Das Kindertablet „Kurio Tab – Motion Edition“ im Test

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Seit Weihnachten ist unser Kindertablet hier nicht mehr wegzudenken und regelmäßig gibt es Streit darum. Der bald 3jährige sieht natürlich überhaupt nicht ein, warum das Tablet seinem Bruder gehört und er selbst nicht frei darüber verfügen darf – auch wenn sie beide nicht mehr als 30 Minuten täglich daran spielen dürfen. Und für den Großen hört jeder Spaß auf, wenn sein kleiner Bruder ans Tablet darf. Für uns eine total nervige Situation, die sich eher durch Zufall für uns perfekt aufgelöst hat. In dem Moment nämlich, als wir gefragt wurden, ob wir nicht Lust hätten, das Kurio Tab in der Motion Edition zu testen. Klar hatten wir und so wanderte das Clempad weiter zum Kleinen und der große Sohn vergnügt sich seit dem mit dem Kurio Tab. Und für mich wird es jetzt nach drei Monaten, an denen auch ich immer wieder damit spielen durfte, Zeit für ein Fazit und eine ausführliche Vorstellung.

Ich habe euch das Posting etwas aufgegliedert. Wenn ihr etwas bestimmtes sucht, dürft ihr gern direkt zum Thema springen:

– Eckdaten, das Einrichten und die Nutzerprofile -> diese Seite
Kinder-, Elternbereich, vorinstallierte Inhalte und Kurio Store – Seite 2
Motion-Funktion, Toggo-Inhalte, Wiederherstellung und Fazit – Seite 3

Verpackung und Inhalt beim Kurio Tab

Kurio Motion Tab – das Kinder-Tablet mit dem Extra an Bewegung

  • 7 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024x600px
  • Android 4.4 Kitkat
  • Intel Atom Z2520, 1.2 Ghz Dual Core, 1GB RAM
  • 8GB Speicher, mit Micro-SD um bis zu 32GB erweiterbar
  • 2 Kameras: Vorderseite mit 0.3Mpx, Rückseite 2.1Mpx
  • Bluetooth 4.0, Wi-Fi 802.11 b/g/n
  • Micro-USB-Anschluss
  • Lieferumfang: Silikonschutzhülle, Stromstecker, USB-Kabel
  • Mit vorinstallierten Spielen, diverse Lernspiele-Apps kostenlos verfügbar
  • 10 verschiedene Motion-Spiele erhältlich
  • Mit verschiedenen Toggo-Inhalten bzw. Videos
  • Abgetrennter Elternbereich
  • Bis zu 8 Nutzerprofile mit eigener Nutzungszeit einstellbar
  • weitere Apps sowohl vom Kurio Store als auch dem Google Playstore erhältlich

Ansicht Silikonhülle und Kurio Tab

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Kurio Tab nicht von anderen handelsüblichen Tablets. Es kommt mit einem USB-Kabel mit getrenntem Stecker, so dass man das Tablet auch durchaus mal an den PC hängen kann. Die mitgelieferte Silikonhülle soll vor Beschädigungen schützen und es auch ein wenig griffiger für Kinder machen. Für meinen Geschmack ist diese dafür allerdings ein wenig zu dünn und auch zu rutschig. Allerdings merkt man schon einen deutlichen Unterschied, wenn man die Hülle entfernt, denn das Tablet ist dann schon deutlich dünner und doch weniger griffig. Der Große findet die Hülle allerdings super und kommt auch gut damit zurecht.

Seteinansicht des Kurio Tab

Rechte Seite des Kurio Tab ohne Silikonhülle: Lautstärke, Micro-USB und Kopfhöreranschluss, Ein/Ausschalter

Gut verdeckt von der Hülle befindet sich ein Slot für eine Micro-SD-Karte, den man mit bis zu 32GB füttern kann. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, denn der Speicher ist wirklich ruckzuck voll. Wir haben auch ohne Filme nur noch rund 850MB Speicher frei, mit aufgespielten Toggo-Filmen würden weniger als 50MB übrig bleiben. ….

Kurio Tab - Seitenansicht mit Silikonhülle

Dank Silikonhülle sind auch die Tasten gut geschützt

Das Kurio Tab hat zwar nur einen 7 Zoll-Bildschirm, dafür ist die Auflösung sehr gut, Spielegrafiken scharf, die Spiele laufen flüssig und ohne Ruckler. Einzig die Kameras sind nicht so das wahre, aber das kennen wir schon von unserem anderen Tablet, bei dem sie auch nicht besser sind. Unsere Jungs stören sich da allerdings beide (noch?) nicht dran und finden prinzipiell alle Bilder von sich toll. Für wirklich gute Bilder ohne Wackler muss man allerdings schon raus in die Sonne gehen.

