(Baby)Nahrung schonend erwärmen dank Licht

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Wie wärmt man Babynahrung auf? Bei unserem „Großen“ habe ich es gehasst, denn immerzu musste man beim Erwärmen stehenbleiben. Die Mikrowelle wäre am schnellsten, wollte ich aber nicht unbedingt nehmen. Ein Wasserbad dagegen dauert ewig und man sollte das schon gut im Auge behalten. Die 3. Möglichkeit entfiel bei uns, denn einen Flaschenwärmer hatte ich bis dahin nie gebraucht und wollte auch nicht extra einen anschaffen.
Jetzt beim 2. Kind habe ich eine richtig tolle 4. Möglichkeit gefunden, die halbwegs schnell geht und bei der ich vor allem nicht ständig dabeistehen muss. Noch dazu ist das Gerät klein und leicht und benötigt nur einen Stromanschluss, so dass man es auch ohne Probleme mal mit zu Freunden nehmen kann. Die Rede ist vom ganz neuen Babykostwärmer Thermo Light von NUK.

NUK_thermo light

Oben im Bild seht ihr alle Teile, die man dafür benötigt. Der Ring wird vor Benutzung auf das Gerät aufgelegt und die Zange benötigt man nachher für das heiße Glas bzw. die Flasche. Wobei ich sie bis jetzt noch nicht ein Mal gebraucht habe.

Das kann der Babykostwärmer

  • Fläschchen oder Gläser erwärmen, dabei ist es egal ob Milch oder Brei.
  • Erwärmt schonend und gleichmäßig
  • sehr einfach und hygienisch
  • für verschiedene Behältergrößen und Materialien
  • Warmhaltefunktion mit max. 20 Minuten
  • Funktioniert ohne Wasser, nur mit Strom – Nahrungsbehälter reinstellen, anschalten, fertig.

NUK_startklar

Bedienung / Funktionsweise

Das Innenleben des Babykosterwärmers erinnert ein Stück weit an eine Lampe. Schaut man von oben rein, sieht man nicht mehr als eine kleine Spirale und natürlich das Glas, unter dem sie liegt. Von außen eingehüllt in Kunststoff ist die Glasschale das eigentlich wichtige, denn oberhalb wird der Ring aufgesetzt, auf dessen Metallhaken später die Babynahrung erwärmt wird. Und es gibt nur einen einzigen Knopf, über den man alles steuert.

Zuerst einmal muss man jedoch schauen, in welchem Behältnis man die Babynahrung / Milch hat. Glas darf erhitzt werden, PP auch. PE dagegen nicht und auch PP klappt nicht immer (siehe weiter unten). In der Regel passen die Behältnisse, ansonsten muss umgefüllt werden.
Der Ring wird aufgesetzt (passt nur 1x) und der Behälter hineingestellt. Dann dreht man den Knopf in etwa auf die richtige Stufe. Hierbei heizt das Gerät je länger, desto weiter man den Knopf nach rechts dreht. Es ist so ein bisschen ein Glücksspiel, bis man die richtige Einstellung gefunden hat, jedoch bietet die Skala eine Orientierung. Der orange Bereich gilt für zimmerwarme Nahrung, der blaue für Sachen aus dem Kühlschrank. Außerdem helfen Flaschen- und Gläschensymbole zusätzlich weiter. Knopf also auf die richtige Stufe stellen, dann den Knopf drücken und schon geht die Lampe an und das Gerät arbeitet. Nun kann man sich wieder anderen Dingen zuwenden, sollte nur während des Erhitzens unbedingt mind. 1x umrühren, sonst brennt der Brei an.

Die Dauer der Erhitzung richtet sich danach, wie weit der Knopf gedreht wurde. Ist diese Zeit und damit die Temperatur erreicht, schaltet das Gerät automatisch in den Warmhaltemodus und hält max. 20 Minuten diese Temperatur. Danach schaltet es sich automatisch aus, so dass man nie Angst haben muss, dass etwas passieren kann. Auch hat das Gerät einen eingebauten Überhitzungsschutz.

Ist die Nahrung fertig, sollte man den Behälter nur mit der Zange anfassen, da er sehr heiß sein kann. Bei den großen und dicken Marmeladengläsern musste ich das bist jetzt noch nicht ein Mal, die waren immer nur im unteren Bereich heiß.

nuk_in Betrieb

Schonende Erwärmung?

Dank des Infrarotlichtes wird die Nahrung langsam erhitzt, jedoch gibt es da halt nicht so viele Möglichkeiten. Egal welche Methode zum Erhitzen man wählt, wird eine Stelle immer richtig heiß und von dort aus verteilt sie sich im Behälter. Hier ist es halt der Boden, bei dem der Brei sogar anhängt, wenn man zwischendrin nicht umrührt. Man sollte also auch vor dem Füttern daran denken, dass der Boden sehr viel heißer ist.
Trotzdem konnte ich aber merken, dass sich die Nahrung vom Boden her recht gleichmäßig erwärmt.

