Auf dem Weg zu mehr Fitness dank Sling-Training

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Ich bin schlapp – eine Tatsache, die ich in den letzten Wochen wohl oder übel einsehen musste. Das war nicht immer so, aber nach inzwischen 2 Geburten, Hausbau und diversen anderen Verpflichtungen blieb nie Zeit für mich selbst, um wieder mit dem Training zu beginnen oder überhaupt halbwegs effektiv etwas zu tun. Doch das soll sich nun endlich ändern. Eine Diät kommt durch das Stillen noch nicht in Frage, aber ich kann etwas für den Muskelaufbau und die Körperspannung im Allgemeinen tun. Und allein das bewirkt oft auch schon ganz viel. Es ist halt immerhin ein Anfang.
Doch wenn man keine Zeit fürs Fitneßstudio hat, ist man schnell eingeschränkt. Auch wenn wir den Platz im Haus haben, möchte ich weder ein Laufband, noch ein Fahrrad oder ähnliches hier stehen haben. Klein und kompakt sollte ein mögliches Trainingsgerät sein, damit es nicht ständig im Weg liegt, steht oder hängt und um es auch mal in den Schrank räumen zu können, wenn Besuch kommt. Zusammen mit meinem Mann habe ich mich schlussendlich für den aerosling XPE entschieden, den ich bei www.aerobis.com gefunden hatte. Er ist klein, handlich und wiegt gerade mal gut 600g. Man kann damit fast überall trainieren, wo man etwas stabil befestigen kann und – das wichtigste überhaupt – es ist ein Ganzkörpertrainingsgerät. Und nicht nur ich kann es nutzen, sondern der Mann auch.

aerosling XPE_so sieht er aus

1 – Ankerschlinge mit Türanker
2 – Umlenkrolle
3 – hier wird die Länge eingestellt
4 – Hand- bzw. Fußschlaufen

Sling Training?
Das Sling Training, auch Schlingentraining genannt, gibt es schon relativ lange. Im ersten Moment mutet es eher wie eins der supermodernen, abgedrehten Trainingsideen an, doch das Schlingentraining wird schon lange in der Rehabilitation bzw. auch im Training eingesetzt.
Die Idee dahinter ist recht simpel. Durch eine gewollte Instabilität werden unsere kleinen Muskeln, die auf ein normales Training kaum ansprechen, dazu gebracht, zu arbeiten. „Hängt man sich in die Seile“, steht man nicht mehr stabil – der Körper bzw. die Muskulatur muss ausgleichen. Dafür reichen schon winzig kleine Bewegungen, um die „lokalen Stabilisatoren“, also die kleinen Muskeln, arbeiten zu lassen. Das Ergebnis überzeugt, denn man trainiert nicht nur die großen, sondern auch die kleinen und wichtigen Muskeln. Und so ganz nebenbei schult man die Koordination und das Gleichgewicht.

Geeignet ist das Sling Training für alle – egal welches Alter (Kinder natürlich ausgenommen), Geschlecht oder auch Trainingszustand. Durch eine Variation der Hebel bzw. auch der eigenen Position zum Seil kann man sein optimales Trainingslevel und den Widerstand selbst bestimmen.

aerosling XPE_im Einsatz

aeroSling XPE
Man nehme 2 verschieden lange Bänder, eine Umlenkrolle und 2 Handgriffe, baue alles zusammen und schon hat man einen Schlingentrainer. Das Prinzip ist sehr simpel, aber doch genial. An einer langen Ankerschlinge lässt sich ganz leicht und in verschiedenen Höhen ein Türanker befestigen. Am Ende der Ankerschlinge hängt die Umlenkrolle, durch die das lange Band mit den Handgriffen geführt wird. Beim XPE ist es auf einer Seite fest und auf der anderen verstellbar – das geht sehr leicht und einfach, so dass man nicht ewig fummeln muss. Dank der Rolle sind beide Seiten immer gleich lang und man muss nichts überprüfen, wie es bei anderen Schlingtrainern der Fall sein kann. Die „Röhren“, die die Handgriffe bilden, sind übrigens auch nur auf das Band aufgefädelt, aber nicht fest. Sie drehen sich und können auch hin- und her bewegt werden. Das hat zum einen Vorteile bei der Nutzung als Beinschlinge, sorgt so aber auch noch für zusätzliche Instabilität.

