Das HP Slate 10 HD im Praxistest

*Werbung*

Ich hatte euch in meinem letzten Posting ein paar Ecken von Lübeck mit dem Slate fotografiert und hier gezeigt und wollt euch ja noch ein bisschen was zum Tablet selbst erzählen. Ich werde auch hier auf großartige Beschreibungen verzichten, die könnt ihr euch gern auf der Produktserie von HP anschauen. Statt dessen geht es jetzt um ein paar praktischen Dinge.

hp_slate lieferumfang

Android vs. WindowsPhone

Ich besitze nun schon 2 Jahre ein Lumia und hatte vorher noch nie mit Android zu tun. Am Anfang stand ich einen bisschen wie die Kuh vorm Berg, denn es ist schon sehr anders. Windows ist meiner Meinung nach viel klarer und logischer aufgebaut – dementsprechend viel musste ich am Anfang auf dem Tablet auch suchen.
Inzwischen (3 Wochen später) gehe ich recht entspannt damit um. Und auch wenn ich immer noch ständig neue Sachen finde, so geht doch alles recht schnell und wird immer besser. Vieles finde ich zwar immer noch unlogischer als beim Lumia, aber dafür kann HP ja nichts. Und wahrscheinlich werden sehr viele andere Android-Nutzer nur belustigt über mich den Kopf schütteln. ;)

hp_slate 10 hd

Das Handling

Ein 10 Zoll-Tablet ist nicht gerade sehr platzsparend, aber ich mag es genau so. Die Größe ist perfekt zum Arbeiten, zum Surfen, Spielen und auch Filme schauen. Das Slate schmeichelt durch die auf der Rückseite abgeschrägte Form der Hand und die profilierte Oberfläche sorgt für einen sicheren Halt.
Die Lautstärkereglung und der Ein-/Ausschalter befinden sich auf der Rückseite des Tablets. Hier bin ich ganz froh über den Unterschied  zum Lumia, denn diese Tasten stehen nicht hervor, können also kaum versehentlich gedrückt werden. Trotzdem kann man sie noch gut ertasten und damit blind schalten.

Das Slate wiegt etwa 630g – ein erträgliches Gewicht, bei dem man das Tablet auch über einen längeren Zeitraum problemlos einhändig halten. Die Tastatur ist schön groß und eigentlich perfekt für große Männerhände gemacht. Vor allem meinen Mann freute das, denn beim Lumia 920 drückt er selbst im Querformat meist 2 Buchstaben auf ein Mal.

hp_slate 10 hd rueckseite

Die Anschlüsse

Braucht ein Tablet wirklich einen USB-Anschluss? Wenn es nach meinem Mann geht dann schon, denn er schleppt viele Daten mit sich, die er nicht online sichern will. So galt sein kritischer Blick auch dem kleinen micro-USB-Anschluss – einen „richtigen“ gibt es nicht, hier muss man im Zweifelsfall mit einem Adapter arbeiten. Die gibt es schon für rund 3€, es sind also keine großen Summen, die man noch investieren muss. Trotzdem frage ich mich natürlich, ob ein normaler USB-Anschluss zusätzlich verbaut so viel mehr Kosten oder Aufwand bedeuten würde.
Auch vergeblich wird man übrigens den Platz für die Sim-Karte suchen, denn der ist im 3500eg nicht vorgesehen. Dafür gibt es aber Bluetooth und einen Kombiadapter 802.11a/b/g/n, so dass man sich problemlos ins nächste Wlan-Netzwerk einloggen kann. Mal eben schnell von unterwegs aus Surfen könnte allerdings schwierig werden. Hier zu Hause hing das Tablet nun knappe 3 Wochen am heimischen Wlan-Netz und machte keine Probleme. Weder stürzte die Verbindung ab, noch war es (für unser DSL 6000) besonders langsam.

