Das muss jetzt mal raus …

Eigentlich wollte ich euch heute ein bisschen was über den Energieausweis erzählen – ein Thema, dass bei uns im Freundeskreis gerade sehr hoch im Kurs steht. Aus gegebenem Anlass hab ich es mir anders überlegt und frage euch lieber nach euren Meinungen zu einem anderen Thema (nein, es geht nicht um den Rücktritt von Wulff ;) )

Das ich die meisten Hundebesitzer nicht mag, hatte ich schon vor einiger Zeit erzählt. Für alle, die es nicht mitbekommen haben: Wir wohnen an der Straße bzw. an einem Radweg, den auch sehr viele Spazier-/Gassigänger nutzen. Durch die ganzen Bau- und Umbauarbeiten auch im Garten hatten wir lange Zeit eine Kraterlandschaft, inzwischen immerhin eine Rasenfläche. Hecke und Zaun kommen in diesem Jahr noch – wenn es nach mir geht, schon morgen.
Schon seit 2007, als wir das Haus kauften, wunderte ich mich über die Dreistigkeit mancher Leute. Eines Tages (wir waren am Bauen) schaute ich aus dem Fenster und sah eine Frau auf unserem Grundstück. Als ich sie mehr oder weniger freundlich fragte, was sie da bitte machen würde, meinte sie einfach nur „Blumen pflücken, das sehen sie doch“. Und dann beschwerte sie sich allen Ernstes noch bei mir, dass da ja nur gelbes Unkraut Blumen wachsen würde. Sie würde doch auch noch weiße Blüten brauchen! Ich war damals so geschockt, dass mir nichts weiter einfiel.
Die Jahre vergingen und immer wieder sahen wir Hundebesitzer am Haus langlaufen. Nun haben es Hunde ja so an sich, dass sie halt einfach so überall ihre Haufen hinterlassen. Klar ist das vielleicht für einen Hundebesitzer eklig, wenn man den Haufen dann auch wieder wegmachen muss. Aber mal ehrlich – wer sich einen Hund hält, muss mit so was rechnen. Viele machten es sich aber ganz einfach, denn man kann den Hund doch einfach „mal schnell“ auf den Rasen vorm Haus machen lassen. Sieht ja eh keiner. Haben wir uns dann doch blicken lassen, wurden die Hunde ganz schnell weitergezerrt. Mehr als einen haben wir zurückgeholt und ihn die Haufen entfernen lassen ….
Auch Stöckchen werfen ist bei vielen Besitzern sehr beliebt. Und was bietet sich da besser an, als ein großes und freies Grundstück? Also schmeißt man das Stöckchen einfach gezielt auf das fremde (unser!) Grundstück, denn schließlich soll der Hund ja nicht an der Straße spielen müssen ….
Als Schnee lag, kam es noch dicker. Sonntags morgens um 8 schauten wir aus dem Schlafzimmerfenster und wunderten uns, wer da lief. Rannten doch 2 Hundebesitzer mit ihren Hunden über unsere zugeschneite Rasenfläche. ….

Ihr merkt schon, ich könnte endlos Geschichten erzählen oder mich darüber aufregen. Irgendwo las ich mal, dass man an der Grundstücksgrenze einfach großzügig Pfeffer streuen solle, denn das würde alle Hunde abhalten. Wobei ich mir nicht so sicher bin, wovor wir unser Grundstück eher schützen müssen – vor den Hunden oder eher deren Besitzern.

Doch jetzt gibt es eine neue Bedrohung. Diebe. Strauchabfall-Diebe. Glaubt ihr nicht? Wir auch noch nicht so wirklich, aber es ist so.
Wir haben vor dem Schnee einen Teil einer alten Unkraut-Hecke abgenommen und uns schon vor der Bio-Tonne zurechtsortiert. Der Platz in der Tonne ist natürlich nur begrenzt, aber es ist halt einfacher, alles zusammen abzunehmen und dann Woche für Woche in die Tonne zu stopfen. 3 Tage nachdem die Schnittreste da lagen, wunderten wir uns, dass es plötzlich so wenig geworden ist. Irgend jemand hatte sich tatsächlich große und sehr lichte Zweige bzw. dicke Äste geholt und weggetragen. Die Schleifspuren waren noch im Schnee zu sehen. Zum Abdecken konnte man die nicht brauchen und auch sonst eigentlich für nichts. Zumal eh schon alles zugeschneit war….
Gestern morgen schaue ich aus dem Fenster und staune nicht schlecht – einige große Zweige lagen schon wieder anders und man sah, dass sich schon wieder jemand bedient hatte.

Mal ehrlich – wer geht auf ein fremdes Grundstück und klaut Strauchabfälle (die natürlich auch total nass sind)? Ist das normal? Ich glaube eher nicht.  Und was wird, wenn wir unser Feuerholz nachher im Garten lagern? Kommt dann auch jemand und klaut das über Nacht weg?
Das es vor allem ältere Leute hier gibt, die mit Handkarren auf „Holzjagd“ gehen, wusste ich. Sie suchen dicke Äste, die gefällt wurden, aber nicht beseitigt. Dort bedienen sie sich und verheizen die im eigenen Ofen. Soll mir auch recht sein, so lange es nicht unser Holz ist. Wir haben uns damals beim Hausumbau ein recht gut durchdachtes System aus Gas, Kamin mit Wärmerückgewinnung und Solar überlegt und brauchen unser Holz selbst. (Wer übrigens selbst in der Richtung überlegt – hier findet man viele gute Informationen zum Thema: niedrigenergieforum.de).