Der aeroSling besteht aus einem sehr hochwertigen Material. Die Bänder sind dick, die Umlenkrolle wirkt hochwertig. Die Handgriffe bestehen aus texturiertem und glasfaserverstärktem Kunststoff und sind damit sehr griffig, aber auch leicht zu reinigen. Und vor allem sind sie nicht so schwer. Die Lieferung erfolgt in einem kleinen Beutel, in dem der aeroSling überall mit hingenommen werden kann. Und genau dafür ist er auch perfekt. Durch das kleine Packmaß passt er in jeden Urlaubskoffer, Rucksack oder auch Aktentasche. Wie wäre es mit ein bisschen Training während der Mittagspause? Gar kein Problem, denn man benötigt nur ein Geländer, einen Baum oder sonstiges.

aerosling XPE_Türanker

Rückseite der Tür mit Ankerschlinge

Die Befestigung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Befestigung. Zum einen natürlich das einfachste: die Tür. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass man das eher als Notlösung sehen sollte.  Die Trainingsrichtung ist zwar immer entgegengesetzt der Öffnungsrichtung, aber man drückt dabei den Türgummi zur Seite und auch sonst ist die Belastung auf Dauer nicht gerade materialschonend. Noch dazu kommt der schlechte Trainingswinkel (der Schlingentrainer hängt einfach zu tief) und die Tatsache, dass man eine Tür braucht, die nicht so dicht schließt. In eine normale und sehr dicht schließende Tür kann man den aeroSling zwar klemmen, allerdings bekommt man die Tür dann nicht mehr zu und kann so nicht trainieren. Auch kann man an einer Tür nicht jede Übung ausführen. Grundsätzlich ist es aber besser als nichts.

Es gibt noch 2 Alternativen. Unser aeroSling hängt nun an einem Deckenhaken, der für unseren Hängesessel vorgesehen ist. Mit den 2.80m hat er auch für meinen 1.85m großen Mann eine sehr angenehme Höhe zum Trainieren. Befestigt haben wir ihn einfach mittels Karabinerhaken. Sicher und flexibel.
Ideal ist zum Beispiel auch ein großer Ast oder auch Baum im Garten. Hier wird die Ankerschlinge entweder mindestens 4x um das Objekt gewickelt und am Karabinerhaken befestigt oder ein Schlingenende durch das andere geführt, um einen selbst fixierenden Ankerpunkt zu bekommen.

Vor Beginn des Trainings sollte natürlich unbedingt geprüft werden, ob alles fest und stabil ist. Gerade an der Tür kann es leicht zu Unfällen kommen. Damit niemand die Tür öffnet, liegt dem XPE sogar noch ein Hinweiszettel für die Türklinge bei. Eigentlich nichts besonderes, aber gerade solche Kleinigkeiten runden das Gesamtbild ab und zeigen, dass die Hersteller (aus Köln übrigens) sich wirklich Gedanken gemacht haben.

aerosling XPE_weitere Befestigung

Befestigung an Geländern, Ästen und so weiter. …

Das Training
Zusammen mit dem Sling Trainer erhält man neben der genauen Anleitung zum Aufbau und der Befestigung auch noch ein Übungsposter mit den verschiedenen Basisübungen, sowie eine DVD. Dort kann man sich jede Übung genau anschauen und bekommt auch eine Erklärung aller Punkte, auf die man achten muss. Zusätzlich gibt es 2 Trainingspläne auf DVD, die als pdf hinterlegt sind und damit auch leicht ausgedruckt werden können.

Grundsätzlich bestimmt jeder seine Trainingsintensität selbst. Auf der DVD wird jede Übung für Anfänger, aber auch Fortgeschrittene gezeigt. Steht man relativ steil, wird es natürlich einfacher, als wenn man im 45°-Winkel hängt. Hier muss einfach jeder für sich selbst die optimale Position finden. Mir selbst ging es so, dass ich am Anfang noch ein bisschen Hemmungen hatte, mich in die Seile zu hängen – schließlich hängt man dann ja fast nur daran. Um so wichtiger ist festes Schuhwerk, damit man nicht wegrutschen kann. Barfuß geht es aber auch, zumindest bei sehr vielen Übungen. Nur drücken die Fußschlingen schnell recht unangenehm, so dass man dann auf jeden Fall Schuhe anziehen sollte.