Ansonsten wartet das Slate mit allen wichtigen Dingen auf: Aufgeladen wird über das Micro-USB-Kabel, dass gleichzeitig auch dem Synchronisieren am PC dient. Der Kopfhöreranschluss darf natürlich auch nicht fehlen, genauso wie die manuelle Lautstärkeregelung per Tastendruck.
Das Tablet kommt mit einer 16GB Festplatte daher. Wem das zu wenig ist, der kann den Speicher per micro-SD auf bis zu 32GB erweitern.

hp_slate sd speicherplatz

Täglicher Gebrauch

Schon beim Lumia fand ich es erstaunlich, wie schnell man sich an ein Smartphone gewöhnen kann, denn es ist so viel einfacher und praktischer! Gleiches gilt natürlich für ein Tablet, wobei hier die Gewöhnung noch viel schneller einsetzte. Allein schon, dass man kurz mal im Internet surfen kann, ohne gleich die mobilen Webseitenansichten ertragen zu müssen, war schon entspannend. Auch meine beiden Jungs waren begeistert, schließlich war Feuerwehrmann Sam bei YouTube gleich um einiges größer und viel besser zu sehen. Auch war der Klang um einiges besser als am Lumia.

Das Tablet soll vorrangig allerdings der Arbeit dienen und so war das Tippen sehr wichtig. Wer 10-Finger-Tastaturschreiben gewöhnt ist, wird sich umstellen müssen. So 3-4 Finger gleichzeitig waren nach einiger Gewöhnung aber trotzdem noch recht gut und mit wenigen Fehlern machbar. Das Slate reagiert ohne merkbare Verzögerung – tippt man etwas an, dann öffnet es sich auch sofort. In wie weit sich das mit einem vollen Speicher ändert, kann ich allerdings nicht sagen.

Der Akku hielt im Schnitt 2-3 Tage – je nach Einsatzmenge. Das finde ich recht ordentlich und völlig ausreichend. Erfreulicherweise wird es selbst nach langem Spielen oder Filme schauen kaum warm.

hp_slate unterseite

Die Unterseite: Rechts und links die Lautsprecher, in der Mitte der micro-USB-Anschluss

Spiele, Filme und der Klang

Klar mussten natürlich auch ein paar Spiele gespielt werden und nachdem es doch diverse Spiele nicht im Windows-Store gibt, fühlte ich mich jetzt im 7. Himmel. Erstaunt war ich auch, wie viel günstiger viele Sachen auch im Google PlayStore sind. Kleines Beispiel: Für Plants & Zombies habe ich fürs Lumia satte 4,99 Euro berappen müssen. Die Android-Version dagegen kostet nur 90 cent.
Ausprobiert hatte ich 2 leistungsintensivere Spiele – Dungeon Keeper und Plants & Zombies 2. Dazu gab es für die Kinder noch ein Malprogramm und ein Piano. Die beiden letzteren liefen ohne Probleme, Plants & Zombies 2 zu 99,9% auch. Nur als das ganze Spielfeld voll mit sich bewegenden Zombies und Pflanzen war, ruckelte es ein klein wenig, was aber nicht wirklich störte und auch sehr kurz war.
Dungeon Keeper dagegen war nicht ganz so einfach, denn das lief eher schlecht als recht. Die Ursache würde ich hierfür allerdings bei unserer DSL-Verbindung (6000er) und dem Daueronline-Spielprinzip suchen. Es gab immer wieder Spielabbrüche, bei denen die Verbindung unterbrochen war und dazu noch Grafikprobleme. Die Gänge waren dauerhaft schwarz/weiß verpixelt, die Räume dagegen zeigten ein recht gutes und scharfes Bild.

Neben Feuerwehrmann Sam musste das Tablet auch oft für YouTube-Videos herhalten. Sehr beliebt bei unserem Sohn sind die irischen Coversongs der Sprachschule TG Lurgan – in der Regel laufen mind. 3 Videos pro Tag. So kenne ich natürlich auch die meisten Songs in- und auswendig und war doch überrascht, wie viele Töne ich bisher beim Lumia zwangsweise überhört hatte.
Das Slate 10 kommt mit dem Beats Audio-System, das von Dr. Dre höchstpersönlich optimiert wurde. Ich finde, dass es auf jeden Fall etwas gebracht hat, denn der Sound ist wirklich erstaunlich gut und satt und vor allem kein Stück blechern (wie ich eigentlich erwartet hatte). Wahrscheinlich genau deshalb wollte der kleine Bruder wohl auch noch öfter als sonst „seine“ Songs hören, die er inzwischen so abgöttisch liebt (und ich auch). Diesen hier zum Beispiel:

Spiele super, Musik super, fehlen noch die Filme. Da man sich auf TV-Mitschnitte nicht so wirklich verlassen kann, musste etwas zuverlässigeres her. Gefühlte 5.000 Mal lief hier der HD-Trailer des neuen LEGO-Movie mit gestochen scharfem Bild. Genial!

