Ballistol – Pluvonin

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Seit meinem letzten Ballistol-Bericht ist nun schon eine Weile vergangen, doch dafür habe ich heute einen besonders guten Tipp. Auch wenn Pluvonin ein bisschen wie ein Medikament klingt – es geht heute um ein Imprägnierspray.

Pluvonin ist eine Universal-Imprägnierung und hat den Zusatz „waterstop“. Grund genug für einen harten Test. ;)

Eigentlich nutze ich schon seit Jahren Imprägnierspray. Meist immer ein preisgünstiges, ohne mir groß Gedanken über eine Marke zu machen. Bis vor einiger Zeit hatte ich auch nie Probleme damit. Erst als ich beim letzten Spaziergang nasse Füße bekam, machte ich mir doch so meine Gedanken.
Warum also nicht mal etwas hochwertigeres probieren? Wobei ich gleich sagen sollte: Hochwertig heißt in dem Fall nicht gleich teuer. 500ml kosten 7,69 Euro.

Pluvonin stammt aus dem Hause Ballistol bzw. der Firma F.W. Klever. Die Einsatzgebiete sind sehr vielseitig. Egal ob Schuhe, Kleidungsstücke, Zelte, Planen, Sportausrüstung, Markisen, Sonnen- und Regenschirme, … Alles wird wasserfest. Bei durchlässigen Materialien sollte mehrmals gesprüht werden, damit alles effektiv geschützt ist. Doch trotz der wasserabweisenden Beschichtung soll das Material atmungsaktiv bleiben.

Eigentlich wollte ich einen Vergleichstest machen. Leider hatte ich das alte Imprägnierspray schon aufgebraucht und nach diesem Testergebnis würde ich mir auch keins mehr kaufen wollen ;)

Für den Test herhalten musste ein altes Schlafanzug-Oberteil von meinem Sohn. Es war sowieso kaputt, also kein Verlust. Ich habe mir auf einer Seite einen Kasten gezeichnet. Alles innerhalb dieser Grenze wurde mit Pluvonin eingesprüht. So ein bisschen was geht immer über den Rand, das lässt sich leider nicht verhindern. Gesprüht habe ich an der frischen Luft, was kein Problem war. Es roch schon recht streng, aber das tun andere Imprägniersprays auch. Da man das ganze laut Packung 45 Minuten bei Raumtemperatur trocknen soll, habe ich das Oberteil nach 5 Minuten wieder rein geholt und über den Stuhl gehangen. Nach ca. 3 Minuten wanderte es wieder nach draußen, weil es schon sehr stank.
Nach den angegebenen 45 Minuten war davon allerdings nichts mehr zu riechen. Es roch ganz entfernt ein winziges bisschen nach dem Universalöl, aber vielleicht war das auch Einbildung ;) Da das Oberteil aus einem sehr dünnen Stoff besteht, besprühte ich ihn ein 2. Mal. Wieder durfte er an der frischen Luft trocknen. Insgesamt schon länger als 45 Minuten, aber es waren auch nur 10 Grad.

Dann folgte der erste vorsichtige Test. Ich gab ein paar Spritzer Wasser auf die Fläche. Gerechnet hatte ich damit, dass es nach kurzer Zeit in das Oberteil einzieht und mir sagt, dass ich viel zu wenig gesprüht habe. Doch statt dessen bildeten sich 2 wunderschöne kleine Wasserkugeln, die bei jeder Bewegung rumkullerten und sich irgendwann verbanden.

Nachdem das so gut klappte, ging ich über zum 2. Test – dem Wasserhahn. Erst ganz vorsichtig, dann immer mehr drehte ich den Hahn auf.

Leider ist das 2. Bild nicht so gut geworden. Das Wasser läuft noch aus dem Hahn auf’s Oberteil. In Richtung Wasserhahn kann man aber sehr gut die dunkle Verfärbung erkennen – dort zog das Wasser sofort in den Stoff ein. Im behandelten Teil blieb alles trocken.
So sah es nachher aus:


Ich bin total begeistert, denn im eingerahmten Bereich ist alles trocken geblieben. Ich habe es nicht noch mal ausprobiert, aber wahrscheinlich hätte sogar 1x sprühen gereicht – trotz des eher durchlässigen Stoffs.

Natürlich musste auch eine „Pust-Probe“ sein. Das ganze soll ja atmungsaktiv sein. Und tatsächlich spürte ich einen Luftzug durch den Stoff. Auch ansonsten fühlt sich das Oberteil nicht anders an als vorher. Der Stoff ist an der Oberfläche minimal härter, aber eigentlich merkt man das kaum. Und er riecht wieder völlig normal.

Mein Mann hat sich inzwischen die Sprayflasche bei Seite gelegt und gestern vor sich hin gemurmelt, was er denn noch alles so damit behandeln will. Ich glaube, dafür muss ich dann eher auf den 5l-Kanister zurückgreifen ;) Und tatsächlich gibt es den zu kaufen. Eine Anschaffung wert wäre es auf jeden Fall. Wir haben vieles, das immer wieder wetterfest werden muss und dann lohnt sich das schon. Wir werden davon auf jeden Fall mehr kaufen. Die Wirkung hat absolut überzeugt. Gerade auch für die ganzen Schuhe und Jacken von Sohnemann, Motorradklamotten und so weiter … Also – kaufen!

Pluvonin gibt es wie alle anderen Ballistol-Prdukte nur im Fachhandel oder im Onlineshop zu kaufen. Einen Fachhändler in eurer Nähe könnt ihr hier finden.

(Die Produkte wurden mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

4 Kommentare

  1. rainer

    danke für den test und die hevorragende berichterstattung.
    ich werde mir dann jetzt wohl auch gleich den 5 l kanister holen.

    bis dann rainer

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  2. Ute

    Danke sehr! Das hat mich gerade aus meiner Entscheidungsneurose geholt ;) Ich weiß nun, welches ich kaufen werde.

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  3. Ignaz

    Hallo, taugt der Spray auch zum Imrägnieren von Cabrio-Stoffdächern?

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    1. Sandra

      Puh, da muss ich leider passen, denn ich habe kein Cabrio zum testen ;)
      Aufgrund meiner Erfahrung bei dem dünnen Stoff würde ich es allerdings sofort vermuten und mich sogar wundern, wenn es nicht geht. Es eignet sich laut Hersteller ja auch für Zelte und Markisen/Planen, da würde ich Cabriodächer auf jeden Fall dazuzählen.

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