Belvita – ein Keks zum Frühstück

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Ich habe zwei Freunde, die morgens schon Kuchen zum Frühstück essen können und dies auch regelmäßig tun. Mein Fall ist das überhaupt nicht. Mit kalter Pizza oder ähnlichem habe ich in Ausnahmefällen kein Problem, auch esse ich gern ein Marmeladen- oder Schokobrot. Aber Kuchen zum Frühstück ist mir einfach zu viel. Eine Herausforderung war es also, die Frühstückskekse von belvita zu testen.

belvita_verpackung

Eine vollwertige Mahlzeit?

Angestachelt vom TV-Spot dachte ich tatsächlich, dass ein oder mehrere Kekse für ein komplettes Frühstück ausreichen würden bzw. sollten. Wirklich vorstellen konnte ich es mir nicht, schon gar nicht, dass es wirklich gesund sein sollte. Und tatsächlich ist es so, dass ich wohl Teile des Spots verdrängt haben muss.

Alle vier Sorten der Kekse enthalten 5 Cerealien aus dem vollen Korn – Roggen, Weizen, Dinkel, Gerste und Hafer. Zusätzlich finden sich natürlich auch Zutaten wie Fett und Zucker, denn dafür sind es halt Kekse. Die Sorte „Cranberry“ schießt hier übrigens den Vogel ab, denn hier finden sich Zucker, gezuckerte und getrocknete Cranberries, Rohrzucker und Invertflüssigzucker. Dabei erstaunt es fast, dass 100g Kekse trotzdem nur 18g Zucker enthalten. Isst man allerdings die empfohlenen 4 Kekse, so hat man schon 12% des GDA-Tageszufuhr-Richtwertes an Zucker in sich. Entspannter ist das bei der Sorte „Milch & Cerealien“, die mit 15g Zucker/100g Keks zu Buche schlägt.
Nicht verschweigen möchte ich euch die diversen Vitamine und Mineralstoffe, die laut Nährstofftabelle in den Keksen stecken. Da wären zum Beispiel Vitamin B1, E, B3, B6, Folsäure, Magnesium und Eisen – je nach Kekssorte. Außerdem sind da natürlich noch die ganzen Ballaststoffe durch das Getreide.

belvita ausgewogenes Frühstück

Liest man sich die Verpackung ein klein bisschen durch, findet man sehr schnell den Hinweis, dass die Kekse als Bestandteil eines ausgewogenen Frühstücks zu sehen sind. Als solches sollen sie Energie für den ganzen Vormittag geben – 4 Stunden lang. Die Idee dahinter ist die kontinuierliche Abgabe von Kohlenhydraten auf gleichbleibendem Niveau über einen langen Zeitraum. Laut belvita wurde dies in mehreren klinischen Studien nachgewiesen.
Demnach gehören zu einem ausgewogenen Frühstück 4 belvita Frühstückskekse + 1 Joghurt + 1 Portion Obst + 1 Tasse Tee oder Kaffee. Die letzten 3 Dinge sind in einem gewissen Rahmen austauschbar, allerdings gehört ein halbes Schwein auf Toast zum Beispiel sicher nicht in die Rubrik „gesund und ausgewogen“.

Die Sorten

Vier verschiedene gibt es. In jeder Packung finden sich übrigens kleine Folienpakete mit je 4 Keksen darin. Perfekt, denn so bleiben sie wirklich knusprig und frisch. Ausgepackt allerdings verlieren sie schnell diese Knackigkeit.

Honig und Nüsse
Meine Lieblingssorte, wenn auch mit 26g Zucker die gehaltvollste. Wirklich schmecken tut man den nicht unbedingt, viel eher die leichte Schokoladennote, die von den kleinen Schokostückchen darin kommt.

Knusprige Cerealien
Wer nicht so sehr auf Süßes steht, sollte unbedingt diese Sorte probieren. Sie schmeckt ein klein bisschen herber und würziger, wenn auch ein Stück weit salzig.

Cranberry
Meine zweitliebste Sorte. Die sauren Früchte bilden den perfekten Kontrast zum süßen Keks, so dass sich eine doch sehr ausgewogene Mischung ergibt. Außerdem liebe ich sowieso Früchte in Keksen!

Milch & Cerealien
Ich weiß nicht warum, aber mit Abstand schmeckt diese Sorte am süßesten. Die Sorte ist so süß, dass ich sie eher zum Kaffee essen würde, aber keinesfalls zum Frühstück.

Insgesamt schmecken alle Kekse schon recht gut – mal abgesehen von der Süße. Dauerhaft zum Frühstück wären sie für mich aber nichts.

4 verschiedene Sorten

Ein Praxistest

Ich wollte natürlich wissen, ob die Kekse halten, was sie versprechen und probierte sie streng nach Anleitung aus. Eine Packung Kekse, ein Natur-Joghurt ohne Zucker, ein Pfirsich im Joghurt und sogar noch ein Apfel obendrauf. So setzte ich mich zu meinen beiden Kindern an den Tisch. Das Ergebnis hatte ich vorher schon geahnt, aber man muss ja alles mal getestet haben.

Als erstes quengelte der 4jährige, dass er auch so einen Keks möchte, dann wollte der 1jährige den Joghurt. Beide durften kosten und waren eine Zeit lang tatsächlich zufrieden, kämpften dann aber schlussendlich beide um den Apfel. Meinen Apfel. Den auf dem Tisch, den ich wohlweislich vorher aufgeschnitten hingestellt hatte, wollte keiner.
Insgesamt aß ich 3.5 Kekse rund 200 (statt 250g) Joghurt mit etwa einem halben Pfirsich drin und einen halben Apfel. Um 10 Uhr hatte ich das erste Mal wirklich Appetit, um 10.30 bekam ich Hunger. Genau 3 Stunden nach dem Frühstück. Ob es an dem fehlenden halben Keks lag, dass ich nach nur 3 Stunden schon wieder Hunger hatte? Ich glaube nicht.

Mengenmäßig fand ich das Frühstück übrigens ganz schön viel, auch wenn vier Kekse und ein bisschen Joghurt und Obst nicht sooooo die Menge sind. Vom Gefühl her und im Normalfall hätte ich mir diese Menge eher über den Vormittag aufgeteilt und wäre damit sehr wahrscheinlich länger satt geblieben.

Fazit

Kann man kaufen, muss man aber nicht. Sie schmecken gut, sind kernig und knackig und machen wirklich satt. Ich würde sie nicht zum Frühstück essen, sondern eher als Zwischenmahlzeit für den kleinen Hunger zwischendurch. Die richtige Zielgruppe sind ganz sicher keine Mütter, sondern eher Leute wie die Radiomoderatorin aus dem TV-Spot oder ihr Kollege, der zum Frühstück ein Schaumkuss-Brötchen frühstückt. Daneben müssen dann auch die Kekse selbst ohne das empfohlene Obst oder den Joghurt gut und gesund aussehen. ….

Kekse zum Frühstück – was denkt ihr darüber?

Die Produkte wurde mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.

2 Kommentare

  1. Pepsa

    Hihiiii, ich musste so schmunzeln, schöner Beitrag! :)
    Die Kekse hab ich auch probiert und mag die mit Honig/Nüssen auch am liebsten. Ich hab sie bislang 2x für’s Büro und das Hungerloch gekauft. Da kann man mal 1-2 Kekse zum Kaffee essen. Für mein Frühstück Greif ich aber doch lieber zum Müsli. Oder zum Brötchen ;)
    LG, die Pepsa

    Antworten
  2. Pingback: Degustabox – Juni 2014 › Sandras Testblog

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