Welche Übungen genau man auswählt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Manch einer bevorzugt vielleicht nur Übungen für den Schulter-/Nackenbereich, der nächste mag die Beine. Man sucht sich einfach das raus, was gefällt oder trainiert einfach etwas völlig anderes, das vielleicht nicht im Plan steht.
Wer sich gern quälen möchte, wählt den kompletten Trainingsplan für Anfänger oder Fortgeschritte. Den Anfängerplan fanden wir beide schon recht heftig, denn er beinhaltet direkt im Einstieg unter anderem gleich Sprintstart und „Brett&Crunch“ – nicht gerade die leichtesten Übungen. Übrigens kann man sich einige der Übungen auf der hompage schon im Bereich Videos anschauen. Dann weiß man auch direkt, was der aeroSling alles kann. Und das ist ne ganze Menge!

aerosling XPE_mitten im Wohnzimmer

friedliche Koexistenz von Trainings- und Spielgeräten

Aber …
Bei jeder Sportart, die man zu Hause trainiert, gibt es ein Aber. Keiner kann sehen, ob man den Körper wirklich gerade hält oder man nicht vielleicht doch ins Hohlkreuz geht. Jahrelange Erfahrungen haben auch mir gezeigt, dass zwischen dem Gefühl, dass es passt und der Wirklichkeit immer noch Welten liegen können. Hier benötigt man entweder eine gesunde Portion Selbsterkenntnis oder schlicht und ergreifend einen Partner, der gerade am Anfang kuckt, ob die Stellungen so wirklich in Ordnung sind.
Klar braucht man das nicht wirklich, allerdings ist eine richtige Durchführung des Trainings nicht nur für den Trainingserfolg wichtig, sondern auch für unsere Gesundheit.

So würde ich denn auch sagen, dass der aeroSling zwar wirklich für jeden geeignet ist, sich aber eine gewisse sportliche „Vorbildung“ besser macht. Da reichen auch schon ein paar Besuche im Fitneßstudio mit Trainer oder ähnliches. Mit ein bisschen gutem Willen und Biss kann sich aber jeder einarbeiten und findet sich ganz schnell in den Übungen zurecht. Zumal im Video wirklich auf Alles eingegangen wird.

Unsere Trainingsmeinungen waren sehr verschieden, aber genau das machte es auch so spannend. Der Mann mit rund 25-jähriger Karatepraxis fand die Übungen für die Arme überhaupt nicht schlimm, sondern eher recht simpel – selbst auf höchstem Level. Gleichzeitig fand er es trotzdem ein sehr gutes und auch effektives Training. Ich hab dagegen da schon ganz schön geschwitzt und mir fielen einige Beinübungen leichter.

Fazit
Inzwischen hängt der aeroSling bei uns dauerhaft mitten im Wohnzimmer an der Decke, denn er wird auch ständig und regelmäßig benutzt. Die Enden haben wir zur Seite gehangen, so dass der Große da auch nicht rankommen kann. Mit seinen 3 Jahren würde er sonst wahrscheinlich auch versuchen, damit zu „trainieren“. Die Griffe festgehalten hat er mal, aber es war ihm alles sehr suspekt und viel zu wackelig.

Hat man sich an das Gerät gewöhnt, ist der aeroSling XPE ein tolles Trainingsgerät, mit dem man sehr effektiv trainieren kann. Ich habe inzwischen erst rund eine Woche damit einige ausgewählte Übungen für meinen Schulterbereich gemacht (nicht viele, aber dafür täglich). Eine Besserung meiner fast ständigen Nackenschmerzen konnte ich schon feststellen, wobei ich hoffe, dass das nicht nur eine vorübergehende Linderung ist. Weitermachen werde ich auf jeden Fall, schließlich habe ich mir fest vorgenommen, ab Mitte Oktober den Trainingsplan für Anfänger komplett durchzuziehen. Bis dahin gebe ich mir einfach noch ein bisschen Anfängerbonus, übe während der Rückbildungsgymnastik meiner Hebamme weiterhin das Brett und freue mich, dass es am Boden wirklich so viel einfacher ist.