Kennt ihr das Problem mit Hundehaltern oder auch Strauchdieben? Wenn ja, habt ihr Tipps? Bin ja für alles dankbar, denn Stacheldraht als Zaun finde ich optisch nicht soooo schick, wenn auch wirkungsvoll. ;)
Übrigens lagen heute morgen einige verbliebene große Zweige wieder anders und halbwegs auf dem Weg neben dem Rasen. Beim zurücklegen hab ich auch gesehen warum: Ein Hundebesitzer wollte so die gefüllte schwarze Tüte drunter verstecken, die er auf unserem Rasen deponiert hatte. :mad:
Vielleicht sollte ich mich auch einfach mal mit unserem „Nachbarn“ unterhalten, denn der hat seine Kühe mit einem Elektrozaun gesichert. Vielleicht hilft das ja ….

4 Kommentare

  1. Andre

    Hallo Sandra,

    Stacheldraht mit bunten Schleifchen find´ ich ja ganz schick.

    Du scheinst Dir ja eine tolle Gegend für den Hausbau ausgesucht zu haben, vielleicht mal beim Nachbarn fragen, ob das vorher schon ´ne Hundewiese war?!

    Ich könnte auch ständig kotzen. Wir waren auch mal Hundebesitzer und haben immer darauf geachtet, dass unsere Hunde an keine Zaun pinkeln und auf keinen Weg kacken.

    Umso erboster bin ich, wenn ich sehe, dass Leute Ihre Hunde vorsätzlich an unsere Einfahrt pinkeln lassen, die lassen sich nicht mal stören, wenn man sie aus dem Fenster anspricht.
    Oder aber ans Garagentor, das sich nach oben hin elektrisch öffnet. Sehr schön, wenn dann frische Hundepisse von oben auf´s Auto tropft.

    Ich bin ernsthaft am überlegen, das Haus mit Klingeldraht zu umspannen. Leider muss die Spannung dann doch sehr hoch sein, damit Herrchen oder Frauchen auch noch was davon hat.

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ne ne, das Haus stand schon beim Kauf, nur war das Grundstück komplett bebaut. Von einer Hundewiese war das gaaaaaanz weit entfernt ;)

      Fairerweise muss ich ja auch sagen, dass es solche und solche Hundebesitzer gibt. Manche achten wirklich drauf, was ihre Hunde tun. Leider sind das hier nur so ca. 10% – wenn überhaupt.
      Stacheldraht hatte ich auch schon überlegt, ist aber mit eigenen kleinen Kindern eher weniger empfehlenswert ;)

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  2. Tadeusz

    Hey Sandra!

    Dank meiner Tochter bin ich quasi aus zweiter Hand Hundebesitzer geworden. Du kannst Dir natürlich denken wer meist den Hund ausführen muss. Die gute Nachricht: Ich räume immer die Tretminen weg denn ich möchte ja auch nicht die Gegend verminen in der ich selbst herumlaufe, logisch oder?
    Es ist nicht mal eklig den Hundekot weg zu räumen, ganz im Gegenteil, es gibt spezielle Karton-Tüten oder Klammern die es ermöglichen im Handumdrehen das zu bewältigen. Ich benutze zuletzt fast immer eine solche Kunststoff-Klammer auf der vorher eine kleine Plastiktüte befestigt wurde wie sie einem überall nachgeworfen wird.
    Mich hat das lange bevor einen Hund „hatte“ schon geärgert, dass teils direkt vor unserem Fenster die Haufen lagen und Fliegen anzogen. Deswegen war es für mich nur konsequent damit auf zu räumen als ich selbst damit anfing mit dem Hund zu gehen.
    Ich habe auch lange beobachtet was das für Leute sind die ihre Hunde überallhin scheißen lassen und unter welchen Umständen das passiert. Mein Fazit: Meist wird der Hund fast völlig vernachlässigt und trabt hinterher so, dass die Besitzer sich gar nicht kümmern müssen, sie drehen sich nicht einmal um.

    Daher gilt es eine Barriere für den Hund zu machen, meist genügt etwas ganz kleines, etwa eine Holzlatte in Höhe von 20 – 30 cm. Die meisten Hunde könnten sie überspringen, tun es aber nicht. Für Menschen ist das noch kein Zaun und selbst Kinder werden davon nicht wirklich abgehalten. Das ist meiner Ansicht nach die beste Lösung.

    Übrigens: Sehr viele Hundebesitzer räumen ihren Dreck auch weg, es genügen ein Paar die es liegen lassen und prompt ist alles zu, denn ein Hund muss pro Tag ein oder zweimal und dann genügen ein Paar „schwarze Schafe“ um die ganze Gegend stinken zu lassen.

    Liebe Grüße, tadeusz

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  3. Nobody

    Hi Sandra,
    ich verstehe Deinen Ärger über rücksichtslose Hundebesitzer. Mein Tipp: den Druck erhöhen. Mach Fotos von den Hunden, die auf Dein Grundstück machen und deren Herrchen die Hinterlassenschaften nicht entfernen. Mache jedesmal, wenn Du so eine Beobachtung machst, eine Anzeige beim Ordnungsamt, füge die Fotos und eine Beschreibung des Besitzers hinzu. Die Ordnungsämter haben meist ganz gut sortierte Datenbanken, die finden häufig den Verursacher des „Haufens“. Das kann, gerade im Wiederholungsfall, richtig schön teuer werden.
    Selbst das Betreten Deines Grundstücks, egal ob durch Hunde oder durch irgendwelche Leute, ist eine Ordnungswidrigkeit.
    LG, Nobody

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