Geld – wer braucht das nicht?. Will man sein Geld irgendwie sinnvoll und nicht in der Matratze lagern, wird es schnell kompliziert. Was ist die richtige Kontoart? Risiko eingehen oder nicht? Fest anlegen? Oder doch lieber auf dem Girokonto lassen?
Bei uns ist, dank zweitem Kind, das Thema mal wieder sehr aktuell. Und so kommen hier ein paar kleine Tipps aus meine Erfahrungen.

Das einfachste ist natürlich das Girokonto. Jeder, der Gehalt bekommt, wird sicher eins haben. Man bezahlt seine laufenden Ausgaben damit, kann es überziehen, aber auch Geld ansparen. Alles recht einfach und simpel. Zinsen bekommt man so gut wie gar keine mehr, dafür sind die Überziehungszinsen um so teurer.
Manche Banken (so wie meine) bieten ein Spar-Unterkonto an. Als ich mein Konto erweiterte, waren die Zinsen doppelt so hoch wie im klassischen Sparbuch – es lohnte sich also. Nervig nur, dass das Girokonto als Referenzkonto herhalten musste. Als die Zinsen drastisch gesenkt wurden, zog ich damals mein ganzes Geld um und ging zur ING-Diba.
Dort bin ich nun schon seit rund 8 Jahren oder noch länger. Die Zinsen waren beim Tagesgeldkonto unglaublich hoch, es gab eine Eröffnungsprämie und auch sonst war alles eitel Sonnenschein. Inzwischen muss man sich die Kontoauszüge online ziehen und die Zinsen wurden stark gesenkt. Aber trotzdem liegen sie mit momentan 2.25% p.a. immer noch in einem Bereich, in dem ich damit leben kann. Trotzdem bin ich am Überlegen, ob ich alle Konten noch mal umziehe.
Wenn man in der Bauphase ist, kann man jeden Cent brauchen und da machen auch Zinsen viel aus. Die höchsten Zinsen für ein Tagesgeldkonto liegen im Moment bei 2.60%, also schon um einiges höher.
Wichtig ist beim Tagesgeldkonto nur, dass auch diese Kontoform (fast?) immer über ein Referenzkonto läuft. Das heißt, dass zwar jeder einzahlen kann, aber auszahlen kann man ausschließlich über ein Referenzkonto. Das heißt, dass ihr das Geld erst auf das von euch angegebene Referenzkonto überweisen müsst (in der Regel euer Girokonto) und von dort aus kann es dann erst an den eigentlichen Empfänger überwiesen werden.
Im Laufe der Jahre haben wir übrigens ein richtiges System der “Geldverteilung” entwickelt. Das Gehalt geht auf dem Girokonto ein und monatlich geht eine kleine Summe auf Tagesgeldkonto 1. Das sind unsere Rücklagen für unvorhergesehene Fälle. Außerdem geht eine unwesentlich größere Summe auf Tagesgeldkonto 2. Das ist unser Sparkonto, das gleichermaßen für Urlaub, alle Anschaffungen und Hausbau herhalten muss. Unsere Girokonten werden regelmäßig bis zu einem gewissen Betrag geplündert – alles darüber wird auf’s Sparkonto überwiesen. So hat man immer wieder ein bisschen Geld in der Rückhand, denn gerade bei einem Eigenheim braucht man das leider noch eher als in einer Mietwohnung.
Unsere Kinder haben beide ein eigenes Konto. Noch ist es ein Sparbuch, weil es damals von Hipp 20 Euro geschenkt gab. Aber ich werde wohl bald auch ihre Konten auf ein Tagesgeldkonto umziehen, denn es bringt einfach mehr Zinsen.
Festgeld würde ich mit einem Haus oder auch anderen Verpflichtungen übrigens nie anlegen. Dafür habe ich zu wenig und es würde zu weh tun, wenn man nicht ran kann. Unsere Stadt hat im Moment ein Festgeldparen. 1% für mind. 1.000 Euro Einlage. Zur Erinnerung: Tagesgeldkonto 2.6%. ![]()
Genauso wäre mir das Risiko beim Anlegen viel zu hoch.
Wie seit ihr eigentlich organisiert? Spart ihr und legt Geld zurück oder lebt ihr eher in den Tag hinein? Oder bevorzugt ihr die klassische Matratzen- oder Kopfkissenvariante?




