicher ist oft immer noch weit entfernt von kleinkindsicher!
Bei unserem kinderfreundlichen Haus gab es zwar eine Wii, Spiele und auch die Kinder-DVDs, aber trotzdem hatte der Esstisch scharfe Kanten. Auch räumten wir zum Schutz unseres Geldbeutels sämtliche Gläser und Dekoelemente aus der sehr kinder(un)freundlichen Höhe. Blieben nur noch Fernseher, Kamin und Co, die unser Jüngster auch unglaublich spannend fand.

Ein kleinkindgerechtes Haus könnte zum Beispiel gleich mit altersgerechtem Spielzeug aufwarten, eventuell sogar einen Wickeltisch und ein Babybett haben. Oder eben überall angerundete Ecken. Aber lohnt sich all der Aufwand wirklich?

Vor- und Nachteile eines eigenen Ferienhauses

  • Zum einen sind natürlich die Kosten zu sehen. Ein Cuxland-Haus kostet rund 120.000 Euro – dafür bekommt man hier bei uns auch schon ein kleines Wohnhaus mit einigen m² mehr. Nicht im Preis inbegriffen ist der Grundstückspreis, der wohl bei rund 20.000 Euro beginnt.
  • Zusätzlich zu den Baukosten kommen natürlich noch die Einrichtungskosten, denn man will den neuen Mietern ja nicht wirklich Oma’s alte und ausgediente Möbel zumuten. Noch dazu kommen die Mieter natürlich gleich viel lieber, wenn alles schick und modern aussieht – kenne ich ja selbst. Für ein ganzes Haus kommt da allerdings einiges zusammen, denn neben dem Schlafzimmer hat man ja auch Bad, Wohnzimmer und Küche zu Füllen und auch der Garten darf nicht vergessen werden. Man kann stundenlang Preise vergleichen oder kauft den ganzen Haushaltsbedarf bei Quelle günstig und gesammelt ein – so hat man gewissermaßen ein Rundum-Sorglos-Paket, denn von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zum Garten ist alles dabei.
  • Womit wir aber schon beim nächsten Punkt wären, nämlich den laufenden Kosten. So ein Haus will schließlich auch gewartet werden, auch wenn die Ferienparks einen extra Reinigungsservice anbieten. Aber sobald mal ein Teller kaputt geht oder der Herd nicht mehr funktioniert, ist jedoch der Vermieter gefragt.
  • Die große Frage neben den Kosten ist aber, ob man überhaupt einen Mieter für sein Haus findet. Hier gilt es, einen guten bis günstigen Preis zu finden, dabei aber trotzdem noch so einen guten Gewinn zu haben, damit es sich auch irgendwie lohnt. Ganz schön schwierig, finde ich. Unser Haus hätte in der Hochsaison zum Beispiel 700 Euro/Woche gekostet – ein Preis, den ich nie im Leben hätte zahlen wollen. Die knapp 500 jetzt zu Beginn der Nebensaison fand ich dagegen völlig ok.
  • Ein großer Vorteil eines eigenen Hauses ist natürlich die Möglichkeit, bei freier Verfügbarkeit einfach mal schnell und kostengünstig Urlaub zu machen. Kein langwieriges Buchen, keine Kosten.
  • Und auch nicht zu verachten ist die Möglichkeit, seinen Mietern einfach das Leben zu versüßen und einen richtig tollen Urlaub zu bieten. Dienst am Kunden könnte man es nennen oder eben den perfekten Service im perfekten Ferienhaus. Bei uns war zum Beispiel alles wichtige schon vorhanden. Es gab neben Spülmittel  auch gleich die Tabs für den Geschirrspüler, an Küchengeräten und Kleinkram fehlte rein gar nichts, selbst Klopapier und Zewa war ausreichend vorhanden. Und natürlich durfte auch das Waschmittel für die Waschmaschine nicht fehlen. Gestellt wurde alles von den Vermietern, denn regulär muss das jeder Gast selbst mitbringen. Ich war absolut positiv überrascht, denn so fühlte man sich gleich ein Stück heimischer, auch wenn ich unsere Sachen natürlich umsonst mitgeschleppt hatte.

Schaut man sich die ganzen zu erwartenden Kosten an, merkt man schnell, dass ein eigenes Ferienhaus vielleicht doch gar kein so günstiger Spaß ist, wie man erst denken mag. Man muss schon einiges an Geld „über“ haben, damit es sich wirklich lohnt. Für uns zumindest, die wir erst vor einiger Zeit unser eigenes „richtiges“ Haus gekauft haben, macht es sicher keinen Sinn. Im Hintergrund behalten werde ich es bestimmt trotzdem, denn zum einen liebe ich die Ecke um Cuxhaven und vielleicht gewinnen wir ja mal im Lotto. Wer weiß das schon?

Könntet ihr euch vorstellen, ein eigenes Ferienhaus zu kaufen?

4 Kommentare

  1. Jetzt-Caro-Jetzt

    120.000 Euro ist eine Menge Geld. Wo bekommst du denn ein Grundstück für 20.000 Euro, wenn ich fragen darf? Klar gibt es in ländlicheren Regionen günstige Grundstücke, aber 20.000 Euro finde ich doch sehr wenig, oder übersehe ich da irgendwas?

    Dennoch muss ich sagen, dass ich kein Fan von einem Ferienhaus bin. Wenn ich mir ein Ferienhaus kaufe, dann möchte ich ja immer wieder in das Haus fahren, damit sich die Investition lohnt. Urlaub bedeutet für mich gerade, dass ich neue Dinge entdecken kann. Wenn ich Jahr für Jahr in die gleiche Wohnung oder das gleiche Haus fahre, dann erlebe ich ja nie was neues.

    Ist natürlich alles eine subjektive Geschichte…

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Man muss ja nicht selbst drin wohnen, sondern kann es auch problemlos vermieten ;)

      Zu den Grundstückskosten: Die Cuxland Ferienparks liegen an der NOrdseeküste – dieser hier speziell in Dorum, gibt aber glaube ich in Wremen noch einen.

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  2. Andreas Grawe

    Hallo Sandra,

    ein eigenes Ferienhaus hört sich schon super an, aber man muß
    auch einges dafür machen… sich um das Haus kümmern, ständig neue Gäste
    „besorgen“, Reinigenservice organisieren usw.

    Ich denke man muß, da schon viel Übung und Kontakte im Ort haben, damit ein eigenes Ferienhaus nicht zum reinfall wird.

    Viele Grüße
    Andreas

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Es kommt drauf an. Wir waren in einer Ferienhaussiedlung, hatten über einen großen Anbieter gebucht. Ich denke, das ist auch der einzige Weg, wie man (gute Qualität vorausgesetzt) ständig Buchungen an Land ziehen kann.
      Eine Freundin vermietet nur per privater Suche, da ist es schon sehr viel schwieriger.

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