Der Start / das Einrichten

Die Installation des Kurio Tab ist sehr simpel. Schon direkt nach dem ersten Einschalten installiert sich die Kurio App und fragt alles ab, was sie wissen muss. Das geht einfach, schnell und unkompliziert. Mit installiert werden auch sehr viele Spiele und Toggo-Videos, eine Vorauswahl ist nicht möglich. Dies kann man nachher über die norme App-Deinstallation tun.
Auf den ersten Blick zeigt sich die Installation als recht speicherhungrig, denn von den 8GB sind nach der kompletten Installation nur noch 2GB frei. Einen großen Teil belegen dabei allerdings die Toggo-Inhalte (811MB) und die vielen Apps für alle Altersklassen. Hier sollte man nach der Installation in aller Ruhe aussortieren – bei uns blieben dann nur noch rund die Hälfte der Spiele übrig. Sie bleiben allerdings vorinstalliert und können über die App-Verwaltung im Elternbereich jederzeit wieder installiert werden.

Eine Nutzung ohne Installation der Kurio-App ist übrigens nicht möglich. Loggt man sich aber später als Elternteil ein, landet man automatisch in der Android-Oberfläche. Finde ich total praktisch und sehr viel besser als bei unserem Clempad.

kurio tab_einloggen

Die verschiedenen Nutzer / Profile

Die Kurio Software unterscheidet nach Elternkonto, von dem es nur eins gibt, und den Kinderprofilen. Bis zu 8 Nutzer können dabei angelegt und mit Profilbild, eigenem Passwort und diversen anderen Angaben versehen werden. Auch wird in jedem Profil geregelt, welche Apps im Nutzerbereich angezeigt werden.
Im genauen kann man hier:

  • Die Daten des Kindes eingeben (Name, Geburtstag, Bild/Avatar)
  • Für jede App per Antippen entscheiden, ob sie im Nutzerbereich des Kindes angezeigt werden soll
  • Den Internetzugangsmodus bestimmen. Entweder anhand vordefinierter Profile nach verschiedenen Altersklassen, eigens erstelltem Filter mit verschiedenen freien Websiten bzw. Profil oder aber man schaltet den Internetzugang komplett ab oder komplett frei.
  • Die Nutzerzeit steuern. Wählen kann man auch hier zwischen verschiedenen Profilen (leicht, moderat und streng) oder man erstellt sich eins nach den eigenen Wünschen. Je nach Art kann man Gesamtspielzeit und eventuelle Ruhepausen bestimmen, zum Beispiel 30min Spielen, mind. 30min. Pause, noch einmal 30min. Spielen.
  • Und man kann diverse andere Profileinstellungen vornehmen. Zum Beispiel das Passwort für das Kind zurücksetzen oder das Filtern von Anzeigen in Apps aktivieren.

Einstellmöglichkeiten im Kinderprofil beim Kurio Tab

Sehr genial gelöst ist übrigens die Sache mit der Nutzerzeit. Bisher kannte ich es immer so, dass ich eine gewisse Uhrzeit freigeben konnte – jeweils im Modus einer halben Stunde. Was aber, wenn es gerade 9.45 Uhr ist? Soll das Kind dann eine Viertel Stunde warten oder einfach so viel länger spielen? Beim Kurio Tab kann das nicht passieren, denn die freigegebene Uhrzeit startet, sobald man sich einloggt und endet exakt nach der gewählten Zeit. Finde ich super!

Ein bisschen suchen musste ich für ein einzustellendes Passwort, das man hier zwar deaktivieren, aber nicht einstellen kann. Das geht nur in der Nutzeroberfläche des Kindes mit der Eltern-PIN, die man im Elternbereich findet.

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit den Inhalten und Profileinstellungen ….

(Das Kurio Tab wurde mir für diesen Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

14 Kommentare

  1. Martin

    Wow der Bericht hat mich neugirig gemacht, da wird sich mein Sohn bestimmt drüber freuen! :D

    Antworten
  2. Jenni

    In 2 anderen Berichten habe ich gelesen das die Motionspiele mit der Kamera gar nicht richtig funktionieren. Und wer hat jetzt recht?

    Antworten
    1. Sandra

      Hm, vielleicht wir beide bzw. drei?
      Ich kann nur von uns reden und wir haben sehr helle Wände und ausreichend große Fenster bzw. Lampen. Da man mit nem Tablet ja doch recht frei ist, haben wir selbst in der dunklen Jahreszeit immer wieder einen Platz gefunden. Klar war es vielleicht nicht immer perfekt, aber die Spiele haben trotzdem immer sehr gut funktioniert.