Ihr wollt den aeroSling XPE auch? Kann ich gut verstehen! Ich würde meinen nie wieder hergeben wollen, deshalb müsst ihr euch selbst einen bestellen. Hier im Shop könnt ihr das tun und selbst mit einem wirklich effektivem Training beginnen. Schließlich kommt der nächste Sommer (und damit die Bikinifigur) ganz bestimmt. ;)

(Der Schlingentrainer wurde mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)

8 Kommentare

  1. Olga

    Ein echt interessantes Trainingsgerät, das ich bisher noch nicht kannte. Aber es schein sehr effektiv zu sein und nimmt nicht viel Platz ein…echt super!
    LG Olga

    P.S. Bei mir läuft gerade ein Gewinnspiel, würd mich freuen wenn du mitmachst :)
    http://olgsblog.de/verlosung-aikme/

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  2. Pingback: Ich rüttel mich fit mit Skandika fitness! › Sandra's Testblog

  3. Sven

    Vielen dank für den ausführlichen Bericht über den Schlingentrainer. Ich nutze solch einen Trainer auch privat, wenn auch von einem anderen Hersteller.
    Weiterhin viel Erfolg

    Antworten
    1. Benni

      Top Artikel. Wirklich super Artikel, dessen Inhalt ich nur unterschreiben kann. Ich habe jetzt auch noch angefangen 1 bis 2 meiner 3 HIIT-Trainings der Woche an einem Slingtrainer zu machen….und ich sag es euch ich spüre jede Faser meines Muskels. Ich bin jetzt schon der Meinung, dass es mir enorm weiter hilft.

      Ich hab mich mal ein wenig auf dem Markt umgesehen und das Angebot ist ja wirklich enorm. Die Preise schwanken zwischen 30 EUR und 200 EUR – also eine sehr große Spanne.
      Genau so groß wie das Angebot an Sling-Trainern ist auch die Anzahl an Vergleichseiten…
      Ich habe mich dann für den adidas Sling-Trainer entschieden. Weil ich nicht so viel Geld in die Hand nehmen wollte, bevor ich weiß ob es mir was bringt und Spaß macht und er auch noch top aussieht. Da ich ja schon mein ganzes Gewicht dem Trainer anvertraue, wollte ich eine Marke die eigentlich bekannt ist für ihre Qualität.

      Bis jetzt bin ich sehr zufrieden von der Qualität – habe aber auch erst 2 mal damit trainiert.

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  4. Andi

    Hi Sandra,

    schöner ausführlicher Test. Ich hoffe du bist noch aktiv am trainieren :).

    Mich würde mal interessieren wie sich der aerosling über die Dauer des Gebrauchs geschlagen hat?
    Merci und liebe Grüße

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    1. Sandra

      Ähm, mehr oder weniger aktiv – in der letzten Zeit eher weniger *schäm* :D

      Trotzdem hab ich recht oft damit trainiert und konnte bis jetzt keine Abnutzung feststellen, auch kein Aufribbeln der Bänder oder sonstige Schäden. Lohnt sich also auf jeden Fall!

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  5. Maximus

    Sehr guter Artikel, bin genauso vom Schlingentrainer begeistert.

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  6. Jannik

    Sehr interessanter & ausführlicher Bericht. Der Sling Trainer ist einer meiner Lieblings Hilfsmittel für das funktionelle Training. :) Sling Trainer von aeroSling kann ich ebenfalls nur empfehlen! Vor allem durch die Umlaufrolle wird das Training noch einmal um ein vielfaches instabiler. Falls Interesse an anderen Hilfsmitteln für ein effektives Training besteht würde ich mich freuen wenn ihr einen Blick auf meine Website http://functional-training-equipment.de/ werft :) Dort wird neben dem Schlingentrainer noch eine Vielzahl von anderen Hilfsmitteln für das funktionelle Training zu Hause vorgestellt.

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