[Rezension] “Die Dinorinos können alles: Band 1” – Katharina Wieker

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Eigentlich finde ich elektronische Bücher total doof. Ich liebe das Knistern der Seiten beim Umblättern, die Optik der Bilder und die Umschlaggestaltung. Nie im Leben wollte ich mir einen eReader kaufen – so war zumindest noch vor einem Jahr mein Plan. Doch dann kam der letzte Amazon Prime Day und ich schlug doch zu. Und, um ehrlich zu sein, ich finde ihn schon ziemlich cool, auch wenn ich nie auf richtige Bücher würde verzichten wollen. Wenn ich jedoch geahnt hätte, wie gern mein 8jähriger damit liest, hätte ich mich beim Kauf eines Kindles vielleicht nicht so schwer getan. …

Die Dinorinos waren für mich genauso ein Überraschungserfolg wie mein Kindle. Eher durch Zufall stolperte ich über eine Mail des Loewe Verlages und installierte das ebook danach nur halb überzeugt, um einfach mal eine Vorlesegeschichte für Abends zu haben, falls beim Zubettbringen kein echtes Buch greifbar ist. Der erste Blick auf das Cover war zwar ganz niedlich, gehörte aber eher in die Kategorie “Kleinkind” und wenig spannend. Zwei Tage später war dem großen Sohn mal wieder extrem langweilig und ich meinte, er könne doch ein Buch lesen. Fand er (natürlich!!) ziemlich doof, bis ich ihm meinen eReader mit den Dinorinos unter die Nase hielt. Ich dachte, dass er bestimmt nach 4 Seiten aufhören würde, aber las und las. Tatsächlich las er nur mit einer kurzen Unterbrechung das ganze Buch durch! Wow! Und da er es superlustig und großartig findet und nun auch unbedingt Band 2-4 lesen möchte, ist das für mich natürlich Grund genug, euch Band 1 vorzustellen!

Die Dinorinos sind drei klitzekleine Dinosaurier, die einst bei Juri’s Opa lebten. Als er irgendwann nicht mehr mit ihnen spielte, schliefen sie 50 Jahre auf dem Dachboden, bis sie nun in Juri einen neuen Spielkameraden gefunden haben. Da sie so klein sind, bewohnen sie in seinem Zimmer ein Puppenhaus und lassen sich es ziemlich gut gehen. Das einzige Problem: Nur Juri und sein Opa dürfen sehen, wie sich die drei bewegen. Sonst, so glauben alle, würden die Dinorinos verschwinden. Und das will natürlich keiner!

Im ersten Band wollen die drei kleinen Dinos ihrem Freund bei den Hausaufgaben helfen und stellen dabei fest, dass sie gar nicht Lesen und Schreiben können. Sie lassen sich davon jedoch überhaupt nicht entmutigen, sondern beschließen schnell, am nächsten Tag einfach mit Juri zusammen in die Schule zu gehen. So schwer kann Schreiben lernen ja wohl nicht sein! In der Schule kommt es jedoch, wie es kommen muss. Den Dreien wird es schnell zu langweilig in Juri’s Ranzen und schon kurze Zeit später laufen sie allein durch das große Schulhaus. …

Die Dinorinos können alles - Band 1 - © Loewe-Verlag

© Loewe-Verlag

Inzwischen habe auch ich den ersten Band gelesen und kann die Begeisterung meines Großen durchaus nachvollziehen. Auch wenn die kleinen Gesellen für mich immer noch ein wenig wie für Kleinkinder gezeichnet aussehen – die Charaktäre sind wohl durchdacht und auch für nicht mehr ganz so Kleine absolut liebenswert. Da ist zum Beispiel Igur, der immer alles ganz genau wissen will und Permilla, die mutig ist und sich gern verkleidet. Ganz besonders haben der Große und ich allerdings Happi ins Herz geschlossen, der für sein Leben gern ißt. Dabei ist es ihm völlig egal ob Seife, Stifte, richtiges Essen oder der Hintern von Permilla – er beißt in alles hinein! So unterschiedlich die kleinen Dinos auch sein mögen, so halten sie doch immer zusammen. Sie sind für jedes Abenteuer zu haben, spielen für ihr Leben gern und finden Ungerechtigkeiten total doof. Für sie ist es ganz klar, dass sie einem Freund helfen und für ihn da sind – in ihrer ganz eigenen, brontosaurösen Art.
Für meinen 8jährigen sind die Dinos so besonders, weil sie durchaus echt sein könnten, wie er sagt. Die Vulkanos zum Beispiel findet er zwar lustig, jedoch rufen sie bei weitem nicht so viel Begeisterung hervor, wie die Dinorinos. Ich glaube, er hätte auch nichts dagegen, wenn Igur, Happi und Permilla auch bei uns wohnen würden. ;)

Es macht Spaß, sich durch das Buch mit den vielen lustigen und liebevollen Zeichnungen zu blättern. Die einfachen Sätze und die kurzen Kapitel machen es perfekt für Erstleser, aber auch zur guten Vorlesegeschichte. Es gibt viele spannende, aber auch witzige Situationen, die für Lacher sorgen und nicht nur ein Mal kam mein Sohn mit einem lauten “Mama, stell dir mal vor….” angerannt. Einzig die falsche Aussprache des “sch” von Happi wird bestimmt einige Kritiker-Eltern auf den Plan rufen. Ich selbst sehe es entspannt, denn mein Drittklässler kann es genau als besondere Happi-Aussprache erkennen. Für komplette Erstleser könnte das allerdings ein wenig schwieriger werden, wobei man hier als Elternteil problemlos unterstützen kann.

Trotzdem – sie sind wahre Freunde, lustig, knuffig, abenteuerlustig und haben ganz viel Spaß. Unserer Meinung nach ist mit diesem Band ist ein sehr schöner Einstieg in eine neue Kinderbuchreihe geglückt und wir sind jetzt schon gespannt, wie die anderen Bände sein werden. Zum Glück für den Großen gibt es im Moment ja noch mindestens drei andere Abenteuer der Dinorinos zu Lesen!

 

Buchinfo

  • “Die Dinorinos können alles: Band 1”
  • Autorin: Katharina Wieker, Illustrationen von Steffen Winkler
  • Loewe
  • gebundene Ausgabe
  • empfohlenes Alter: 6-8 Jahre
  • Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
  • ISBN 3785584245
  • 7,95€
  • Leseprobe als pdf (Seite des Loewe Verlags)

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(Das Ebook wurde uns für diese Rezension kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung beeinflusst das nicht.)

 


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Wertung: 5.0/5 (1 Bewertung abgegeben)

3 Kommentare

  1. Eli

    Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Meide Kinder sind begeistert!

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  2. Steffi T.

    Hallo, wir haben es auch gekauft und sind total begeistert von dem Buch. Danke nochmal für den Tipp

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  3. Babywelt

    Viele Eltern machen sich da viel zu viele Gedanken. Wer lesen kann, kann auch die eigene Sprache von Happi als solche erkennen. Das macht ja auch irgendwie den Reiz und den Charm der Figuren aus.

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