      Ich kenne das Problem aber noch von den Bewegungsspielen meiner alten Playstation. Ich hatte in meiner alten Wohnung keine perfekt freie Fläche vor dem Fernseher und das war immer etwas schwierig.

      Aber wie gesagt – Du kannst das Tablet ja überall mit hinnehmen – notfalls auch zu einem hellen Hintergrund in einen völlig anderen Raum …..

      Antworten
  3. Sebastian

    Danke für den Bericht!
    Bin die ganze Zeit am überlegen ob ich meinem Sohn ein Tablet besorgen soll, aber natürlich will man nicht das er 24/7 vor dem Teil sitzt.

    Danke nochmal

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  4. Wolfgang Hartmann

    Selber bin ich am überlegen um ich meinem Enkel so was kaufen werde. Ist ja allgemein eine tolle sache, man muss aber auch darauf achten, das die kleine schütlinge nicht zu lange vor solchen Geräten hocken.

    LG Wolfgang.

    Antworten
    1. Sandra

      Dafür ist ja die Zeitsperre gedacht. ;)

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  5. Felix

    Das Kurio haben wir selbst noch nicht ausprobiert, das Kindle Fire finde ich aber auch für Kinder ab einem gewissen Alter gut geeignet.

    Antworten
    1. Sandra

      Das Kindle Fire sah ich neulich schon aus dem Augenwinkel und fand vor allem die Garantie des Ersetzens toll. Für mich wäre das wohl einer der Hauptgründe, es zu kaufen.
      Beim Kurio findet man leider häufiger den Hinweis auf einen Displaybruch bei einem Absturz, da hätte ich dann beim Kindle keine Panik mehr, wenn mein Sohn damit einhändig schlenkernd durch die Gegend läuft :D

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  6. Pingback: Das neue Clempad HD 6 plus von Clementoni im Test › Sandras Testblog

  7. Gudrun

    Sehr cool für Kinder, allerdings sollte man wie auch beim Fernsehen darauf achten, dass das Kind nicht ununterbrochen am Gerät sitzt. Klar hat man dadurch als Eltern auch etwas Ruhe, aber das sollte nicht Sinn und Zweck, sondern nur ein netter Nebenanspekt sein :)

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    1. Sandra

      Da stimme ich dir voll und ganz zu :)

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  8. Karolina

    Hallo,
    wir überlegen uns auch für unsere Kinder tablets zu besorgen. Bei diesem hier wüsste ich gern ob wir als Eltern es auch ganz ohne Einschrenkung nutzten können? Also ohne irgendwelche Filter. Kann mann auch Youtube schauen und ginge Skype auf den Gerät?

    Antworten
    1. Sandra

      Hi Karolina,

      Jein. Zuerst einmal ist dies hier eine recht alte Version, es wurde 2014 auf den Markt gebracht. Skype lässt sich trotzdem installieren – genutzt wird es hier nicht :)

      Grundsätzlich funktioniert der Elternbereich wie bei einem normalen Tablet auch, also ohne Einschränkungen. Bei diesem hier ist es allerdings so, dass es keine anderen Stores neben dem hauseigenen Kurio Store zulässt (außer dem Google Playstore). So habe ich es bis heute nicht geschafft, die Amazon-Shop-App darauf zu installieren. Blockt er einfach. Wenn ihr also gern die kostenlose App des Tages oder Prime-INhalte nutzen wollt, geht das nicht. Ich weiß aber nicht, wie das bei der aktuellen Tablet-Version ist.

      Wenn es auf jeden Fall ein Kindertablet sein soll, schau dir mal das aktuelle Clempad an. Sie haben hauseigene und damit völlig werbefreie Apps für alle Altersstufen, auch Bewegungsspiele und der Elternbereich ist auch hier völlig clean. Außerdem funktioniert der Amazon-Store/App ohne Probleme ;) Für Kinder finde ich das Clempad sehr viel besser, denn es ist wirklich vom Internet abgeschottet. Beim Kurio ist es so, dass selbst wenn Internet für Kinder ausgestellt ist, er beim Klick auf eine Werbung im SPiel die Internetverbindung zulässt. Man muss also immer manuell die komplette Verbindung kappen. :/

      Hoffe, das hilft dir ein wenig :)

      lg, sandra

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  9. Niklas

    Es gibt sicherlich einige Leute, die belächeln Kinder-Tablets. Was aber auch sicher ist, dass die jetzige Generation damit aufwächst. Dann ist es die Aufgabe der Eltern ein Limit zu setzen. Und da kein Weg an einem Tablet heutzutage vorbei führt, finde ich ein kindgerechtes Gerät echt nicht schlecht!! Lg :)

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