NUK_gläschenkost

Geeignete Behältnisse

Laut NUK darf der Babykostwärmer mit Glas- und Kunststoffbehältern betrieben werden. Letztere dürfen aber nur aus PP sein, nicht aus PE. Und auch hier gibt es eine Einschränkung, denn obwohl die Avent VIA Becher aus PP sind, schmelzen sie schon nach kurzer Zeit unter der Hitze weg und dürfen auf gar keinen Fall zum Erhitzen verwendet werden! Aber dafür kann NUK ja nichts.

Update:
Ich hatte Bilder des VIA-Bechers an Avent geschickt. Dort teilte man mir mit, dass PP-Produkte keinesfalls alle gleich behandelt werden können, denn sie haben je nach Zusammensetzung, Wandstärke usw. ein völlig anderes Temperaturverhalten. So könnte man die VIA-Becher zwar einfrieren und auch in der Mikrowelle erhitzen, sie sind aber nicht für eine starke punktuelle Erhitzung, wie sie ja im Babykostwärmer durch die Auflieger passiert, konzipiert.

Ansonsten ist man in der Benutzung recht offen. Die Öffnung ist sehr weit, so dass auch unsere ganzen verschiedenen Weithalsflaschen problemlos passten. Ich habe übrigens bewusst alle möglichen Flaschen aus PP erhitzt – alle haben sie gehalten. Nur die Ultivent von MAM wollte ich nicht ausprobieren, denke aber, dass sie  bzw. die Gummidichtung über dem Boden schmelzen würde. Mit handelsüblichen Flaschen und auch Gläschen funktioniert es aber bestens.

Leider passen breite Marmeladengläser ganz knapp nicht rein. Die etwas schmaleren Bonne Mamam-Gläser passen ganz genau und so wird mein selbstgekochter Brei nun immer in ein Marmeladenglas umgefüllt. Mutet vielleicht etwas umständlich an, ist aber gar nicht so schlimm.

NUK_geschmolzen

Fazit

Noch ein Gerät? Bevor der Babykostwärmer bei uns einzog, war ich wirklich lange am Überlegen, ob das überhaupt Not tut. Doch jetzt, wo ich ihn schon ein paar Wochen habe, bin ich total begeistert. Man kann ihn einhändig anstellen, braucht sich um nichts weiter kümmern und man muss vor allem nicht daneben stehen bleiben. Allein das sind für mich schon diverse Kaufgründe. Noch dazu funktioniert er ohne Wasser, was hier bei unserem sehr kalkhaltigen Wasser sehr angenehm ist. Man muss ihn nicht groß reinigen, nur ab und an mal aus- und abwischen. Man sollte halt nur aufpassen, weil sowohl das Glas im unteren Bereich, als auch das Gerät sehr heiß werden (vor allem, wenn noch etwas „größere“ Kinder im Haushalt leben).

Ich mag liebe es und würde nie wieder auf die Erwärmung mittels Licht verzichten wollen. Und auch wenn der Preis nicht gerade günstig ist – es lohnt sich!

(Das Produkt wurde mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

7 Kommentare

  1. Jan

    Hallo,

    was verbraucht das Gerät den an Strom?

    Viele Grüße
    Jan

    Antworten
    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Das ist ne gute Frage, die ich glatt mal weitergegeben habe. Ich melde mich, sobald ich eine Antwort habe! :)

      Antworten
    2. Sandra (Beitrag Autor)

      Heute kam die Antwort und ich kopiere einfach mal ein:

      „Der NUK Thermo Light Babykostwärmer hat eine Leistungsaufnahme von 100 Watt. Bei einer Laufzeit von 15 Minuten hat es demnach 100 W x 15 Min / 60 Min/h = 25 Wh = 0,025 kWh verbraucht.“

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  2. Pingback: Bei uns wird Kundenservice (nicht) groß geschrieben! › Sandra's Testblog

  3. Angela

    Werden die Lebensmittel bei diesem Gerät in Glas oder in Plastik erwärmt? ich suche nämlich nach einer Alternative zum Dampfgarer, weil die aus Plastik sind. Weichmacher etc. will ich nicht in der Babynahrung haben!
    LG,
    Angela

    Antworten
    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Wie weiter oben schon steht, kann man sowohl Glas als auch Kunststoff-Flaschen reinstellen.

      Antworten
  4. Stefanie

    Interessantes Produkt.
    Finde es super da es ja auch irgendwie auf Nachhaltigkeit setzt.
    Das man es aus Glas ebenso beziehen kann finde ich wirklich gut, da ich auch eher ein Bogen um die „Weichmacher“ mache:-)
    Einziger leichter Kritikpunkt das sich das ganze Behältnis extrem erhitzt und kaum noch angefasst werden kann.
    Würde es mir dennoch auch kaufen.
    Lg und Danke für deinen Test
    Stefanie

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