Fazit

299 Euro für ein 10 Zoll-Tablet ist nicht gerade viel, eigentlich sogar recht günstig. Dafür muss man allerdings auch einige kleine Abstriche machen, wie bei dem fehlenden USB-Anschluss, für den man einen Adapter auf den micro-USB-Anschluss benötigen würde. Den fehlenden Sim-Kartenslot kann man nicht so einfach überbrücken, damit muss man einfach leben.
Die Leistungen der Kameras sind nicht überragend, jedoch sind die Bilder im Freien bei guten Lichtverhältnissen gar nicht mal so schlecht. Die Objekte bzw. Ansichten dürfen nur nicht zu weit weg sein, dann ist alles super. Allerdings gibt es für Fotos ja auch richtige Kameras.

Ansonsten bin ich vom Tablet sehr positiv überrascht. Es sieht gut aus, liegt gut in der Hand, hat eine sehr gute Pixelauflösung, ein klares Bild, ist sehr schnell und überhaupt ziemlich gut. Und auch wenn ich traurig bin, dass das Testgerät morgen seine Heimreise antritt, so steht es doch inzwischen ganz oben auf meiner Hitliste für den so dringend anstehenden Tablet-Kauf.

(Das Tablet wurde mir für diesen Test 2 Wochen lang kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

6 Kommentare

  1. Marie

    Danke für den guten Bericht! Ich möchte mir am liebsten ein Samsung Note kaufen, aber es ist mir einfach zu teuer. Dieses hier klingt nach einer guten Alternative. Allerdings würde es mir sicher fehlen unterwegs online zu gehen.

    Antworten
  2. Katrin

    Schöner Test. Insbesondere der Hinweis auf den guten Sound hat mir sehr geholfen. Bin schon länger auf der Suche nach einem zweiten Tablet für Unterwegs und da ist mir ein guter Sound wichtig. Nach der Lektüre des Testberichts bin ich mir relativ sicher, dass ich zum HP Slate greifen werde :)

    Antworten
  3. Toni

    Ich suche derzeit mein erstes Tablet. Die Wahl liegt derzeit bei einem iPad. Da wir aber alles von HP haben, möchte meine Frau auch beim Tablet auf ein HP Modell zurück greifen. Danke für diesen Testbericht.

    Wir werden uns die Tage nochmal den Tablet-Kauf konkretisieren und (vermutlich) das HP Slate kaufen :-)

    Antworten
  4. Netti

    Also ich habe mich schon vor einem Jahr für ein iPad entschieden. Ich hatte auch ein Samsung in der Hand aber die Bedienung gefällt mir bei Apple einfach besser – einfach und zielführend.
    Also Handy habe ich ein samsung, allerdings nur aus Preisgründen und weil mir das iphone optisch nicht mit all seinen Features mehr gefällt.

    Antworten
  5. Gerd

    Habe das Tablet vor ein paar Monaten gekauft und es hat mich sehr überzeugt. Es ist einfach in der Handhabung, kann nicht mehr oder weniger als andere Markenprodukte und das Preis Leistungsverhältnis ist hier sehr gut. Das Display reagiert etwas weniger sensibel als bei anderen Tablets daran muss man sich gewöhnen ansonsten alles gut.

    Gruß Gerd

    Antworten
  6. Sandra

    Ich habe mich zwischenzeitlich für das Yoga 10 von Lenovo entschieden – vor allem wegen der langen Akkulaufzeit. Irgendwann, wenn ich mal ein bisschen Geld übrig habe, kaufe ich es mir bestimmt auch. Allerdings gibt es bis dahin wahrscheinlich schon sehr viel bessere Modelle :D

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.